DONBASS WIRD LEBEN (6): 2. PLATTFORM, GEBIET «VOLVO-ZENTRUM»

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DONBASS WIRD LEBEN (6): 2. PLATTFORM, GEBIET «VOLVO-ZENTRUM»

BITTE HELFT UNS, DONBASS AM LEBEN ZU ERHALTEN. Unterstützt unsere aktuelle Mission zur Sicherung des Überlebens der Donbass-Bewohner, die sich bereits seit über 1,5 Jahren mitten in der Beschusszone befinden. Einfach per Überweisung oder PayPal euren persönlichen Spendenbeitrag an unseren deutschen Partner-Verein „Friedensbrücke“ senden und sich schon heute auf unsere neuen Erfolgsberichte aus den Kriegsgebieten freuen. DANKE & SPASIBO! Auch im Namen von unserem Partner vor Ort – dem humanitären Bataillon „Angel“.
Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V.
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Betreff (wichtig!): Remembers & Angel

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Bereits seit über 3 Wochen steht Donbass unter einem massiven Beschuss seitens der Kiewer Truppen und der faschistischen Freiwilligen-Bataillone wie «Ajdar», «Azow» sowie «Kiew 1». Ununterbrochen, Tag und Nacht, entlang der gesamten Frontlinie, was heute das Leben und Überleben der Donbass-Bewohner nach 1,5 Jahren Krieg auf ihrem Heimatboden noch mehr erschwert. So sehr, dass es für die meisten Menschen kaum mehr auszuhalten ist. Von Übernachtungsmöglichkeiten im Warmen über Strom- und Wasserversorgung bis hin zu Lebensmittel oder Medikamenten: Den Menschen im Kriegsgebiet Donbass und insbesondere denjenigen, die bereits das zweite Jahr mitten in der Beschusszone leben, fehlt einfach an allen Ecken und Enden eine reale Chance, den eiskalten Winter lebendig durchzustehen.

Deshalb hat sich unser Partner vor Ort, Aleksej Smirnov, zusammen mit seinem humanitären Bataillon «Angel» und unserer finanziellen Unterstützung, aktuell zur Aufgabe gemacht, sich in erster Linie für die Rettung des Überlebens derjenigen Donbass-Bewohner einzusetzen, die unsere Hilfe am nötigsten haben. Auf diese Weise ist es uns in unserer ersten gemeinsamen Aktionswoche bereits gelungen, insgesamt 400 Zivilisten, die nur ein paar hundert Meter von den Stellungen der ukrainischen Truppen entfernt sind, mit (Über)Lebensmittelpaketen zu versorgen. Und zwar im Kiewskij Gebiet von Donezk, in Spartak und den Siedlungen Aleksandrowka, Jakowlewka, Grigorowka und Nowo-Marjewka.

Nächster Halt unserer Mission: Die 2. Plattform im Gebiet «Volvo-Zentrum», die unsere Engel am 12. November mit ihrem Hilfskonvoi erkundet haben, um weiteren 50 Zivilisten das Überleben zu sichern.

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Aleksej Smirnov:

«Guten Morgen! In der letzten Zeit arbeiten wir an sehr gefährlichen Orten. Denn wir haben festgestellt, dass die humanitäre Hilfe im Hinterland (hinter der Kriegsfront gelegene Gebiete) wenigstens ab und zu ankommt. Dort jedoch (in der Pufferzone) überhaupt nicht.

Unsere Aufgabe heute ist es, zusammen mit der Einheit «Patriot» in derjenigen Siedlung humanitäre Hilfe zu verteilen, wo wir das letzte Mal von Scharfschützen beschossen wurde und deshalb es nicht geschafft haben, dahin zu gelangen. Deshalb haben wir heute Verstärkung mitgebracht und werden es nun diesen Scharfschützen zeigen.

Jetzt müssen wir in Richtung Gorlowka fahren, dort finden ununterbrochen Kämpfe statt. In der Nähe sind Zyrjanowka und Batmanka. In diese Siedlungen wollen wir jetzt hinfahren, um vorerst die Lage abzuchecken und um zu erfahren, ob da noch Zivilisten leben.»

Nach der erfolgreich angelaufen Verteilung von humanitärer Hilfe in der Nähe von «Volvo-Zentrum» hat sich das Bataillon «Angel» auf den Weg nach Batmanka, Zyrjanowka und Mihailowka gemacht. Doch aufgrund hoher Lebensgefahr für die freiwilligen Helfer musste der Teil 2 unserer gemeinsamen Tages-Mission erneut vorerst abgebrochen werden, so Aleksej:  

«Also auf der Landstraße in Richtung Gorlowka scheint die Lage ehe traurig zu sein. Wir wollten heute in die Siedlung Batmanka reinfahren. Dort in der Nähe ist heute das Nazi-Bataillon «Ajdar» angekommen. Jetzt sind sie schon ca. 500 Meter von den Stellungen des Widerstandes der DVR entfernt. Das sind ca. 700 Meter bis zur Landstraße hier. Wenn sie noch die Straße in Richtung Gorlowka einnehmen, wird es eine sehr traurige Geschichte werden.

Dann waren wir heute in der Siedlung Zyrjanowka, dort gibt es viele Zivilisten. Aber auch in Mihajlowka, dort leben ca. 200 Zivilisten. Diese Menschen würden wir gerne demnächst mit Lebensmittel versorgen, aber dafür brauchen wir unbedingt weitere Unterstützung.»

  

Aleksej Smirnov — ein Mann, ein Wort, ein «Angel»

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Wie vor einigen Tage berichtet, waren unsere «Engel» bereits am 9. November auf dem Weg zu den notleidenden Zivilisten, die auf der 2. Plattform leben. Da das Team jedoch gleich am frühen Morgen unter massiven Beschuss seitens ukrainischer Scharfschützen kam, musste die geplante Mission im Gebiet „Volvo-Zentrum“ abgebrochen werden. Und weil Aleksej aus unserer langjährigen, persönlichen Erfahrung ein Mann ist, der stets und in jeder noch so heiklen Lage sein Wort hält, ging sein Plan nur 3 Tage später in Erfüllung:

«Die ukrainischen Truppen bereiten sich offensichtlich auf eine Offensive vor. Ausgehend von der Tatsache, wie viele Kämpfer der freiwilligen Nazi-Bataillone «Ajdar», «Azow» und «Kiew 1″ heute vor Ort sind und wie oft sie immer mehr neue Siedlungen in Noworossija einnehmen. Beim letzten Mal hatten uns die Scharfschützen im Visier. Deshalb waren wir heute mit Verstärkung unterwegs und haben unser Versprechen, welches wir den Menschen von der 2. Plattform gegeben hatten, gehalten. Aktuell wird es immer schwerer, in viele Siedlungen hineinzugelangen, ohne den militärischen Kampf am eigenen Leibe zu erleben.»

Donbass, Freitag, der 13.: Kiew beschießt eine Schule — während des Unterrichts

Und nur 1 Tag später wurden im Kriegsgebiet Donbass wieder die Schwächsten der Schwächsten zur Zielscheibe der Kiewer Truppen und der faschistischen Freiwilligen-Bataillone: Die Kinder. Denn am Freitag, den 13. November, stand die Schule Nr. 15 in Zajzewo, im Norden von Gorlowka, unter Artilleriebeschuss. Und zwar während des Unterrichts!

Wie die Schuldirektorin Elena Kozakowa der Donezker Nachrichten-Agentur «DAN» mitteilte, soll es der erste Beschuss seit Längerem gewesen sein, der am helllichten Tage geschah. Gegen 9.20 Uhr. Zu dem Zeitpunkt fand in der Schule bereits der Unterricht statt. Zum Zeitpunkt des Massakers waren im Schulgebäude 35 Kinder und 10 Erwachsene aus dem Personal. Obwohl man zur Durchführung des Unterrichts bewusst einen maximal sicheren Zeitrahmen gewählt hatte, hat diese Entscheidung der Schulleitung erneut weder die Kinder noch die Lehrer vor einem Artilleriebeschuss beschützen können. Umgehend nach dem Beschuss wurden alle Schüler und das Personal aus dem Schulgebäude evakuiert. Und zwar durchs Fenster, da die Eingangstür mitten in der Schusslinie stand.

Auch Aleksej Smirnov eilte noch am gleichen Tag zum Tatort und machte sich ein eigenes Bild vom Schul-Beschuss in der Siedlung Zajzewo, die sich aktuell nur noch 200 Meter von den Stellungen der Kiewer Truppen befindet:

Laut mehreren Augenzeugen und Überlebenden aus dem Schulpersonal erfolgte der Artilleriebeschuss seitens der ukrainischen Truppen. Die Kinder mussten vorerst eigenhändig gerettet werden. Man brachte sie alle in ein Klassenzimmer im Erdgeschoss und rief umgehend den Widerstand zur Hilfe. Als die Widerstandskämpfer angekommen waren, haben sie die Kinder übers Fenster aus dem Schulgebäude evakuiert und zum Schutz in einen Jugendclub in der Nähe gebracht. Erst 3-4 Stunden später kamen auch die OSZE-Beobachter dazu, um die Folgen des Beschusses zu notieren..

Doch neben den ununterbrochenen Beschüssen ziviler Wohngebiete und dem weiteren Einsatz von schweren Waffen und Artillerie, die den Minkser Vereinbarungen vom 1. September 2015 widersprechen, soll Kiew im Rahmen der Vorbereitung seiner gnadenlosen Rundum-Offensive eine neue Strategie der Unterdrückung der Donbass-Bewohner in Angriff genommen haben:

Immer mehr und immer öfters verschanzen sich die ukrainischen Kämpfer der freiwilligen Nazi-Bataillonen mitten in den zivilen Wohngebieten. Die Folgen sind erschreckend: Die von Kopf bis Fuß bewaffneten Ukra-Faschisten überfallen unschuldige Zivilisten in ihren eigenen vier Wänden. Doch wenn ihre Häuser in der Vergangenheit «nur» geplündert wurden, werden die Bewohner heute immer öfters und gewaltsam aus ihren Häusern und Wohnungen einfach rausgeworfen. Dadurch verlieren die Menschen erneut in wenigen Sekunden alles, was sie jemals hatten bzw. alles, was ihnen nach 1,5 Jahr Krieg noch geblieben ist. Nun auch ohne Direktbeschuss und Geschossexplosion vor ihrer Haustür.

Diese Greueltaten werden aktuell sowohl seitens des Verteidigungsministeriums der DVR offiziell bestätigt als auch von Augenzeugen vor Ort. Auch für die Lehrerin, die das Bataillon «Angel» am Tag des Beschusses interviewte, scheint dieses Thema leider nichts Neues zu sein:

«Angel»: «Was hast du noch mal von den Ukris erzählt? Haben Sie die Menschen zur Räumung ihrer eigenen Häuser gezwungen?»

Lehrerin: «Ja. In Zhowanka stehen jetzt 3 Familien auf der Straße, weil sie von der Nationalgarde überfallen wurden. Und weißt du, was sie gesagt haben: «Wir werden alle einnehmen! Auch wenn’s Meter für Meter sein muss!»

Im Anschluss an das Interview mit den Überlebenden des Schulbeschusses konnte Aleskej seine Enttäuschung über das Schweigen unserer internationalen Politiker und Medien nicht verbergen und richtete wie folgt ein paar persönliche Worte an unsere verlogene Welt (ab 02:58 min):

«Erst vor kurzem waren wir hier (in Zajzewo). Damals war die Siedlung ca. 1 Kilometer von der ukrainischen Armee entfernt. Heute sind es nur noch 200 Meter…

Also, ihr Massenmedien. Macht weiter so! Schreib weiter, dass alles gut ist. Dass der Waffenstillstand herrscht. Dass die schweren Waffen abgezogen wurden. Klar, jetzt ist Syrien wichtig. Aber die Menschen sterben genau so weiter, wie bisher».

In den letzten 1,5 Jahren haben wir keine Sekunde über den Krieg in Donbass geschwiegen. Und wir werden es auch weiterhin nicht tun. Im Gegenteil:

Unsere Mission geht weiter.

Fortsetzung folgt.

DONBASS WIRD LEBEN.

Mit eurer Unterstützung.

Bitte helft uns, die Wahrheit über den verschwiegenen Krieg weiter zu verbreiten und den unschuldigen Zivilisten in Donbass das Überleben zu sichern. Hand in Hand mit dem humanitären Bataillon «Angel». DANKE & SPASIBO. Auch an unsere treuen Aktionspartner aus Deutschland Evelin Piètza (Untertitel) und „Friedensbrücke e.V.“ (Spendengelder-Management).

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BITTE HELFT UNS ZU HELFEN, DONBASS AM LEBEN ZU ERHALTEN:
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Betreff (wichtig!): Remembers & Angel

Wir sagen “DANKE & SPASIBO”.
 Für euren Spenden-Einsatz. In unserem Kampf ums Überleben der Zivilbevölkerung im Kriegsgebiet Donbass. Auch im Namen von Aleksej Smirnov – dem Kopf des humanitären Bataillons „Angel“ und unserem treuen Partner vor Ort.

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„DONBASS WIRD LEBEN“ ist eine internationale Hilfskooperation von REMEMBERS (Deutschland) & dem humanitären Bataillon „Angel“ (Donbass), die wir Anfang November gestartet haben. In diesem Zusammenhang erscheint bei uns seitdem in regelmäßigen Zeitabständen eine mehrteilige Kurzvideo-Dokumentationsreihe, die unsere aktuelle Mission und den leidvollen Kriegsalltag der Zivilisten mitten in der Beschusszone hautnah widerspiegelt.

> Der Hintergrund/Aktionsstart: http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben/

> Erfolgreich abgeschlossene Hilfeleistung für:

Kiewskij Gebiet (50 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-2/

Aleksandrowka (150 Zivilsten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-3/

Spartak (50 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-4/

Jakowlewka (100 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-5/

Grogorowka & Nowaja Marjewka (50 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-6/

  1. Plattform, «Volvo-Zentrum» (50 Zivilisten): aktueller REMEMBERS Beitrag

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REMEMBERS.

Für Donbass. Gegen Genozid