KRIEGSEXPERTE DVR: «ICH GEBE DEM FRIEDEN MAXIMAL 1 MONAT»

0
76

20

Seit dem 15. Februar 2015 gilt in der Kriegsregion Donbass laut den Minsker Vereinbarungen die s.g. «Waffenruhe».

Dass dieser «Friedenszustand» jedoch nur auf dem Papier existiert und u.a. eine weitere strategische Maßnahme von Kiew ist, um eine baldige, gewaltige Offensive gegen die Donbass Bewohner zu starten, davon zeugen mehrere Tatsachen.

 

UKRAINE RÜSTET AUF UND STIMMT SICH WEITER AUF GENOZID IN DONBASS EIN

PayPal

In der Ukraine läuft aktuell die 4. Mobilisierungswelle auf Hochtouren. Das «Land der Helden» vergrößert seine Armee um ein Drittel und will spätestens im Mai seine Total-Offensive in Donbass starten.

Dafür hat das ukrainische Parlament RADA letzte Woche beschlossen, die Streitkräfte auf 250.000 Mann aufzustocken. Dabei sollen 100.000 Reservisten bewaffnet werden.1

«Spätestens in 2 Monaten ist eine Wiederaufnahmen großräumiger Militäraktivitäten möglich», sagte der Kopf der Poroschenko Fraktion Jurij Lucenko. Dabei betonte er, dass das Hauptziel der Offensive die «Zurückgewinnung des ukrainischen Territoriums» sein werde.2

WIDERSTAND SCHLÄFT NICHT UND BEREITET SICH AUF DEN SIEG VOR

Auch der antifaschistische Widerstand in Donbass bestätigt, dass es sich beim s.g. «Waffenstillstand» nur um eine Atempause der ukrainischen Armee handelt, die heute nicht wirklich eingehalten wird.

In einem Interview vom 9. März 2015 erzählt der Journalist, Blogger und Kriegsexperte «John Konor» folgende brisante Details über die aktuelle Situation in Donbass, die Lage der ukrainischen Armee sowie über die Minsker Friedenspläne, die nach seiner Einschätzung spätestens in 1 Monat ihr offizielles Ende finden werden:

 

«Aktuell kann man sagen, dass der Waffenstillstand im Großen und Ganzen eingehalten wird. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es vereinzelt dennoch zu Provokationen und zum Beschuss kommt. Die schweren Waffen werden zwar teilweise entsprechend den Minsker Vereinbarungen abgezogen. Es werden aber so zusagen «Löcher» benutzt, die nicht im Friedensplan enthalten sind.

Somit kommen andere Kaliber und andere Waffen zum Einsatz. Für eine Provokation braucht man nicht unbedingt 152mm Panzer-Granaten. Dafür reicht auch ein Minenwerfer. Und den Getöteten ist es egal, wodurch sie ums Leben kommen mussten.

Am angespanntesten ist heute die Lage auf dem Donezker Flughafen und in Peski, die an den Flughafen grenzt. Die ukrainischen Truppen ziehen ihre schweren Waffen fast überall nicht gänzlich ab. In bestimmten Orten, zum Beispiel in Mariupol, geschieht sogar das Gegenteil. Sie ziehen dort sogar ihre Militärkräfte zusammen…

Zudem kann man in und um Gorlowka Stellungswechsel der ukrainischen Armee beobachten… Das liegt u.a. daran, dass die ukrainische Armee an sich keine richtige Armee ist. Sie besitzt keine eindeutigen Führungspersönlichkeiten und all ihre verschiedene Formierungen stehen unter Kontrolle unterschiedlicher politischen Strukturen und ökonomischen Kräfte. Sie sind organisatorisch gesehen sehr schwach, aber auch erfahrungstechnisch.

Die berühmt berüchtigte Geschichte über die Lieferung von amerikanischen Radargeräten hat uns gezeigt, dass sie nicht mal wissen, wie man sie anwendet. Als die Armee der Volksrepublik Donezk eines dieser Geräte erbeutete, war es nicht mal ausgepackt.  

Wenn man am Anfang des Krieges vereinzelte Offensiven der Bataillone beobachten konnte, ist es heute nicht mehr der Fall. Die Angriffsinitiative sinkt von Monat zu Monat. Die alten taktischen Gruppen sind umgekommen. Die heutigen haben Angst, erneut von ihrer Führung verraten und einfach so in den Tod geschickt zu werden. Deshalb hören sie auch nicht mehr auf ihre Kommandeure. Positionen, die eigentlich von echten Kommandeuren besetzt sein sollten, sind heute von Politikern besetzt. Dazu kommt auch die niedrige Motivation. Die Summe des Ganzen erlaubt der Ukraine daher keine offensiven Militäroperationen mehr…

Aus den Partisanen-Truppen von Noworossija (Widerstand) dagegen wird jetzt eine echte, reguläre Armee formiert…

Ich denke, dass der heutige Waffenstillstand niemals zu einem Frieden führen wird. Aufgrund dessen, dass wir sehen, wie die ukrainische Armee ihre Kräfte zusammenzieht… In politischer Hinsicht bereitet die Propaganda die Menschen auf den Krieg vor anstatt humaner zu werden… Kiew führt weiterhin sein Volk in den Krieg… Aber man kann die Gemeinschaft nicht so lange in so einer angespannten Lage lassen. Dieser Waffenstillstand wird solange halten, bis der erste ukrainischer Politiker zum Entschluss kommt, dass ER zum Helden der Nation und zum Gewinner des Kampfes gegen den Separatismus werden will. Deshalb geben ich diesem «Frieden» maximal einen Monat».

 

SLAWJANSK ZEIGT SEINE HALTUNG ZUM «FRIEDLICHEN» POROSCHENKO

Dass auch die friedlichen Einwohner in Donbass — bereits seit dem 1. Friedensverhandlungen im September 2014 — weder an den Frieden glauben noch an die Versprechungen der Kiewer Kriegsverbrecher, kann man wunderbar an einer aktuellen Befragung der Bewohner in Slawjansk sehen. Und hören:

Auf die Frage des Reporters, ob die Passanten ihrem «legitim» und «demokratisch» gewählten Präsidenten Petr Poroschenko glauben und vertrauen, bekam er mehr als eindeutige Antworten. Von bloßem Schweigen über «Nein» oder «Ich vertraue nur mir selbst» bis hin zu «Poroschenko? Wer ist das? Unser Präsident? Ach so. Das wusste ich nicht. Ich habe ihn nicht gewählt». Der russische Präsident Wladimir Putin dagegen fand überall die Zustimmung der Einwohner von Slawjansk:

 

 

Quellen:

1 http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4678236/Ukraine-vergrossert-Armee-um-mehr-als-ein-Drittel

2 http://ukraina.ru/news/20150305/1012307380.html

 

***

Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.

Donbass Nachrichten Ukraine Nachrichten