AKTUELLE UKRA-ERFOLGE IN DONBASS: 20 TOTE IN 10 TAGEN

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VOLKSREPUBLIK DONEZK: GEZIELTER BESCHUSS ZIVILER WOHNGEBIETE UND SOZIALER EINRICHTUNGEN

Sie schrecken immer noch vor nicht und niemanden zurück: Am 7. Juli 2015 haben die ukra-faschistische Truppen nicht nur einen Kindergarten und die Stadtverwaltung in Telmanowo beschossen, sondern auch mindestens 2 Zivilisten getötet. Erneut durch den Einsatz schwerer Waffen, die den Minsker Vereinbarungen widersprechen. Insgesamt wurden dabei seitens der Kiewer Anhängern bis zu 50 Geschosse abgefeuert. 4 davon trafen ein Wohnhaus in der Siedlung Swobodnoe. Eine Frau (71 Jahre) und ihr Sohn (41 Jahre) wurden direkt vor ihrer Haustür ermordet.

Der stellvertretende Kommandeur der Milizen der DVR Eduard Basurin betont, dass es sich auch hierbei um einen gezielten Beschuss der zivilen Wohngebiete handelt:

«Sie haben gezielt die Wohngebiete und Häuser beschossen. Aber auch eine Schule, die sich in der Nähe befindet. In Telmanowo wurde das Dach einer Geburtsstation getroffen sowie ein Kesselraum. Deshalb kann man davon ausgehen, dass v.a. die sozialen Einrichtungen gezielt unter Beschuss genommen werden, um bei den Bewohnern Hass zu entfachen.»

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Allein im Zeitraum vom 27. Juni bis zum 3. Juli starben mindestens 16 Menschen durch die Hände der ukra-faschisten Truppen. Und das nur in der Volksrepublik Donezk. 5 davon wurden mit Verletzungen verschiedenen Grades in Krankenhäuser eingeliefert. Die meisten Opfer gab es erneut in den aktuell heißesten Kriegsortschaften der Region: Gorlowka und Spartak.

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Auch heute stand die Kleinstadt Spartak wieder unter einem heftigen Beschuss — 6 Stunden lang. Massive Zerstörungen, womöglich wieder Tote und/oder Verletzte. Das sind die brandneuen «Friedensbemühungen» der Ukraine in Donbass:

https://www.youtube.com/watch?v=dd5UEoq1iPE

Am 6. Juni wurde von den Positionen der ukrainischen Armee aus auch ein Kindergarten in der Stadt Dokuchaewska zerstört. Auch dieser «Vorfall» kann nicht zufällig gewesen sein, da der Beschuss dieser Einrichtung laut Augenzeugenberichten ca. 40 Minuten gedauert hat.

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TELMANOWO: 3 HEKTAR WEIZENFELDER IN BRAND GESETZT

Doch nicht nur Menschen werden zur Zielscheibe der Ukra-Faschisten, sondern auch alles, was den Bewohnern in Donbass in dieser so hoffnungs- und aussichtslosen Zeit eine kleine Chance auf Überleben bietet.

So wollte man am 6. Juni in der Volksrepublik Donezk mit der Weizenernte beginnen. Doch in Folge des nächtlichen Beschusses, bei dem die Kiewer Truppen über 120 (!) Geschosse abfeuerten, wurden in der Nähe von Tawritschewskoje (Telmanowo-Bezirk) ca. 3 Hektar Weizen in Brand gesetzt und somit einfach vernichtet.

https://www.youtube.com/watch?v=9qzx8t4y3cQ

Dieser Umstand stellt nicht nur ein weiteres Kriegsverbrechen seitens des Kiewer Regimes dar, sondern auch erneut eine humanitäre Katastrophe für die Donbass Bewohner, die bereits seit einem Jahr durch die gezielte Blockade der Kriegsregion an Lebensmittelmangel leiden und dadurch hundertfach an Hunger sterben müssen.

SEMENOWKA: CHEMISCHE WAFFEN IM EINSATZ

Zudem teilte der Widerstand der Donezker Volksrepublik am 5. Juli mit, dass die Kiewer Truppen bei ihren aktuellen Beschüssen der zivilen Gebiete erneut chemische Waffen eingesetzt haben. Beispielsweise im Dorf Semenowka.

«In vielen Fällen wurden die Beschüsse unserer Positionen mittels bestimmter chemischen Geschosse durchgeführt. Sie verätzten den Asphalt und gingen auf 1 bis 1,5 Meter tief unter die Erde. Danach bildete sich eine Dunstwolke oberhalb dieser Stelle. Zudem kamen nach derartigen Beschüssen viele Menschen mit Vergiftungen in die Krankenhäuser.»1

Der Einsatz chemischer Waffen in Semenowka soll nicht der erste gewesen sein. Laut der Menschenrechtsorganisation «Human Rights Watch» soll es bereits 2014 sowohl in Donezk als auch in Ilowajsk und Luganskoe (Donezker Volksrepublik) zum Einsatz verbotener und lebensgefährlicher chemischen Waffen gekommen sein.2

SAHANKA: «EIN KNALL UND… MAN HAT EINFACH KEINE ZEIT MEHR, SICH ZU VERSTECKEN»

Auch die Bewohner der Donbass Gebiete sind sich ganz sicher, dass die Kiewer Truppen ihre Wohngebiete gezielt unter Beschuss nehmen. Denn in vielen Ortschaften, die kontinuierlich beschossen werden, sind keinerlei Positionen des antifaschistischen Widerstandes zu verzeichnen. So wie im Dorf Sahanka, Donezker Volksrepublik.
Was früher — von der Intensität der Beschüsse, dem Leid der Zivilisten und der strategischen Bedeutung für beide Seiten des s.g. «militärischen Konfliktes» — die Ortschaft Schirokino war, ist heute das ehemals malerische Dörfchen Sahanka, in dem aktuell von den ursprünglichen 2.000 Einwohnern nur noch 50 geblieben sind. Vor einigen Tagen haben die Zivilisten in ihrem Heimatort über 100 Geschosse gezählt, mit denen sie von Poroschenko’s Truppen in den Tod geschickt werden sollten. Und das nur an einem (!) Tag.

Einige Bewohner von Sahanka berichten sogar, dass die ukrainische Armee hier fast täglich eine Art «Teppich-Bombardement» durchführt: Zuerst hört man einen Knall, danach wird die ganze Straße mit tödlichen Geschossen versehen, deren Splitter anschließend fast jedes Haus zerstörerisch treffen.

https://www.youtube.com/watch?v=eOfnMxCFwxE&feature=youtu.be

Mann (00:46 min)

«Ein Knall und… man hat einfach keine Zeit mehr, sich zu verstecken.»

Rentnerin (00:50 min):

«Wie konnte es in der heutigen Zeit überhaupt soweit kommen? Ich kann es einfach nicht verstehen…»

Mann (01:28 min):

«Denen ist es egal, wohin sie schießen. Sie wissen ganz genau, dass es niemanden in Sahanka gibt… Weder den Widerstand noch die Militärtechnik.»

ZWISCHEN TRÜMMERN UND TOTEN: EIN «GANZ NORMALER» ALLTAG IN DONBASS

Schutt, Asche, zerstörte Wände, ausgeschlagene Fenster und überall verstreute Körperteile seines Vaters. Weder vom Familienhaus noch vom alten, glücklichen Leben dieses Mannes, der heute mitten in den Trümmern seines Schicksals steht, ist nichts mehr übrig geblieben.

«Ein paar Körperteile haben wir bereits gefunden und beerdigt. Dann kam die Tochter hierher und fand weitere Teile. Diese hat sie dann ins Grab dazu gelegt. Der Rest müsste hier noch verteilt herumliegen. Ich weiß nicht. Ich hatte jedenfalls einen Arm und eine Hand gefunden und die Eingeweide selber ausgegraben. Der Kopf wurde bis heute nicht gefunden. Ich weiß nicht. Er wurde ja in kleinste Teile zerfetzt. Hier, sehen Sie? Hier schlug das Geschoss ein… Direkt ins Bad. Er wurde sofort in Teile zerfetzt… Das kann nur von Peski gekommen sein… Schauen Sie mal, was für Steine in Richtung Küche geflogen sind! Und ich stand hier mit meiner Frau. Sie wurde zum Glück nur leicht an der Schulter verletzt…»

Auch die Nachbarin dieses Hauses erlebte an diesem Tag die letzten Sekunden ihres Lebens. Denn auch sie konnte diesen schrecklichen Beschuss nicht überleben und wurde von den Trümmern ihrer eigenen 4 Wände erschlagen. Das Rettungsteam hat eine Weile gebracht, um die Frau nicht nur auszugraben, sondern überhaupt zu finden.

Aber auch «spontane» Auseinandersetzungen — mit schrecklichen Folgen — zwischen bewaffneten Soldaten der ukrainischen Armee und den friedlichen Zivilisten gehören seit Monaten zum traurigen Alltag der Donbass Bewohner. So ereignete sich beispielsweise am 5. Juli in der Donezker Volksrepublik ein tödlicher Vorfall: Ein betrunkener Ukra-Patriot hat, am See liegend, aus purer Langeweile mit seiner Waffe mehrmals in die Luft geschossen. Als ein Mann, der sich mit seinen Freunden und Familienangehörigen in unmittelbarer Nähe befand, ihn gebeten hat, damit auszuhören, wurde er von ihm einfach erschossen.3

Doch trotz der humanitären Blockade der Kriegsregionen und des tagtäglichen Genozides haben die Menschen im Osten der ehemaligen Ukraine nur einen Wunsch: LEBEN. Und LIEBEN. Selbst mit der letzten Hoffnung im Herzen — auf einen strahlend blauen Himmel über ihren so sehr geliebten Donbass.

Altschewsk, 5. Juli 2015, «Park des Sieges»:

Gorlowka, 6. Juli 2015: «Welttag des Kusses»:

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OSZE: SOFORTIGER ABZUG ALLER SCHWEREN WAFFEN VON DER FRONTLINIE

Die Nichteinhaltung der Minsker Vereinbarungen seitens des Kiewer Regimes wurde vor einigen Tagen auch vom Vizechef der OSZE-Mission Alexander Hug (Schweiz) auf der letzten Pressenkonferenz in Lugansk offiziell bestätigt. Laut den aktuellen Erkenntnissen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hat sich die Lage in Donbass in der vergangenen Woche massiv verschlechtert. Insbesondere in den Städten und Ortschaften, die sich in der unmittelbaren Nähe zur Frontlinie befinden.

In diesem Zusammenhang hat Alexander Hug bestätigt, dass der Widerstand aus der Ortschaft Schyrokino bereits zurückgezogen ist. Im Gegensatz zur ukrainischen Armee und zu den faschistischen Freiwilligen-Bataillone, die sich immer noch zahlreich und militärstark in der Ortschaft befinden. Nach der Evakuierung der Bewohner ist Schirokino heute zwar menschenleer, jedoch fast vollflächig mit scharfen Geschossen und lebensgefährlichen Minen versehen.

Laut dem Verteidigungsminister der Volksrepublik Donezk, Wladimir Kononow, machen die Kiewer Truppen dadurch nicht nur die Minsker Vereinbarungen nichtig. Sie haben nun auch in Schirokino damit begonnen, die von den Bewohnern zurückgelassene Häuser bestialisch zu plündern. Also in gewohnter Ukra-Manier:

„Die ukrainische Seite ist heute auf dem Territorium des Dorfes. Bisher ist jedoch nur von Plünderung ihrerseits bekannt. Sie holen Dinge aus zerstörten Häusern. Von den Beobachterpunkten wurden Abteilungen bemerkt, die dorthin gehen“5

Deshalb hat Hug im Namen der OSZE-Mission in aller Öffentlichkeit sowohl die Regierungseinheiten als auch die Truppen der antifaschistischen Volksarmee von Donbass aufgefordert, alle schweren Waffen eines Kalibers über 100mm von der Kontaktlinie umgehend abzuziehen.

Und wie sehen heute eigentlich die Friedensbemühungen unserer Regierungsmächte im s.g. «Ukraine-Konflikt» aus? Ehrlich gesagt, voll nach dem Motto «Schlimmer geht immer». Denn…

DEUTSCHLAND: BUNDESWEHR BETEILIGT SICH AN 2 MANÖVERN IN DER UKRAINE

Auch, wenn die USA beteuern, es gäbe keinerlei Zusammenhang mit «tatsächlichen Weltereignissen», Fakt ist und bleibt: In der West-Ukraine sind zwei Militärübungen mit NATO-Streitkräften geplant, bei denen auch unsere Bundeswehr dabei sein wird. Obwohl die Ukraine kein NATO-Mitglied ist! Jedenfalls noch nicht bzw. nicht offiziell. Im Vergleich zu Polen und den Baltischen Staaten, wo Deutschland allein im Jahr 2014 bereits mit 4.400 (!) Bundeswehrsoldaten an 16 Militärübungen beteiligt waren.

Wozu das Ganze, bleibt natürlich weiterhin hinter den Türen des Deutschen Bundestages verschlossen. Wer jedoch bis heute eine rosa-rote Geo-Politik-Brille auf der Nase trägt oder gar zu den zombierten Ukra-Patrioten bzw. Putin-Nichtverstehern gehört, wird womöglich auch in diesen Fall der Überzeugung sein, der Militäreinsatz der Deutschen in der Ukraine sei ausschließlich zur «Herstellung des Friedens und der Demokratie» im Nachbarland gedacht. Und/oder für den Fall der Fälle, wenn Putin mit seiner 200.000 (oder 500.000 oder 3.87 Mio.??) Mann starken Armee dann doch noch plötzlich direkt vor der RADA-Tür stehen sollte. Na ja. Schluss mit Ironie. Ran an die Tatsachen.

Doch glücklicherweise sind wir nicht die Einzigen, die die o.g. Neuigkeiten einfach nur rasend machen. Auch die Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel (die LINKE) musste vor einigen Tagen die deutsche Beteiligung an den Übungen scharf kritisieren:

«Die beiden Manöver in der Ukraine sind Teil einer Eskalationspolitik der NATO, die ich für brandgefährlich halte. Sie sind nicht vertrauensbildend gegenüber Russland und schwächen damit die Durchsetzung der Minsker Abkommen für eine friedliche Lösung in der Ukraine»6

Deutschland. Tue es nicht. Bitte. Und zeige damit endlich deine Solidarität mit den Ländern, die wirklich Frieden in der Ukraine wollen. Statt weiterhin den Krieg in Donbass oder gar einen heißen Krieg mit Russland.

Wir wollen diese Kriege nicht.

Wir wollen endlich Frieden.

Auf der ganzen Welt.

Und in unseren Herzen.

Und was willst du?

Quellen:

1 http://tvzvezda.ru/news/vstrane_i_mire/content/201507051634-q7vp.htm

2 http://rusvesna.su/news/1436112415

3 http://korrespondent.net/ukraine/3536522-na-donbasse-pianyi-soldat-zastrelyl-mestnoho-zhytelia

4 http://dan-news.info/defence/kiev-otkazalsya-ot-monitoringa-v-shirokino-s-dnr-v-sckk-schitayut-eto-sryvom-mirnogo-processa-zayavlenie.html

5 https://alternativepresseschau.wordpress.com

6 http://www.neues-deutschland.de/artikel/976809.bundeswehr-beteiligt-sich-an-zwei-manoevern-in-der-ukraine.html

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Wir verzeihen es nie.

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