EDUARD BASURIN (DVR): NAZI-BATAILLONE WOLLEN KEINEN FRIEDEN

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Nach mehr als 2 Monaten fanden am 6. November 2015 erneut «Friedensgespräche» zum s.g. «Ukraine-Konflikt» im Normandie-Format statt. Zwischen den Polit-Repräsentanten aus Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine. Deutschlands Außenminister Steinmeier zufolge wird in Donbass nicht nur der am 1. September vereinbarte Waffenstillstand weitgehend eingehalten. Auch der beidseitige Abzug von Waffen mit einem Kaliber unter 100 mm soll aus seiner Sicht erfolgreich abgeschlossen worden sein. Somit waren «die Vereinbarungen und Ergebnisse des Treffens besser als erwartet».

Doch was dem Herrn Steinmeier Mut und Hoffnung macht, vernichtet weiter den Donbass. Denn ein minimaler Kameraschwenk in den Osten der Ukraine genügt, um unseren deutschen Außenminister und alle anderen EUSA gesteuerten «Hoffnungsträger» und «Friedenstauben» vom kompletten Gegenteil zu überzeugen.

Donbass aktuell: «Waffenstillstand» auf Ukrainisch entlang der ganzen Frontlinie

Allein in der vergangenen Woche haben die Kiewer Truppen laut dem Verteidigungsministerium der DVR im gesamten Kriegsgebiet Donbass die Waffenruhe bis zu 100 Mal verletzt. Dabei kamen sowohl Mehrfachraketenwerfer «Grad» als auch Mörser zum Einsatz. Bis heute finden entlang der ganzen Frontlinie massive Kämpfe statt: Von Staromihajlowka über Donezker Flughafen bis Gorlowka.

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Anstatt die Militärtechnik von der Frontlinie abzuziehen, wird sie seitens der ukrainischen Truppen weiterhin mitten in den zivilen Wohngebieten platziert und entsprechend maskiert, so der Widerstand. Zum Beispiel in der Kleistadt Marjanka, die sich im Moment unter der Kontrolle von Kiew befindet.

Zudem soll es laut den aktuellen Meldungen von Eduard Basurin 2 neue ukrainische Kampfhubschrauber in Donbass geben, die in der Wohnsiedlung Konstantinowka gesichtet wurde. Aber auch neue Panzer in Zhowanka sowie schwere Artillerie in Nowoselowka. Und das Schlimmste: Auch diese Orte werden bis heute noch von mehreren hunderten friedlichen Zivilisten bewohnt.

120 Stunden des Bangens in Donbass: Die Chronologie der letzten Tage

Am 7. November wurde erneut das Zentrum von Donezk beschossen. Wie die Widerstandskämpfer mitteilten, war es hauptsächlich die Arbeit der faschistischen Freiwilligen-Bataillone, die immer stärker außer Kontrolle von Kiew geraten. In Zuge eines Grad-Beschusses wurden an diesen Tag mindestens 2 Mehrfamilien-Häuser zerstört. Eines davon im Kujbyschewskij Gebiet.

Das Geschoss durchbrach sekundenschnell die massiven Wände von 2 Etagen nacheinander, u.a. auch ein Kinderzimmer, und blieb anschließend in einer der tragenden Wände feststecken, ohne zu explodieren. Glücklicherweise wurde dabei keiner der Bewohner verletzt. Doch die Zerstörungen vor Ort waren wieder erschreckend:

Für Eduard Basurin zeugt dieser lebensgefährliche «Vorfall» erneut vom Zynismus der Peiniger, von einem bis dato nicht stattgefundenen Rückzug der schweren Artillerie seitens der Ukraine und somit von Nichteinhaltung der Minsker Vereinbarungen. Zudem betont er, dass diese Attacke auf das Zentrum der Hauptstadt der DVR genau 1 (!) Tag nach dem o.g. Treffen der Ukraine im Normandie-Format geschah. Deshalb glaubt Basurin, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit die ukra-faschistische Bataillone sind, die sich bereits seit einiger Zeit massenhaft entlang der Frontlinie positionieren, den Widerstand auf die massivste Art und Weise provozieren und somit den s.g. «Friedensprozess» in Donbass gänzlich zunichte machen wollen:

«Bei den ukrainischen Militärs gibt es wahrscheinlich einige Personen in höheren Positionen, die an der Weiterentwicklung des Konflikts interessiert sind und deshalb ihre schwere Artillerie an die Anhänger der faschistischen Freiwilligen-Bataillone weitergeben, die dann auch gerne zum Einsatz kommt.»

Am 8. November nahmen die Ukra-Truppen die Stadt Gorlowka erneut in die Genozid-Zange. Von der Siedlung Ozerjanowka aus, wo laut den Repräsentanten der Volksrepublik Donezk bereits seit Längerem ein hohes Aufkommen der ukrainischen Armee und der Freiwilligen-Bataillone konstatiert wurde.
Die Bewohner meldeten an diesem Tag in den sozialen Netzwerken:

«Wir werden schon seit 3-4 Stunden beschossen… in regelmäßigen Zeitabständen… Mitten am Tag!»

«Waffenruhe» in Stahanow:

«Gute Nacht» in Donezk:

Am 10. November haben die ukrainischen Streitkräfte über 9 Stunden lang den Flughafen von Donezk und die Umgebung beschossen. Und zwar das Gelände «Volvo-Zentrum» und die umliegenden Ortschaften wie Kiewskij Gebiet. Von 21 Uhr bis 6 Uhr am frühen Morgen. Aus Mörserfeuerwaffen mit einem 12O-mm-Kaliber. Und somit aus Waffen, welche die ukrainischen Streitkräfte (entsprechend den Minsker Vereinbarungen) bereits im September von der Frontlinie hätten abziehen müssen.

Neben Gorlowka und dem Donezker Flughafen wurden in den letzten Tagen auch Spartak, Peski, Zhanowka und Krasnyj Partizan wieder zur Zielscheibe der Kiewer Truppen. Nur innerhalb von 3 Stunden kam es am 11. November in Peski und im Flughafen-Gebiet zu mehr als 20 Geschossexplosionen. Und bis heute hat sich an der Intensität der militärischen Provokationen des Widerstandes seitens der Ukraine nichts geändert.

Aleksej Smirnov — der Kopf des humanitären Bataillons «Angel» und unser Partner in Donbass — schrieb uns am Dienstag in Rahmen unserer aktuellen Mission «DONBASS WIRD LEBEN»:

«Heute war ein sehr schlechter Tag, um zu sterben. Deshalb sind wir alle noch am Leben. Auch, wenn das Adrenalin in unserem Blut immer noch enorm hoch ist. Wir waren unterwegs in die Siedlung Staromarjewka. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass dort sehr viele ukrainische Militärs sind. Ihre Agenten sitzen im Leninskij Park und um den Ort herum sind die Scharfschützen positioniert. Wenn man bedenkt, dass dort heute ein massiver, für die ukrainischen Streitkräfte jedoch kein erfolgreicher Kampf stattfand, waren sie sehr böse auf uns. Die Folgen: Wir konnten heute keine Zivilisten mit Lebensmitteln versorgen.»

Aber auch die Nacht vom 11. auf den 12. November hat leider keinen Frieden ins Leben der Donbass Bewohner gebracht. Im Zuge des nächtlichen Artilleriebeschusses seitens der Kiewer Truppen wurden in vielen zivilen Ortschaften in der Volksrepublik Donezk die Elektrizitätsleitungen zerstört. Sodass mehrere hunderte Menschen im Kujbyschewskij, Telmanowskij und Tawritscheskij Gebieten sowie in Staromarjewka und Staromihajlowka nun ohne Strom ausharren müssen. Und das auf eine unabsehbare Zeit. Denn die Reparaturarbeiten in diesen Gebieten werden aufgrund von den in der Nähe stationierten Ukra-Truppen des Nazi-Bataillons «Ajdar» nicht sofort möglich sein.

Staromichajlowka: Die Folgen des nächtlichen Artillerie-Beschusses

Widerstandskämpfer (DVR): «Hier gibt es überhaupt keine Waffenruhe»

Ein Widerstandskämpfer mit dem Rufnamen «Sinagoga» aus der Siedlung Zhabunki, der vor einem Jahr die Waffe in die Hand nahm, um seine Heimat und seine Familie vor Poroschenkos Mordkommando zu verteidigen, kann die aktuellen Augenzeugen- und Militärexperten-Berichte nur bestätigen:

«Hier gibt es überhaupt keine Waffenruhe… Vor 4 Tagen wurden hier 4 Häuser getroffen. Sie alle wurden niedergebrannt. Sie (die Kiewer Truppen) würden hier am liebsten alles niederbrennen, ohne Mitleid! Es gibt Menschen, die hierher kommen wollen, um nachzuschauen, ob ihre Häuser noch stehen. Aber wo sollen sie denn hingehen, wenn bei ihnen alles genau so zerstört ist, wie hier. Die ganze Siedlung ist schon fast weg…»

Milizsoldat aus Lugansk: «Man kann uns nicht besiegen, weil wir zu Hause sind»

Warum sich jedoch die Donbass Bewohner so sicher ist, dass der Sieg auf ihrer Seite sein wird? Dieser Soldat der Lugansker Volksarmee kennt die Antwort, die er im folgenden Interview im Namen seines ganzen Volkes an die Welt weitergeben will:

«Ich bin hier, seitdem diese Menschen zu uns nach Haus gekommen sind. Ich bin in Lugansk geboren. Dort bin ich aufgewachsen und habe dort gelebt. Ich finde es unmöglich, was hier damals passierte und heute noch passiert. Wir wollen einfach in Frieden leben. Wir wollen, dass die Minsker Vereinbarungen eingehalten werden. Also das, was man damals besprochen und unterschrieben hatte und was sie (die Ukrainer) heute missachten.

Vor dem Krieg habe ich in der Buchhaltung gearbeitet… Wenn jedoch deine Stadt beschossen wird, mit «Grad»: Welchen Gefallen soll man daran finden?! Man muss sich einfach verteidigen! Und das tun wir auch. Ich weiß nicht, was man dazu noch sagen soll. Aber WIR WOLLEN FRIEDEN und ein GANZ NORMALES LEBEN führen. Dass unsere Wirtschaft wieder in Takt ist u.s.w.

Wenn ihr unseren und euren Menschen etwas Gutes tun wollt, dann macht es richtig! Dort, wo Krieg herrscht, gibt es nur Zerstörungen. Dort wird es weder Geld noch Frieden geben. Wir wollen einfach ganz normal leben. Dass Kinder geboren werden. Wir wollen einfach wie Menschen leben anstatt ständig daran zu denken, dass morgen wieder jemand getötet wird.

Und wenn jemand sagt, dass hier die Russen sind: Kommt her und schaut es euch an! Hier sind solche Menschen, wie wir. Aus Lugansk… Aber glaubt nicht, dass wir nur zuschauen werden, wenn ihr zu uns kommt. Man kann uns nicht besiegen! Denn wir sind zu Hause und werden unsere Heimat niemals aufgeben!»

Laut den Minsker Vereinbarungen vom September 2015 soll heute, am 12. November, der beidseitige Abzug von Panzern und Waffen mit einem Kaliber von weniger als 100 mm abgeschlossen werden. Da die OSZE diesen Prozess kontrollieren wird, sind wir schon jetzt gespannt, zu welchen Erkenntnissen unsere «objektiven internationalen Beobachter» des Genozides in Donbass diesmal kommen werden. Denn entsprechend den Augenzeugen- und Militärexperten vor Ort kommt seitens der Ukraine bis dato schwere Artillerie mit einem Kaliber von 120 mm zum Einsatz. Und zwar nicht nur gegen den Widerstand, sondern auch gegen die Zivilisten. Doch die Welt verschließt vor all diesen Verstößen weiterhin die Augen und genießt lieber im Abseits des Geschehens den s.g. «Frieden» in Donbass.

Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.

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Euer Donbass-Beitrag:

Ihr wollt uns auch helfen, gemeinsam mit dem humanitären Bataillon „Angel“ das Überleben von Kindern, ihren Familien sowie von kranken und alten Menschen, die seit 1,5 Jahren mitten in der Beschusszone leben, zu sichern? Herzlichen Dank schon im Voraus dafür. Einfach per Überweisung oder PayPal euren persönlichen Beitrag für die Donbass-Bewohner an unseren deutschen Partner-Verein „Friedensbrücke“ senden und sich schon heute auf unsere neuen Erfolgsberichte aus dem Kriegsalltag der Zivilisten freuen.

Wir sagen “DANKE & SPASIBO”.
 Für euren Spenden-Einsatz. In unserem Kampf ums Überleben der Zivilbevölkerung im Kriegsgebiet Donbass. Auch im Namen von Aleksej Smirnov – dem Kopf des humanitären Bataillons „Angel“ und unserem treuen Partner vor Ort.

Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V.

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Betreff: Remembers & Angel

Unsere Herbst/Winter-Mission «DONBASS WIRD LEBEN»:

> Der Hintergrund: http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben/

> Erfolgreich abgeschlossene Hilfeleistung für:

Kiewskij Gebiet (50 Zivilisten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-2/

Aleksandrowka (150 Zivilsten): http://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-3
Unsere Mission geht weiter. Fortsetzung folgt. Donbass wird leben.