ODESSA: «SCHUHE ABTRETEN ODER DU BIST SEPARATIST»

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In Odessa haben die rechtsradikal gestimmten Aktivisten einen Persönlichkeitstest der besonderen Ukra-Art durchgeführt: Vor den Toren des Stadtgerichts wurde die Flagge von Noworossia zum Schuhabtreter. Wer sie beim Vorbeigehen mit Lust und Leidenschaft mit Füßen trat, wurde als Patriot seines Landes eingestuft. Wer versuchte, behutsam drüberzusteigen oder sie gar zur Seite zu legen, bekam sofort die Abrechnung. Von Fragen «Bist du also ein Separatist» bis hin zur Verfolgung durchs Gerichtsgebäude — mit Aufforderung sich auszuweisen.

Der «Test», samt aller freiwillig- und unfreiwillig Beteiligten wurde auf eine Video-Kamera aufgenommen. Im Sinne von Beweisaufnahmen, die anschließend zum Zwecke der Identifizierung von s.g. «Separatisten» dienen sollen, die diesen Test nicht mit Ruhm und «Heil der Ukraine» bestanden haben.

 

Die Fahne von Noworossija haben die «Patrioten» ihrer Stadt direkt aus dem ATO-Gebiet («Anti-Terror-Operation») erhalten und sehen sie als ihre persönliche Trophäe an. Der Initiator dieser glorreichen Idee, dessen Frisur uns an die Mode der 30er Jahre in Deutschland erinnert, erklärt den Hintergrund des Testes an seinen Mitbürgern und Richtern seiner geliebten Heimatstadt wie folgt:

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(ab 00:40 min)

«Hier liegt die Flagge von Noworossija — das ist nicht mal ein Staat, sondern eine terroristische Vereinigung, gegen die unsere Jungs im Osten (der Ukraine) kämpfen. Nun, sie haben uns die Flagge geschickt und uns gesagt «Hey, Leute. Macht doch was. Was soll das? Wir fangen die (Separatisten), und sie (Richter) lassen sie einfach gehen. Nach dem Austausch kommen keine mehr dazu, unsere Jungs sterben und hier lassen sie die einfach gehen. Wie kann es sein?»

Das Test-Ergebnis war, ehrlich gesagt, durchwachsen. Die meisten versuchten so schnell und unauffällig wie möglich am Eingangstor vorbeizugehen. Die anderen ließen sich in ihrer Einstellung, man trete keine Flagge mit den Füßen, nicht vom Gegenteil überzeugen. Einige jedoch machten demonstrativ mit.

Doch besonders erfreulich war für uns die Reaktion eines jungen Polizisten, der versucht hat, vor den Augen der «Jury» und vor laufender Kamera sich so vorsichtig, wie es nur ging, an der Fahne vorbei zu bewegen. Dies jedoch wurde vom «Führer» persönlich bemerkt und mit entsprechenden fraglichen Beschuldigungen konstatiert.

(ab 1:15 min)

«Was war denn das??? Bist du also ein Separatist? Hörst du? Wie ist dein Name? Komm her, bitte!»

Da der mutige junge Mann sich keineswegs in ein (unnötiges) Gespräch verwickeln lassen wollte, ging er einfach weiter, wurde bis ins Gerichtsgebäude verfolgt und am Ende verbal zur Rechenschaft gezogen.

(ab 1:26 min)

«Unterstützen Sie die terroristische Organisation namens «Noworossija»? Nein? Und warum haben Sie sich dann geweigert, ihre Schuhe auf der Symbolik von Noworossija abzutreten?»

Worauf hin der junge Polizist, zum Schutz seines Lebens und seiner Familie, nur eines antworten konnte:

«Ich weiß nicht, was es für eine Flagge ist».

In Odessa wurden am 2. Mai 2014 mindestens 100 Menschen am lebendigen Leibe verbrannt, vergiftet und getötet. Über 200 Menschen sitzen heute hinter Gittern von SBU (Sicherheitsdient der Ukraine). Dutzende weitere Odessiten werden täglich, seit über 1 Jahr, politisch verfolgt, bedroht und misshandelt. Tausende Ukrainer wurden nach Donbass geschickt und zum Füllen des Pulverfasses von Poroschenko benutzt. Laut offiziellen UN-Angaben sind mindestens 7.000 unschuldige Zivilisten, darunter über 200 Kinder, bis dato durch die Hände der ukrainischen Truppen und faschistischer Freiwilligen-Bataillone ums Leben gekommen. Bis zu 100.000 Staatsbürger der ehemaligen Ukraine starben innerhalb von 12 Monaten im Kampf um die «einheitliche Ukraine».

DAS ist nur eine kleine Auswahl der traurigen Erfolgsergebnisse des Kampfes der neuen Ukraine mit allen, die sich dem faschistischen Kiewer Regime nicht unterordnen wollen. Und der o.g. «Test auf Separatismus» ist ein gutes Beispiel dafür, dass die braunen Pest auch in den Köpfen und Herzen der Couch-Patrioten so fest verankert ist, dass es Jahrzehnte dauern wird, bis ein Heilmittel dafür gefunden werden kann, um sie für immer und ewig besiegen zu können.

 

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.