DONBASS AKTUELL: DIE SCHLINGE ZIEHT SICH ZU

0
135

575
KIEWS GROSSOFFENSIVE IM ANMARSCH — MIT HILFE AUS DEM AUSLAND

Der Genozid in Donbass darf weiter gehen: Das EU-Parlament hat einem weiteren Kredit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro an die Ukraine zugestimmt.

Nun wird es dank der Hilfe unserer westlichen Welt dem ukrainischen Präsidenten Poroscheko endlich gelingen, die Modernisierung seiner Armee nach seinen Vorstellungen durchzuführen, die in Kürze ihre nächste großräumige Offensive gegen die Donbass Bewohner startet wird. Mit insgesamt 250.000 Mann, die dafür landersweit massiv einberufen wurden.1

„Bereits elf Staaten haben der Ukraine militärisch-technische Hilfe geschickt. Die ukrainische Armee hat einmalige Kampferfahrungen bei Hybridkriegen gesammelt und ist jetzt so stark wie noch nie zuvor», teilte Poroschenko am Samstag in Kiew mit.2

Doch auch diese Finanzspritzen reichen dem ukrainischen Premier Arsenij Jazenjuk scheinbar nicht. Er fordert weitere finanzielle Unterstützung von seinen westlichen Verbündeten, um die Donbass-Region endgültig «zurückerobern zu können».3

PayPal

Gleichzeitig ist Kiew jetzt auch bereit, die Anwerbung ausländischer Söldner offiziell zu legalisieren. Der Gesetzesentwurf, laut dem ab sofort sogar Personen ohne Staatsangehörigkeit in der ukrainischen Armee dienen dürfen, ist zur Abstimmung in der Obersten Rada eingereicht worden. Außerdem wurde auch eine Änderung des Migrationsgesetzes vorgeschlagen, nach der jeder, der 3 Jahre in der ukrainischen Truppe diente, eine fristlose Aufenthaltserlaubnis erhält. 4

Na dann… Auf geht’s in den Krieg, du Welt. Jetzt dürfen die Donbass Bewohner auch weiterhin durch die Hände des Westens ganz offiziell getötet werden.

Dem antifaschistischen Widerstand ist bereits seit längerem bewusst, dass Kiew ein weiteres Massaker in Donbass vorbereitet. Laut dem Chef der Volksrepublik Donezk Alexander Zaharchenko sucht Poroschenko nach einer nächsten gewaltsamen Lösung des Konfliktes, indem er seine Armee aufstockt und ihre Bewaffnung mit Unterstützung des Westens verstärkt.5

Booking.com

 

DONBASS ERNEUT UNTER BESCHUSS — AUF ALLEN FRONTLINIEN

Um auf die Offensive auch physisch gut vorbereitet zu sein, finden aktuell in der ganzen Ukraine Militärmanöver statt. Und seit Samstagnacht haben die Kiewer Truppen auch den Beschuss u.a. von Wohnvierteln in Donezk wieder aufgenommen. Dabei mussten die Zivilisten solcher Bezirke wie Kirowskij und Petrowskij erneut um ihr Leben bangen. Im Zuge der gnadenlosen Wiederaufnahme eines massiven Artilleriefeuers seitens der ukrainischen Armee wurde die am 12. Februar vereinbarte Waffenruhe am 21. März mindestens 34 Mal gebrochen. Daraufhin kamen 3 friedliche Bewohner von Donezk mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.6

Gorlowka, 20.03.2015, nach dem Beschuss der ukrainischen Armee:

 

Seit heute stehen nun auch die Wohnviertel von Peski und Spartak unter massiven Beschuss mittels Minenfeuer und Schusswaffen. Wie der antifaschistische Widerstand heute mitteilte, wurde die Waffenruhe in diesen Gebieten allein in den letzten 24 Stunden bis zu 41 Mal nicht eingehalten.7

Auch der Hauptbahnhof von Donezk musste heute gegen 11 Uhr unter einem Direktbeschuss der ukrainischen Armee leiden:

 

«SIE HABEN HIER ALLES GEZIELT ZERSTÖRT»

Und in der Nähe von Mariupol, in der Kleinstadt Schirokino, wissen die Menschen überhaupt nicht, was «Minsker Frieden» oder «Waffenruhe» bedeuten. Das Gebiet samt ihrer Einwohner steht bis dato unter ständigem Beschuss der ukrainischen Truppen:

«Sie haben hier alles gezielt zerstört, damit wir keine Möglichkeit haben, in die Nähe zu kommen. Diese Straße hier ist eine Hauptstraße. Sie beschießen also gezielt die Hauptstraßen… Und damit auch die friedlichen Einwohner. Sie haben auch die Lebensmittelläden beschossen, damit sich die Menschen weder etwas zu essen kaufen noch sich verstecken können. Sie beschießen alles, um gezielt die Bewohner von hier wegzujagen…», erzählt ein Widerstandskämpfer dem Kamera-Team (6:50 min)

Mit dem massiven Bruch der Waffenruhe zerstört Kiew jedoch nicht nur jede Hoffnung auf Frieden in Donbass, sondern auch alles, was den Osten der ehemaligen Ukraine mit ihren Peinigern je verbunden hat. Am 21. März zerstörten die ukrainischen Streitkräfte beispielsweise auch die letzte Verbindungsbrücke zwischen der Volksrepublik Lugansk und der Ukraine. Laut dem Katastrophenministerium wurde dabei seitens des Dorfes Bolotennoe, welches sich unter Kontrolle der ukrainischen Streitkräfte befindet, aus Panzern und schweren Mörsern geschossen.8

 

 

Dass derartige Militärmaßnahmen der Ukraine gezielt zur Verschlimmerung der humanitären Katastrophe in Donbass führen, ist kaum zu übersehen. In der aktuellen Sitzung zwischen Russland und dem UN-Sicherheitsrat mussten die internationalen Experten feststellen, dass die Ignoranz und Intoleranz seitens Kiew diesbezüglich für über 5 Mio. Donbass Bewohner einen weiteren, bitteren Kampf ums Überleben bedeutet.9

Auch die OSZE wirft dem ukrainischen Militär anhaltende Behinderung der Beobachter vor. So sei eine Beobachtergruppe der OSZE in einem nordwestlichen Vorort von Lugansk vom ukrainischen Militär gestoppt worden. Nach etwa 15-minütigem Warten habe der zuständige Kommandeur den Beobachtern die Weiterfahrt verwehrt. Ein weiteres Beobachterteam sei an einem ukrainischen Kontrollposten zwei Kilometer nördlich von Perwomajsk (50 km westlich von Lugansk) gestoppt worden.10 



Booking.com

 

«NICHT MAL DIE DEUTSCHEN HABEN DAMALS SOVIEL VERMINT, WIE ES DIE UKRAINER JETZT GETAN HABEN»

Doch auch ohne Artilleriefeuer müssen heute die Donbass Bewohner in höchster Lebensgefahr weiterleben. Denn das gesamte Gebiet im Osten der ehemaligen Ukraine wurde dank der Kiewer Truppen vermint. Vor allem Kinder werden zu Opfern derartiger «Geschenke», die ihnen die ukrainische Armee direkt vor ihrer Haustür hinterlassen hat.

In Donezk hatte ein Junge, der mit seiner Mutter und seiner kleinen Schwerster durch den Wald lief, Glück im Unglück gehabt. Nachdem er auf eine Mine trat, wurde er ohnmächtig, wachte kurz darauf neben seiner eigenen Blutpfütze auf und landete anschließend im Krankenhaus. Nun fehlt ihm die Hälfte eines Fingers. Seine kleine Schwester blieb glücklicherweise unverletzt. Seine Mutter wurde mit Splitterverletzungen im Bein ebenso hospitalisiert.

 

In Debalzewo sollen sogar bis zu 90% der Fläche vermint sein.

«Ich glaube, in keinem anderen Krieg wurde so großräumig vermint, wie hier. Nicht mal im 2. Weltkrieg. Nicht mal die Deutschen haben damals soviel vermint, wie es die Ukrainer jetzt getan haben», meint der Ministerpräsident der Volksrepublik Zaharchenko.11

 

So sieht also heute der «Minsker Frieden» in Donbass aus. Und unsere westliche Welt tut alles Mögliche dafür, dass dieser Krieg noch weiter gehen darf. Ohne Moral und Rücksicht auf die Kinder, Frauen, kranke und alte Menschen, die von Kiewer Truppen und mit finanzieller Unterstützung der EU in nur einem Jahr bereits tausendfach getötet wurden.

 

 

Quellen:

1 http://de.sputniknews.com/militar/20150321/301591556.html#ixzz3V7B0Lgg9

2 http://de.sputniknews.com/militar/20150322/301595113.html#ixzz3V75tqzaY

3 http://www.rtdeutsch.com/14837/headline/ukrainischer-premier-nach-neuem-eu-kredit-ausreichend-finanzmittel-fuer-rueckeroberung-des-donbass/

4 http://news-front.info/2015/03/21/kiew-legalisiert-die-anwerbung-auslandischer-soldner/

5 http://de.sputniknews.com/politik/20150320/301584909.html#ixzz3V7DXwzsf

6 http://de.sputniknews.com/militar/20150321/301589692.html#ixzz3V7Bjl2Xk
7 http://news-front.info/2015/03/22/srochnoe-soobshhenie-opolchencev-dnr-idet-boj-v-rajone-pesok-i-spartaka/
8 http://de.novorosinform.org/news/id/9015
9 http://ria.ru/world/20150320/1053709877.html
10 http://de.sputniknews.com/politik/20150322/301596237.html#ixzz3V7WiGsRx
11 http://ukraina.ru/news/20150313/1012386877.html

 

***

Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.



Booking.com