DIE HÖLLE NAMENS «WAFFENRUHE»: AKTUELLE AUGENZEUGENBERICHTE AUS DONEZK

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Die gnadenlosen Artilleriebeschüsse der zivilen Wohngebiete in der Donezker Volksrepublik seitens der ukrainischen Armee und faschistischer Freiwilligen-Bataillone nehmen einfach kein Ende, sondern immer mehr zu, an ihrer genoziden Kraft.

Allein in den letzten 24 Stunden wurde die s.g. «Waffenruhe» bis zu 41 Mal nicht eingehalten. Dabei wurden wieder mindestens 8 Zivilisten schwer verletzt, Dutzende Wohnhäuser und Wohnsiedlungen zerstört, teilweise bis zur Unkenntlichkeit. Die massiven Beschüsse der Bewohner der Republik erfolgen erneut u.a. aus dem Vorort Peski, wo Kiewer Truppen seit Monaten stationiert sind, sowie aus schwerer Artillerie, die den Minsker Vereinbarungen widerspricht.

Bis dato hört das Massaker nicht auf. Aktuelle Brennpunkte der Genozides in der VRD: Donezk und Gorlowka.

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https://www.youtube.com/watch?v=j25B3NjAXeQ&app=desktop

Und so fühlt es sich an, wenn der Tod direkt vor eurer Tür steht:

Aktuelle Augenzeugen-Berichte aus der Volksrepublik Donezk.

8. Juni, 14.52 Uhr

Egor Voronov, Gorlowka:

«Im Westen von Gorlowka. Man hört etwas Schweres. Sehr gewaltige Explosionen und Donner. Die Menschen sitzen schon in ihren Korridoren. Andererseits, wenn man aus dem Fenster schaut, gibt es noch Mutige, die auf der Straße herumlaufen.

17:43 — Und wider gehen die Kämpfe weiter. Aus dem Nord-Westen hört man ununterbrochene Explosionen. Obwohl ich es relativ weit hören kann, wäre es besser, es gar nicht zu hören. Und wieder Artilleriebeschuss.

18:20 — Ruhe

Laut aktuellen Meldungen, die noch nicht bestätigt wurden, wurden in Folge des heutigen Beschusses in Gorlowka 5 Menschen getötet, 5 verletzt, einer davon lebensgefährlich, mit einem Treffer in den Bauch.»

8. Juni, 21:46 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«Oktjabrskij (Donezk) wird stark beschossen. Arme Menschen… Dort sind so viele Kinder! Gorlowka steht wieder unter einem starken Beschuss. Minsk-3, Minsk-4, Minsk-5, Minsk-1500… Tod, Tod, Tod…»

8. Juni, 22:54 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«Donezk»

Donezk
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Donezk

9. Juni, 13:20 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«In Gorlowka gibt es massive Zerstörungen. Omis weinen und verdammen die Familie von Poroschenko. Es wurde aus Dzerzhinskij geschossen… 152-mm-Kaliber gegen ein Wohngebiet. Die Geschosse dieser Waffen wiegen zwischen 40 und 46 Kilo»

9. Juni, 14 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«Gorlowka. Ein Hauseingang kann nicht mehr wiederaufgebaut werden… Einfamilienhäuser sind entweder komplett oder teilweise zerstört. Die Menschen stehen unter Schock. Sie befinden sich täglich unter Beschuss»

Gorlowka
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Gorlowka

9. Juni, 14:40 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«In diesem Moment läuft ein massiver Beschuss des Vorortes Oktjabskij. Sie schießen von Peski aus. Habe mit einer Frau am Telefon gesprochen und gehört, wie ein Geschoss gezischt hat und dann angekommen ist. Hinter den 9stöckigen Wohnblocks steigt ein schwarzer Rauch auf. Beschuss aus 152mm! Die Geschosse kommen ein nach dem anderen an. Schon seit einer Stunde. Auch Einfamilienhäuser wurden direkt getroffen. Die Menschen verstecken sich in ihren Kellern. ICH SCHREIBE ES NOCH EIN MAL — dort gibt es sehr viele Ältere und Kinder! In Spartak findet gerade ein massivster Kampf statt.»

9. Juni, 18 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«In Oktjabskij brennen 5stöckige Wohnhäuser. 4 Wohneingänge, in denen Menschen lebten, stehen in Flammen. Der Beschuss hört nicht auf… Die Menschen schreien… (Laut einem Menschen, der gerade dort ist, funktioniert glücklicherweise noch die Verbindung) Minsker Vereinbarungen — das sind materielle Worte. Und ich bitte, in meiner Gegenwart sie nicht mehr zu benutzen.»

9. Juni, 18:30 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«Kämpfe in der Nähe von Zhabunki»

9. Juni, 18:40 Uhr

Irina Belokolos, Donezk

«Die Jungs sind aus Oktjabr zurückgekehrt. Haben ein Video mitgebracht. Eine Frau schreit dort ganz hysterisch. Und ich kann sie gut verstehen. Sie leben schon seit einem Jahr unter den Beschüssen. Dort sind Kinder. Ältere. Man kann kein einziges Haus finden, das nicht zerstört ist. Und was sagt man da in Kiew? Die Menschen aus der Umgebung verlassen ihre Orte. Sie weinen. Sie lassen alles stehen und hinter sich… Bla-Bla-Bla. Aber ich kann nichts dabei empfinden…»

9. Juni, 19 Uhr

Graham Phillips, Donezk

«Schlechte Neuigkeiten: Einige Häuser kamen unter einen Beschuss seitens der Ukraine. Sie stehen in Flammen. Im Oktjabskij Gebiet von Donezk.»

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9. Juni, 19 Uhr

Egor Voronov, Gorlowka

«Seit 21.36 und während der letzten 7 Minuten konnte man in den westlichen Gebieten von Gorlowka starke Kämpfe hören, die sich nach einem Panzerkampf angehört haben. Dann 5 Minuten Pause und dann wieder, ca. 4 Minute lang. Jetzt ist wieder ruhig.

Seit 22.45 Uhr läuft die Artillerie.

Die Kämpfe finden weiter statt. 23.45 Uhr hat ein starker Beschuss der westlichen Regionen begonnen…»

9. Juni, 21:30 Uhr

Graham Phillips, Donezk

«An update from Gorlovka today surveying the damage after Ukrainian shelling rained down on a residential area»

10. Juni, 1:30 Uhr
Marina Swetowa, Donezk

«Video. Oktjabrskij heute. Anschauen ohne Schmerz und Trännen unmöglich :((((«

10. Juni, 2:30 Uhr

Marina Swetowa, Donezk

«Noworossija am Sterben. Ein Stück Realität.»

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10. Juni, 10:30 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«Donezk. Die Folgen des gestrigen Nachtbeschusses. 10 Wohnungen sind völlig ausgebrannt. Mehrere Einfamilienhäuser wurden komplett zerstört. Fensterscheiben sind zersprungen, auf der gesamten Straße fehlen Türen. Oktjabskij. Habe nur wenig aufgenommen. Dort ist wieder Beschuss. Ein Kindergarten wurde direkt getroffen. Das hält keiner mehr aus.»

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10. Juni, 12:40 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«Ein Kindergarten wurde getroffen. (Oktjabrskij Gebiet). Einfamilienhäuser stehen in Flammen. In Gorlowka ist die Hölle. Bei uns ist Krieg. Man kann zwar die Minsker Vereinbarungen einhalten, aber nicht auf Kosten von unschuldigen Menschen. Ich verstehe das Bild immer weniger. Was bedeutet eigentlich Waffenstillstand? Eine Fixierung der Todesopfer? Menschen! Dort sind doch Menschen! Oh Gott! Das ist nicht mehr auszuhalten…»

10. Juni, 13:30 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«Das kam in der Nacht an… Ein riesen Graben jetzt im Hof.»

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10. Juni, 13:32 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«Gorlowka»

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10. Juni, 13:45 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«Die Geschosse kommen so massiv an, dass man sie schon im Stadtzentrum hören kann. Es gibt keine Verbindung mehr. Donezk wird wieder gebombt. Laut dem Geräusch empfängt Putilowka gerade die Geschosse»

10. Juni, 14:45 Uhr

Irina Laschkevich, Donezk

«Ich frage die Kinder in der Beschusszone «Wenn ihr einen Zauberstab hättet, was würdet ihr euch wünschen?» Sie sagen «Frieden»… Und schweigen. Sie haben keinen zweiten oder dritten Wunsch»

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