«WARUM TÖTET MAN UNS???? HELFT UNS BITTE, IRGENDJEMAND, BITTE!!!»

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Laut den Augenzeugenberichten der letzten Tage sowie den aktuellen Meldungen der Volksrepublik zufolge wird Donezk heute von seinen Peinigern in die Genozid-Zange genommen. Und zwar von allen Seiten, mit allen militärischen und antihumanitären Mitteln.

Immer mehr Wohnsiedlungen und Vorstädte werden zur Zielscheibe der Kiewer Truppen. Immer mehr Häuser und öffentliche Gebäude — wie Kindergärten, Schulen oder Industriewerke — werden gezielt durch Direktbeschüsse zerstört. Und immer mehr Zivilisten, v.a. Kinder und Frauen, müssen an Folgen der ununterbrochenen Artilleriebeschüsse der Ukra-Armee und ihrer faschistischen Gruppierungen ihr Leben verlieren. Wenn man noch vor 1-2 Wochen über eine Zerstörung von 1-2 Gebäude pro Tag und 1-2 Zivilisten pro Woche sprach, sind die Zahlen des Grauens heute um das 10fache gestiegen. Die Häuser in Flammen. Die Menschen ohne ein Dach über dem Kopf und ohne jegliche Überlebensmöglichkeiten.

Kujbyschewskij, Kiewskij, Oktjabrskij und Kirowksij Gebiete. Donezker Flughafen und Umgebung. Die Vororte Gorlowka und die Wohnsiedlungen Schirokino, Spartak, Lozowoe, Kalinowka, Golmowskij und Zajcewo: Sie alle stehen seit Wochen unter einem kontinuierlichen Beschuss.

Bis zu 80 Geschosse aus den Mehrfachraketenwerfern «Grad» sollen an einem Tag allein in Schirokino und Krasnyj Oktyabr angekommen sein.

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Aktuelle Genozid-Erfolge des Kiewer Regimes in Donezk: Mindestens 4 Tote und Dutzende Verletzte, darunter viele Kinder. Allein in den letzten 24 Stunden.

Während diese Frau aus Donezk am 11. Juni 2015 einem Journalisten ein Interview gibt, kommt es in diesem Moment erneut zu einem Beschuss. Beide eilen instinktiv in Richtung Hauseingang. Die Frau, voller Angst und Tränen, bittet verzweifelt um Hilfe. Irgendwie… Von irgendjemanden:

«Leute! Bitte! Helft uns doch! Ihr seht doch, bei uns finden täglich die Beschüsse. Was soll das denn? Die Zivilsten sterben, die Wohnung bleiben leer… Unser Kind wäre beinahe ums Leben gekommen… Bitte! Helft uns! Ich flehe euch an! Bitte helft uns! Wir haben alle einfach keine Kraft mehr. Es ist so beängstigen zu leben. Warum tötet man uns???? Man kann es nicht nachvollziehen, warum… Helft uns bitte, irgendjemand, bitte! Oh Gott! Poroschenko! Hier leben friedliche Menschen, Kinder!!»

Ein 40jähriger Zivilist aus Donezk hatte am gleichen Tag weniger Glück gehabt. In Folge eines Artilleriebeschusses seitens der Kiewer Truppen in Oktjabrskij Gebiet wurde der Mann aus den Mehrzweckgeschützen Haubitzen (mit einem 120mm-Kaliber!) direkt vor seiner Haustür getötet. (ab 2:00)

Die Bewohner dieses zivilen Gebiets stehen bereits seit rund 1 Jahr unter einem ununterbrochenen Beschuss. Hier fehlt es an allem: An Lebensmittel, Medikamenten, Elektrizität, Frieden… Und dennoch leben hier noch Menschen: Familien, Kinder, Rentner und alldiejenigen, die einfach keine andere Wahl zum Leben haben. Jeden Tag rechnen sie mit dem Tod. Jeden Tag zählen sie die Stunden bis zum Sieg des Widerstandes über die ukrainischen Faschisten.
Zudem wurden in Kiewskij und Kujbyshewskij Gebiet von Donezk am 11. Juni 2 weitere Zivilisten getötet und 2 schwer verletzt.

Und in der Nacht vom 10. auf den 11. Juni mussten auch 3 Frauen aus Gorlowka ihr Leben verlieren. Ein 7jähriger Junge, dessen Mutter direkt vor seinen Augen am Tag seines Geburtstages getötet wurde, ein 16jähriges Mädchen sowie 2 weitere Kinder wurden mit schweren Verletzungen hospitalisiert.
Alle 3 getöteten Frauen waren während des Artilleriebeschusses ihres Wohngebietes auf dem schnellsten Weg in den Keller — auf der Suche nach einer Überlebenschance. Doch im Treppenhaus liefen sie dem Tod entgegen — einem Geschoss der ukrainischen Truppen, welches gezielt ihr Haus zerstörte und im Inneren des Gebäudes explodierte.

Nachbarin (ab 0:40 min):

«Tante Sweta starb auf der Stelle, im Korridor. Weil man ja sagt, wenn der Beschuss losgeht, muss man sich in den Korridor begeben… Aus der 4. Etage starb Vitotschka. Als der Krankenwagen kam, lebte sie aber noch. Die Ärzte konnten leider nichts mehr tun. Sie hinterließ einen Sohn… Hier leben ganz normale Menschen. Der ganze Innenhof ist voller Kinder. Und so etwas passiert hier. Und es passiert die ganze Zeit. Die ganze Zeit…»

Wenn man sich im folgenden Video den Ausmaß der aktuellen Zerstörungen in Gorlowka ansieht, müsste es jedem klar sein, dass man SO keinen Frieden im Osten der ehemaligen Ukraine erreichen will, wie es uns Mister Poroschenko ständig weißmachen will. Sondern ausschließlich den Tod von weiteren Hunderttausenden Menschen in Donbass.

https://www.youtube.com/watch?v=7QzczaIkRKg

Insbesondere die älteren Menschen, denen es Tag für Tag gelingt zu überleben, verlieren ihre letzten Kräfte:
Rentnerin (ab 1:47 min):

«In diesem Moment war es wieder so beängstigend, dass wir einfach nichts mehr sehen wollten. Wir haben uns nur verkrochen und zusammengebückt… Im Korridor… Und als das Dach getroffen wurde, hat sich das ganze Haus hinter und her bewegt.»

Mann (ab 2:04 min)

«Es muss etwas Großes gewesen sein. Hier stand alles in Flammen…»

Und das ist der Sohn einer der o.g. Frauen, die am Donnerstag in ihrem Hauseingang getötet wurden. Und ein Foto seiner geliebten Mama Swetlana, die mit 68 Jahren ihn für immer verlassen musste.

(Fotos: Graham Phillips)

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Die Bewohner von Donezk schreiben aktuell in den sozialen Netzwerken:

Natascha Kostenko, Donezk:

«Donbass steht in Flammen. Mein Donbass. Mein ganzes Leben. Jeden Tag brennen hier Häuser und sterben Menschen. Kinder. Kinder werden zu Behinderten, ohne Händchen und Ärmchen, mit blinden Augen. Die Eltern werden zu Invaliden. Und wisst ihr eigentlich, was die Alten denken, während sie auf ihrer Couch sitzen und zuschauen, wie der Rest ihres Hauses niederbrennt? Was denkt eine Mutter, wenn sie ihr Kind zu Grabe trägt? Lieber nicht. Auch besser nicht zu wissen, wer Schuld daran ist und was man tun soll. Das Einzige, was ich aber weiß, ist, dass wenn man dein Kind tötet, musst man zurückschlagen, voller Kraft, und dabei sein Leben riskieren. Weil es dein Ein-und-Alles ist. Anstatt schweigend an der Seite zu stehen und sich darüber zu wundern. Weil in diesem Fall ist es unklar, was das Allerböse ist: Der Mörder deines Kindes oder deine Ignoranz.»

Irina Laschkevich, Donezk

«Ich wünsche niemandem, das Zischen eines Geschosses oder einen ununterbrochenen Schusswechsel zu hören. NIEMANDEM auf dieser Welt. Wenn sogar kleine Kinder in Donbass sagen «Wir wünschen keinem das Grauen dieses Krieges am eigenen Leibe zu erleben», habe ich etwa das Recht auf Hass? NEIN.»

Marina Swetowa, Donezk:

«Der Ukra-Beschuss von Gorlowka. 6 Verletzte unter den Zivilisten. Das Schlimmste ist zu verstehen, dass man Gorlowka bis zum bitteren Ende totschlagen wird. Bis die Erde verbrannt wird. So wie Donezk. So wie es in Slawjansk, Uglegorsk und Debalzewo war. Und keinen juckt’s…»

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Deshalb glauben weder die Zivilisten noch der antifaschistische Widerstand in Donbass — im Vergleich zu unserer verlogenen westlichen Welt, die auf den Leichen eines fremden Volkes ihre Meetings und Referenzen abhält — bis heute nicht an die Minsker Vereinbarungen, da sie seit ihrer Unterzeichnung ausschließlich auf dem Papier existieren:

«Hier, ein Artikel aus der Titelseite mit der Überschrift «Wasserblockade». In der Stadt gibt es sein 1 Monat kein Wasser. Und Moskal — der s.g. Bürgermeister von Lugansk — hat gemeint «dann sollen die Urin trinken». So sehen die Minsker Vereinbarungen etc. aus. Wir wollen keineswegs Krieg. Aber wir glauben nicht an die Effektivität von Minsk 2, weil wir sehen, wie man sich auf der anderen Seite der Front «bemüht», die Minsker Vereinbarungen einzuhalten. Verstehen Sie: Menschen, die wirklich Frieden wollen, feuern nicht aus dem 152mm-Kaliber auf ein Stadtwerk ab. Sie schießen nicht auf Zivilisten. DAS sollen aber Menschen sein, die Minsker Vereinbarungen einhalten wollen. Wenn sie es wirklich wöllten, müssen wir die entsprechenden Schritte von ihnen sehen. Aber bis heute können wir nur ihre Schritte zur Destabilisierung erkennen. Der Präsident der Ukraine sagt, dass wir die stärkste Armee in Europa geschaffen haben. (Vielen Dank Ihnen für das Kompliment, dass wir die stärkste Armee in Europa sind.) Das ist eine Volksarmee und genau so soll sie sein. Aber es geht um etwas Anderes: Wenn sie wirklich Frieden gewollt hätten, hätten sie nicht die Amerikaner hierher eingeladen. Sie hätten kein Gesetz erlassen, das ihnen erlaubt, Söldner aus anderen Ländern engagieren zu können. Sie hätten auch kein Gesetz erlassen, der jetzt erlaubt, jedem Staatbürger der Welt in ihrer Armee zu dienen. Wenn sie wirklich Frieden gewollt hätten, gäbe es all diese Gesetze nicht. Und deshalb sehen wir nur das, was den Minsker Vereinbarungen widerspricht.

Ich persönlich, als Soldat, glaube nicht an Minsk 2. Mit meinen eigenen Augen kann ich beobachten, wie Gräben gebaut, Wände errichtet werden… Kein Frieden braucht Verstärkung! Wenn aber die Menschen Krieg wollen, bereiten sie sich darauf vor. Und genau das tut heute die ukrainische Regierung… Ich verstehe natürlich, dass man alles friedlich lösen soll. Aber wenn ich zum Beispiel meinem Nachbar ständig einen Kecks gebe und er mir dafür ins Gesicht schlägt, und ich gebe ihm am nächsten Morgen wieder einen Kecks und er schlägt mir wieder ins Gesicht… Irgendwann reicht’s mir das aber auch und gebe ihm dann statt Kecks auch ins Gesicht. Deshalb müssen immer 2 Seiten in eine Richtung arbeiten. Ansonsten.. reicht es einem irgendwann mit diesem Kecks…»

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.

 

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