KONSTANTINOWKA TRAUERT UM DIE KLEINE POLINA (8)

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KONSTANTINOWKA TRAUERT UM DIE KLEINE POLINA (8)

Die Waffen stehen in Donbass nur auf dem Papier still. Laut dem Donezker Widerstand wurde der «Minsker Frieden» allein in den letzten 24 Stunden mindestens 32 Mal gebrochen. Dabei seien 3 der Volkswehrsoldaten getötet und 3 weitere schwer verletzt worden, so Bassurin.

Ein unglaublich tragischer Mord an den Donbass Bewohnern geschah gestern u.a. in Konstantinowka — einer Stadt in der Volksrepublik Donezk, die schon länger unter der Kontrolle der ukrainischen Armee steht.

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Konstantinowka, 16.03.2015: Panzer überrollt 3 Menschen. 1 Kind stirbt.

Sie war erst 8 Jahre alt. Die kleine Polina, die gestern, gegen 14.40 Uhr, in Konstantinowka (Donezker Volksrepublik) — mitten auf der Straße — von einem Luftlandepanzer der ukrainischen Armee tödlich überrollt wurde. Ihre Tante, die ebenso dabei war, kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Ihr knapp 1jähriger Sohn konnte das Massaker, wie durch ein Wunder, überleben und blieb fast unverletzt.

 

Weder die Angehörigen noch die Bewohner der Stadt konnten das Geschehen kaum fassen. Sie weinten. Sie schrien. Sie waren mehr als wütend:

Reaktionen der Einwohner: «Faschisten! Faschisten! Mörder!»

Und weil für die Ortsbewohner dieser Schmerz einfach zu groß war, um weiterhin ruhig zu bleiben und die Greueltaten der ukrainischen Truppen aus Angst um ihr eigenes Leben wieder herunterzuschlucken, kam es noch am gleichen Abend zu Unruhen. Über 500 Menschen haben sich vor den Kasernen (ehemalige Schule) der Ukra-Soldaten versammelt, um ihre Wut und ihren Schmerz mit ihren Peinigern zu teilen: Sie forderten die beteiligten Soldaten auf, herauszukommen. Es flogen Steine in die Fenster. 2 Autos der Nationalgarde wurden angezündet. Ein weiteres Fahrzeug wurde umgekippt.

 

«Faschisten! Faschisten! Mörder!» schrien dabei die Menschen:

 

Doch anstatt die aufgebrachte Menschenmenge wenigstens zu ignorieren, gaben die in der Kaserne stationierten ukrainischen Soldaten mehrfache Warnschüsse in die Luft ab. Ja. Sie schossen wieder. Denn eine andere Art der Kommunikation mit der Donbass Bevölkerung kennen sie einfach nicht.

 

Ukraine: «Tödlicher Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss»

Laut der örtlichen Polizeibehörde soll der Panzerfahrer, der im Anschluss an den Mord mit einem Taxi flüchtete, vermutlich unter Alkoholeinfluss gestanden haben.

Erst vor 1 Woche warnte Anatolij Scharij (ukrainischer Blogger, der seit rund 1 Jahr auf der Suche nach medialer Wahrheit ist und deshalb als «Feind der Ukraine» sich im Exil aufhalten muss) vor derartigen «Zwischenfällen» in den von Kiewer Truppen okkupierten Gebieten in Donbass. Denn es sei kein Geheimnis, dass die ukrainischen Soldaten, bewaffnet unter Alkoholeinfluss die Straßen der von ihnen besetzten Städte gerne zu einer Panzerrennstrecke machen. Das dabei etwas passieren kann, ist allen bewusst. Aber auch völlig egal. Schließlich geht es ja nicht um Menschen, die getötet werden können. Sondern «nur» um die Donbass Bewohner, die es ja eh laut Poroschenko & Co. zu töten gilt.

 

Innenministerium der Ukraine: «Das Wirkungsfeuer ist eröffnet!»

Da das ukrainische Ministerium dieses tödliche Ereignis auf dem Territorium, welches unter der Kontrolle ihrer eigenen Kiewer Truppen steht, einfach nicht verheimlichen konnte, meldete es den «Vorfall» umgehend in den Medien.

Auch die ukrainische Armee suchte sofort in ihren Video-Botschaften ans Volk nach Worten und Entschuldigungen für das erneute Verbrechen ihrer Soldaten an den Donbass Bewohnern. Zudem versprachen sie, «alle nötigen Untersuchungen anzustellen, um den wahren Grund für diese Tragödie» zu finden und «die Schuldigen entsprechend zu verurteilen».

 

Doch wozu denn all die Mühe, Ukraine? Nachdem bereits tausende Zivilisten in Donbass durch die Hand der Ukraine gezielt getötet wurden.

Und das willkürliche Töten von Zivilisten darf von Kiew aus ungehindert weitergehen. So hat Anton Geraschtschenko, Berater des ukrainischen Innenministers, der Polizei in Konstantinowka gestern offiziell erlaubt, ab sofort bei s.g. «Provokationen» seitens der Stadteinwohner das Feuer zu eröffnen. Sprich: Die Menschen auf der Stelle zu erschießen:

„Sollte jemand in Konstantinowka mit einer Waffe in der Hand gegen die Gesetze der ukrainischen Macht vorgehen und den gegebenen Straßenverkehrsunfall als Vorwand zu massenhaften Zusammenstößen nutzen, wird zuerst ein Warnschuss abgegeben werden, danach wird Wirkungsfeuer eröffnet. Falls es keine Zeit zum Warnen gibt, wird sofort scharf geschossen. Niemandem ist es erlaubt, die ukrainische Macht mit einer Waffe in der Hand auf dem Territorium der Ukraine zu unterminieren“, so Geraschtschenko gestern gegenüber dem Ukra-TV-Sender „112 Ukraina“.

 

Konstantinowka, 17.03.2015: «Ich bin Polina»

Hunderte von Menschen hatten sich heute am Unglücksort in Konstantinowka versammelt. Sie legten Blumen nieder, skandierten «Schande, ihr Mörder!», forderten die ukrainische Armee auf, ihre Stadt für immer zu verlassen, und weinten um eine weitere kleine Seele, die durch die Hand der ukrainischen Armee erneut ums Leben kommen musste. Im Alter von nur 8 Jahren:

Auch in Donezk, auf dem Lenin-Platz, wird heute Abend, ab 18 Uhr, eine Trauer-Demonstration und Gedenkfeier stattfinden.

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Polina.

Ruhe in Frieden, unser kleiner Engel von Donbass.
Auch DEIN Tod geht auf das überfüllte Konto der Verbrecher,
die für all das Leid eures Landes bald einen hohen Preis bezahlen werden.

 

 

Quellen:

http://de.sputniknews.com/militar/20150316/301519389.html#ixzz3UeFTfHkH

http://www.rtdeutsch.com/14528/headline/unruhen-nach-tod-von-8-jaehrigem-maedchen-durch-ukrainischen-panzer-kiew-erteilt-schussbefehl-fuer-polizei/

http://de.sputniknews.com/panorama/20150317/301522088.html

http://lifenews.ru/news/151434

 

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.