DIE GESCHICHTE DES UKRAINISCHEN FASCHISMUS 1929-2015

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VON BANDERA ÜBER JUSCHTSCHENKO BIS JAROSCH: DIE GESCHICHTE DES UKRAINISCHEN FASCHISMUS 1929-2015

Die heutige Ukraine brennt in Flamen des Bürgerkrieges in Donbass und der politischen Auftragsmorde im inneren des Landes. Unsere westlichen Medien sind täglich bemüht, die prominente Rolle von Faschisten  in der Ukraine zu verharmlosen. Doch wir machen da nicht mit und nennen die Dinge einfach bei ihrem Namen: In der Ukraine herrschen Faschisten. In Donbass herrscht Genozid.

Um ganz klare Vorstellungen davon zu haben, auf welchem gefährlichen Wege sich die neue Ukraine heute bewegt, möchten wir jetzt für euch in die Tiefe gehen und im ukrainischem Geschichtsbuch ein paar Seiten und Jahrzehnte zurückblättern. Damit weder uns noch euch keiner mehr weiß machen kann, dass Faschismus in der Ukraine ein bis heute ein Fremdwort ist.

1929 — 1945:

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DIE VERBRECHEN DER UKRAINISCHEN FASCHISTEN IM ZWEITEN WELTKRIEG

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In Anbetracht dessen, dass bereits sehr viele wissenschaftliche Recherchen zu der Problematik von OUN-UPA und der Rolle von Stepan Bandera, der mit Hitler im 2. Weltkrieg kollaboriete, und Roman Schuchewytsch von internationalen Historikern gibt und wir es nicht besser machen können, wollen wir euch eine Zusammenfassung von 2 Artikeln vorstellen, die umfangreichen Fakten zu diesem Thema bieten: „Die faschistische Tradition des ukrainischen Nationalismus“ von Konrad Kreft & Clara Weiss  sowie eine Übersetzung von Solveigh Calderin „Kurze Geschichte des ukrainischen Bandera-Nazismus».

 «Während der 1930er Jahre verübte die OUN zahlreiche Terroranschläge
in der Ukraine, Polen, Rumänien und der Tschechoslowakei»

 

Die OUN war eine ukrainische politische Organisation, deren Ursprung auf das Jahr 1929 zurückgeht. Sie entstand durch den Zusammenschluss der Ukrainischen Militärischen Organisation (UVO) mit verschiedenen kleineren rechtsgerichteten Gruppen sowie ukrainischen Nationalisten wie etwa Dmitro Donzow (1883 – 1973),  Jewhen Konowalez (1891 – 1938) und Mykola Szyborskyi (1897 – 1941). Die Organisation Ukrainischer Nationaliten (OUN) rekrutierte sich vor allem aus Veteranen des Bürgerkrieges, die auf der Seite Petljuras gegen die Bolschewiki gekämpft hatten.“ Ihr ursprüngliches Ziel dabei war die Unabhängigkeit der Ukraine.

Während der 1930er Jahre verübte die OUN zahlreiche Terroranschläge in der Ukraine, Polen, Rumänien und der Tschechoslowakei. Ihr ideologischer Kopf war Dmitro Donzow, der aufgrund seiner publizistischen Aktivitäten, zu denen auch eine Übersetzung von Mussolinis „Dottrina del Fascismo „ (Die Doktrin des Faschismus) und von Auszügen aus Adolf Hitlers „Mein Kampf“ ins Ukrainische gehören, zu den entscheidenden Ideengebern der radikalen ukrainischen Rechten zählt.

Donzow hatte die These der „Amoralität“ entwickelt. Sie forderte, so der Historiker Frank Golczewski, „mit jedem Feind Großrußlands ungeachtet seiner eigenen politischen Zielsetzung zusammenzuarbeiten“. Sie „schuf eine ideologische Rechtfertigung für die spätere Kollaboration mit den Deutschen“ und für den Übergang der ukrainischen Nationalisten auf die Seite der Amerikaner im Kalten Krieg.“

Wikipedia gibt an, dass die Kollaboration dieser Organisation mit den Faschisten im 2. Weltkrieg damit anfing, dass am 12. September 1939, während einer Beratung im Zug, Hitler dem Chef der Militäraufklärung der Spionageabwehr Canaris die Aufgabe gab, sich mit der Vorbereitung ukrainischer Organisationen, die mit Ihnen zusammenarbeiten und dieselben Ziele haben, aber speziell die Vernichtung der Polen und Juden, zu beschäftigen“. Mit „ukrainischen Organisationen“ war die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) gemeint. Nach zwei Monaten begannen 400 ukrainische Nationalisten ihre Ausbildung in Lagern der Abwehr in Zakopane, Komarno, Kirchendorf und Hackelstein.

 

«In den 40ger Jahren wurden mehr als 3.000 Lwower Polen, darunter
70 Gelehrte mit weltberühmten Namen, erschossen, ca. 7.000 Juden,
Ukrainer und Russen sowie
35.000 Juden bestialisch ermordet.»

 

Im Jahre 1940 spaltete sich die OUN in eine Bandera (B)- und eine Melnyk (M)-Fraktion, die sich erbittert bekämpften. Banderas radikalere Gruppe konnte mehr Anhänger auf ihre Seite ziehen. Sie begann auf dem von Deutschland besetzten Territorium Polens mit dem Aufbau ukrainischer Milizen (der Legionen „Roland“ und „Nachtigall“), die im Juni 1941 an der Seite der Wehrmacht die Sowjetunion überfielen.“

1941 werden diese zum Kern der künftigen Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA), die das erste Mal im „Proklamierungsakt des ukrainischen Staates“ vom 30. Juni 1941 genannt wird. Entsprechend des „Ausrufungsaktes des ukrainischen Staates“ „führt“ die UPA „den Krieg an der Seite Deutschlands und wird ihn gemeinsam mit der deutschen Armee so lange führen, bis er an allen Fronten des gegenwärtigen Krieges gewonnen ist.

Im Juni 1941 drang das ukrainische Bataillon „Nachtigall“ unter dem Kommando von Roman Schuchewitsch gemeinsam mit den führenden deutschen Abteilungen in Lwow ein und beteiligte sich an dem Massenpogrom an den Lwower Juden.

Einigen Berichten zufolge erschoss das Bataillon unter dem Kommando ihres Führers am Tag der Verabschiedung des Proklamierungsaktes mehr als 3.000 Lwower Polen, darunter 70 Gelehrte mit weltberühmten Namen. Innerhalb einer Woche wurden noch ungefähr 7.000 Juden, Ukrainer und Russen bestialisch ermordet.

In Ternopil, Stanislau und weiteren Orten setzt „Nachtigall“ die Judenmassaker fort. Etwa 140 Pogrome in der Westukraine sind für die ersten Tage belegt, bei denen 13.000 bis 35.000 Juden ermordet wurden.

 

«Die deutschen Nazis setzten die ukrainischen Kollaborateure
für Morde und Brutalitäten ein, für die sich selbst die SS-Einsatzkommandos
zu schade waren
«

 

Auf dem Hof des Swjatojursker Doms wurde während dessen eine Andacht für die „unbesiegbare deutsche Armee und ihren Hauptführer Adolf Hitler“ vom der Metropolit Andrej Scheptizkij verrichtet. So mit dem Segen des Oberhaupts der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche wurde die Massenvernichtung friedlicher Bewohner der Ukraine durch die Bandera-Männer, Nachtigallen, UPA-Leute und Krieger der SS-Division „Galizien“ gestartet.

Täglich starben tausende Ukrainer eines furchtbaren, qualvollen Todes. Jeder Mord wurde von ihnen in eine raffinierte Folter verwandelt, als wollten sie mit den anderen in ihrer Bestialität konkurrieren. Später, als die Untersuchungsbrigaden des NKWD die Verbrechen der Banderowzy untersuchten, erstellten sie eine Liste der 135 von den Kämpfern der OUN-UPA an der friedlichen Bevölkerung am häufigsten verwendeten Foltern.

Die Nazis setzten die ukrainischen Kollaborateure für Morde und Brutalitäten ein, für die sich selbst die SS-Einsatzkommandos zu schade waren. In der Ukraine beschränkte sich das Einsatzkommando 4a zum Beispiel „auf das Erschießen von Erwachsenen, während es den ukrainischen Helfern befohlen wurde, Kinder zu erschießen“.

Die Nationalisten gingen so vehement zur Sache, dass selbst Hitler schon am 5. Juli 1941, schockiert über die Meldungen ihrer Bestialitäten, Himmler befahl, „Ordnung mit diesen Banden zu schaffen“. Auf Hitlers Anweisung wurden die OUN-Führer Stepan Bandera schließlich verhaftet, die ukrainischen Legionen wurden verlegt und entwaffnet.

Stepan Bandera wurde für ein paar Jahre ins KZ Sachsenhausen und in einen wirklich gemütlichen Block für die privilegierten Gefangenen geschickt. Sie haben ihn erst in der Kriegsmitte entlassen, als die Rote Armee zur Offensive überging.

 

«Zwischen 1943 und 1944 fielen 90.000 Polen und tausende Juden
zum Opfer
. Bis die Aufstandsbewegung im Jahr 1953 vollständig
niedergeschlagen wurde, tötete die UPA rund 20.000 Ukrainer»

Alfred Rosenberg, einer der Hauptverantwortlichen für den Holocaust, trat für eine stärkere Einbindung der lokalen faschistischen Kräfte ein. Ab 1942 dienten die ukrainischen Milizen dem Dritten Reich bei der „Partisanenbekämpfung“ in Weißrussland, im „Sicherheitsdienst“ und als bewaffnetes Personal in Konzentrationslagern. Die UPA entwickelte sich 1943 zur vollen Kraft, obwohl Bandera und Stezko bis September 1944 im Konzentrationslager Sachsenhausen in Haft blieben.

Als Hitlers Armeen nach der Niederlage in Stalingrad den Rückzug antraten, bildeten in die Ukraine zurückgekehrte Mitglieder der OUN-Legionen 1943 die «Ukrainische Aufstandsarmee» (UPA). Bandera reiste umgehend nach seiner Entlassung in die Ukraine zurück, um die UPA zu führen.

Die UPA wurde mit deutschen Waffen versorgt und bemühte sich, durch umfangreiche ethnische Säuberungen die Voraussetzungen für einen ethnisch reinen ukrainischen Staat zu schaffen. Den zwischen 1943 und 1944 von der UPA verübten Massakern fielen 90.000 Polen und tausende Juden zum Opfer. Auch gegen ukrainische Bauern und Arbeiter, die der Sowjetunion beitreten wollten, ging sie brutal mit Folterungen, Terroranschlägen und Hinrichtungen vor. Bis die Aufstandsbewegung im Jahr 1953 vollständig niedergeschlagen wurde, tötete die UPA rund 20.000 Ukrainer.

1945 — 1991:

DIE HEISSE PHASE DES UKRAINISCHEN FASCHISMUS IM KALTEN KRIEG

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Amerikanische Geheimdienste und das Militär begannen unmittelbar nach Kriegsende, hochrangige Nazis und Nazi-Kollaborateure für den ideologischen, politischen und militärischen Kampf gegen die Sowjetunion zu rekrutieren. Alte Faschisten und Kriegsverbrecher aus Deutschland und Osteuropa, die unmittelbar am Holocaust und der Ermordung von Millionen sowjetischen Zivilisten beteiligt gewesen waren, kamen in verdeckten Aktionen der US-Geheimdienste oder in Propagandasendern wie Radio Free Europe zum Einsatz.

 

«Zu den ersten großen Projekten der CIA zur Destabilisierung der
Sowjetunion gehörte der Eingriff in den ukrainischen Bürgerkrieg»

Das Netzwerk, das die CIA in den späten 40er und den 50er Jahren in Osteuropa und der Sowjetunion aufbaute, beruhte zu einem bedeutenden Teil auf den Kollaborationsnetzwerken der Nazis.

Eine Schlüsselrolle spielte in dieser Strategie Reinhard Gehlen, der Hitlers Militärgeheimdienst an der Ostfront geleitet hatte und später erster Präsident des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) wurde. Er arbeitete ab 1946 für Washington und knüpfte dabei an seine alten Kontakte unter ukrainischen Kollaborateuren, in der antisowjetischen Armee des russischen Generals Wlassow und in anderen Nazi-Netzwerken, an.

Zu den ersten großen Projekten der CIA zur Destabilisierung der Sowjetunion gehörte der Eingriff in den ukrainischen Bürgerkrieg. Die CIA-Vorgängerin OSS und der britische SIS hatten den Untergrundkrieg der UPA und der OUN-B bereits vor Kriegsende materiell und logistisch unterstützt. Dazu gehörten neben militärischer Ausbildung auch Fallschirmabwürfe von Agenten über sowjetischem bzw. polnischem Gebiet. Der Guerilla-Krieg in der Ukraine sollte zum „Prototyp“ für ähnliche Operationen der CIA in der ganzen Welt während des Kalten Krieges werden.

Der wichtigste UPA-Verbindungsmann der CIA war Mykola Lebed, den der amerikanische Militärgeheimdienst 1946 noch als „bekannten Sadisten und Kollaborateur der Deutschen“ bezeichnet hatte. Die CIA sponserte 1949 seine Einreise in die Vereinigten Staaten und deckte seine zahlreichen Kriegsverbrechen. In der Emigration führte er die OUN-Z, einen von Bandera abgespaltenen Arm der OUN, der von den USA finanziert wurde. Er stellte Kontakt zwischen den USA und den UPA-Kämpfern her.

 

«Die Standardlüge lautete, die OUN/UPA habe sowohl gegen die Nazis
als auch gegen den Kommunismus für Demokratie gekämpft»

 

Nach 1953 war Lebed in die Leitung des von der CIA finanzierten Emigrantenverlags Prolog involviert, der nationalistische, antikommunistische und geschichtsrevisionistische Literatur verbreitete. Von 1945 bis 1975 gab Prolog auch in München Literatur heraus, die ukrainische Faschisten als Freiheitskämpfer gegen den Kommunismus darstellte und ihre Beteiligung an Kriegsverbrechen beschönigte oder leugnete.

Am Mythos der „demokratischen Freiheitskämpfer“ hatte die UPA selbst seit 1943 gearbeitet, um sich für ein Bündnis mit dem amerikanischen Imperialismus präsentabel zu machen. Die Standardlüge lautete, die OUN/UPA habe sowohl gegen die Nazis als auch gegen den Kommunismus für Demokratie gekämpft.

Der schwedische Historiker Per Anders Rudling schreibt über die Propaganda der faschistischen ukrainischen Diaspora:
„Die Grenze zwischen Forschung und Diaspora-Politik wurde oft verwischt, wenn nationalistische Akademiker Propaganda und Aktivismus mit wissenschaftlicher Arbeit verbanden. Der Kreis um Lebed hat die Verbrechen oder Massenmorde der OUN nie verurteilt, geschweige denn zugestanden, dass diese überhaupt stattgefunden haben. Im Gegenteil, er hat Leugnung, Vertuschung und die Beschönigung der Aktivitäten der OUN und UPA während des Krieges zu einem zentralen Aspekt seiner intellektuellen Tätigkeiten gemacht.“


«1977 stockten die USA Gelder für die antisowjetische ukrainische
Propaganda weiter auf: 3,5 Millionen US-Dollar für die Propaganda in
der Sowjetukraine»

Die von den westlichen Geheimdiensten produzierte Literatur wurde jahrzehntelang „über das westukrainische Lwiw, Polen und die Tschechoslowakei in die Sowjetukraine geschmuggelt.

Als der aus Polen stammende Zbigniew Brzezinski 1977 Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter wurde, stockten die USA die Gelder für die antisowjetische ukrainische Propaganda weiter auf. Neben Literatur und Radiosendungen wurden nun auch Videokassetten hergestellt.

Unter Präsident Reagan wurde die Strategie, die Sowjetunion durch das Schüren der Nationalitätenfrage zu destabilisieren, weiter zugespitzt. Die CIA produzierte Material, das sich an verschiedene ethnische Gruppen in der Sowjetunion richtete und separatistisch-nationalistische Tendenzen schürte. Im Jahr 1983 empfing US-Präsident Ronald Reagan sogar den OUN-B-Führer und Kriegsverbrecher Jaroslaw Stezko im Weißen Haus und versicherte ihm: „Ihr Kampf ist unser Kampf. Ihr Traum ist unser Traum.“

«In Deutschland unterstützte der Bundesnachrichtendienst, in dem
zahllose ehemalige Nazis aktiv waren, die im Exil lebenden Nationalisten
bei ihren antisowjetischen Aktionen»

Laut dem ukrainischen nationalistischen Historiker Taras Kuzio konnte Prolog dank der finanziellen Unterstützung der USA 3,5 Millionen US-Dollar in die Propaganda in der Sowjetukraine stecken. Damit wurden Publikationen und der Einsatz neuer Technologien bezahlt, die laut Kuzio „einen großen Einfluss auf die unaufhörlichen und zunehmenden regierungsfeindlichen Aktivitäten und die Oppositionsgruppen in den späten 1980er Jahren während des endgültigen Vorstoßes zur Unabhängigkeit der Ukraine hatten.“

In Deutschland unterstützte der Bundesnachrichtendienst, in dem zahllose ehemalige Nazis aktiv waren, die im Exil lebenden Nationalisten bei ihren antisowjetischen Aktionen. In München, dem Sitz des BND, entstand nach dem Krieg ein ukrainisches Emigrationszentrum, das Propagandaliteratur verbreitete. Auch Bandera und Stezko, die beiden wichtigsten OUN-B-Führer, lebten dort unter falschem Namen. Im Oktober 1959 wurde Bandera vom sowjetischen Geheimdienst KGB in München aufgespürt und ermordet. Stezko lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1986 als Exilführer der OUN-B in der süddeutschen Stadt.

Viele Akademiker deckten die Zusammenarbeit mit ukrainischen Faschisten ab. Während der 50er Jahre erschienen mehrere Bücher über den Zweiten Weltkrieg, die die Rolle der Kollaborateure in der Ukraine und Osteuropa verschwiegen oder verherrlichten. Auch die Medien hielten weitgehend still.

Der amerikanische Journalist Christopher Simpson, der 1988 im Buch „Blowback. America‘s Recruitment of Nazis and Its Effects on the Cold War“ das komplexe Netzwerk von alten Nazis im Dienst der CIA aufdeckte, stellte fest:
„Bis vor kurzem konnte man sich für gewöhnlich darauf verlassen, dass die US-Medien ein diskretes Schweigen über Exil-Führer mit Nazi-Hintergrund wahrten, die der Zusammenarbeit mit der CIA beschuldigt wurden. Aus Berichten, die aufgrund des Freedom of Information Act freigegeben wurden, geht hervor, dass mehrere Massenmedien-Organisationen in diesem Land, die sich teilweise direkt mit der CIA abstimmten, eine Schlüsselrolle dabei spielten, die Mythen des Kalten Krieges zu verbreiten, die exilierte Nazi-Kollaborateure aus dem Zweiten Weltkrieg in ‚Freiheitskämpfer‘ und Helden des wiederaufgenommenen Kampfs gegen den Kommunismus verwandelt haben.“

Die heutige Kriegspropaganda, die die Faschisten in der Ukraine als Vorzeigedemokraten und Freiheitskämpfer glorifiziert, steht in dieser Tradition.

1991 — 2014:
DER AUFSTIEG DER «SWOBODA»-PARTEI
 UND SEINE FOLGEN

933

Nach der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 schossen in dem Land – wie auch in der restlichen ehemaligen Sowjetunion – rechtsradikale Organisationen wie Pilze aus dem Boden. Gefördert wurden die ultra-rechten Kräfte in erster Linie durch die imperialistischen Mächte und den ukrainischen Staat.

Bereits in den 90er Jahren begann eine systematische Rehabilitierung der OUN und der UPA. Unter dem zweiten ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma wurde 1997 eine Regierungskommission zur OUN und UPA gegründet, an der sich bekannte Historiker beteiligten. Die beiden Ergebnisberichte der Kommission 2000 und 2005 beschönigten beide Male die Rolle der Faschisten, insbesondere der OUN (B). Ziel der Kommission war die ideologische Vorbereitung eines Gesetzes, das Veteranen der Roten Armee und der OUN/UPA gleichen Status einräumt.

«Juschtschenko begann eine breitangelegte Kampagne zur
Rehabilitierung der ukrainischen Faschisten und ihrer Kollaboration
mit den Nazis»

Der Durchbruch bei der Rehabilitierung dieser Kräfte erfolgte dann unter Präsident Wiktor Juschtschenko, der 2004 durch die vom Westen unterstützte „Orangene Revolution“ an die Macht gelangte. Unter ihm wurde das Gesetz schließlich erlassen.

Die «Swoboda»-Partei hatte Juschtschenko bei der „Orangenen Revolution“ unterstützt. Ihr Vorsitzender Oleg Tjagnibok war bereits 2002 als unabhängiger Parlamentsabgeordneter Viktor Juschtschenkos Block „Nascha Ukraina» («Unsere Ukraine») beigetreten und Mitglied des parlamentarischen Haushaltsausschusses geworden.

Tjagnibok hatte damals vor UPA/OUN-B-Veteranen erklärt:
„Ihr habt gegen Moskali [verächtliche Form für Russen], Deutsche, Zhydy [verächtliche Form für Juden] und anderen Abschaum gekämpft… Euch fürchtet die Mafia der Moskali-Zhydy in der Ukraine am meisten.“


Infolge des öffentlichen Drucks konnte Juschtschenkos Block Tjagnibok danach nicht mehr halten und schloss ihn im selben Jahr aus. Ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung wurde aber abgewiesen.

Tjagniboks Partei war 1991 unter dem Namen Sozial-Nationale Partei der Ukraine (SNPU) durch den Zusammenschluss verschiedener rechtsradikaler Gruppen und Studentenschaften gegründet worden und hatte sich erst kurz vor der «Orangenen Revolution» in «Swoboda» («Freiheit») umbenannt.

Juschtschenko begann unmittelbar nach seinem Amtsantritt eine breitangelegte Kampagne zur Rehabilitierung der ukrainischen Faschisten und ihrer Kollaboration mit den Nazis. Im Juli 2005 gründete er ein „Institut der Nationalen Erinnerung“, verpflichtete das Archiv des ukrainischen Geheimdienstes SBU (des ehemaligen KGB) zu Propagandadiensten und unterstützte die Schaffung eines „Museums der ehemaligen Sowjetokkupation“. Zum Direktor des Instituts ernannte er Wolodimir Wjatrowitsch, der als ultranationalistischer Aktivist zugleich Direktor des „Zentrums für die Erforschung der Befreiungsbewegung“ war, einer Institution von OUN-B-Nachfolgern.

«Die westlichen Medien haben die ideologische und politische
Rehabilitierung des Faschismus in der Ukraine unter Juschtschenko
als demokratisches Vorbild dargestellt»

Mehrere OUN- und UPA-Kämpfer und Nationalistenführer wie Symon Petljura wurden offiziell geehrt, indem der Staat Sonderbriefmarken und Gedenkmünzen mit ihren Porträts herausgab.

In seinem letzten Regierungsjahr sorgte Juschtschenko dafür, dass Massenmedien wie der TV-Sender «5. Kanal» die «Swoboda»-Partei überproportional Aufmerksamkeit schenkten. Tjagnibok und Parteiideologe Michaltschischin traten in populären Talkshows wie «Velyka polityka» («Große Politik») und «Schuster Live» auf. Insbesondere nach den Wahlerfolgen der «Swoboda» in der Westukraine im Jahr 2009 fand die Partei ein breites Medienecho.

Juschtschenko ließ in Lwiw und Ternopil monumentale Denkmäler für den Kriegsverbrecher Stepan Bandera errichten, den er 2010 wenige Tage vor dem Ende seiner Präsidentschaft zum Helden der Ukraine ernannte. Nach Protesten aus Polen und der Europäischen Union machte der neue Präsident Wiktor Janukowitsch diese Ehrung sowie diejenige des Faschisten Roman Schuchewitsch wieder rückgängig.

Der schwedische Historiker Per Anders Rudling beschrieb das ideologische Klima 2013 mit den Worten:
„Das vorherrschende nationalistische Narrativ widerspiegelt sich auch in Akademiker-Kreisen, wo die Grenze zwischen ‚legitimer‘ Forschung und ultra-nationalistischer Propaganda oft verwischt wird. Große Buchläden verkaufen oft antisemitische Literatur, die den Holocaust leugnet, von der auch einiges seinen Weg in die Mainstream-Forschung findet.“

Die Zusammenarbeit des Juschtschenko-Regimes mit den Faschisten beschränkte sich nicht auf «Swoboda». Auch der offen antisemitische Kongress Ukrainischer Nationalisten (KUN), der 1992 als Nachfolgeorganisation der OUN unter Beteiligung von Stezkos Witwe Slawa gegründet wurde, schloss sich 2002 Juschtschenkos Block „Unsere Ukraine“ an und blieb bis zu den Wahlen 2012 im Parlament vertreten. Sein Vorsitzender Swarytsch war 2005 in der ersten Timoschenko-Regierung und 2006 in der Anti-Krisen-Allianz Janukowitschs Justizminister.

«Die Hochburg ukrainischer Faschisten ist die Stadt Lwiw, wo die
OUN-B im Jahr 1941 die kurzlebige unabhängige Ukraine ausgerufen
hatte»

 

Unter diesen Bedingungen konnte «Swoboda» ihre Mitgliederzahl zwischen 2004 und 2010 nach eigenen Angaben verdreifachen. Dennoch schnitt die Partei bei den Wahlen nur bescheiden ab: Bei den Parlamentswahlen 2007 gewann Swoboda 0,78% der Stimmen und 2008 bei den Präsidentschaftswahlen 1,43%. Bei Regionalwahlen in der Westukraine war ihr Stimmenanteil hingegen deutlich höher. Bei den Kommunalwahlen 2010 erreichte sie zwischen 20% und 30%der Stimmen in Ostgalizien und kam landesweit auf 5,2%. Die Hochburg von «Swoboda» ist seitdem die Stadt Lwiw, wo die OUN-B im Jahr 1941 die kurzlebige unabhängige Ukraine ausgerufen hatte.

Bei den Parlamentswahlen im Oktober 2012, die mit knapp 58% die niedrigste Wahlbeteiligung seit der Unabhängigkeit 1991 aufwies, zog «Swoboda» als viertstärkste Kraft (10,45%) in die Werchowna Rada ein. Den größten Stimmenanteil lieferte die Westukraine mit Ergebnissen von 30 bis 40% in drei Verwaltungsgebieten. In der Ostukraine errang die Partei dagegen nur knapp 1%. In der Stadt Lwiw kam Swoboda auf über 50% Prozent, in Kiew wurde sie zweitstärkste Partei.

An ihrer faschistischen Orientierung und Verehrung für die Nazis lässt Swoboda selbst keinen Zweifel. So organisierte die Partei am 29. Januar 2011 anlässlich einer Gedenkveranstaltung zur Schlacht von Kruty im Jahr 1918 gemeinsam mit autonomen Rechten einen großen Fackelumzug mit Nazisymbolik.

Am 28. April 2011 feierte sie den 68. Jahrestag der Aufstellung der Waffen-SS-Galizien. Entlang der Route des Umzugs priesen Plakate „den Stolz unserer Nation“. Die Teilnehmer mit Parteiideologie Michaltschischin an der Spitze skandierten „Eine Rasse, eine Nation, ein Vaterland!“ und verherrlichten Bandera, Melnyk und Schuchewitsch als „Helden der Ukraine“.

Am 30. Juni 2011 gedachte «Swoboda» in Lwiw des 70. Jahrestags der deutschen Invasion sowie Stezkos „Erneuerung des ukrainischen Staates“ mit einem Volksfest, bei dem Schaukämpfer in SS-Uniformen auftraten. «Swoboda eröffnete» in der Stadt außerdem mehrere Restaurants. In einem von ihnen hängen in den Speiseräumen überlebensgroße Bandera-Porträts und auf den Toiletten Polen- und Judenwitze. Angebotene Gerichte heißen unter anderem „Hände Hoch“ (auf Deutsch) und „Kampfserenade“. Rechtsradikale Fans des örtlichen Fußballklubs bezeichnen Lwiw auf ihren Transparenten als „Bandera-Stadt“. Straßen in Lwiw wurden von Swoboda-Stadtratsabgeordneten nach Nazi-Kollaborateuren benannt.

«Swoboda» und «Rechter Sektor» erhalten Unterstützung von
westlichen Geheimdiensten und Parteien. Die USA pflegen seit
Jahrzehnten enge Verbindungen zu den ukrainischen Faschisten
und haben rund 5 Milliarden US-Dollar in politische Projekte in
der Ukraine „investiert“.

 

Der junge Parteiideologen Juri Michaltschischin (Jahrgang 1982) aus Lwiw gründete 2005 einen rechten «Thinktank», den er erst nach Joseph Goebbels, später nach Ernst Jünger benannte. In seinen Schriften knüpft er offen an das „heldenhafte“ Erbe von Faschisten wie Ewgen Konowalez, Stepan Bandera und Horst Wessel an. Den Holocaust bezeichnete er als „lichte Episode der europäischen Zivilisation“.

Im Großteil der Bevölkerung stößt die Verherrlichung des Faschismus, dem in der Ukraine Abermillionen zum Opfer gefallen sind, durch Regierung und Medien auf Abscheu und Ablehnung. Die westlichen Medien haben das Juschtschenko-Regime, das diese ideologische und politische Rehabilitierung des Faschismus vorantrieb, dagegen als demokratisches Vorbild dargestellt. Gleichzeitig erhalten «Swoboda» und der paramilitärische «Rechte Sektor» Unterstützung von westlichen Geheimdiensten und Parteien.

So unterhält «Swoboda «enge Verbindungen zur deutschen «NPD», die 2003 von Verfassungsrichtern als „Veranstaltung des Staates“ bezeichnet wurde, weil ihre Führungsgremien von V-Leuten des Verfassungsschutzes durchsetzt sind. Im Mai 2013 empfing die sächsische NPD eine Delegation von Swoboda zu einem Freundschaftsbesuch im Dresdener Landtag. Auch die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung hat «Swoboda» eine Plattform zur Verfügung gestellt. So lud sie 2012 «Swoboda»-Mitglieder zu Konferenzen und Seminaren zu den „Lehren aus den Wahlen 2012“ ein. Damals war Janukowitsch wiedergewählt worden.

Auch die amerikanische Republikanische Partei unterhält seit Jahrzehnten enge Verbindungen zu den ukrainischen Faschisten. Die US-Regierung hat zudem große Summen in die Vorbereitung des Putsches gegen Janukowitsch gesteckt. Victoria Nuland, stellvertretende US-Außenministerin, hat öffentlich erklärt die USA hätten in den vergangenen 2 Jahrzehnten rund 5 Milliarden US-Dollar in politische Projekte in der Ukraine „investiert“.

Am 9. Mai berichtete die regierungsnahe russische Zeitung «Iswestija», ein Vertreter des «Rechten Sektors» sei Ende April zu Verhandlungen mit der US-Regierung nach Washington geflogen. Nuland habe dem «Rechten Sektor» 5 bis 10 Millionen US-Dollar angeboten, wenn er die Waffen abgebe und sich in eine Partei umwandle. Dmitrij Jarosch, der Vorsitzende des «Rechten Sektors», habe das Angebot jedoch abgelehnt.

Die massive Unterstützung der westlichen Regierungen für die ukrainischen Faschisten richtet sich nicht nur gegen Menschen in der Ukraine, sondern in der ganzen Welt. Berlin und Washington haben in der Ukraine gezielt faschistische Kräfte aufgebaut und setzen sie nun zur Durchsetzung massiver sozialer Angriffe auf die Bürger und zur Vorbereitung eines größeren Krieges gegen Russland ein.

2014-2015

DIE WIEDERGEBURT UND HOCHBLÜTE DER UKRA-FASCHOS

929

Am 1. Dezember 2014 haben 6 Abgeordnete des ukrainischen Parlaments RADA einen Gesetzentwurf eingebracht, der impliziert, dass die faschistische «Organisation Ukrainischer Nationalisten» (OUN) und die neonazistische «Ukrainische Aufstandsarmee» (UPA) für die Befreiung der Ukraine im 2. Weltkrieg gekämpft haben. Laut diesem Gesetzt sollten alle Teilnehmer des s.g. «Unabhängigkeitskampfes» im 2. Weltkrieg zu Unabhängigkeitskämpfern erklärt werden. Und somit alle, die in irgendeiner Form politisch, bewaffnet, kollektiv oder individuell an diesem Kampf teilgenommen haben. Einschließlich der «Organisation Ukrainischen Nationalisten», der «Ukrainischen Aufständischen Armee», der «Ukrainischen Helsinki-Gruppe» und vielen anderen.

«Die Mitglieder der faschistischen Organisationen OUN-UPA sind
seit April 2015 ganz offiziell «Kämpfer für die Unabhängigkeit» der
Ukraine im 20. Jahrhundert»

Und nun, seit dem 10. April 2015, ist es amtlich: Die Mitglieder der faschistischen Organisationen OUN-UPA sind — rechtens und ganz offiziell — Kämpfer für die Unabhängigkeit der Ukraine im 20. Jahrhundert. Zudem wird diesen «Menschen» jetzt auch eine soziale Absicherung ihres Lebens gewährleistet. (Die Renten, Kindersozialleistungen, Mittagsessen in den Schulen und viele viele andere Leistungen eines normalen, sozialengagierten Landes, wurden jedoch in der Ukraine ein für alle Mal gestrichen.)

Nun ja. Die Abgeordneten, die diesen Gesetzentwurf ins Leben gerufen haben, waren also wirklich davon überzeugt, dass die oben genannten ukra-faschistischen Organisationen einen Befreiungskampf für die unabhängige Ukraine geführt haben. Und dass Stepan Bandera, der mit Hitler im 2. Weltkrieg kollaborierte (!), ein wahrer Held der Ukraine ist.

«UPA ist die Mutter vom «Rechten Sektor»

Übrigens: UPA ist die Mutter von Jaroschs  «Rechtem Sektor». Denn diese Faschisten-Bewegung unter Führung von Dmitrij Jarosch, die durch besonders brutale Folterungen von Miliz auf dem Maidan im Februar 2014 und die Verbrennung der Menschen am lebendigen Leibe in Odessa «bekannt» geworden ist, sieht sich selbst als Nachfolger der s.g. «Ukrainischen Aufständischenarmee» (UPA).

Außer diesem Gesetz hat die ukrainische Rada am 10. April 2015 jedoch noch drei weitere Gesetze angenommen, die u.a.:

  1. a) sowjetische Symbolik verbieten
  2. b) den Begriff „der Große Vaterländische Krieg“ annullieren
  3. c) den Abbau von sowjetischen Denkmälern und
  4. d) das Umbenennen von Städten und Straßen mit sowjetischen Namen begrüßen.

So, Freunde. Unsere Vorstellung ist hiermit beendet. Der Faschismus in der Ukraine ist jedoch leider erst am Anfang seiner Greueltaten des 21. Jahrhunderts. Und spätestens jetzt müsste jedem von uns klar sein, warum unsere Massenmedien und die westlichen Politiker ihre Augen aus unserer Sicht vor dem «Massaker Ukraine» verschließen. Denn sie verschließen sie nicht. Sie schauen zu und machen aus geschichtlicher Gewohnheit «einfach» mit. Und DAS ist ein Verbrechen an uns allen, inklusive unserer Kinder und Enkeln, die ihr Leben und eine Zukunft noch vor sich haben.

Wir wollen endlich Frieden.
Sowohl in der Ukraine als auch
auf der ganzen Welt und damit insbesondere
in unseren Herzen.

Quellen:

https://hesikamiscellaneous.wordpress.com/2014/06/12/kurze-geschichte-des-ukrainischen-bandera-nazismus-teil-1/

http://rugraz.net/index.php/ru/pamjat/1742-istorija-ukrainskogo-bandero-fashizma

https://www.wsws.org/de/articles/2014/05/23/swo1-m23.html

https://www.wsws.org/de/articles/2014/05/24/swo2-m24.html

http://www.pravda.ru/news/world/formerussr/ukraine/01-12-2014/1238108-rada-0/

https://ru.wikipedia.org/wiki/

http://korrespondent.net/ukraine/3501707-rada-pryznala-oun-upa-bortsamy-za-nezavysymost

http://korrespondent.net/ukraine/3501857-zakony-o-dne-pobedy-y-oun-upa-esche-bolshe-razedyniat-ukraynu-sotsyolohy

 

***
Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.