DIE BITTERE WAHRHEIT ÜBER DONBASS

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Persönliche Erlebnisse einer Journalistin aus Kiew in Donbass.

 

«Dass der Ukraine heute im Großen und Ganzen egal ist, was im Osten des Landes passiert, ist nur halb so schlimm. Doch das Schlimmste ist, dass der Mehrheit genau so egal ist, was unsere Regierung für sie im Angebot hat. Aktuelles Beispiel: Der Mythos über den Patriotismus und die Massenukrainisierung der von den Separatisten befreiten Städte.

Vor ein paar Tagen war ich in der s.g. «Anti-Terror-Zone», in den von der ukrainischen Armee befreiten Städten. Ein örtlicher Taxifahrer aus Kramatorsk mit dem Spitznamen «General» hat mich gleich gewarnt: «Sag lieber nicht, dass du eine Journalistin aus Kiew bist». Ich habe natürlich nicht auf ihn gehört und die erste Oma, die ich in Ocheretnoj, einem Dorf in der Nähe von Donezk, getroffen haben, hat mich gleich zum Teufel geschickt, nachdem sie gehört hat, woher ich bin. Und im Dorf Popasnaja warten 90% der Bevölkerung darauf, dass der Widerstand kommt und sie endlich von der «Kiewer Junta» rettet.» Juliana Skribickaja, Redakteurin von der Zeitschrift «Vesti», Abteilung «Strana» (dt. «Land»)

Ja, es scheint, dass es sie doch noch gibt: Die ehrlichen Journalisten, die sich dem Mythos der neuen Ukraine nicht unterordnen wollen. Egal, wie heikel und gefährlich momentan die Lage für alle Andersdenker in diesem Land ist. Wir sind stolz auf dich, Juliana, und danken dir für deinen Mut zur Wahrheit. Vor allem im Namen der Menschen in Donbass. Denn außer sich selbst und den antifaschistischen Widerstand haben sie niemanden mehr, auf den sie sich heute verlassen können.

Quelle: http://vesti-ukr.com/blogs/korrespondent-otdela-strana-gazety-vesti/367-gorkaja-pravda-donbassa

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.