TOTENSTILLE IN DEN MEDIEN: DONBASS-KRIEG WIEDER VOLL ENTFLAMMT

0
93

foto

Spätestens seit den letzten 2 Wochen vergeht im Osten der ehemaligen Ukraine kein einziger Tag, keine einzige Nacht und keine einzige Stunde, in der in Donbass der Waffenstillstand seitens der Kiewer Truppen und der ukra-faschistischen Freiwilligen-Bataillone eingehalten wird.

Und insbesondere nach den Ereignissen der letzten Tage wird womöglich jedem von uns bewusst: Der Krieg in Donbass ist noch lange nicht vorbei. Die nächste heiße Genozid-Phase steht den Bewohnern der beiden Volksrepubliken nicht nur bevor, sondern läuft bereits auf Hochtouren. Auch wenn es in unserer Medienlandschaft schon seit über 2 Monaten Totenstille im s.g. «Ukraine-Konflikt» herrscht.

Eduard Basurin (DVR): «Die Eskalation erreicht heute ihren Höhepunkt»

Sowohl in Donezk als auch in Lugansk wird es wieder geschossen, gelitten und geweint. Alles, was nach 1,5 Jahren ununterbrochener Artilleriebeschüsse noch standhielt, wird jetzt mit voller Kraft weiter zerstört. Der Alltag der Zivilisten, die in unmittelbarer Nähe zur Frontlinie leben, wird nun endgültig wieder zum knallhartem Kampf ums blanke Überleben. Aufgrund der Eskalation der militärischen Lage seitens der Ukraine wurden in Donezk erneut 2 Schulen beschlossen. Die Menschen verlassen massenhaft ihre Wohnungen und flüchten wieder in ihre Keller und Bunker. Doch nicht allen gelingt die Flucht vor dem Tod.

Aktuelle Brennpunkte des Krieges: Gorlowka, Spartak, Flughafen, Peski, Opytnoe, Putilowka, Zhabitschewo, Zajzewo, Zarjanowka und Batmanowka (Donezk und Umgebung) sowie Bahmutka, Schastje, Stanica Luganskaja und Popasnaya (Lugansker Volksrepublik). Zudem konnten die Militärexperten der Volksrepublik vor wenigen Tagen mehrere Terrorakte in Lugansk verhindern.

PayPal

Laut den Meldungen des Verteidigungsministeriums der DVR vom 3. November zeugt die aktuelle Situation in Donbass erneut vom massiven Bruch der Minsker Vereinbarungen seitens des Kiewer Regimes, welches die Kontrolle über seine Truppen schon längst verloren hat. Die stetig eskalierenden Provokationen der Volksarmee und die daraus folgenden Kämpfe an allen Frontlinien sei laut Eduard Basurin eine «Vorbereitung» von Kiew auf das nächste Treffen am 6. November vom Petr Poroschenko mit den deutschen, holländischen und russischen Regierungsmächten im Normandie-Format, um die Volksrepubliken vor der Weltöffentlichkeit aufs Neue zu deskreditieren.

Am 4. November teilte Eduar Basurin mit, dass sich die Anzahl der Beschüsse innerhalb der letzten 24 Stunden sogar verdoppelt hat.

Donbass Bewohner: «Nicht mal im Keller sind wir heute sicher!»

Am Samstag, den 31. Oktober, gegen 19 Uhr Ortszeit, wurde im Oktjabrskij Gebiet von Donezk ein junger Mann lebensgefährlich verletzt und mit schweren Splitterverletzungen am Kopf ins Krankenhaus gebracht. Die Umgebung, samt ziviler Häuser und massiver Zäune, wurde durch die Kraft der angekommenen Geschosse einfach durchsiebt. Noch einige Tage später waren auf dem Asphalt immer noch Blutspuren zu sehen.

https://www.youtube.com/watch?v=n684AnEA_8I

Der Vater des schwer verletzten jungen Mannes ist am Ende seiner allerletzten Kräfte und berichtet dem OSZE-Team unter Tränen, mit einer zitternden Stimme und einem schmerzenden Herzen von seinen Erlebnissen der letzten Stunden, Tagen und Monaten (ab 02:00 min):

«Hier brannte und qualmte es. Die Geschosse kamen von allen Seiten und explodierten. Auch hier. Und jetzt habe ich erfahren, dass er (der Sohn) auf dem Weg nach Hause war, als er verletzt wurde. Jetzt weiß ich nicht, wo ich ihn suchen soll…

Wissen Sie, ich bin es einfach leid und müde. Erst vor Kurzen habe ich ein Minenfeuer überlebt. Dabei habe ich alles verloren, auch mein Fahrrad. Ich habe schon Angst, hier nur entlangzulaufen. Leute, WANN HÖRT DAS ENDLICH AUF???? Ich weiß einfach nicht mehr weiter… Und so geht es schon die ganze Zeit. Und denen (Kiewer Truppen) ist es egal, wen sie töten. Vor allem abends ist es hier sehr schrecklich. Ich werde schon langsam verrückt. Nicht mal im Keller sind wir heute sicher… Ich habe schon alles gesehen. Ich habe auch gesehen, wie die Dächer in die Luft flogen… Bei jedem Schuss haben ich Angst, dass es mich wieder trifft…

Sie beschießen uns jeden Tag. Vorgestern war er weniger, aber gestern… Bei mir liegt überall «Grad» (Mehrfachraketenwerfer) herum. Auch bei meinem Nachbar. Sogar jetzt liegt es bei mir herum. Das Geschoss kam bei mir an, streifte den Boden und jetzt steckt es in der Erde fest… WIE SOLL MAN SO LEBEN? WAS SOLLEN WIR DENN TUN? Ich weiß einfach nicht mehr weiter… Wenn die Nacht beginnt, drehen sie (ukrainische Truppen) völlig durch… Und so geht es schon die ganze Zeit. Im Winter, im Sommer, die ganze Zeit! Ich habe schon Angst in den Keller zu gehen. Schauen Sie sich an, mit welchen Waffen sie uns hier beschießen! Ich habe schon Angst, mich einfach nur umzuschauen, nach rechts oder links zu sehen. Hier sieht alles so schrecklich aus! Alles ist vollkommen zerstört. Schauen Sie sich diese Menschen an, die hier, in diesen zerstörten Häusern leben. Es tut mir so weh, sie anzuschauen… Sie beschießen uns ununterbrochen. Abends, wenn ich es nicht geschafft habe, mich zu verstecken, fange ich an, am ganzen Körper zu zittern.

Und heute habe ich aus dem Internet erfahren, dass ein Geschoss meinen Sohn traf. Ich will jetzt nur schnell meinen Hund füttern und dann werde ich im Krankenhaus anrufen. Gehen Sie einfach hier entlang und schauen Sie sich die Gegend mal an! Dann werden Sie anhand der Zerstörungen erkennen, mit welchen Waffen sie uns hier beschießen. Das muss auf jeden Fall etwas Großes sein. Schwere Artillerie. Ganz bestimmt. Denn die Explosionen und die Zerstörungen sind einfach zu massiv…»

Auch Kujbyschewskij Gebiet von Donezk stand an diesem Tag unter massivem Beschuss:

Am Morgen des 2. November mussten auch die Bewohner des Vorortes Weseloe im Jasinowatowskij Gebiet von Donezk wieder um ihr Leben bangen:

«Seit heute Früh beschießen uns wieder die Ukra-Truppen. Es findet ein massiver Kampf statt. Schon wieder sind allerorts Explosionen schwerer Waffen zu hören. Wir werden beschossen!!!!»

Und in der Nacht vom 2. auf den 3. November ging das Massaker an den Bewohner von Donezk und Umgebung seinen ukra-gewohnten Genozid-Weg weiter. Dabei waren wieder nicht nur leichte, sondern auch schwere Waffen, die den Minsker Friedensvereinbarungen widersprechen, im Einsatz. Zum Beispiel die Mehrfachraketenwerfer «Grad», aus denen der Vorort Staromihajlowka im Kirowskij Gebiet von Donezk erneut beschossen wurde. Da die meisten Menschen bereits seit Tagen wieder in ihren Keller leben, gab es an diesem Tag glücklicherweise keine weiteren Verletzten oder Getöteten. Dennoch war die Nacht mehr als heiß. Und die Zerstörungen der Infrastruktur am Morgen danach erneut so massiv wie in den Sommermonaten. Einige Familien in Kujbyschewskij und Kirowskij Gebiet verloren infolge der Beschüsse sogar ihre letzten Lebensunterkünfte.

Die Bewohner meldeten am 3.11.2015:

«Donezk — hier ist die Hölle los. Gerade kam wieder ein Geschoss an. Man hat die Kinder (in der Schule) in die Korridore gebracht. Sie haben Angst. Die Eltern holen langsam ihre Kinder ab. In Staromihajlowka ist ein starkes Dröhnen zu hören.»

Bis heute hören wollen die Kiewer Truppen die Donbass Bewohner nicht in Frieden lassen. Sie beschießen sie einfach weiter. Ob nachts, tagsüber oder dazwischen.

Ukra-Artillerist: «Ich würde nur ungern wissen, wohin ich genau schieße»

Minsk 1,2,3,4 hin oder her: Sowohl dem Ukra-Führer Poroschenko als auch seinen Untertanen sind die Folgen des ununterbrochenen Völkermordes in Donbass völlig egal. Schließlich ist der Krieg das Überlebenselixier für das faschistische Regime in Kiew. Dass jedes abgefeuerte Geschoss mindestens 1 Menschenleben kostet könnte, ist beispielsweise auch diesem ukrainischen Artillerist namens Dmitrij 100% bewusst. Ob seine Schüsse jedoch auch Volltreffer waren, davon will am besten er nichts wissen. Er möchte lieber «beruhigt einschlafen» können, während die Menschen um ihr Leben bangen und die Hinterbliebene um ihre Liebsten weinen.

«Ich würde nur ungern wissen, wohin ich genau schieße. Ich will lieber beruhigt einschlafen anstatt zu wissen, dass ich zum Beispiel wieder eine Schule o.ä. getroffen habe»

 

***

Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.