UKRAINE: GEFANGEN IM KESSEL DES UNTERGANG

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Auch wenn der Beschuss der zivilen Wohngebiete durch die ukrainische Armee und ihre Nazi-Bataillone immer noch teilweise bestehen bleibt, hielt die letzten Tage der in Minsk erneut vereinbarter Waffenstillstand im Großen und Ganzen das, was er verspricht. Außer in der Stadt Debalzewo — in dem strategisch wichtigen und seit längerem hart umkämpften Verkehrsknotenpunkt in der Kriegsregion Donbass.

 

Nun haben die Ukra-Truppen heute in der Stadt Debalzewo eine endgültige Niederlage erleben müssen: Ihre Einheiten haben einen Befehl zum Rückzug erhalten haben. Und zwar vom Chef persönlich. Laut einer Video-Botschaft von Poroschenko sollen sich die Kiewer Regierungstruppen bereits zu 80% aus dem Debalzewo Kessel zurückgezogen haben.

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Mit dem Ergebnis: Diese Niederlage bedeutet nicht nur eine Kapitulation für die ukrainische Armee, sondern auch das endgültige Ende der Reputation für Poroschenko in seinen RADA-Kreisen.

«Nach der Niederlage dürfte Poroschenkos Position deutlich geschwächt sein – was allerdings die Möglichkeit einer Kurzschlusshandlung nicht ausschließt. Die Regierung in Kiew hatte die Situation in den vergangenen Wochen immer wieder mit Durchhalte-Parolen angeheizt – obwohl die Armee im Grunde kampfuntauglich ist, wie Militär-Experten analysieren«, so «Deutsche Wirtschafts Nachrichten» heute.

 

Poroschenkos Katz-Maus-Spiel im Debalzewo Kessel

Bereits seit Tagen ergeben sich die ukrainischen Soldaten freiwillig und beinahe reihenweise dem Widerstand.

Laut dem stellvertretenden Verteidigungsminister Eduard Basurin sollen es heute bis zu 1.000 Soldaten gewesen sein, die ihre Waffen niederlegten und den Debalzewo Kessel verließen. http://rusvesna.su/news/1424260362

 

Die in den sinnlosen Brüderkrieg, in Form von Kanonenfutter geschickten Söhne der Ukraine, fühlen sich erneut verraten und einfach am Boden zerstört. Laut ihrem Leutnant seien sie von ihrer Regierung und den Kommandeuren einfach im Stich gelassen worden. Und zwar nicht nur ohne Nahrung, Waffen und die nötige warme Winterausrüstung, sondern auch ohne wichtige Informationen zur aktuellen Lage der ukrainischen Armee in Debalzewo sowie im Kriegsgebiet im Allgemeinen. Dass es in der Stadt einen Kessel und in Donbass einen Waffenstillstand seit dem 15. Februar 2015 gibt — davon sollen sie bis zu ihrer Kapitulation nichts gewusst haben:

«Sie sagten uns, es gibt keine Umzingelung… Und jetzt gehe ich heim, wo ich über alles nachdenken kann», meint ein ukrainischer Leutnant.

 

Den Aussagen einiger Widerstandskämpfer zufolge soll es sogar Fälle gegeben haben, in denen die Soldaten, die sich freiwillig ergeben haben, von ihren eigenen Leuten dafür hingerichtet wurden:

«Sie schossen auf sie einfach hinter ihrem Rücken. Die lassen sie nicht mal in die Gefangenschaft gehen», teilt ein Widerstandskämpfer NewsFront mit:

Das wundert uns leider nicht. Denn seit Neustem wurde in Kiewer RADA ein neues Gesetz erlassen, welches den Kommandeuren bei Befehlsverweigerung ihrer Soldaten das Recht auf Hinrichtung gibt. Ganz offiziell.

Der Ministerpräsident von Donezker Volksrepublik Zacharchenko hat versucht, mit seinen eigenen Worten das zu erklären, was Kiew seinen eigenen Truppen von vornherein verschwiegen hatte und was somit womöglich einer der Gründe für ihre Kapitulation war:

«Ich sag dir mal die Wahrheit. Als Minsk sagte: «Jungs. Ihr habt in Debalzewo einen Kessel» hat mir ein Gesandter von Petr Poroschenko gesagt, dass es keinen Kessen in Debalzewo gibt. Wenn sich dort jemand befindet, dann kämpfen die ganz normal, dann verteidigen sie sich ganz normal. Ich sagte, wenn sie sich ergeben, dann werden sie leben. Euer Präsident hat euch verraten. Für ihn seid ihr nichts. Ob ihr nun 5.000 oder 50.000 seid. Ihr seid für Poroschenko ein Stück Fleisch!»

Ein weiterer Kopf des antifaschistischen Widerstandes von Donezk widmete sich in der ähnlichen Art und Weise den sich ergebenen ukrainischen Soldaten:

«Eure Vorgesetzten haben euch fallen lassen, als sie euch hierher geschickt haben, um die Zivilisten zu töten. Nicht uns, die Widerstandskämpfer. Merkt euch das! Sondern die friedlichen Einwohner. Jeder von euch bekommt die Möglichkeit, nach Hause zurückzukehren. Wir werden euch mit Stolz und Würde behandeln. Wir werden euch etwas zu essen geben, euch waschen, wahrscheinlich auch umziehen. Aber merkt euch: Das ist nur der Anfang unseres langen Weges. Aber auch alle eure Wünsche werden wir beachten. Und dass euch hier jemand schlagen wird, wird auch nicht passieren», so der Widerstand gestern zu den ukrainischen Gefangenen.

  

Artjemowsk: Überfülltes Leichenhaus mit ukrainischen Soldaten

Das Leichenhaus im Artjemowsk ist überfüllt mit Leichen getöteter ukrainischer Soldaten aus dem Kessel von Debalzewo. Bis dato kann man keine genauere Zahl der Getöteten nennen. Die faschistischen Ukra-Bataillone, die weniger von der Meinung der ukrainischen Regierungsmächte abhängig sind, sagen jedoch, dass es sich um «sehr viele Opfer» handelt.

Mindestens 100 frische Gräber stehen schon im Leichenhaus von Artjemowsk bereit. Dabei muss man aber bedenken, dass ein großer Teil der ukrainischen Soldaten auf dem Weg aus dem Kessel gefallen und von ihren eigenen Leuten einfach fallen gelassen wurde sowie auf den verminten Gebieten rund um Debalzewo liegen geblieben ist.

Auch interessant: Die renommierte Journalistin und Volonteurin der s.g. «Anti-Terror-Opration» Anastasia Bereza betont, dass der Präsident der Ukraine den Chef des Leichenhauses von Artjemowsk sogar zu sich eingeladen hatte, da er bis heute einfach nicht glauben kann, dass der Debalzewo Kessel solch ein massiver Todesstoß für hunderte, wenn nicht tausende ukrainische Soldaten war.

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Debalzewo Kessel: Verstoß gegen das Minsker Abkommen?

Der Außenminister der Russischen Föderation Sergej Lawrow teilte heute mit, dass die aktuelle Situation in Debalzewo für die Vereinigten Staaten ein Grund für Waffenlieferung in die Ukraine sei. http://russian.rt.com/article/75023

Das französische Mitglied des Europäischen Parlaments Stéphane Le Foll sieht jedoch den Kessel nicht als einen Verstoß gegen die Minsker Vereinbarungen an. Für ihn sei die Nichteinhaltung der Waffenruhe in Debalzewo nur lokaler Natur. http://russian.rt.com/article/75037

Rechter Sektor braucht keine Niederlage. Sondern Rache.

Scheinbar haben auch die rechtsextremen Bataillone von Jarosch den Kampf um Debalzewo vorerst (!) aufgegeben. Obwohl sie sich zuvor sehr bemüht haben, den Widerstand im Kessel zu schlagen. U.a. mit der Begründung, dass das Minsker Abkommen für sie nur ein ungültiges, der ukrainischen Verfassung widersprüchliches Papier ist.

Die Entscheidung von Poroschenko und die Niederlage der ukrainischen Armee jedoch einfach so hinnehmen, wollen sie natürlich nicht. Sie wollen Rache. Und drohen mit Konsequenzen. http://www.rtdeutsch.com/12292/headline/poroschenko-ukrainische-truppen-ziehen-sich-aus-debalzewo-zurueck/

 

Debalzewo Kessel? Alles nur Quatsch und Kreml-Propaganda

Und während die ukrainische Armee seit Tagen die Umzingelung im Debalzewo hautnah erleben durfte und sich heute stündlich freiwillig dem Widerstand ergibt, will Poroschenko immer noch nicht aufgeben. Mit all den Es-gibt-keinen-Kessel-es-gibt-keinen-Kessel-Lügen, die seiner Armee täglich hunderte von Soldaten gekostet haben:

«Der planmäßige Truppenabzug aus Debalzewo habe am Mittwochmorgen begonnen, Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Mehrheit der Militärangehörigen abgezogen worden. Die Soldaten verlassen (Debalzewo) mit all ihren Waffen und zeigen damit der Welt und Russland, dass es in Debalzewo keinen Kessel gibt“, teilte heute Poroschenko nach Angaben des ukrainischen TV-Senders „112 Ukraina“ mit. http://de.sputniknews.com/politik/20150218/301172636.html#ixzz3S6X5a2st

 

Und was sagt eigentlich der «böse» Putin dazu?

Unglaublich. Er macht der Ukraine sogar Mut:

«Selbstverständlich ist das Verlieren schlecht und für die Verlierer bitter. Vor allem wenn Du gegen gestrige Bergarbeiter und Traktorfahrer verlierst. Aber Leben ist Leben und dieses wird gewiss weiter gehen.»

 

P.S.:

Ach! Und noch was, Petja. Kleiner Tipp von uns: Pack deine Koffer, falls du es noch schaffst, und renne, soweit du kannst. Denn DU hast verloren. Und der nächste Ukra-König steht bereits direkt vor deiner Tür.

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.

 

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