FROHE OSTERN NACH KIEWS ART: 400-FACHER DONBASS-BESCHUSS IN 2 TAGEN

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Schon gewusst? Am 29. April 2016 haben die Vertreter der s.g. «Kontaktgruppe zur Regulierung des Donbass-Konflikts» in der weißrussischen Hauptstadt Minsk einen Waffenstillstand vereinbart — bereits zum 7. Mal (!) seit Herbst 2014. Diesmal anlässlich der kommenden Mai-Feiertage und des russisch-orthodoxen Osterfestes, welches in diesem Jahr am gleichen Tag, wie der in allen ehemaligen UdSSR-Staaten allseits beliebte 1. Mai (Tag des Frühlings und der Arbeit) gefeiert wurde. Die «totale Feuerpause» gilt seit dem 30. April 2016, 00.00 Uhr. Jedoch erneut nur auf dem Papier.

So haben die ukrainischen Truppen am 1. Mai nicht nur den Norden und den Süden von Donezk und Gorlowka aus schweren Waffen — wie Granatwerfer mit einem Kaliber von 82mm und 120mm — beschossen, sondern auch die Wohnviertel von Donezk sowie erneut die Siedlung Elenowka, in der, wie bereits berichtet, erst vor wenigen Tagen insgesamt 6 Zivilisten gezielt ermordet (darunter auch eine schwangere Frau und ihr Baby) und 10 weitere lebensgefährlich verletzt wurden.

Elenowka, 27.04.2016: Die grausamen Folgen des nächtlichen Ukra-Beschusses

[youtube url=»https://youtu.be/hQiqPYH5RS8″]

Trotz totaler Feuerpause: Das Sterben der Menschen geht weiter

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Im Zeitraum vom 30.04. bis zum 02.05. stand die Volksrepublik Donezk über 400 Mal unter Beschuss seitens der Ukraine. Insbesondere solche Wohnsiedlungen wie Kominternowo, Spartak, Sahanka, Zajzewo, Golma, Jasinowataja und Oktajbr gerieten dabei gnadenlos ins Visier der ukrainischen Armee, faschistischen Freiwilligen-Bataillone, ausländischen Söldner und Scharfschützen.

Nach Angaben des stellvertretenden Verteidigungsministers der DVR, Eduard Basurin, vom 1. Mai 2016 verloren in dieser heiligen Osternacht 2 Widerstandskämpfer ihr Leben. 4 weitere erlitten Verletzungen verschiedenen Grades. Allein in Donezk wurden in Folge gezielter Kampfhandlungen seitens der Ukraine mindestens 2 Wohnhäuser zerstört.

[youtube url=»https://youtu.be/2KdMCNzhzXI»]

«In der Osternacht wurden in Folge der Beschüsse seitens ukrainischer Strafkommando-Angehörigen 2 Soldaten der Volksarmee getötet. Nachdem der Präsident der Ukraine hoch und heilig eine totale Feuerpause versprochenen hatte, wurde das Territorium der DVR in den letzten 24 Stunden 160 Mal beschossen…»

Auch am Abend des Ostersonntages ging das Massaker an den Donbass-Bewohner weiter. Zwischen 17 und 22 Uhr standen Donezker Flughafen und die Umgebung, die Siedlung Schirokaja Balka und die Stadt Gorlowka unter Beschuss seitens der Kiewer Regierungstruppen und der Nazi-Bataillonen. Tagsüber mussten insbesondere die Menschen in Gorlowka und Zajzewo stundenlang um ihr Leben bangen.

Siedlung Zajzewo: Noch vor wenigen Tagen standen hier Häuser — heute sind es nur noch Ruinen

[youtube url=»https://youtu.be/JcGzfaxwsiE»]

Das Bittere dabei: Im Vergleich zu der Ukraine hält sich der Widerstand des Donbass bis heute rund um die Uhr an den vereinbarten Waffenstillstand und antwortet auf permanente militärische Provokationen des Gegners mittels schweren Waffen und Artillerie ausschließlich mit Hand- und anderen kleinkalibrigen Schusswaffen, was die Widerstandskämpfer der beiden Volksrepubliken langsam zur Verzweiflung bringt:

Awdeewka, 30. April 2016: DVR-Kämpfer mit Handschusswaffe gegen Ukra-Granatwerfer

[youtube url=»https://youtu.be/RUzvTizlyIs»]

Weg von der Front — rein in die Seele

Folgendes Video haben wir vor wenigen Tagen vom Partner unserer aktuellen Spendenmission «DONBASS WIRD LEBEN»Aleksej Smirnow vom humanitären Bataillon «Angel», erhalten. Sein Kumpel — ein Widerstandskämpfer mit dem Rufnamen «Wjeter» (dt.: der Wind) — singt zu emotionalen Klängen seiner Gitarre einen eigens komponierten Song, der auch ohne Russisch-Kenntnisse dem Hörer zu verstehen gibt: Hier geht es um einen Schmerz, um einen tiefen Schmerz… Und ja: Dieser Schmerz ist groß. Denn am 1. Mai 2016 wurde ein guter Freund von ihm im Zuge massiver Kampfhandlungen in der Siedlung Promka ermordet. Deshalb widmet er diesen Song «Die zerstörte Ewigkeit» seinem gefallenen Freund. «Wjeter» selbst erlitt im Laufe der letzten Zeit bereits 2 Mal schwere Verletzungen.

«Die zerstörte Ewigkeit» von «Wjeter»:

[youtube url=»https://youtu.be/vqm3z4Wr6bQ»]

Zu Ostern nur das «Beste» für Donbass — von Jarosch persönlich

Kurz vor dem russisch-orthodoxen Osterfest schickte Dmitrij Jarosch — der ukrainische Führer der rechtsextremen Organisation «Rechter Sektor», die in der Russischen Föderation seit 2014 verboten ist — in seinem Facebook-Post vom 30. April 2016 ein paar persönliche Ostergrüße nach Donbass (handbemalte Handgranaten, die an Ostereier erinnern) und seine Kriegsgebete an den lieben Gott:

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«Gott beschütze unsere ukrainischen Helden und schicke sie alle an die Front. Ob Freiwillige, Mobilisierte, Kriegsveteranen oder diejenigen, die noch nie gekämpft haben. Der Gott soll unsere Armee — die größte Hoffnung unseres Landes — zum Sieg führen…»

…Soll er (der Gott) unsere Regierung davon überzeugen, unsere nationalen Interessen und das dafür vergossene Blut nicht zu verraten, indem sie die sogenannte «Minkser Vereinbarungen» erfüllt.»

Ob Jarosch’s Gebete wenigstens einen Kommentar von uns bedürfen? Wohl kaum.

 

Strafkommando auf Menschenjagd: Kiew startet Säuberungsaktionen wegen Sankt-Georgs-Band

Zudem gingen die «Helden der Ukraine» und die «Befreier des Donbass» am Ostersonntag auf die Menschenjagd — im wahrsten Sinne dieses Wortes. In den Gebieten, die aktuell unter Kontrolle des Kiewer Regimes stehen, u.a. Mariupol, wurden mehrere Zivilisten, hauptsächlich Männer, im Alter zwischen 20 und 45 Jahren auf der Straße einfach gekidnappt. Kurze Zeit später haben die Repräsentanten der DVR diese Vorgehensweise der Ukraine — erneut gegen ihr eigenes Volk — wie folgt erklärt:

Entsprechend den Informationen des Geheimdienstes der Volksrepublik Donezk hat der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) angeordnet, alle Menschen, die in den kommenden Mai-Feiertagen ein Sankt-Georgs-Band bei oder an sich tragen, festzunehmen.

Warum dieses Sankt-Georgs-Band in Orange/Schwarz auf die ukrainischen Nationalisten schlimmer als ein rotes Tuch auf den Stier wirkt, haben uns die letzten 2 Jahre in der Ukraine mehr als gezeigt: DAS Symbol des Gedenkens und der Erinnerung an den 2. Weltkrieg, seine Opfer und die Veteranen wird in der post-maidanen Zeit mit allen Mitteln bekämpft: Vom Verbrennen des Bandes bis zum Töten seiner Träger.

Zaharchenko (DVR): «Das, was bei uns gerade geschieht, kann man keineswegs als Frieden bezeichnen»

Und dass dieser Wahnsinn demnächst ein Ende findet, ist leider nicht zu erwarten. U.a. weil Kiew immer mehr Militärtechnik und -Einheiten an die Front schickt. Wie die Aufklärung der DVR am 1. Mai meldete, wurden im Westen von Donezk, um die Stadt Nowogrodowka herum, 10 neue Haubitzen und 14 LKW’s mit Waffen fixiert. Einen Tag zuvor teilte Denis Sinenkow vom Verteidigungsministerium der DVR mit, dass entlang der ganzen Frontlinie ca. 40.000 (!) ukrainische Kämpfer positioniert sind. Am 2. Mai kamen mindestens 62 weitere militärische Ausrüstungseinheiten an die Front, inklusive Mehrfachraketenwerfer, Selbstfahrlafetten, Panzer und Haubitzen. In Richtung Mariupol warten heute auf das «Go Genozid!» von oben über 600 neue Kämpfer (darunter auch ausländische Söldner) sowie dutzende Minenwerfer, Panzer, Mehrfachraketenwerfer «Grad», «Uragan» und andere schwere Waffen, die dem Minsker Abkommen widersprechen.

Diese prekäre Lage in Donbass bestätigt auch Aleksandr Zaharchenko, der Ministerpräsident der Volksrepublik Donezk, in seinem Interview vom 23. April 2016:

[youtube url=»https://youtu.be/m911Eq-BQOs»]

«Die Lage bleibt höchst angespannt. Der Feind zieht weiterhin eine hohe Anzahl an seiner Militärtechnik zusammen. Dabei werden 2 Fäuste zum Schlagen gebildet: Die erste Faust richtet sich gegen die Umgebung von Gorlowka und Jasinowataja, die zweite gegen den Süden — Dukutschaewsk und Granitnoe… Das, was bei uns gerade geschieht, kann man keineswegs als Frieden bezeichnen. Der Feind bereitet sich auf jeden Fall auf eine Offensive vor. Wann sie beginnt, hängt von vielen Faktoren ab. Darunter auch von politischen Gegebenheiten, über die in Minsk im Normandie-Format entschieden wird…»

 

Geheime Dokumente im Netz: Kiew verordnet Evakuierung von Kindern 

Ein weiteres Vorzeichen der kommenden Ukra-Offensive stellt die Tatsache dar, dass Kiew schon länger eine Evakuierung von Kindern aus den aktuell von der Ukraine okkupierten Donbass-Territorien plant — im Zuge einer «möglichen Entfachung militärischer Kampfhandlungen im Mai» dieses Jahres. Diese Informationen stammen aus geheimen Dokumenten, die vor wenigen Tagen ihren Weg ins Netz fanden. Mit hoher Wahrscheinlich dank einigen Mitarbeitern in den ukrainischen Ämtern, die sich im Untergrund auf ihre eigene Weise für den Donbass einsetzen.

In diesen o.g. Dokumenten ist u.a. die Rede von administrativen Vorbereitungen auf die Evakuierung von Kindern aus der Umgebung von Mariupol, die für Mitte April angesetzt war. Das solche Maßnahmen nicht im Sinne des s.g. «Waffenstillstandes» ergriffen werden, ist an dieser Stelle womöglich jedem klar. Und der Terrorakt in Elenowka am 27. April ist ein gutes Beispiel dafür.

1135 1136 11382.Mai 2016: Donbass gedenkt der Opfer des Odessa Massakers

Und dennoch finden die tapferen Menschen in Donbass immer wieder die Kraft, am Leid ihrer Mitmenschen teilzuhaben. So auch am 2. Mai, anlässlich des 2. Jahrestages der schrecklichen Ereignisse in Odessa…

Volksrepublik Donezk:

[youtube url=»https://youtu.be/9_mF96X9l8A»]

 

Volksrepublik Lugansk:

[youtube url=»https://youtu.be/oqU8kNfmGfg»]

 

Weitere Infos folgen.

DONBASS WIRD LEBEN.

Mit all unserer gemeinsamen Kraft.

Bitte helft uns, Donbass am Leben zu erhalten   

Unterstützt unsere aktuelle Mission «DONBASS WIRD LEBEN» zur Sicherung des Überlebens der Donbass-Bewohner, die sich bereits seit 2 Jahren mitten in der Beschusszone befinden. Mehr Infos dazu, inkl. Erlebnisberichte zu den abgeschlossenen Hilfeleistungen, aktuellem Spendenstand, euren Spendenmöglichkeiten sowie einem Gesamtüberblick zu unserer Donbass-Mission 2014-2016 hier: http://remembers.achtungpartisanen.ru/spendenaktionen/

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