DER KRIEG LÄUFT — ORGANHANDEL BOOMT: EIN SBU-MITARBEITER PACKT AUS

0
143

1-6-9

Spätestens seit dem Frühjahr 2014, im Zuge der s.g. «Anti-Terror-Operation» in Donbass, ist der massive Organhandel zwischen der Ukraine und dem Ausland ein großes Thema, über welches offiziell nicht gesprochen wird. So, wie es damals in Bezug auf den Krieg in Jugoslawien war oder heute in Syrien der Fall ist.

Aufgrund dieses langsam, aber endgültig sinkenden Schiffes namens Ukraine sind heute viele Menschen in der Ukraine bereit, ihre Organe zu verkaufen. Ob um ihre monatlichen Kredite abzahlen oder um einfach überleben zu können. Der Preis dabei ist wirklich heiß: 1 Niere = 20.000 Dollar (Verhandlungsbasis). Deshalb schalten die verzweifelten Ukrainer immer wieder Anzeigen, in denen sie ihre Organe zum Kauf anbieten. Die meisten «Interessenten» kommen dabei aus dem Ausland.

Doch auch die Organe von den unschuldigen Zivilisten aus dem Osten der ehemaligen Ukraine sowie von frischverwundeten (also noch lebenden!) oder getöteten Soldaten der ukrainischen Armee  sind für die Kriegsverbrecher vor Ort und die Geldgeier im Ausland eine weitere, profitable Einnahmequelle, die bereits seit 1,5 Jahren entlang der blutigen Flüsse von Donbass fließt.

Nun packt ein Mitarbeiter der Spezial-Einheit des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) aus. Was er erzählt, bestätigt nicht nur die unzähligen Augenzeugenberichte und inoffiziellen Meldungen der letzten Jahre zum Thema «Organhandel in der Ukraine» aufs Neue. Der Ex-SBU-Mann, der in dieses perfide Geschäft mit Menschenleben selbst aktiv involviert war, bringt sogar einige der diejenigen Politiker und Mediziner namentlich zum Vorschein, die hinter diesen kriegerischen Machenschaften und dem Business auf den Leichten des ukrainischen Volkes stecken.

PayPal

Zum Beispiel Elisabeth de Bruin, eine professionelle Transplantologin aus Holland, sowie Sandra Roelofs, die Frau von Michail Saakaschwili (Ex-Präsident von Georgien, seitdem gesuchter Kriegsverbrecher wegen Amtsmissbrauch und Unterschlagung in seiner Heimat, seit Mai 2015 Gouverneur von Odessa und schon immer eine Marionette der USA).

«Ich bin Mitarbeiter der Sicherheitsdienste der Ukraine und möchte Ihnen meine Geschichte erzählen.

Im November letzten Jahres wurde ich in die Zone der antiterroristischen Operation (ATO) geschickt. Im Dezember wurde ich und noch 2 Mitarbeiter auf Befehl unseres Kommandeurs der s.g. «medizinischen Gruppe» zugeteilt. Die Gruppe hieß „Einheit der Nothilfe der Reanimation“.

«Für jede frische Leiche erhielt ich 170 USD»

Die Versorgung war sehr gut. Auf dem Stützpunkt in Kramatorsk haben wir eine spezielle Ausbildung zur Verteidigung und Versorgung des medizinischen Personals erhalten. Zum Ende der zweiten Ausbildungswoche wurden wir dem medizinischen Personal angeschlossen. Wir wurden mit Technik, Waffen und sonstiger Ausrüstung ausgestattet. Die Ärzte hatten Ambulanzen, Reanimationswägen und die neueste Ausrüstung.

Der Oberst Mistschenko hat uns angewiesen, dass unser Ziel die Versorgung des medizinischen Personals ist. Viele Soldaten möchten vor dem Sterben ihre Organe spenden, um ihre Familien zu unterstützen, indem sie solide materielle Belohnung erhalten. Er sagte, es sei eine weltweite Gepflogenheit, und warum sollte ein Soldat auf Hilfe für seine Familie verzichten, wenn er sowieso stirbt.

Vom Oberst bekam ich Chiffrierungen der Orte, wo Kampfhandlungen stattfanden und wo es Verletzte gab. Zusammen mit dem medizinischen Personal fuhren wir zum Objekt und teilten den Kommandeuren Chiffrierungen mit. Wir hatten kompletten Zugang zu den 200-ern und 300-ern. Unser Mitarbeiter war für Zusagen für Organspenden der unrettbar Verwundeten verantwortlich. Die Mediziner entnahmen solchen Menschen Organe und arbeiteten dabei nach ihren Anweisungen. Ich begleitete sie und war für ihre Sicherheit verantwortlich. Für jeden Verletzten oder für jede frische Leiche, aus der Organe entnommen wurden, erhielt ich 170 USD.

«In 7-10 Minuten konnte sie die Nieren von einem verwundeten Soldaten herausschneiden»

Zuerst schickten wir die Verletzten in die örtlichen medizinischen Zentren in Kramatorsk und Sewerodonezk. Dort wurden den Sterbenden alle Organe entnommen, auch Augen, Haut und Knochen. Alles wurde ins Ausland geschickt. Ich weiß nicht, was man den Familien dieser armen Opfer zahlte und ob überhaupt gezahlt wurde.

Ab Januar stieß die professionelle Transplantologin Elisabeth de Bruin zu uns. Sie nannte sich «Alice», aber ich konnte ihre Unterlagen einsehen. Sie hat die Art unserer Arbeit komplett umgekrempelt und zwang unser medizinisches Personal, die Organe ohne Zusage der Verletzten zu entnehmen. Oft machte diese Holländerin alles selbst. In 7-10 Minuten konnte sie die Nieren von einem verwundeten Soldaten herausschneiden und in den Container verpacken. Den Container schickten wir zusammen mit anderen Verletzten, die noch zur kompletten Zergliederung tauglich waren, nach Kramatorsk. In Debalzewo hatten wir sehr schwere Arbeit im Sektor C. An einem Tag wurden viele Organe entnommen, uns reichten sogar die Container nicht aus.

Ich erinnere mich noch, alleine Anfang Februar schickten wir an einem Tag 23 Paar Nieren, Milz und Leber zum Stützpunkt. Die Leichen ohne Organe verpackten wir in schwarze Tüten, riefen die uns zugeordnete Gruppe der Soldaten an und transportierten sie Richtung Artjemowsk in die von uns vorbereiteten Gruben zur Beerdigung. Es wurde kein Buch dazu geführt.

Die meisten Todesopfer waren aus der 128. Infanteriebrigade. Von Debalzewo wichen wir zusammen mit der ukrainischen Armee zurück und machten dabei unsere Arbeit. Es ist schwer für mich darüber zu reden, aber vom Debalzewo-Kessel wurden viele Organe und Verwundete zu uns geschickt. Wir haben alle gut verdient, unsere Generäle, denke ich, auch.

«Die Ehegattin von Michail Saakaschwili war die Auftraggeberin und Organisatorin unserer Mission»

Nach Kramatorsk kamen wir am 23. Februar zurück. «Alice» bekam viele Anrufe aufs Handy. Sie hatte auch Satelliten-Telefon und Router. Sie bekam oft Anrufe von ihrem Chef aus dem Ausland. Ich kann ziemlich gut Englisch und konnte deshalb alles verstehen. «Alice» wurde gelobt und gebeten, die Qualität der Organentnahme zu verbessern. „Wir versuchen es, Sandra“, — antwortete sie. Wie ich festgestellt habe, war das die Ehegattin von Michail Saakaschwili, Sandra Roelofs. Sie war die Auftraggeberin und Organisatorin unserer Mission. Sie sagte «Alice», falls es Probleme gäbe, sollte man den Oberst Wladimir Mistschenko informieren. Und falls notwendig, auch den General und Stellvertretenden der Sicherheitsdienste Alexander.

 

 

Bloody Family (von links nach rechts): Sandra Roelofs, Michelle Obama, Michail Saakaschwili und Barack Obama

 

Nach dem Besuch von Saakaschwili in der ATO-Zone hat sich alles verändert. Am 22. April begleitete ich ihn im Auftrag von Mistschenko nach Kramatorsk und Lissitschansk. Nach dem PR-Treffen mit den Soldaten organisierte ich ein Treffen mit unserer speziellen medizinischen Einheit. Diese «Alice» lief hinter Saakaschwili, auf allen geschlossenen Treffen in Kramatorsk und Lissitschansk.

 

«Saakaschwili versprach uns eine Gehaltserhöhung, wenn wir die Menge und Qualität des Handelsgutes verbessern» 

Saakaschwili lobte unsere Einheit, besonders das medizinische Personal, und versprach uns allen eine Gehaltserhöhung, wenn wir die Menge und Qualität des Handelsgutes verbessern. Die Organe nannte er „Handelsgut“. Er sagte, wir würden damit den armen Familien helfen, die ihre Verwandten verloren haben, sowie den kranken Menschen in Europa und USA, die auf Menschenorgane warten.

Im Ergebnis ist alles des Teufels Weg gelaufen. Die Soldaten, die am Ortseingang von Artjemowsk beerdigt wurden, hat man als vermisst registriert. Sie wurden einfach ermordet. Keine Zusagen zur Organspende wurden unterschrieben. Die Verwandten der Verstorbenen erhielten keine Auszahlungen.

 

«Alice entnahm zusammen mit Sweta und Roman auch den Zivilisten die Organe»

In der Waffenstillstandsphase gab es weniger Sterbende. Aber diese Sandra rief und rief an und verlangte, den Auftrag zu erfüllen.

«Alice» entnahm zusammen mit Sweta und Roman auch den Zivilisten die Organe. Beim Beschuss der Stadt Popasna schnitt sie die Nieren und Milz eines 12-jährigen Mädchens und ihres Vaters heraus. Ich kann sogar seinen Namen nennen: Wladimir Ljaschevskij. Er hatte seinen Pass in der Jacke. Ich habe ihn Hena übergeben. Die Leichen transportierten wir ins Leichenhaus. Die Beine der Mutter des Mädchens wurden mit den Mienensplittern abgehackt. Sie verblutete. Ihre Gliedmaßen schnürte man mit einer Binde ab und schickte sie ins medizinische Zentrum zur kompletten Zergliederung. Ich habe es danach geprüft – alle drei wurden als Verstorbene infolge der Bombardierung registriert. Ich sag’s euch direkt: Es ist ein grausamer Mord.

Ich konnte das nicht mehr aushalten und schrieb am 4. Juni die Kündigung. Mistschenko hat mich gerufen und gefragt, „warum“. Ich habe ihm alles erzählt. Er hat mit dem General telefoniert. Danach versuchte Mistschenko, mich zu beruhigen und sagte, man müsse die Leichen aus den Gruben noch herholen. Dann würde er mir nach Rücksprache mit dem General Urlaub und eine Beförderung geben. 

Zur Abholung der Leichen in Artjemowsk wurde eine spezielle Einheit — professionelle Exhumierer in weißen Arbeitskitteln — geschickt. Alles wurde ausgegraben, in jedem Grab lagen 4 Leichen, insgesamt ca. 132 Leichen. Wo die Leichen hin geräumt wurden, weiß ich nicht.

 

«Dort wurden ca. 97 ausgeweidete Leichen beerdigt, davon mehr als 20 Zivilisten, Kinder und Frauen»

Am 11. Juni hatte ich ein Treffen mit General Alexander Radetskij. Er hörte mir zu und sagte, dass ich nach so einer schweren Arbeit Pause bräuchte und danach als Major weitermache. Als ich sein Büro verließ, griff man mich an und zog nach unten. Mir wurde ein Haftbefehl wegen Urkundenfälschung gezeigt sowie angeboten, meine Zusage zur Behandlung in einer psychiatrischen Klinik zu unterschreiben. Sonst würde man mich ins Gefängnis schicken. Ich habe sie gebeten, mich für eine Nacht nach Hause zu lassen und versprochen, dass ich am nächsten Tag früh morgens zurückkomme. Dafür habe ich 300 USD und 1600 Hriwnja gezahlt — alles, was ich in dem Moment dabei hatte. Ich habe versprochen, jedem noch 1000 USD zu bringen. Sie brachten mich nach Hause, das Geld musste ich sofort hergeben. Da ich ein Profi bin, wusste ich, wie ich heimlich verschwinden sollte.

Ich habe beschlossen, euch die Informationen, einige Videos von Exhumierungen, Videos mit ausgeweideten Leichen und Operationen zwecks Organentnahme im Kramatorsk-Zentrum zu schicken, und das Zimmer zeigen, in die abgenutzte Leichen hineingeworfen wurden. Ich kann auch die Stellen bei der Siedlung Tschassowjar zeigen, wo die Leichen vergraben wurden. Dort wurden ca. 97 ausgeweidete Leichen beerdigt, davon mehr als 20 Zivilisten, Kinder und Frauen. Außerdem mehr als 30 Soldaten der ukrainischen Streitkräfte bei Uglegorsk, aber das ist mittlerweile im Gebiet der Freischärler („Separatisten“).

 

«Jeder Soldat oder Zivilist an der Frontlinie hat das Risiko, unter das Skalpell dieser Mörder zu geraten»

Ich habe mich an WikiLeaks gewandt, um die ganze Wahrheit zu erzählen. Darüber, was für ein Business unsere Regierung, Saakaschwili und seine „Zhinka“ (Ehefrau) aufgebaut haben. Ich verstehe, dass ich eine harte Strafe verdiene, aber ich gebe nicht auf, ich werde bis zum Ende kämpfen, da die ganze Geschichte noch weitergeht.

Mein Kollege Hennadij Hetman (der die Zusagen zur Organspende sowie die Dokumente über die Vermissten gefälscht hat) wurde zum Leiter der speziellen medizinischen Einheit ernannt.

Jeder Soldat oder Zivilist an der Frontlinie hat das Risiko, unter das Skalpell dieser Mörder zu geraten und zergliedert zu werden.

Bitte helft, das alles zu stoppen.

Ich weiß nicht, ob mir der Gott solch eine Sünde verzeiht.»

Solch grauenvollen Geschichten aus dem heutigen Alltag der Ukraine sind leider ein erschreckendes Abbild des hochgeputschten, faschistischen Regimes in Kiew, des mörderischen Spiels zwischen dem Westen und den ukrainischen Kriegsverbrechern sowie des Bürgerkrieges in Donbass und des Ausverkaufs des Landes, samt ihrer Menschen.

Bereits im Juni 2014 haben die ukrainischen Hacker von der Gruppe «CyberBerkut» eine äußerst interessante Internetkorrespondenz gefunden, in der es um ein tödliches Deal ging. Und zwar zwischen dem ehemaligen Anwalt von Julia Timoschenko (ukrainische Nationalistin/»Swoboda-Partei»), Sergej Wlassenko, und einer deutschen Ärztin Olga Wieber. Schon damals ging es um die Lieferungen frischer Organe aus dem Kriegsgebiet Donbass ins Ausland, wobei die Organe von noch lebendigen, schwerverwundeten Menschen bevorzug wurden:

***

Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.