DONBASS, WIR KOMMEN! UNSER HILFSKONVOI ERREICHT IN KÜRZE DIE BEDÜRFTIGEN

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Erfolgsbericht-Erstattung: Status-Quo unserer Winterspendenaktion 14/15 

Bereits seit dem 28. Dezember 2014 läuft unsere deutschlandweite Winter-Spendenaktion «Hoffnung schenken. Überleben retten» auf Hochtouren. Bis zum 16. Februar konnten wir mit eurer Unterstützung insgesamt 3.186,60 Euro (abzgl. PayPal-Gebühren) sammeln. Und dafür nochmal großen Dank. Sowohl von uns als auch von den hilfebedürftigen Menschen in Donbass.

Nun geht unsere Spendenaktion in Kürze Vollgas in die Abschlussphase.

In den letzten 2 Wochen wurden alle eure Spendengelder erfolgreich in die Hilfsgüter für die Donbass Bewohner eingesetzt. Für rund 3.200 Euro ist es uns gelungen, in Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Russland insgesamt 8 Tonnen Lebensmittel zu erwerben. Dazu gehören u.a.:

PayPal

Konservierte Kohlrouladen mit Reis und Fleisch (200 Stück/110 kg)
Buchweizen (200 Päckchen/200 kg)
Diverse Teigwaren (200 Päckchen/65 kg)
Sonnenblumenöl (100 Flaschen/77kg)
Fleischeintopf (200 Stück/88kg)
Haferflocken (200 Päckchen/100kg)
Haferbrei mit Rind- & Schweinefleisch (500 Stück/170 kg)
Weizenmehl (7.000 kg)

In den nächsten Tagen geht unser Hilfskonvoi samt 8 Tonnen Lebensmittel etappenweise in die heißesten Kriegsregionen der Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Und zwar in die vom Bürgerkrieg und Genozid am meisten gezeichneten Orte wie Nikischino, Debalzewo und Chernuhino (VRD) sowie Perwomajsk (VRL).

Mit Hilfe unserer Partner in Donbass (u.a. Alexej Smirnow von der humanitären Volonteur-Gruppe «Engel» und Nikolaj «Stirlitz») sowie unserer Freunde aus Deutschland (Maria Janssen von der Mahnwache München und ihr Team), die sich bereits am 26. Februar mit ihrem eigenen Hilfskonvoi auf den Weg nach Donbass gemacht haben, werden alle unsere Hilfsgüter in Kürze an die hilfsbedürftigen Zivilisten gezielt verteilt. Von Haus zu Haus, von Tür zu Tür, von Hand zu Hand. Wann und wie genau all dies geschehen wird, können und wollen wir jedoch an dieser Stelle aus Sicherheitsgründen noch nicht verraten und bitten euch deshalb um euer Verständnis.

Da die gezielte Übergabe der Hilfsgüter an die Donbass Einwohner von unseren Partnern in Form von Video-Aufnahmen und Interviews dokumentiert wird, werden wir euch diese demnächst in unserer nächsten Erfolgsberichterstattung zur Verfügung stellen. Damit ihr sicher sein könnt, dass eure Spendengelder genau dort angekommen sind, wo sie gebraucht werden: Bei den unschuldigen Frauen, Kindern, alten und kranken Zivilisten aus der Kriegsregion Donbass.

Und hier sind unsere Freunde aus Deutschland bei Ihrer persönlichen Mission. Wir sind unheimlich froh darüber, dass es ihnen gut geht, dass sie mit ihren Sachspenden bereits so viele Menschen in Donbass glücklich gemacht haben und dass sie auch uns in Kürze bei der Verteilung unserer erworbenen Lebensmittel tatkräftig unterstützen werden. Danke euch, Freunde, dass es euch gibt:

 

Hilfe, die ankommt: Unsere Donbass  Stationen im leidvollen Überblick

Ob Nikischino, Debalzewo, Chernuhino oder Perwomajsk: Alle 4 Stationen unseres Hilfskonvois sind vom menschlichen Leid gezeichnet. Die Menschen wurden hier, genau so wie in ganz Donbass, Zeugen dieses erbarmungslosen Bürgerkrieges vor ihrer eigenen Haustür. Sie wissen ganz genau, was es bedeutet, in der Hölle gewesen zu sein. Denn bereits seit 2014 kämpfen sie nicht nur gegen die ukrainischen Faschisten, sondern vor allem um Eines: Ums Überleben.

Nikischino:
In der Stadt Nikischino, die an die Lugansker Volksrepublik grenzt, wurde die gesamte Infrastruktur fast komplett zerstört, sodass ein Wiederaufbau kaum möglich ist. Der Ort erinnert an die Kulissen eines Horrorfilms: Die Häuser haben weder Wände, noch Dächer oder Fenster. Alles ist zerstört. Alles ist vernichtet. Sowohl von innen als auch von außen. Hier brennt am Abend kein Licht im Fenster. Auf dem Schulhof einer großen Schule hört man hier schon lange keine Kinder mehr lachen. Da es keine Schule mehr gibt. Und nicht alle Schulkinder hatten das Glück, die ununterbrochenen Artilleriebeschüsse ihrer Wohngebiete seitens Kiewer Truppen zu überleben. Aus Nikischino ist in 3 Monaten der ukrainischen Okkupation eine einzige, fast menschenleere Ruine geworden. 90% der Einwohner haben die Stadt heute verlassen. Entweder für immer — durch ihren Tod. Oder für eine lange, ungewisse Zeit — aus Angst um ihr Leben und das Leben ihrer Liebsten:

Debalzewo:
Auch, wenn die ukrainische Armee im Februar 2015 in Debalzewo eine grausame Niederlage  erleben und ihre Truppen abziehen musste, können die Bewohner hier bis heute noch vom Frieden nur träumen. Denn die faschistischen Bataillone, die sich den Kiewer Machthabern nicht unterordnen wollen, machen die zivilen Wohngebiete weiterhin zu ihrer Zielscheibe. Im folgenden Video erzählt ein Mann unserem Partner in Donbass Alexej Smirnow von der humanitären Volonteur-Gruppe «Engel», dass in den Wäldern bei Debalzewo aktuell die Kämpfer des «Rechten Sektors» verstecken und von dort aus ihr Unheil anrichten. Zuvor gehörten diese Ukra-Fascho-Bataillone den freiwilligen ATO-Truppen («Anti-Terror-Operation») der Ukraine an. Nach dem Abzug der Ukrainischen Armee jedoch ist es ihnen gelungen, sich von denen zu trennen, um eigenständig handeln zu können. Natürlich im Sinne der s.g. «Einheitlichen Ukraine»:

Chernuhino:
Auf Empfehlung von unserem Partner Alexej Smirnow wird in Kürze ein Teil unserer Hilfsgüter auch nach Chernuhino gebracht. Denn auch diese Stadt und ihre Einwohner in der Volksrepublik Donezk hat jegliche Art von Hilfe mehr als nötig. Anhand seiner folgenden Video-Kurz-Reportagen vom 11. März 2015 kann man gut erkennen, wie zerstört, verhungert und von Gott und Mensch verlassen Chernuhino heute ist:

 

 

 


 

 

 

 

Perwomajsk:
Wie bereits berichtet, werden in Kürze die von uns mit euer Hilfe erworbenen 7 Tonnen Mehl nach Perwomajsk (Volksrepublik Lugansk) gebracht. Und dies hat einen ganz besonderen Grund und einen heiligen Anlass für uns.

Denn am 22. Januar 2015 wurde unser Freund und der Bürgermeister von Perwomajsk Jewgenij Ischenko von den ukrainischen Faschisten kaltblütig ermordet. Gemeinsam mit 3 weiteren freiwilligen Helfern. Bei ihrer alltäglichen Mission: Transport und Verteilung von humanitären Hilfsgütern an die Donbass Bewohner.

Wenige Tage vor seinem Tod versprachen wir ihm, einen Teil unserer aktuellen Spendengelder seiner Stadt zu überreichen. In Form von tonnenweise Mehl für die städtische Brotbäckerei. Deshalb halten wir unser Wort und schicken die Tage einen Hilfskonvoi mit 7 Tonnen Mehl nach Perwomajsk, die nun seine Frau Olga empfangen wird.

In folgender Dokumentation vom 9. Februar 2015 erzählt Olga Ischenko, die seit dem Mord an Jewgenij seine persönliche Mission unermüdlich weiterführt, dass an diesem Tag in Perwomajsk alles unter Beschuss kam: Kirche, Schule, Armenküche, Notarztwagen, Wohnviertel…

Nun bleibt uns nur noch zu hoffen und zu beten, dass unsere Freunde und Partner in den nächsten Tagen heil dort ankommen werden, wo unsere gemeinsame Hilfe gebraucht wird: Bei den unschuldigen Menschen in Nikishino, Debalzewo, Chernuhino und Perwomajsk.

In diesem Sinne…

Bis demnächst, Freunde, genau hier
& vielen Dank noch mal für eure Unterstützung

Eure REMEMBERS & EUROPEANFRONT

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P.S.: Ihr wollt uns auch helfen, das Überleben von Kindern, ihren Familien sowie von kranken und alten Menschen in Donbass zu sichern, habt jedoch unsere Winterspendenaktion verpasst? Kein Problem. Auch nach dieser Hilfstour machen wir natürlich weiter und sammeln deshalb wieder Spendengelder für unsere nächste Frühlingsspendenaktion. Für Donbass. Gegen Genozid.

Einfach hier auf “Spenden” klicken, den gewünschten Geldbeitrag eingeben, Formular ausfüllen und absenden. Alle Informationen zum aktuellen Spenden-Stand unserer Frühjahrsaktion findet ihr ab März auf unserer REMEMBERS Seite.

 

Vielen Dank schon im Voraus für eure Unterstützung.