DONBASS AM LIMIT: KRIEG AN ALLEN FRONTEN. UKRA-XXL-OFFENSIVE VOR DER TÜR

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Laut den aktuellen Meldungen des Widerstandes und den Augezeugen-Berichten laufen bereits seit Tagen massive Kämpfe entlang der ganzen Frontlinie. Sowohl in der Volksrepublik Donezk als auch in Lugansk. Die Experten rechnen, entsprechend der von ihren ausgewerteten Koordinaten ukrainischer Militär-Positionen, jede Minute mit einer ganzflächigen Offensive der Kiewer Truppen in Donbass.

Heute, am 12. August, gegen 16 Uhr Ortszeit, wurde gemeldet, dass die Volksarmee der Volksrepublik Donezk in eine absolute Alarmbereitschaft versetzt wurde. Die Experten vermuten, dass es sogar unter Umständen zu einem weiteren möglichen Luftangriff seitens der Ukrainischen Streitkräfte kommen kann. http://cassad.net/vazhnoe/16232-v-dnr-obyavlena-boevaya-trevoga.html

Basurin (DVR): Kiew bereitet sich auf einen Durchbruch nach Donezk vor

Im Mittelpunkt des Zielmassakers steht u.a. die ehemalige Millionenmetropole Donezk. Denn genau von den o.g. ermittelten Positionen rund um Donezk aus erfolgen seit Tagen massive Beschüsse der zivilen Gebiete des süd-westlichen Teils der Stadt. Zudem steigt die Anzahl von schwerer Technik und Militärkraft immer weiter an.

Die Folgen: Neben der letzten Hoffnung auf den Minsker Frieden, der in Donbass theoretisch seit dem 12. Februar 2015 gilt, praktisch jedoch bis dato ausschließlich auf dem Papier existiert, müssen auch weiterhin unschuldige Kinder, Rentner und Frauen sterben. Und das täglich, dutzendfach, in beiden Republiken.

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Allein in den letzten 24 Stunden wurden seitens des ukrainischen Militärs bis zu 500 Geschosse gegen die Zivilbevölkerung abgefeuert, wobei mindestens 1 ältere Frau infolge schwerer Splitterverletzungen ums Leben. Dabei soll es erneut zu einem mehrfachen Einsatz von untersagten «Grad»-Raketenwerfern gekommen sein. Dies meldete am 11. August der stellvertretende Kommandeur der Milizen der DVREduard Basurin in seiner aktuellen Stellungnahme zur Lage in Donbass:

Zudem hat Basurin die Öffentlichkeit darauf hingewiesen, dass die Vorbereitungen der Truppen des faschistischen Kiewer Regimes auf die nächste Stufe einer Eskalation des Kriegs in Donbass im Moment auf Hochtouren laufen und bereits in Kürze ihren Höhepunkt erreichen werden:

«Das ATO-Kommando führt weiterhin eine aktive Vorbereitung auf eine großräumige Offensive gegen die Volksrepublik Donezk. Und die ukrainischen Medien sind schon soweit, dass sie nicht nur die Tatsachen über die Geschehnisse im Osten der Ukraine verdrehen, sondern nun auch angebliche Meldungen der OSZE zitieren und dabei mit einem Publikum rechnen, welches sich nicht die Mühe machen wird, den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen zu prüfen».

In diesem Zusammenhang wendet sich Eduard Basurin auch an die OSZE-Mission. Mit der Bitte, in solch einer prekären Situation wie heute eine unabhängige und objektive Berichterstattung in Donbass zu garantieren.1

Mit geballter Kraft und immer wieder versuchen die Streitkräfte der Ukraine samt ihrer faschistischen Freiwilligen-Bataillone die ukra-freien Gebiete von Donbass zu durchbrechen und verwenden dabei alle Arten von schweren Waffen und Militärtechnik, die den Minsker Vereinbarungen vom 12. Februar widersprechen. Und wie immer ohne Rücksicht auf die Verluste bei der Zivilbevölkerung. Dies teilte u.a. am 10. August der Vorsitzende des Volksrates der Donezker Volksrepublik, Andrej Purgin offiziell mit. Dabei betonte er, dass der absolute Brennpunkt des Krieges in der Volksrepublik Donezk weiterhin die Kleinstadt Gorlowka und die Umgebung bleibt.2
Und Andrej Purgin hat leider nicht übertrieben. Ganz im Gegenteil.



Massaker am Badestrand von Gorlowka: 12 Tote und 27 Schwerverletzte

Am 9. August stand Gorlowka rund 16 (!) Stunden lang ununterbrochen unter Beschuss seitens der Kiewer Truppen. 16 Stunden lang! Die ganze Nacht, den ganzen Morgen, den ganzen Tag… Welches Leid haben die unschuldigen Menschen dieser Stadt in diesen ewigen Stunden der Angst wieder ertragen müssen?!!! Einfach unvorstellbar!

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Neben den Wohngebieten der Stadt wurde an diesem für Gorlowka in jedem Sinne heißen Sonntag auch der Badestrand Karjera gezielt und gnadenlos beschossen. Mit grausamen Folgen: 12 Zivilisten getötet und 27 weitere schwer verletzt.

Bis zum 9. August 2015 war Karjera der einzige Ort in der Umgebung von Gorlowka, wo die Menschen sich vom Krieg etwas erholen konnten: Mit Freunden und Familie gemeinsam baden, sonnen, lachen… Doch an diesem Tag kam es zu einer nächsten Tragödie: Die Ukris haben einen gezielten Beschuss der sich am Strand befundenen Zivilisten durchgeführt. Erneut aus den 152mm Gaubitzen, die laut den Minsker Vereinbarungen vom 12. Februar 2015 aufgrund ihrer massiven Zerstörungskraft im militärischen Konflikt in Donbass verboten sind. Die Augenzeugen und Überlebenden berichten, was für eine Hölle sie wieder durch- und überleben mussten:

«Nachdem das erste Geschoss angekommen ist, sind wir sofort aufgestanden und haben sind vom Strand geflüchtet. Denjenigen, die mit dem Auto da waren, hat man sofort die Kinder in die Hände gegeben, mit der Bitte, sie so schnell wie möglich hier wegzubringen. Aber viele haben versucht, ohne stehen zu bleiben, dieser Hölle einfach zu entkommen, um dabei ihre Haut zu retten. Denn das Leben eines 5jährigen Kindes war ihnen in dem Moment egal. Die Menschen standen unter Schock, gerieten in Panik, alles geschah so schnell. Nach dem ersten Geschoss kamen sofort 3 weitere. Nacheinander, direkt auf die Menschen zu. Schrei, Hysterie, Blut aus den Ohren, Kontusion. Hölle…»3

Seitdem fehlt den Menschen in Gorlowka nicht nur an Frieden, Lebensmitteln und Medikamenten, sondern auch an Wasser und Elektrizität.

Aber auch in der Nacht vom 10. auf den 11. August stand Gorlowka — genau so wie Oktjabrskij Gebiet von Donezk sowie Staromihajlowka und Nowolaspa — erneut in Flammen.Dabei wurden bereits am frühen Morgen 2 Zivilisten schwer verletzt, davon 1 ältere Frau, sowie 3 weitere getötet. Und gegen Abend musste ein weiterer Zivilist sein Leben im Namen der «einheitlichen Ukraine» verlieren.

Die ukrainische Journalistin Irina Laschkevich schrieb in dieser Nacht aus Donezk:
«Beschuss von Oktjabrskij. Auf der Tschehoslowatskaja Strasse steht ein Haus in Flammen… Ich verstehe die Vereinbarungen nicht, wo man täglich die Menschen EINFACH SO erschießt. Sie beschießen gezielt ausgewählte Gebiete. Nicht ganz Donezk, sondern ganz bestimmte Gebiete. Leben in diesen Gebieten etwa keine Menschen?.. Ein komischer Krieg. Jeden Tag fliegen Geschosse über ihre Köpfe. Ich höre langsam auf, die Regeln des Krieges zu verstehen. Die Regeln dieses Krieges.»

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Wann wird es denn endlich wieder Frieden geben, den sich die unschuldigen Menschen in Donbass bereits seit über einem Jahr so sehnsüchtig auf ihrem Heimatboden wünschen? Wie zum Beispiel die kleine Polina aus Gorlowka:

«Sie beschießen uns ganz schlimm. Und wir sitzen in unseren Kellern. Es ist einfach grausam. Aber ich wünsche mir, dass es überall Frieden gibt. Dass keiner mehr beschossen wird. Dass alles wieder gut wird. Dass sich alle Menschen immer vertragen, auch wenn sie sich ein bisschen gestritten haben. Und will, dass es gar keine Streits mehr gibt. Und dass es nie wieder Krieg gibt. Sollen die doch von mir aus schon morgen das alles beenden! Damit es nie wieder einen Krieg gibt. Nie wieder! Nie wieder! Nie wieder!»

Weitere Quellen:

1http://politexpert.net/1280-basurin-vsu-gotovitsya-k-shturmu-dnr.html

2 http://ria.ru/world/20150810/1175836326.html

3http://aloxov.net/armiya-i-voynyi/karer-gorlovka/#more-10797

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.

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Alle Hintergründe zum Ablauf unserer Schulspenden-Aktion

a) inkl. 2 Überweisungsmöglichkeiten:

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b) inkl. aktuellem Spendenstand (Stand 29. Juli 2015): 
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