«DAS ERWARTET HEUTE DIE UKRAINE»

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Und zwar in jedem Sinne dieses Bildes. Denn neben der Tatsache, dass Kiew langsam, aber sicher, Donbass für immer verloren hat, steht im Moment auch die Gasfrage in der Ukraine ganz oben auf der Verlustliste.

Derzeit erhält die Ukraine Gas nur im Rahmen von Reverse-Lieferungen aus einigen europäischen Ländern. Denn (kein Wunder!) Russland will an die Ukraine kein Gas mehr auf Pump liefern. Ihr Ex-Partner, Freund und Helfer hatte der Ukraine Ende 2013 einen Kredit über drei Milliarden US-Dollar gewährt. „Zudem schuldet Kiew für die letzten zwei Monate des Vorjahres noch 1,4 Milliarden Dollar für das bereits bezogene Gas. Die Zahl ist unbestritten… Aber niemand will das Geld überweisen“, so Putin. Darüber hinaus habe die Ukraine 500 Millionen Gasschulden für das 1. Quartal dieses Jahres nachzuzahlen. Die gesamten Gasschulden der Ukraine sollen rund 5,5 Milliarden Dollar betragen. http://german.ruvr.ru/news/2014_10_20/Kiew-verfugt-uber-3-1-Mrd-US-Dollar-fur-Gasbezahlung-7895/ Nun rechnete Poroschenko erstmal damit, dass bei den Gasverhandlungen im Format Russland-Ukraine–EU am 29. Oktober, ein Kompromiss erzielt wird. http://german.ruvr.ru/news/2014_10_26/Poroschenko-rechnet-mit-einem-Erfolg-bei-Gasverhandlungen-am-29-Oktober-8267/ Was auch am 30.11. geschah: Die europäische Seite und Kiew haben eine Vereinbarung über Finanzgarantien für die Gaslieferungen aus der Russischen Föderation in die Ukraine erzielt. Aber erstmal vorläufig. Diese möglicht, die Konsultationen im trilateralen Format unter Mitwirkung der Russischen Föderation wieder aufzunehmen. Es ist auch wahrscheinlich damit zu rechnen, dass mit der Russischen Föderation ein Abkommen über die Gaslieferungen an die Ukraine im Winter abgeschlossen wird. http://german.ruvr.ru/news/2014_10_30/EU-und-Kiew-haben-sich-uber-Finanzgarantien-fur-Gaslieferungen-geeinigt-2719/

Und was ist mit uns? Tja, Freunde. Russland, die Ukraine und die EU stehen heute laut der Zeitung „Kommersant“ vor einer Gaskrise wie im Jahr 2009. Wladimir Putin warnte die Ukraine davor, das für die EU bestimmte Gas illegal abzuzapfen. „In diesem Fall werden wir wie 2009 die Gaslieferungen konsequent um die jeweils gestohlene Menge kürzen“, sagte der russische Präsident Putin vor ein paar Tagen. Damals kam es zu einer dreiwöchigen Unterbrechung der Gasversorgung Europas.

 

Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk meinte sogar, dass die Ukraine keinen reibungslosen Erdgas-Transit aus Russland in die EU garantieren könne: „Wir sind ein Staat, der einen unterbrechungsfreien Erdgastransit garantiert. Um aber unseren europäischen Partnern den unterbrechungsfreien Erdgastransit zu garantieren, müssen wir mit den europäischen Unternehmen ein Abkommen unterzeichnen». Beim aktuellen Gastransitvertrag könne die Ukraine die Sicherheit des Gastransits nicht garantieren. Der ukrainische Energieversorger Naftogaz reichte bereits vor dem Schiedsgericht in Stockholm eine Klage gegen den Transitvertrag mit dem russischen Gaslieferanten Gazprom ein. http://de.ria.ru/zeitungen/20141017/269813722.html

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Das Gute bzw. Interessante an der ganzen Gas-kein-Gas-Geschichte ist aber: Kiew hat nun Russland vorgeschlagen, Donbass selber mit Erdgas zu beliefern. „Wenn es schon so aussieht, dann sollen sie das Gas doch selbst liefern. Wenn sie die Möglichkeit dafür haben und wenn jenes Publikum, die Banditen, die dort regieren, bereit sind, ihnen zu zahlen. Uns wollen sie ja nicht zahlen“, witterte der ukrainische Finanzminister Alexander Schlapak am Dienstag bei der Investitionskonferenz „A Fresh Look at Ukraine“ in Kiew vor sich hin. http://german.ruvr.ru/news/2014_10_28/Kiew-Russland-soll-Donbass-selber-mit-Gas-versorgen-6245/ Heißt für uns: Donbass ist KEIN Teil der Ukraine mehr und darf jetzt ganz offiziell Gas aus Russland beziehen.

 

Wir ihr seht, wird die Gasfrage allerorts heiß diskutiert. Doch der Winter wird kalt. Und Deutschland bleibt davor bestimmt auch nicht verschont.

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Wir vergessen nichts.

Wir verzeihen es nie.

 

REMEMBERS.
Für Donbass. Gegen Genozid.