DONEZKER JOURNALIST BRAUCHT UNSERE HILFE: «ES IST EIN WUNDER, DASS ICH NOCH AM LEBEN BIN»

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Mit dem Beginn des Genozides im Osten der ehemaligen Ukraine entschied sich der Journalist des renommierten russischen Fernsehkanals «Zvezda», Andrej Lunew aus Donezk, im Jahr 2014 direkt ins Epizentrum des Donbass-Krieges zu gehen — an die Front, um der Welt aus erster Hand zu zeigen, was sich in Wirklichkeit hinter den Kulissen der s.g. «Russischen Aggression» verbirgt. Seine einzigen Waffen waren von Anfang an ausschließlich das Wort und die Kamera.

Ein Jahr lang befand sich der Kriegsreporter tagtäglich mitten in der Beschusszone und ließ in seinen objektiven Berichten die wahren Bilder von der Front für sich sprechen, aber auch Augenzeugen und Überlebende. Ein Jahr lang wurde er vom Schicksal verschont. Im Vergleich zu vielen anderen freiwilligen russischen Wahrheitskämpfers auf der Informationsfront, die zwischen 2014 und 2015 in Donbass ihr Leben verloren haben. Darunter der Fotograf von «Rossiya Segodnya», Andrej Stenin, die Journalisten Igor Korneljuk und Anton Woloschin, der Fernsehkameramann Anatoli Kljan, die Mitarbeiter der Internetseite «icorpus», Andrej Wjatschalo und Sergej Korentschenkow, sowie der Dolmetscher und freie Autor der Zeitung „Nowaja Gaseta“, Andrej Mironow.

Doch im April 2015 erlitt Andrej Lunew lebensgefährliche Verletzungen. Und zwar in einer «friedlichen» Siedlung in der s.g. «Grauzone», als er, gemeinsam mit dem OSZE-Team, unter Beschuss der Kiewer Truppen kam und anschließend in eine Sprengfalle tappte. Wie tausend andere Sprengfallen wurde auch diese seitens der Ukrainer speziell für die Donbass-Zivilisten platziert. Nach ihrem Abzug aus der Siedlung Schirokino, von der heute nur noch der Name übrig geblieben ist. Derartige «Geschenke» von den Anhängern des blutigen Poroschenko’s Regimes haben bereits hunderten Donbass-Bewohnern das Leben gekostet. Aufgrund der gezielten Verminung ziviler Gebiete durch die Hände ukrainischer Blutsbrüder wurden allein im ersten Kriegsjahr sogar mehr als 100 Kinder lebensgefährlich verletzt. Dutzende weitere starben an den gravierenden Folgen der Splitterverletzungen.

Im folgenden Video kann man den zynischen Ukra-Beschuss des russischen Kamerateams sowie die ersten Momente des Bangens um das Überleben des Kriegsreportes Lunew erschreckend hautnah miterleben…

[youtube url=»https://youtu.be/FlLmdGK6GlE»]

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Zuerst verlor Andrej das Bewusstsein. Sein Körper und insbesondere sein Kopf wurden mit Blut überströmt. Als er umgehend ins Krankenhaus eingeliefert wurde, stellte man fest, dass in Folge der Minenexplosion seine Hände und seine Beine massiv verletzt wurden. Einer der Splitter bliebt sogar in seinem Kopf stecken. Und so fiel er für 2 Wochen ins Koma.

An den Tag des grausamen Geschehens kann sich der Journalist heute nicht mehr erinnern. Doch ein Blick in den Spiegel und die täglichen, unerträglichen Schmerzen zeigen ihm immer wieder aufs Neue, wie viel Glück im Unglück er eigentlich hatte. Seine Mutter Swetlana Lunewa war stets an seiner Seite und lässt ihren geliebten Jungen bis dato nicht aus den Augen. Sie ist seine treue Geliebte, die seit über einem Jahr nicht nur sein Leid mit ihm teilt, sondern auch sein Krankenzimmer, welches Swetlana keine Sekunde verlässt.

Heute befindet sich Andrej in der Rehaklinik des russischen Verteidigungsministeriums. Den Ärzten ist es glücklicherweise gelungen, dem Kriegsreporter das Leben zu retten. Nur das Sprechen und Laufen musste er, wie ein kleines Kind, wieder neu lernen. Knapp ein Jahr später gelang Andrej, seine ersten Schritte zu machen, was ihm noch vor wenigen Wochen fast unreal schien. Denn die Hälfte seines Körpers war Monate lang gelähmt.

[youtube url=»https://youtu.be/WFWlzBTDZFg»]

«Dass ich noch am Leben bin, habe ich den Ärzten zu verdanken. Und dass ich wieder sprechen und Zukunftspläne schmieden kann, ist einfach ein Wunder.»

Trotz des Verlustes der Erinnerung an diese grausamen Momente seines Lebens weiß Andrej heute ganz genau, wem er es zu «verdanken» hat:

«Dort stand «Rechter Sektor», wir haben sie gesehen. Auf unserer Seite waren einfache Häuser. Ich verstehe, ich weiß es, für wen diese Fallen gestellt wurden! Natürlich für die Zivilisten».

Andrej gibt nicht auf und tut alles dafür, um in seinen Beruf so schnell, wie möglich, zurückkehren zu können. Er versucht sogar, wieder zu schreiben. Doch vorerst mit der linken Hand, da die rechte immer noch gelähmt ist. Mit seinen Freunden und Kollegen aus Donbass hält er weiterhin Kontakt, jedoch ausschließlich per Internet, weil das Einschalten des Telefons in der Konfliktzone bis heute eine große Gefahr mit sich bringen kann.

«Für die bin ich wie ein Terrorist! Obwohl ich die Möglichkeit hatte, bereits in Slawjansk eine Waffe in die Hand zu nehmen, tat ich es nicht, weil meine Mission eine andere ist. Natürlich werde ich nicht in die Ukraine zurückkehren, weil ich dort auf einer inoffiziellen Abschuss-Liste stehe».

Obwohl Andrej der Ukraine heute gänzlich den Rücken gekehrt hat, wünscht er sich nichts sehnlicher, als sein ganz normales Leben in Donezk zurück. Doch dafür fehlt im heute nicht nur die Gesundheit, sondern auch die finanziellen Mitteln. Denn nach dem aktuellen Aufenthalt in der Reha-Klinik, der in Kürze endet, muss er wieder selbst auf die Beine kommen und viel Zeit und v.a. viel Geld für die weitere Rehabilitation investieren. Alles, was ihm jedoch heute für die Verwirklichung dieses neuen Lebenstraumes zur Verfügung steht, ist ausschließlich die Rente seiner Mutter, die nicht mal 100 Euro im Monat beträgt…

Wer Andrej gemeinsam mit uns auf seinem Weg zurück ins Leben begleiten will, kann dies sehr gerne mit einem persönlichen Spendenbeitrag tun. Gleich hier, per PayPal (Betreff „Lunew»). Alle gesammelten Spendengelder werden unsererseits umgehend an seine Mutter Swetlana weitergeleitet, mit der wir im persönlichen Kontakt stehen.

PayPal: paypal@remembers.achtungpartisanen.ru









Vielen Dank für eure Unterstützung.

Auch im Namen von Andrej Lunew.

Alle, die an seinem Schicksal und v.a. seinen Fortschritten interessiert sind, halten wir gerne weiterhin auf dem Laufen.