DONBASS AKTUELL: «DIE MENSCHEN WERDEN REIHENWEISE GETÖTET, ABER NIEMAND BERICHTET DARÜBER»

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Friede, Freude, Waffenruhe? Von wegen! In den letzten 48 Stunden stand allein die Volksrepublik Donezk rund 1.700 (!) Mal unter Beschuss der Ukraine. Es gibt wieder Tote und Verletzte zu beklagen. Und zwar nicht nur beim Widerstand, sondern auch unter den Zivilisten. Hunderte weitere Donbass-Bewohner blieben in wenigen Sekunden ohne ein Dach über dem Kopf. Zerstörte Gast- und Stromleitungen in mehreren zivilen Siedlungen sind weitere Indizien dafür, dass die Kiewer Machthaber bis dato kein Interesse an einer friedlichen Lösung des Donbass-Konflikts verfolgen. Im Gegenteil: Gezielte Rund-um-die-Uhr-Beschüsse ziviler Siedlungen aus schweren Waffen mit einem Kaliber von bis zu 152mm (!) stehen bis dato ganz oben auf der To-Do-Liste der ukrainischen Armee und der faschistischen Freiwilligen-Bataillone. Welche Rolle dabei die Vertreter der OSZE-Mission vor Ort oder die s.g. «Garanten» des Minsker Abkommens in Kiew, Berlin und Paris einnehmen, ist nach über 2 Jahren Genozid im Osten der ehemaligen Ukraine langsam mehr als fraglich. Insbesondere heute, wo der «Minsker Frieden» — in all seiner grausamsten Form des Genozids der letzten Jahre — nach Donbass wieder zurückgekehrt ist.

Ein Widerstandskämpfer berichtete am 1. August 2016: 

«Die Tendenz sieht heute so aus: Während die Artillerie der Ukraine früher hauptsächlich in der Nacht zum Einsatz kam, haben sich die Beschüsse in den letzten 2 Tagen nicht nur intensiviert, sondern auch in den Tag verlagert. Klar. Denn sobald die Sonne untergegangen ist, schon sitzt die OSZE in den Bars von Donezk und füllt sich gegenseitig ab. Somit findet die nächtliche «Waffenruhe» aktuell rund um die Uhr statt. Was logisch und unvermeidbar ist…»

Aktuelle Brennpunkte des Krieges: Weiterhin zivile Gebiete wie Gorlowka, die Siedlung Jasinowataja, Trudowskie, Aleksandrowka, Sahanka, Schirokino, Schirokaja Balka. Zajzewo, Nikitowka, Golma, Kominternowo und Telmanowskij sowie Kiewskij und Kujbyschewskij Gebiete von Donezk, die am Abend des 31. Juli 2016 u.a. aus den Haubitzen mit einem Kaliber von 152mm beschossen wurden.

Kriegschronologie der letzten 4 Tage: Mindestens 1 toter und 11 verletzte Zivilisten

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Erst in der vergangenen Nacht vom 1. auf den 2. August 2016 mussten 2 Zivilisten im Petrowskij Gebiet in Folge eines massiven Artilleriebeschusses seitens der Ukraine schwere Verletzungen erleiden — laut den offiziellen Meldungen der Donezker Nachrichtenagentur DAN:

«Die ukrainischen Truppen haben zwischen 20.00 und 3.00 Uhr die Kujbyschewskij und Petrowskij Gebiete von Donezk aus schweren Waffen und Minenwerfern beschossen. Aber auch die Siedlungen Spartak, Veseloe, Zemlanki, Jasinowataja, Sahanka und Kominternowo. Dabei wurden gegen diese zivilen Orte 27 Artilleriegeschosse mit einem Kaliber von 152 mm, 85 Geschosse mit 122mm und 104 Geschosse mit 82mm und 120mm abgefeuert. 2 Zivilisten wurden dabei schwer verletzt».

Auch am 31. August fanden entlang der gesamten Frontlinie massive Provokationen seitens der ukrainischen Truppen statt. Der Beschuss begann am späten Nachmittag und dauerte, wie gewohnt, bis in die Morgenstunden:

In Folge dieses massiven Artillerie-, Minen- und Granatwerferbeschusses der Ukraine wurden in der Stadt Gorlowka in der Nacht vom 31. auf den 1. August 2 Zivilisten verletzt: Eine Frau und ein Mann. Ein 68-jähriger Mann in der Siedlung Jasinowataja, Konstantin Sowa, hatte leider weniger Glück. Er wurde getötet. Zudem erlitt in diesem Ort auch ein 20-jähriger Mann, Sergej Kriwonoschkin, schwere Verletzungen.

Aber auch dutzende zivile Gebäude, darunter Mehr- und Einfamilienhäuser, der Kindergarten Nr. 2 sowie die zentralen Gas- und Stromleitungen wurden in dieser grausamen Genozid-Nacht zerstört, sodass heute hunderte Donbass-Bewohner auf eine unabsehbare Zeit ohne notwendige Gas- und Stromversorgung ausharren müssen. Unzählige weitere Menschen verloren erneut ihr letztes Hab und Gut — entlang der ganzen Frontlinie:

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Im Kujbyschewskij Gebiet von Donezk wurden in der Nacht auf den 1. August mindestens 14 Wohnhäuser zerstört, nachdem die Kiewer Truppen zwischen 22 und 2 Uhr über 30 Geschosse aus schweren Waffen gegen diese zivile Siedlung abgefeuert haben:

Glücklicherweise wurde dabei keiner der Bewohner verletzt oder getötet. Doch die Folge für die Zivilisten sind mehr als gravierend. Wie massiv dieser Artilleriebeschuss wirklich war, davon zeugt beispielsweise eine 75 cm dicke Hauswand, die sich innerhalb nur weniger Sekunden buchstäblich in Schutt und Asche verwandelt hat. Andere Wohnhäuser brannten in Folge eines Direktbeschusses vollständig ab.

Eine Rentnerin, der es gelungen ist, diese Horror-Nacht zu überleben, berichtet mit einer zitternden Stimme:

«… Zum Glück hatten wir keine Opfer zu beklagen. Aber mein Sohn ist seitdem taub».

Ein kleiner Junge, der mit seiner Oma auch diese Nacht im Keller verbringen musste, hat nur einen einzigen Wunsch:

«… Dass dieser Krieg endlich zu Ende geht».

Bereits am 29. Juli wurden in der Volksrepublik Donezk mindestens 5 Zivilisten verletzt. U.a. 2 ältere Männer aus dem Petrowskij Gebiet der Hauptstadt der DVR, wobei einer davon schwere Splitterverletzungen am Knie, an der Schulter und an der Hand erlitt, als er versucht hatte, ein vor seiner Haustür bis dato nicht detoniertes Geschoss zu entfernen. Seitdem befindet er sich auf der Intensivstation, in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Ein Rentner aus der Siedlung Gornjak:

«Die Menschen werden reihenweise getötet, aber niemand berichtet darüber. Ich schlief zu Hause. Dann begann der Beschuss. Ich bin sofort aufgewacht, weil ein Geschoss mein Haus traf. Es war eine gewaltige Explosion…»

Am 30. Juli ging der Genozid an den unschuldigen Donbass-Bewohner seinen gewohnten Ukra-Weg weiter: In der Stadt Gorlowka wurde in Folge eines Minenwerferbeschusses gegen 18 Uhr (!) ein 58-jähriger Zivilist schwer verletzt.

Augenzeugen und Überlebenden berichten, dass der Beschuss ihrer Wohngebiete auch in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli weiterging, zwischen 00.00 und 3.00 Uhr. Dabei wurden mindestens 11 Wohnhäuser zerstört.

Eine Mutter aus dem Kujbyschewskij Gebiet von Donezk:

«Der Beschuss war sehr intensiv, mindestens 20 Minuten. Zu dem Zeitpunkt waren wir im Haus. Mein Kind war im Schlafzimmer, ich war im Wohnzimmer. Dann fielen wir zu Boden. Vielleicht war es auch unser Glück. Der Korridor, das Dach, fast alle 6 Fenster, überall liegen unsere Decken auf dem Boden herum. Nicht mal die Fensterrahmen sind mehr dran, sie sprangen zusammen mit den Fensterscheiben heraus…»

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Auch die Woche zuvor sah die Lage in Donbass leider nicht anderes aus, als aktuell: Im Zeitraum vom 23. bis zum 29. Juli 2016 stand die Volksrepublik Donezk 3.279 Mal unter dem Beschuss der Ukraine. Dabei wurden insgesamt 27 Donbass-Bewohner Opfer der militärischen Aggression seitens der Kiewer Truppen. 12 davon wurden getötet, darunter auch 1 Zivilist. 15 weitere erlitten Verletzungen verschiedenen Grades.

DVR-Parlament: Kiew provoziert den Widerstand zur Wiederaufnahme massiver Kampfhandlungen in Donbass

Im Hinblick auf die enorm alarmierende Lage in Donbass warnte der Pressesprecher des Parlaments der DVR, Denis Puschilin, am 1. August 2016 die Weltöffentlichkeit vor der Wideraufnahme massiver Kampfhandlungen im Kriegsgebiet:

«Die heutige Nacht war leider wieder «heiß». Wir haben erneut Tote und Verletzte zu beklagen. Zudem wurden viele Gebäude zerstört. Wir befürchten, dass es wieder zu einer Eskalation der Situation kommen kann. Wenn sich die Ukraine nicht bald wenigstens an die ersten 3 Punkte der Minsker Vereinbarungen hält, werden die Kämpfe in Donbass wieder entfachen. Und wenn die Erfüllung der Minsker Vereinbarungen, auch aus politischer Sicht, im gleichen Tempo weiter geht, wird sich dieser Konflikt selbst in den nächsten 20 Jahren nicht lösen».

Unser Fazit:

Das einzige Versprechen, welches Petr Poroschenko gegenüber der ganzen Welt bis heute eingehalten hat, ist, dass die Kinder in Donbass im Vergleich zu ihren Brüdern und Schwestern in der Ukraine — ihre Kindheit im Keller verbringen werden.

Bitte helft uns, Donbass am Leben zu erhalten  

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Unterstützt unsere aktuelle Mission «DONBASS WIRD LEBEN» zur Sicherung des Überlebens unschuldiger Kriegsopfer im Osten der ehemaligen Ukraine, die gezwungen sind, bereits das 3. Jahr in Folge mitten in der Beschusszone zu leben: Notleidende Familien mit Kindern, Waisen, Rentner sowie kranke und alleinstehende Zivilisten. Einfach per Überweisung oder PayPal euren persönlichen Spendenbeitrag mit dem Betreff «Remembers & Angel» senden und sich schon heute auf unsere neuen Erfolgsberichte aus den Kriegsgebiet Donbass freuen. Danke & Spasibo!

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„DONBASS WIRD LEBEN“ ist eine internationale Hilfskooperation von REMEMBERS (Deutschland) & dem humanitären Bataillon „Angel“ (Donbass), die wir Anfang November 2015 gestartet haben: http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben/

In dieser kurzen Zeit ist es uns bereits gelungen, mehr als 4.000 unschuldige Zivilisten, hauptsächlich Familien mit Kindern, Rentner und Waisenkinder, in den heißesten Regionen des Krieges mit allen überlebensrelevanten Lebensmitteln, Medikamenten, Hygieneartikeln und Babynahrung zu versorgen. Allein im Zeitraum vom April bis Mai 2016 konnten wir rund 1.000 Zivilisten das Überleben auf Zeit sichern. Doch unsere Hilfsgüter sollen den Menschen in Donbass nicht nur das Leben retten, sondern auch einen kleinen Hoffnungsschimmer bis ans Kriegsende geben. Einen Hoffnungsschimmer auf Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Einen Hoffnungsschimmer, der ihnen die nötige Kraft verleiht, um diese schwierigen Zeiten gemeinsam durchstehen zu können.

> Erfolgreich abgeschlossene Direkt-Hilfeleistung für:

(1) Kiewskij Gebiet (50 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-2/

(2) Aleksandrowka (150 Zivilsten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-3/

(3) Spartak (50 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-4/

(4) Jakowlewka (100 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-5/

(5) Grigorowka & Nowaja Marjewka (50 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-6/

(6) 2.Plattform,„Volvo-Zentrum“ (50 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-volvo-zentrum/

(7) Spartak 2.0 (100 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-7/

(8) Oktjabrskij (50 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-oktjabrskij/

(9) Kurganka (100 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-kurganka/

(10) Gorlowka (Direkthilfe für ausgewählte Familien mit Kindern): http://remembers.achtungpartisanen.ru/gorlowka/

(11) Neujahrsmarathon durch die DVR und LVR (über 500 behinderte und Waisenkinder sowie Familien in Not): http://remembers.achtungpartisanen.ru/danke-liebes-deutschland/

(12) Staromihajlowka & Schirokaja Balka (50 Rentner und rund 500 Familien mit Kindern): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-8/

(13) REMEMBERS & «Angel» in Rentner-Mission (320 Zivilisten & Familien): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-13/

(14) Überlebensrettung durch individuelle Direkthilfe: http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-14/

(15) Marinowka: Überlebenschancen für die Großen & Riesenfreude für die Kleinen: http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-marinowka/

(16) Neue Überlebenschancen auf Zeit für 100 Familien mit Kindern aus Kurganka: http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-16/

(17) Humanitäre Direkthilfe und medizinische Versorgung für ältere Menschen in besonderer Not: http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-17/

(18) REMEMBERS spenden Hoffnung auf Frieden — an die Veteranen des 2. Weltkrieges: http://remembers.achtungpartisanen.ru/remembers-fuer-donbass-veteranen/

(19) 7 Siedlungen, 1 Ziel: Neue Überlebenschancen für 1.000 weitere Zivilisten: http://remembers.achtungpartisanen.ru/emembers-und-angel-in-donbass-mission/

(20) Überleben sichern & Kinderträume erfüllen: REMEMBERS & «Angel» im Großfamilieneinsatz: http://remembers.achtungpartisanen.ru/remembers-im-grosfamilieneinsatz/

(21) Neue Überlebenschancen auf Zeit für 160 Familien und einsame, kranke Rentner: http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-21/

– weitere aktuelle Berichte aus der Volksrepublik Donezk und Lugansk folgen in Kürze.

Mehr Infos zu unserer Donbass-Mission, inkl. eines aktuellen Spendenstandes und des Gesamtüberblicks zu unseren Spendenaktionen 2014 — 2016 hier: http://remembers.achtungpartisanen.ru/spenden/

Unsere Mission geht weiter.

Fortsetzung folgt.

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