«OHNE VERJÄHRUNGSFRIST»: KRIEGSVERBRECHEN DER KIEWER JUNTA IN DONBASS 2014 — 2015

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2 Jahre Bürgerkrieg im Osten der ehemaligen Ukraine. Zerstörte Städte, Schulen, Kindergärten, Kirchen und Schicksale. Tausende getötete Zivilisten sowie einfache Donbass-Bewohner, die gezwungen waren, zuerst mit bloßen Händen, dann mit einer Waffe in der Hand ihre Familien und ihre Heimat vor den militanten Befürwortern der s.g. «Anti-Terror-Operation“ zu verteidigen — den Soldaten der ukrainischen Armee und den Kämpfern der faschistischen Freiwilligen-Bataillone. Hunderte willkürlich erschossenen oder im Gefängnis zu Tode gefolterten Menschen. Einsatz von weltweit verbotenen Waffen, die seitens der Ukraine bereits seit April 2014 im Kriegsgebiet Donbass zum Einsatz kommen. Und zwar gegen das eigene Volk. Darunter Phosphorbomben, Brandminen, ballistische Raketen „Tochka U“, Mehrfachraketenwerfer «Grad», «Uragan» und «Smertsch». Massengräber über Massengräber, die fast ausschließlich mit unschuldigen Zivilisten gefüllt sind: Mütter mit Kindern, Omis und Opis, Männer und Jugendliche.

All diese Greueltaten des heutigen Kiewer Regimes in Donbass dürfen NIEMALS in Vergessenheit geraten. Denn DAS sind wahre Kriegsverbrechen 10-kriegsverbrechen-der-kiewer-junta/, die KEINE Verjährungsfrist haben. Und genau mit dieser schmerzhaften Thematik des 21. Jahrhunderts und dem blutigen Kapitel in der Geschichte der Ukraine beschäftigt sich die neue Film-Dokumentation (2016) von Alexander Rogatkin, die wir euch heute unbedingt vorstellen wollen: «Ohne Verjährungsfrist». Exklusiv für euch in deutscher Übersetzung (von Olga & Aljona Malzev), inklusive einer REMEMBERS Vorstellung ausgewählter Donbass-Bewohner, die im Laufe der letzten 2 Jahre auf ihrem Heimatboden durch die Hölle gegangen sind. Als Kriegsgefangene, die sich von Zeit zu Zeit lieber den Tod, als das Leben gewünscht hatten.

 

«Und dann hat ein Albtraum begonnen, den selbst ein starker Mann kaum überlebt hätte»

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Alexandra Iwanowna Walko, eine Bewohnerin der Stadt Perwomajsk im Donezk-Bezirk und die Abgeordnete des Stadtrates, ist 54. Nach den Qualen der Ukrainer sieht sie heute jedoch wie 70 aus und hat innerhalb von 19 Tagen 53 Kilo ihres Gewichts verloren.

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«Sie haben mich auf den Kopf geschlagen. Ich habe jetzt noch auf dem Kopf… an drei Stellen ist die Haut geplatzt. Ich denke, dass es ein Gummihammer war, so ein Gefühl hatte ich. Weil ich nachher aus der Nase geblutet habe.»

Die Abgeordnete des Dorfrates von Perwomajsk wurde als Hauptkanonier und aktive Teilnehmerin des Referendums festgenommen und rund 3 Wochen Folter unterzogen, die für einen normalen Menschen nicht nachvollziehbar ist:

«Ich wurde in der Nacht festgenommen, am 27. Januar, um 22:30 Uhr. Es kamen 12 Männer aus dem „Rechten Sektor“. Sie haben mich gepackt, mir die Augen verbunden und mich mit einem Auto weggebracht. Und dann hat ein Albtraum begonnen, den selbst ein starker Mann kaum überlebt hätte

Sie haben mich auf den Kopf geschlagen, hierher ein Messer gestellt und dann sagte er zu mir… Sein Rufname war „Dontschanin“ (Bewohner von Donezk): „Ich nehme jetzt die Gesichtsmaske ab und du schaust mir in die Augen!“ Er hat mir hier das Messer gestellt, und es war was scharfes, hier ist eine Narbe geblieben. Und er hat gesagt: „Jetzt steche ich dir die Augen aus!“

Sie haben mir Handschellen angelegt. Innerhalb von 19 Tagen ist bei mir hier alles bis auf die Knochen verfault. Sie haben mich die ganze Zeit in den Handschellen gehalten und keinen Arzt zu mir gelassen.»

Aus Angst um ihr Leben hat sie ihre Peiniger um Gnade angefleht. Sie hat sogar „Söhnchen“ zu ihnen gesagt und sie daran erinnert, dass sie auch Mütter haben. Doch er drückte sie auf den Boden und wirkte sie, sodass sie keine Luft mehr bekam. Doch die allerschlimmste Folter für sie war, als man ihr mitteilte, dass in der Nachbarzelle ihre eigene Tochter sitzt, die ununterbrochen unter Tränen schrie „Mama! Mamotschka! Mamulja! Mamulja! Es tut so weh! Jungs, schlagt mich nicht! Mamulja, rette mich!“

Ohne etwas beweisen zu können, haben sie die Alexandra Walko schlussendlich aus dem Gefängnis entlassen. Als Behinderte.

«Meine Nieren waren erkältet, ich lag und saß 19 Tage lang auf dem Beton. Und uriniert habe ich unter mich. Weil ich Angst hatte. Sie haben gesagt: „Oma, bitten Sie uns lieber nicht, sie nach draußen gehen zu lassen, denn wenn Sie gehen, wird Sie jeder treten und schlagen. Nachher werden Sie keine Lust mehr haben. Deshalb pinkeln Sie lieber in die Hose.“ Dort gab es einen Heizkörper, ich kroch dorthin, um mich zu wärmen»

Doch trotz all der Hölle, die sie durchleben musste, unterscheidet Alexandra bis heute zwischen den Bandera-Anhängern bzw. dem „Rechten Sektor“ und von den regulären Soldaten der ukrainischen Armee, die ihr vielleicht sogar das Leben gerettet haben.

«Es gab so ein Soldatchen, er kam und brachte mir Wasser, und sagte: „Oma, versteck es bloß, weil ich nicht weiß, wann ich das nächste Mal hier die Schicht habe, damit du zumindest hin und wieder ein Schlückchen trinken kannst!“ Und er hat mir auch einen Brei gebracht. Ich weiß nicht, ob es ein Buchweizenbrei war oder sonst was, mit Fleisch und irgendeiner Soße…»

Es gab noch andere ukrainische Soldaten, die ihre Ehre und ihr Gewissen noch nicht verloren hatten. Während sie die Frau von einem Ort zum anderen gefahren haben, haben sie ihren Körper sogar mit einer Schutzweste gedeckt.

Ganz klar: Jeder Krieg ist eine grauenvolle Sache. Aber wenn Bruder gegen Bruder losgeht, dann werden selbst die Verwandten zu ewigen Feinden. So war es auch in der Familie von Alexandra Iwanowna:

«Ich habe in der Westukraine Brüder und Schwestern! Und sie kamen, um gegen mich zu kämpfen! Um mich zu töten! Jetzt haben sie sich natürlich alle von mir abgewendet, bis auf die Schwester, die in Zhitomir wohnt. Aber die Verwandet aus Iwanofrankowsk, Lwow, Drogobytsch – sie haben sich alle von mir abgewendet. Alle Verwandten, die dort wohnen, haben mich abgelehnt und als Terroristin bezeichnet.»

Ihre Verwandten und das Haus ihrer Familie sind nun auf der anderen Seite der Ukraine geblieben, in einem anderen Leben. Heute hat sie nichts anderes, als nur ein Bett in einem Donezker Wohnheim für ehemalige Kriegsgefangene, und lebt von der humanitären Hilfe, die ihr wildfremde Menschen vorbeibringen. In diesem Wohnheim wohnen viele ehemalige Kriegsgefangenen. Sie alle können nirgendwo anders gehen.

 

«In solch einem Zustand musste ich bis zum nächsten Morgen hängen bleiben»

Wasilij Bejmeistruk, ein einheimischer Widerstandskämpfer aus dem Donbass Städtchen Rubezhnoje wurde neben der Siedlung Chrjaschtschewatoje gefangen genommen. Im August 2014, als Lugansk komplett eingekesselt wurde. Die stolzen Mitglieder des faschistischen Freiwilligen-Bataillons „Ajdar“ haben ihn festgenommen. Vollkommen unbewaffnet, in dem Augenblick, als er auf dem Panzer von der Volkswehr eine russische Fahne gehisst hat.

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Wassilij und andere Gefangenen wurden in das Dorf Polowinkino, Starobeschewskij-Bezirk, gebracht und in einer Wursthalle der Fleischfabrik aus den 90-ger Jahren untergebracht, in den Räucherei-Kammern: Ca. 80 cm breit und 2 m lang. Die Gefangenen hat man auch so genannt: „Fleisch“. Und nach der tagtäglichen Prügelei haben sie sich selbst ins Hackfleisch verwandeln. Und so haben sie die Gefangenen misshandelt, diese Tiere!

Von Wasilij, der ein halbes Jahr in Gefangenschaft des Bataillons «Aidar» war, haben sie gefordert, zu gestehen, dass er ein russischer Spion ist. Als sie sich vergewissert haben, dass er ein Einheimischer ist, haben sie angefangen, ihn noch heftiger zu verprügeln.

«Ich stehe auf den Knien, sie packen mir ganz abrupt links und rechts an den Armen und heben hoch. Stellen Sie sich das mal vor, die Arme werden so ausgekugelt. Es ist so ein Schmerz, ich habe meine Schultern nicht mehr gespürt… überhaupt nicht… Und er hat mich gefesselt… Ich hatte sowieso keine Arme mehr gespürt, alle Rippen waren gebrochen, und er hat mich befestigt – und das war’s. Ich dachte – gut, das dauert nicht lange, ich erduldete es. In solch einem Zustand musste ich bis zum nächsten Morgen hängen bleiben.»

Und danach haben sie Wasilij zur Erschießung gefahren. Mit einem Sack auf dem Kopf und gefesselten Händen und Füßen haben sie ihn aus dem Auto auf den Boden geworfen.

«Ich lege auf dem Boden und höre eine Stimme: „Bist du gläubig?“ Ich sage: „Ja, gläubig, natürlich.“ Und hinter mir – es gibt so kleine laminierte Ikonen… Sie haben mir hinten in die Hände eine solche Ikone gedrückt – quasi, du sollst beten. Wenn du gläubig bist – bete. Ich höre zwei Schüsse… Klick, klack… und denke – meine Stunde ist also gekommen. Sie haben angefangen, zu schießen, haben so um mich herum geschossen…»

Sie haben Wassilij leben lassen. Aber es hat sich herausgestellt, dass man ihn auf diese Weise auf ein Interview vorbereitet hat, per Live-Übertragung mit dem Kandidaten in Werchowna Rada Oleg Ljaschko, bei dem er «zugeben» musste, dass er aus Russland kommt und fürs Geld in Donbass kämpft. Nach den Schüssen über dem Kopf haben sie ihn gezwungen, seine Antworten auswendig zu lernen. Das Interview hat dann die ganze Ukraine gesehen. Doch selbst das engagierte ukrainische Publikum hat Ljaschko dabei ausgelacht und die Fälschung erkannt.

Nach dieser Live-Übertragung wurde Wassilij gegen ukrainische Gefangenen ausgetauscht.

«Es ist so eine Freude… Glauben Sie, mir kommen die Tränen… Bin ich wirklich am Leben, bin ich wirklich zu  Hause?!“  Ich bin endlich unter den Meinen! Es wird keine Folter mehr geben, keinen Missbrauch, nichts!»

«Wir haben gehört, wie er schrie. Mit einer unmenschlichen Stimme…»

Und von solchen Menschen, die auf ihrem Heimatboden im Laufe der letzten 2 Jahre Bürgerkrieg durch die Hölle gegangen sind, gibt es in Donbass Hunderte, wenn nicht Tausende. Doch bis dato wollen davon weder unsere Massenmedien noch unsere Welt-Regierungsmächte etwas wissen, hören oder sehen. Sind DAS etwa die europäischen Werte, für die Ukrainer mit Unterstützung von Obama, Merkel & Co. auf dem Maidan gekämpft haben???

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«Sie haben mich auf dem Zaun aufgehängt. Die Hände mit den Handschellen gefesselt und einfach auf den Zaun aufgehängt… Der eine ist mit einem Schlegel auf mich zu gerannt und mir erstmal die Zehen auf dem linken Bein abgeschlagen… Danach haben sie zu mir gesagt: Wir haben an dir drei Schaufeln gebrochen. Du bist uns was schuldig».

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«Er hat meine Haut gefaltet, an ihr gezogen, sie mit dem Messer angeschnitten und mir gesagt: „Jetzt werde ich dich häuten!» Sie haben eine große Schraube auf etwas gebunden und mich damit mit voller Wucht geschlagen.  Der Schmerz ist enorm und es bricht einem die Knochen. Alle meine Rippen hinten sind gebrochen… Meine Muskeln hier, in beiden Beinen, sind zerrissen. Sie haben sich in Kügelchen zusammengerollt, weil die Beine mit einem Eisenstück bearbeitet wurden».

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«Ich liege mit dem Gesicht auf dem Boden, er kommt auf mich mit einer Axt zu und sagt: „Jetzt werde ich dir dein Bein abhacken und in deinen Mund reinstopfen, du Kartoffelkäfer.» (abwertende Bezeichnung für Russen)… Sie haben mich auf den Treppen durchgeschleppt wie eine Puppe, und in den Keller geschmissen. Ich konnte zwei Wochen lang nicht aufstehen, lag auf der feuchten Erde…. Sie haben mich auch mit Strom gefoltert. Sie nahmen so einen, weißt du, kleinen Stromgenerator und drehten. Und du tanzt nur noch vor Schmerzen! Ich konnte nicht laufen. Die Beine waren vor Schmerz völlig abgebaut.

Einem anderen jungen Mann wurden nach seiner Festnahme zwei Finger abgehackt. Und zwar nicht bis auf die Wurzeln, sondern nur bis zur Hälfte. Einfach so. Sie hatten ihn gepackt und ihm die Finger abgehackt.

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«Sie haben mir die Finger abgehackt. Sie dachten vielleicht, dass ich so nicht mehr schießen kann».

Ein Augenzeuge erinnert sich:

«Wir haben einfach gehört, wie er schrie. Mit einer unmenschlichen Stimme. Das war der Horror, wie er geschrien hat. Und dann zack – auf einmal wurde es still. Auf einmal! Er hat so lange geschrien und dann wurde auf einmal still…»

 

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