DONBASS AKTUELL: KIEW MACHT SICH WARM FÜR HEISSEN KRIEGSWINTER

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Wenn die Ukraine ihre Waffen niederlegt, wird es keinen Krieg mehr geben. Wenn Donbass es tut, wird es keinen Donbass mehr geben. So oder so ähnlich könnte man die aktuelle Lage im Osten der ehemaligen Ukraine beschreiben.

Basurin: Waffenabzug aufgrund regulärer Provokationen und Beschüsse verschoben

Am 15. Oktober hat in Donbass die 3. Phase des Waffenabzugs von der Trennungslinie offiziell begonnen. Nach dem gegenseitig vereinbarten Abzug von Artilleriewaffen mit einem Kaliber von weniger als 100 mm sollen nun auch die 82-mm-Minenwerfer abgezogen werden.

Doch seit wann spiegeln die bereits mehrfach getroffenen Vereinbarungen seitens des faschistischen Kiewer Regimes die Realität in der Ukraine wider? Eben. Deshalb bleibt auch die Situation in Donbass genau so brenzlig, wie bisher.

Laut dem Verteidigungsministerium der Volksrepublik Donezk denken Poroschenkos Truppen bis dato nicht an einen Abzug, geschweige denn vom Einhalten der seit dem 2. September erneut geltenden Waffenruhe im Kriegsgebiet. Im Gegenteil: Sie ziehen immer weiter ihre Schwerartillerie zusammen — sowohl entlang der Frontlinie als auch im gesamten Donbass Gebiet. Sie machen weiterhin unschuldige Menschen zu ihrer Zielscheibe, indem sie nicht nur den Widerstand mit allen ihnen zur Verfügung stehenden militärischen Mitteln provozieren. Von zivilen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern bis hin zu zivilen Wohngebieten: Für die Soldaten der ukrainischen Armee und der faschistischen Freiwilligen-Bataillone ist der ununterbrochene Donbass Beschuss scheinbar zum spaßigen Alltag geworden.

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Am 17. Oktober 2015 teilte Eduard Basurin mit, dass die Kiewer Truppen trotz Minsker und aktueller Pariser Vereinbarungen ihre schwere Artillerie gegen die Donbass Bevölkerung zu Einsatz bringen:

«Das ukrainische Militär hat in den vergangenen 24 Stunden den Waffenstillstand in der Volksrepublik Donezk mindestens 3 Mal gebrochen, mittels Minenwerfer und Artilleriewaffen. Dabei stand Hauptsächlich das Dorf Pestschanoe (Starobeschewskij Gebiet), der Flughafen sowie das Gebiet «Volvo-Zentrum» von Donezk unter Beschuss. Pestschanoe wurde aus Waffen eines Kalibers von 152 mm beschossen. Der Geheimdienst der DVR hat aktuell mindestens 10 Einheiten von schwerer Artillerie in der Nähe der Kontaktlinie feststellen können… Somit hat die ukrainische Armee einen Kurs auf die Durchführung einer aggressiven Politik in Bezug auf die Donbass Bewohner und die Wiederaufnahme aktiver Kampfhandlungen genommen — anstatt sich an die Minsker Vereinbarungen zu halten und den Konflikt auf einem friedlichen Wege zu lösen.»

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Und die Soldaten der Volksarmee der DVR können die angespannte Lage im Kriegsgebiet nur bestätigen. Wie ein Widerstandskämpfer (Rufname «Murka») vor wenigen Tagen dem Reporter-Team von NewsFront berichtete, gilt der Waffenstillstand in Donbass bis heute nur auf dem Papier:

«Klar, im Moment gilt die Waffenruhe, aber die ukrainische Seite hält sich trotzdem nicht an die Vereinbarungen. Sie schießen, provozieren, setzen Minenwerfer und Panzer ein. An den Waffenabzug halten sie sich also auch nicht. Vielleicht passiert es irgendwo anders (in Donbass), aber nicht bei uns… Der Herr Poroschenko macht es einfach, wie immer: Er trinkt sich einen an und beginnt, irgendetwas zu erzählen. «Wir werden euch in Stücke zerfetzen!», «Es wird keine Amnestie geben!». Aber wir werden nicht aufgeben. Denn wozu machen wir das schließlich?… Schauen Sie her: Da steigt gerade eine Rauchwolke hoch. Also wurde wieder etwas getroffen. Das ist übrigens kurz vor eurer Ankunft passiert… Das sind also unsere «Verteidiger», die zu uns kamen, um uns zu «befreien». Man weiß nur nicht, von wem. Von uns selbst, von den Zivilisten wahrscheinlich.»

Aber auch an den «Führer» und die Soldaten der ukrainischen Armee hatte der junge, tapfere Mann etwas auszurichten:

«Also, Herr Poroschenko: Saufen Sie doch einfach bei sich zu Hause weiter — wo auch immer es ist — und mischen Sie sich nicht in unser Leben ein. Was richten Sie denn hier an?? Sind Sie etwa blöd? Ukrainische Soldaten: Man belügt euch! Ihr versteht das Ganze einfach nicht! Man hat euch eure Gehirne weggespült und ihr glaubt das alles. Lass euch nicht von ihm an der Leine herumführen!»

Somit werden die Minsker Vereinbarungen seitens Kiew erneut missachtet, was in Kürze zu einer möglichen weiteren Eskalation des Konfliktes seitens der ukrainischen Armee und faschistischer Freiwilligen-Bataillone führen kann.

Neue Ukra-Panzer auf dem Weg nach Donbass:

 

 

Die Folgen der Beschüsse des Donezker Flughafens:

Erfolge der Ukra-Truppen im zivilen Wohngebiet Kiewskij von Donezk:

Gezielter Artilleriebeschuss eines 9-stöckigen Wohnhauses, welches stundenlang nach dem Angriff in Flammen stand. An diesem Tag wurde mindestens 1 Zivilisten getötet und 1 weiterer verletzt. Aber auch bei der Volksarmee kam es zu mehrfachen Verlusten und Schwerverletzten.

Aktueller Alltag der Zivilisten in Donbass:

Zwischen Leid und Leben

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Und all diese Greueltaten geschehen bis heute und nur wenige Tage nach dem «Friedenstreffen» von Poroschenko, Merkel, Hollande und Putin  in Paris im Normandie-Format

Darum haben die Repräsentanten der Volksrepublik Donezk vor wenigen Tagen entschieden, aufgrund regulärer Missachtung der Minsker Vereinbarungen und der in Donbass geltenden Waffenruhe diesmal etwas härter und cleverer durchzugreifen, indem sie den Waffenabzug, der offiziell seit dem 3. Oktober gilt, ihrerseits auf den 21. Oktober verschieben. Dieser wird laut Basurin in drei Phasen ablaufen: Zunächst aus der Richtung von Debalzewo, dann im Süden und anschließend in Donezk und der Umgebung.

Geheimdienst der DVR: Kiew schickt Scharfschützen-Spezialisten nach Donbass

Zudem soll die Ukraine auf dem Territorium der von Kiewer Truppen freien Gebiete massive Terrorakte und diverse Diversionsgruppen-Einsätze geplant haben. In diesem Zusammenhang sendete am 12. Oktober der Kommandeur der Scharfschützen-Brigade «Stalingrad», Olga Belaja (Rufname «Ten'» = dt. «Der Schatten»), einen persönlichen Appell an alle Freiheitskämpfer von Noworossija:

«Aus dem Generalstab der Ukraine haben wir Informationen darüber erhalten, dass an die Frontlinie der Donezker und Lugansker Volksrepubliken oder gar direkt nach Donezk von Kiew eine Gruppe von erfahrenen und gut ausgebildeten Scharfschützen geschickt wird. Mehr dazu, inklusive der Fotos und Details zu diesen Personen, könnt ihr am Ende der Video-Botschaft erfahren. Deshalb wende ich mich hier an alle unsere Scharfschützen, die an den Blockposten stehen, sowie an all diejenigen, die sie treffen könnten: Versucht, sie lebendig festzunehmen. Sie verfügen über Informationen, die für uns relevant sind. Wenn es euch nicht gelingt, ist auch nicht so schlimm. Denn wie sagt man es so schön? Tote Bienen summen nicht». 

 

Ukra-okkupierter Donbass: Poroschenkos Truppen auf Plünderungs- und Raus-Ekel-Kurs

Doch nicht nur in den ukra-freien Gebieten müssen die Menschen stündlich mit neuen, grausamen Angriffen der Anhänger des Kiewer Regimes rechnen. Wie am 13. Oktober Eduard Basurin mitteilte, versuchen die Ukra-Soldaten, auch die zivile Bevölkerung in den aktuell von der Ukraine okkupierten Gebieten in Donbass kontinuierlich einzuschüchtern, indem sie die Zivilisten in ihren eigenen 4 Wänden überfallen, ihnen ihr Eigentum wegnehmen und sie sogar aus ihren Wohnungen vertreiben:

«Die ukrainischen Einheiten haben nicht nur wichtige Sozialeinrichtungen besetzt wie Krankenhäuser, Schulen und Ferienlager. Sie beginnen jetzt auch, die Zivilisten in Slawjansk, Kramatorsk und Nikolaewka aus ihren Häusern zu vertreiben».

 

Ukrainische Soldaten auf dem Weg nach Hause:

Vollbepackt mit fremden Sachen, die das Leben schöner machen

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Ukrainische Opposition: Minsker Vereinbarungen sind für Kiew nicht erfüllbar

Wie SPUTNIK am 17. Oktober berichtete, hat der Kopf der Kommunistischen Partei der Ukraine, Petr Simonenko, am Samstag in Roschdestweno bei Moskau erklärt, dass das offizielle Kiew weder die Minsker noch die Pariser Abkommen jemals erfüllen werden:

„Das Problem besteht darin, dass die Realisierung dieser Abkommen ohne Verabschiedung des Gesetzes über einen Sonderstatus von Donbass – der Gebiete Donezk und Lugansk – unmöglich wäre. Und dieses Gesetz soll eine Amnestie für alle, die (am Konflikt) beteiligt waren, sowie entsprechende Änderungen an der Verfassung und die Dezentralisierung der Macht beinhalten. Es liegt klar auf der Hand, dass die Ukraine diese Verpflichtung nicht erfüllen wird. Denn die Werchowna Rada (Parlament) ist nicht in der Lage, die garantierte Realisierung dieser Beschlüsse zu gewährleisten».

Unser Fazit:
Im Vergleich zu einigen «Donbass Optimisten» wissen wir nicht, wann dieser Krieg sein endgültiges Ende findet. Und mit dem Ende meinen wir nicht das Ende einer Zeit, in der bis zu 10 und mehr Zivilisten im Osten der ehemaligen Ukraine seitens der faschistischen Kiewer Truppen täglich getötet wurden. Denn auch wenn es heute politisch-medial recht ruhig um Donbass geworden ist, heißt es noch lange nicht, dass die unschuldigen Menschen auch wieder ihre Ruhe gefunden haben. Ob vor der Haustür oder im Herzen. Denn sowohl die Kriegs- als auch die Versorgungslage bleibt weiterhin angespannt. Die wirtschaftliche und humanitäre Blockade der Regionen ist immer noch im vollen Gange. Und geschossen wird es bis heute in Donbass. Auch in diesem Moment, in dem wir diese Zeilen an euch schreiben.

Deshalb möchten wir heute unseren REMEMBERS Beitrag mit den Worten des folgendes Liedes beenden: Wie konnte es nur soweit kommen? Und wann wird der Feind, der noch vor 1,5 Jahren der eigene Blutsbruder war, endlich vom heiligen Boden von Donbass verschwinden?

 

«Wie konnte es denn so weit kommen,

dass die Kinder von Panzern überfahren werden,

dass das Volk am lebendigen Leibe verbrannt wird,

so es wie damals in Chotyn war.

 

Vielleicht ist es auch nur ein Traum,

aber dieser Traum ist viel zu schrecklich.

Mensch, ihr Menschen,

ihr habt dabei einfach den Gott vergessen…

 

Wie konnte es denn so weit kommen,

dass man alles im Blut ertränken will.

Der Boden hat doch noch nicht einmal geschafft,

die blutigen Flüsse der Vergangenheit einzusaugen.

 

Vielleicht sollten wir allen die Augen öffnen,

soweit wie möglich,

Und solange unsere Augenlider nicht schließen,

solange noch Blut vergossen wird.

 

Ich versuche, diesen Albtraum zu vertreiben,

doch als Antwort höre ich immer wieder eine stöhnende Stimme, die sagt:

«Das Jahr 41 ist zu uns zurückgekehrt!»

Deshalb muss man aufstehen, damit sich auch das Volk erhebt.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich werde der Erste sein.

 

Wir werden nicht zulassen, dass der Feind unser Land mit Füßen tritt,

Denn unser Land ist uns heilig und mehr Wert, als das ganze Leben.

Ukraine! Steh auf! Und bringe das Volk zum Erheben!

Die Zeit ist gekommen, die Faschisten aus unserem Vaterland zu verjagen.»

 

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.