DONBASS AKTUELL: GENOZID-OFFENSIVE IM VOLLEN GANGE

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Trotz der vereinbarten Waffenruhe, die, wie wir bereits alle wissen, nur auf dem Papier existiert, haben sich die Kämpfe auf dem Boden der Volksrepubliken Donezk und Lugansk in dieser Woche wieder hochgradig verschärft.

Nur innerhalb der letzten 24 Stunden soll der s.g. «Waffenstillstand» insgesamt mehr als 100 Mal gebrochen worden sein. Nur in den letzten 5 Tagen sind 700 Soldaten der ukrainischen Armee ums Leben gekommen und rund 2000 wurden verletzt. Auf der Seite des antifaschistischen Widerstandes wurden 15 getötet und ca. 50 verletzt.

Es gibt unzählige Zerstörungen in Wohnvierteln, Schäden an Infrastruktur und Kommunikationen. Mehrere Stadtviertel sind aktuell wieder ohne Strom. Aber auch die eisige Kälte sowie die Hungersnot im gesamten Kriegsgebiet Donbass bringen insbesondere die Einwohner an ihre psychischen und physischen Grenzen.

 

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Bis heute werden auf allen Frontlinien schwere Gefechte gemeldet. Heftige Kämpfe und Artillerieschläge finden in allen Vororten der Metropole Donezk und der Großstadt Lugansk statt.

So hat die ukrainische Armee heute erneut den Stadtkern von Donezk massiv beschossen:

 

Aber auch versucht, die Stellungen des Widerstandes am Flughafen und in Marjinka, westlich von Donezk, zu stürmen. Sogar Kampfjets wurden dabei von den Ukra-Faschisten eingesetzt — zum Bombardieren von Marijanka, Petrovka und Gorlowka.

 

Es gibt auch schwere Gefechte rundum Lugansk sowie in den Städten Staniza Luganskaya, Sewerodonezk, Krymskoe und Slavyanoserbsk.

 

Und so sieht dieses Leid aus der Luftperspektive aus. Ein unbeschreiblich schmerzvoller Anblick:

 

 

4-Tage-Rückblick: Die Chronologie des Genozides in Donezk

Am 14. Januar begann Kiew einen Großangriff auf Donbass. Sowohl in der Volksrepublik Donezk als auch in Lugansk hört das massive Artilleriefeuer bis heute nicht auf.

Zu den ersten schweren Zusammenstößen kam es im Donezker Flughafen sowie in der Stadt Gorlowka, die bis dato unter einem unmenschlichen Beschuss und Feuer stehen.

Am 15. Januar hat die ukrainische Armee all ihre militärischen Kräfte in der Nähe von Donezk konzentriert. Zum Beispiel in Awdejewka, Nikischino und Debalzewo.

 

Am 17. Januar hat Kiew einen weiteren Großangriff gestartet.

 

Zum einem auf den Flughafen von Donezk:

 

Zum anderen auf die Wohngebiete (!) der Donbass-Einwohner.

 

Doch der Widerstand schläft nicht. Er antwortet. Mit Entschlossenheit. Tag für Tag. U.a. mit den Mehrfachraketenwerfern Grad:

 

 

Gezielter Artilleriebeschuss der zivilen Wohngebieten

Die friedlichen und unschuldigen Menschen von Donbass müssen erneut am meisten unter der enormen Ukra-Offensive leiden. Neben ununterbrochenem Artilleriefeuer auf das Flughafengelände, massiven Zerstörungen der Wohngebiete und vielen Bränden rund um Donezk gibt es unheimlich viele Verletzte unter den Zivilisten. Aber auch Tote.

 

14.01.2014, Gebiet Kujbyschewskij

Dieser alte Mann hat vor 70 Jahren den 2. Weltkrieg überlebt. Den Bürgerkrieg, den seine eigene Regierung im Jahre 2014 angezettelt hat, leider nicht.

 

Und so geht es dort bis heute weiter:

 

17.01.2014, Gebiet Kujbyschewskij:

Am 17. Januar wurden in Kujbyshewskij Gebiet mindestens 2 Menschen getötet. Ein Mann und eine Frau. Es war ein Ehepaar. Genau hier, mitten auf der Straße, in der unmittelbaren Nähe ihres Hauses. Die Blutspuren auf dem Schnee sowie das Donnern der Kanonaden im Hintergrund erinnern die Nachbarn sekündlich daran, dass ihr Leben für die Ukra-Faschisten nichts kostet. Deshalb packen nun einige Einwohner wieder ihre wichtigsten Sachen zusammen, um von hier, von ihrem Zuhause, jetzt endgültig wegzugehen.

Wer dennoch bleiben will bzw. keine Möglichkeit nach, wegzugehen, versucht, unter solchen Kriegsbedingung und in der eisigen Kälte, die seit Wochen in Donbass herrscht, zu überleben. Wenigstens zu überleben. Für seine Kinder, für seine kranken Eltern. Oder einfach nur aus Prinzip, um der Ukraine einfach zu zeigen, dass sie sich nicht unterkriegen und ihren Boden nicht verlassen werden. Niemals. Für nix auf dieser Welt.

 

17.01.2014, Slowatskaja Straße:

Die Bewohner schauen sich die Folgen des Beschusses an und können ihren Augen nicht trauen, dass sie, mitten in Europa, im 21. Jahrhundert, in der Nähe eines Kindergarten, einer Kirche und neben ihren Wohnhäusern heute Geschosse solchen Kalibers finden:

 

18.01: Kirowskij, Petrowskij, Kiewskij, Woroschilowskij, Kujbyschewskij Gebiet, Makeewka:

Alle Gebiete von Donezk standen heute unter einem schrecklichen Beschuss. Von Wohnhäusern über Einkaufszentren bis hin zu Schulen und Kindergärten — all das stand im Mittelpunkt des Ukra-Beschusses.

 

Die Folgen: Massivste Zerstörungen, Brände, mindestens 2 Tote, darunter 1 Kind. Und unheimlich viele Schwerverletzen.

 Photos of the day - January 18, 2015

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.

 

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