DONBASS AKTUELL: RUND 11.000 TOTE UND VERLETZTE UKRAINISCHE SOLDATEN IN NUR 6 WOCHEN

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DONBASS AKTUELL: RUND 11.000 TOTE UND VERLETZTE UKRAINISCHE SOLDATEN IN NUR 6 WOCHEN 

 

Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (UNHCR) teilte heute, am Montag, mit, dass im Rahmen der so (in der Ukraine) genannten «Anti-Terror-Operation» im Osten des Landes bereits MEHR als 6.000 Donbass Einwohner ums Leben gekommen sind. Einschließlich der 298 Opfer des Absturzes der malaysischen Boing MH17, die vor einem halben Jahr über Donbass abgestürzt, oder besser gesagt, gezielt abgeschossen wurde. Zudem wurden insgesamt mindestens 14.800 Menschen verletzt. Besonders gelitten haben natürlich Frauen, Kinder, Ältere und Kranke unter diesem Brüderkrieg.1

Aber auch die aktuellen Verlustzahlen der Kiewer Regierungstruppen sind nicht weniger erschreckend: Nur in den letzten 6 Wochen, also vom 12. Januar bis zum 20. Februar 2015, wurden 4.110 ukrainische Soldaten getötet, 6.830 verletzt und 1.178 gefangen genommen.2

 

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Die vergessenen Seelen: Hunderte Leichen ukrainischer Soldaten erneut gefunden

Bei Räumung von Trümmern im einst schwer umkämpften Donezker Flughafen wurden laut aktuellen Meldungen des Katastrophenschutzministeriums der Donezker Volksrepublik weitere 76 weitere Leichen der Kiewer Truppen entdeckt.3 Diese werden nun an die Familienangehörigen der Toten übergeben. Der Flughafen wird weiterhin mit Hilfe der Widerstandskämpfer und ihrer Gefangenen geräumt.

 

In Debalzewo, wo über 3.000 ukrainische Soldaten «dank» ihrer eigenen Regierung sinnlos ums Leben gekommen sind, findet der Widerstand gemeinsam mit den Volonteuren ebenso immer wieder neue Leichen, die bereits seit über 1 Monat im Kessel einfach frei im Feld herumliegen (18+):

Dennoch ist der Präsident der Ukraine Poroschenko bis heute der Ansicht, dass im Debalzewo-Kessel ausschließlich 6 Ukrainer getötet wurden. Deshalb interessiert er sich wahrscheinlich auch nicht für das Schicksal seiner weiteren 3.000 Debalzewo-Toten und lässt sie wieder einfach im Stich: Zuerst lebendig, als er sie in Form von Kanonenfutter in den Brüderkrieg schickte, und jetzt im toten Zustand — verstreut auf den (einst) fruchtbaren Böden von Donbass.

 

Waffenabzug des Widerstandes vs. Artilleriefeuer & Abzugslügen der Ukraine

Seit dem am 12. Februar vereinbarten Friedensplan zwischen der Ukraine und Donbass, unter Vermittlung von Deutschland (Angela Merkel), Frankreich (François Hollande) und Russland (Wladimir Putin), befindet sich der Waffenabzug, als Teil der o.g. Vereinbarung, nun in seiner Abschlussphase. Jedoch leider nur einseitig.

Nach eigenen Angaben und unter Kontrolle der OSZE-Beobachter hat der antifaschistische Widerstand von Donezk und Lugansk alle seine schweren Waffen von der Trennlinie mit dem ukrainischen Militär nun endgültig abgezogen.

Laut dem stellvertretenden Volkwehrchef Eduard Bassurin soll auch die Ukraine seine Technik zurückgezogen haben. Jedoch nur zu 15% (!) und ohne (!) Kontrolle der OSZE. Die ukrainische Regierung erklärte, dass “erst einmal” nur die leichte Artillerie abgezogen wird. Derartige schwere Kriegsgeräte wie Raketenwerfer werden aber weiterhin an der Front bleiben, um im “Fall der Fälle” entsprechend antworten zu können.

 

Somit ignoriert Poroschenko erneut das Minsker Abkommen und gefährdet damit nicht nur den Frieden in Donbass, sondern auch sein Weltansehen. Und in welche Richtung der erste Waffenabzug genau erfolgt sein soll, dazu möchte sich Kiew im Moment ebenso (noch?) nicht öffentlich äußern. Dabei betont Bassurin, dass die Ukraine ihre Truppen stets nur soweit zurückzieht, um die Möglichkeit zu haben, an ihre Positionen wieder zurückkehren zu können. Während Kiew mit dem Truppenabzug erst am letzten Donnerstag begonnen hatte, war der Widerstand zu diesem Zeitpunkt bereits mitten drin beim Abzug seiner schweren Waffen.

Dazu Poroschenko:
«Das ist nur ein erster Test-Schritt zum Beginn der Erfüllung des Minsker Friedensplans. Deshalb sind unsere Armee jederzeit bereit, ihre Technik auf die Ursprungspositionen zurückzustellen, um den Feind in einer kürzesten Zeit zurückzuschlagen.»

 

In diesem Zusammenhang wird vor einigen Tagen auch aus Mariupol gemeldet, dass die ukrainische Armee ihre schwere Technik nur für die Journalisten abziehe und anschließend auf die alten Positionen zurückkehrt. So teilt ein renommierter Schriftsteller aus Lugansk Gleb Bobrow vor einigen Tagen mit:

«Ein alter Freund von mir, der im Hafen von Mariupol arbeitet, schreibt:

«Ukra-TV! zeigt gerade, wie die ukrainischen Truppen aus Mariupol abziehen. Sie zeigen ganz genau, wie sie den Hafen verlassen. Was aber keiner weiß ist, dass sie danach sofort an ihre Stellungen zurückkehren…» 

Und die, die im Hafen arbeiten, sehen ja alles. Interessant, ob unsere (Widerstand) es auch wissen?»4

Davon, dass die Ukraine immer noch nicht aufgeben will, zeugen u.a. auch die aktuellen Meldungen der Donezker Volkswehr: Nur in den letzten 24 Stunden sollen die Kiewer Truppen mindestens 26 Mal das Feuer in Donbass eröffnet haben. Dabei wurden erneut die Vororte der Millionenmetropole Donezk beschossen. Und somit auch die zivilen Gebiete der Kriegsregion.5

Einen weiteren Grund für den offensichtlichen Waffen-Nichtstillstand stellen die in Donbass bis dato anwesenden ukra-faschistischen Nazi-Bataillone dar, die sich keinem unterwerfen. Und schon gar nicht Kiew.

 

Gefahr liegt in der Luft: Donbass übersät mit nichtexplodierten Granaten

Der RT-Korrespondent Murad Gazdiev zeigt in seiner aktuellen Reportage, wie fragil der Waffenstillstand in Donbass heutzutage ist. Denn auch wenn die Ukraine, samt ihrer Armee, Waffen und Politik, die Kriegsregion gänzlich verlassen sollte, werden die Menschen für eine unabsehbare Zeit in ständiger Lebensgefahr weiter leben müssen.

Der Grund: Nicht explodierte Granaten, mit denen die ganze Kriegsregion nach dem Abzug der ukrainischen Streitkräfte übersät ist. Die größte Gefahr stellen derartige «National-Geschenke» insbesondere für die Zivilisten dar:

«60 bis 70% der Granaten explodieren nicht. Die Menschen kehren in ihre Häuser zurück, sehen die Zerstörungen, finden die nicht explodierte Granaten und rufen uns an… Seit dem 2. Weltkrieg sind bereits 70 Jahre vergangen und wir finden immer noch Granaten. Wie viele wir nach diesem Krieg finden werden, das weiß niemand», sagt ein Minenentschärfer aus Donezk.

 

So wurden beispielsweise in der von der ukrainischen Armee besetzten Stadt Artjomowsk, in der Nähe der Ortschaft Krasnoe, bereits zwei Kinder durch eine Antipersonenmine lebensgefährlich verletzt. Dabei starb ein 15jähriger an seinen tödlichen Verletzungen im Krankenwagen. Der andere Junge kam in einem sehr ernsten Zustand ins Krankenhaus.6

Es scheint, dass sich Kiew bis heute nicht nach Frieden sehnt. Sondern nach Blut. Nach noch mehr Blut. Und zwar sowohl von der Donbass Bevölkerung als auch von seinen eigenen Leute. Obwohl die mehr als 50.000 getöteter ukrainischer Staatsbürger innerhalb nur 10 Monate Bürgerkrieges auch solchen Kriegsverbrechern wie Poroschenko & Co. eigentlich doch reichen müssten…

 

Quellen:

1 http://de.sputniknews.com/politik/20150302/301319423.html#ixzz3TDzA8zeT

2 http://achutngpartizanen.ru/poteri-vsu-ukrainy-za-poslednij-mesyac/

3 http://de.novorosinform.org/news/id/8924

4 http://infopolk.ru/1/V/news/1425226057#c3288ec2-2898-2261-c002-fa515a134e9d

5 http://de.sputniknews.com/politik/20150301/301313498.html#ixzz3TEcXnt1l

6 http://rusvesna.su/german/1425176529

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.