+++EIL: FILTRATIONSSTATION BESCHOSSEN — WEITERE 500.000 MENSCHEN OHNE WASSER IN DONBASS

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Spätestens seit letzter Woche finden in Donbass erneut massive Kämpfe entlang der ganzen Frontlinie statt: Von Mariupol bis Gorlowka. Die Repräsentanten der beiden Volksrepubliken  Donezk und Lugansk sehen es als eine «geplante Operation des Kiewer Regimes» an. Im Vergleich zu den kontinuierlichen, militärischen Provokationen der vergangenen Wochen seitens der faschistischen Freiwilligen-Bataillone, ausländischen Scharfschützen und der (teilweise betrunkenen) ukrainischen Soldaten.

Allein im Zeitraum vom 13. bis zum 15. März wurde die Volksrepublik Donezk rund 900 (!) Mal beschossen. Insgesamt stand die DVR in der letzten Woche 2009 Mal unter Beschuss, darunter 982 Mal unter Anwendung von schweren Waffen, die dem Minsker Abkommen widersprechen.

Bis dato bleibt die Lage an der Front höchst angespannt und gefährlich. Die Anzahl der Opfer steigt von Tag zu Tag auf beiden Seiten. Die Bewohner der direkt an der Front liegenden Gebiete haben sich bereits vor Wochen in ihre Keller und Bunker zurückgezogen, die sie heute aus Angst um ihr Leben weder nachts noch tagsüber verlassen.

Die absoluten Brennpunkte der Krieges sind im Moment hauptsächlich zivile Gebiete. U.a. die Siedlungen Jasinowataja, Zajzewo, Spartak, Staromihajlowka, Zhabunki, Dokuchewsk, Veseloe, Bergwerk Gagarin, Kominternowo, Aleksandrowka, Lozowoe, Sahanka, Bezymennoe, Sosnowskoe, Nikolaewka, aber auch der Donezker Flughafen und die Umgebung, «Volvo-Zentrum» sowie die Gebiete Petrowskij und Kujbyschewskij von Donezk.

Eduard Basurin, stellvertretender Verteidigungsminister der DVR, am 14. März 2016:

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[youtube url=»https://youtu.be/EvileYgHKAk»]

«Der Bruch der Minsker Vereinbarungen seitens der ukrainischen Truppen ist heute zum System geworden. Dabei werden jedoch keine Sanktionen eingeführt, keine gerichtlichen Verfahren gegen die Kriegsverbrecher eingeleitet. Niemand will die Verantwortung für den Tod und die Leiden der Menschen übernehmen!»

 

Zajzewo: Donbass-Zivilisten und ausländische Journalisten unter Beschuss

In der Siedlung Zajzewo wurde am 14. März im Zuge einer Ukra-Geschossexplosion ein Wohnhaus komplett zerstört und abgebrannt. Und nur, weil sich die Familie zu diesem Zeitpunkt im Keller aufhielt, konnte sie dieses Massaker überleben.

14.03.2016: Beschuss der Siedlung Zajzewo — mitten am helllichten Tag:

[youtube url=»https://youtu.be/4suFQXcN7ls»]

Und seine Folgen: 

[youtube url=»https://youtu.be/qa3HAvLvTRo»]

Ein Widerstandskämpfer berichtet dem Kamera-Team, wie schwer dieser Kriegsalltag ist — insbesondere für die Zivilisten, die die Kiewer Truppen, inklusive Scharfschützen, zu ihrer allerliebsten Zielscheibe gemacht haben:

«Normalerweise geht der Beschuss hier gegen 5-6 Uhr am Abend los. Heutzutage jedoch finden die Provokationen ganztägig statt… Doch wir lassen uns nicht provozieren! Die Scharfschützen sind hier auch sehr aktiv. Aktuell beschießen sie aber nicht nur uns, sondern auch jeden, der im Dorf unterwegs ist. Alle Fenster hier, die sie sehen, sind mit Holz bedeckt, weil sie schon alle kaputt sind. Auf dieser Seite gibt’s überhaupt kein einziges ganzes Fenster! Doch unsere Zivilisten sind stark. Niemand verlässt die Siedlung. Die Jungen sind an der Front, die Alten sind mit dem Haushalt beschäftigt.»

Doch das war noch nicht alles: Als die Kiewer Truppen das Feuer gegen die Siedlung Zajzewo (im Norden von Gorlowka) eröffnet haben, kamen auch Journalisten unter den gnadenlosen Beschuss. Und zwar aus der Volksrepublik Donezk, aus Russland (u.a. «Erster Kanal», «Zvezda») und sogar aus China («Sinhua»). Der Beschuss erfolgte laut dem Verteidigungsministerium der DVR gezielt, aus Granatenwerfer.

[youtube url=»https://youtu.be/xzt5BcYxX0w»]

Tschermalyk: Frau direkt vor der Haustür ermordet, weil sie sich beschwert hatte

Doch nicht nur durch die Geschosse der «Helden der Ukraine» leiden und sterben unschuldige Menschen in Donbass, sondern auch direkt durch ihre Hände. Wie das Verteidigungsministerium der DVR am 14. März mitteilte, haben die ukrainischen Soldaten in der Siedlung Tschermalyk, die im Süden von Donbass unter Kontrolle der Kiewer Truppen steht, eine 42-jährige Frau erschossen. Direkt vor ihrer Haustür. Warum? Sie hat von ihnen gefordert, die Beschüsse nicht mehr von ihrem Hof aus zu tätigen.

Derartige Beschüsse der Stellungen des Widerstandes von zivilen Wohngebieten aus sind in der o.g. Siedlung v.a. in diesem Jahr zum schrecklichen Alltag der dort lebenden Zivilisten geworden. So wurden beispielsweise am 17.  Februar 2016 in Folge der Ukra-Greueltaten 4 Wohnhäuser zerstört. Am 25. Februar — 3 weitere Einfamilienhäuser.

Schlechte Vorzeichen des Krieges: Neue Ukra-Panzerkolonnen auf dem Weg nach Donezk

Zudem berichten die Donbass-Bewohner sowie der Geheimdienst der DVR fast täglich vom verstärkten Aufkommen neuer militärischer Einheiten und Technik der regulären Truppen der Ukraine sowie der ukrainischen Nationalgarde an der Front.

Ein Donbass-Bewohner hat vor 2 Tagen in den sozialen Netzwerken gemeldet:

«Den ganzen Tag fahren hier unzählige Panzerkolonnen nach Donezk und Gorlowka. Habe sowas schon lange nicht mehr gesehen. Die Peiniger versuchen, unsere Verbindung zu drosseln, doch wir finden trotzdem immer wieder eine Möglichkeit, den Widerstand darüber zu informieren. Konstantinowka — auf der Landstraße Telman ist eine Ukra-Kolonne unterwegs: 5 Panzer, 2 Selbstfahrlafetten, 4 Haubitzen und 3 Fahrzeuge mit Treibstoff. Sie gehen nach Artemowsk, danach wahrscheinlich nach Dzerzhinsk und dann nach Majorsk.» 

Eine Ukra-Panzerkolonne auf dem Weg von Artemowsk (seitens der Ukraine okkupiertes Gebiet) nach Donezk:

 

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Auch kein gutes Vorzeichen: Laut der offiziellen Donezker Nachrichtenagentur DAN haben die Kiewer Truppen mit der Evakuierung der Siedlung Marjinka begonnen — im Sinne einer Vorbereitung ihrer geplanten Offensive, so DVR.

Weitere humanitäre Katastrophe: 500.000 Menschen ohne Wasser durch Zerstörung der Filtrationsstation in Jasinowataja

Wie bereits am 7. März 2016 berichtet, hat das ukrainische Militär versucht, auf das Territorium der Volksrepublik Donezk, in der Nähe der Siedlung Jasinowataja, gewaltsam zu gelangen. Mit dem Ziel, die Landstraße Donezk — Gorlowka einzunehmen. Seitdem ist Jasinowataja wegen ihrer strategischen Relevanz zu einem der gefährlichsten Orte in Donbass geworden. Denn bis heute bleibt die Lage dort mehr als angespannt. Hierzu gibt es eine gute und eine schlechte Neuigkeit:

Indem die Kiewer Truppen versucht haben, das Gebiet einzunehmen, wurden sie vom Widerstand mit Erfolg entsprechend zurückgewiesen. Und dennoch ist es ihnen gelungen, die s.g. Filtrationsstation zu zerstören, die 1/3 der Stadt und Umgebung, Donezk inklusive, mit Wasser versorgt. Die Folgen: Rund 500.000 Menschen müssen heute ohne Wasser auskommen — auf eine unabsehbare Zeit. Eduard Basurin sieht diese Greueltat der Kiewer Truppen als «ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, welches zum Ziel hat, eine (weitere) humanitäre Katastrophe auf dem Territorium der Volksrepublik zu bewirken»

Bei seinem Durchbruchsversuch in Jasinowataja hat Kiew jedoch bereits in einer kurzen Zeit große Verluste erlitten: Am 12. März 2016 teilte Eduard Basurin mit, dass mindestens 31 Soldaten der ukrainischen Armee getötet wurden. 71 weitere erlitten Verletzungen verschiedenen Grades.

Dabei hat Basurin betont, dass die Regierung in Kiew erneut versucht, ihre militärischen Verluste zu verstecken, «um sich der Verantwortung in Bezug auf diese Kriegsverbrechen zu entziehen»:

«Die Versuche, dieses Territorium einzunehmen, wurden seitens der ukrainischen Truppen nicht zum ersten Mal unternommen. Das Ergebnis ist euch allen bekannt. Doch um sich zu rechtfertigen, zeigt sich die kriegspolitische Leitung (der Ukraine) wieder von ihrer guten Seite, indem sie die Massenmedien dazu nutzt, um der Öffentlichkeit von ihren Fake-Siegen zu erzählen. Doch die Volksrepublik Donezk wird auch weiterhin seinen Heimatboden Donbass verteidigen!»

Weitere Infos folgen.

DONBASS WIRD LEBEN.

Doch dafür brauchen wir dringend eure Unterstützung.

 

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Unterstützt unsere aktuelle Mission zur Sicherung des Überlebens der Donbass-Bewohner, die sich bereits seit über 1,5 Jahren mitten in der Beschusszone befinden. Einfach per Überweisung oder PayPal euren persönlichen Spendenbeitrag an unseren deutschen Partner-Verein „Friedensbrücke“ senden (Betreff: Remembers & Angel) und sich schon heute auf unsere neuen Erfolgsberichte aus den Kriegsgebieten freuen.

Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V.


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Betreff (wichtig!): Remembers & Angel 

Wir sagen “DANKE & SPASIBO”.
 Für euren Spenden-Einsatz. In unserem Kampf ums Überleben der Zivilbevölkerung im Kriegsgebiet Donbass. Auch im Namen von Aleksej Smirnov – dem Kopf des humanitären Bataillons „Angel“ und unserem treuen Partner vor Ort.

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„DONBASS WIRD LEBEN“ ist eine internationale Hilfskooperation von REMEMBERS (Deutschland) & dem humanitären Bataillon „Angel“ (Donbass), die wir Anfang November gestartet haben. In diesem Zusammenhang erscheint bei uns seitdem in regelmäßigen Zeitabständen eine mehrteilige Kurzvideo-Dokumentationsreihe, die unsere aktuelle Mission und den leidvollen Kriegsalltag der Zivilisten mitten in der Beschusszone hautnah widerspiegelt.

> Der Hintergrund/Aktionsstart (Start: November 2015): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben/

> Erfolgreich abgeschlossene Hilfeleistung für:

(1) Kiewskij Gebiet (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-2/

(2) Aleksandrowka (150 Zivilsten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-3/

(3) Spartak (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-4/

(4) Jakowlewka (100 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-5/

(5) Grigorowka & Nowaja Marjewka (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-6/

(6) 2.Plattform,„Volvo-Zentrum“ (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-volvo-zentrum/

(7) Spartak 2.0 (100 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-7/

(8)Oktjabrskij (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-oktjabrskij/

(9) Kurganka (100 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-kurganka/

(10) Gorlowka (Direkthilfe für ausgewählte Familien mit Kindern): https://remembers.achtungpartisanen.ru/gorlowka/

(11) Neujahrsmarathon durch die DVR und LVR (über 500 behinderte und Waisenkinder sowie Familien in Not): https://remembers.achtungpartisanen.ru/danke-liebes-deutschland/

(12) Staromihajlowka & Schirokaja Balka (50 Rentner und rund 500 Familien mit Kindern): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-8/

(13) REMEMBERS & «Angel» in Rentner-Mission (320 Zivilisten & Familien): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-13/

– weitere Berichte aus der Volksrepublik Donezk und Lugansk (über 500 Zivilisten) folgen.

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AKTUELLER SPENDENSTAND:

Aktionszeitraum: 16.11.2015 – 01.03.2016

 

Spenden-Einnahmequelle: Konto-Überweisung

Stephan & Julia D. 20 €

Anja R. 50 €

Susann I. 20 €

Regina & Wilfried K. 20 €

Thomas W. 50 €

Barbara F. 50 €

Dirk H. 250 €

Stephan & Julia D. 40 €

Reinhard N. 100 €

Waltraut D. 50 €

Aljona M. 15 €

Alexander B. 10 €

Hartmut M. 20 €

Andreas K. 25 €

Andrea T. 222 €

Maria Z. 50 €

Hubert T. 100 €

Daniel P. 35,15 €

Rabija S. 200 €

Helga T. 100 €

Rita V. 50 €

Paul P. 10 €

Angelika H. 20 €

Rita A. 50 €

Andreas F. 75 €

Christian S. 100 €

Volkmar S. 50 €

Martin C. L. 500 €

Edith K. 20 €

Elisabeth S. 200 €

Th. Jäsch 50 €

Katja P. 15 €

Michael H. 25 €

Gerald P. 1.000 €

Adrian A. 50 €

Alexander R. 60 €

Konrad F. 50 €

Jan K. 50 €

Dietrich R. 50 €

Diego M. 500 €

Barbara F. 50 €

Ursula R. 20 €

Andrea T. 511 €

Roswitha & Steffi R. 50 €

Reinhardt P. 20 €

Wolfgang G. 50 €

Jörg H. 100 €

Rita V. 30 €

Klaus D.W. 100 €

Hannelore M. 50 €

Hans-H. H. 50

Dirk H. 100

Alfons H. 100

Regina K. 25

Barbara F. 50

Thomas H. 10

Renate K. 50

Bibiane K. 30

Petra Z. 100

Alfons H. 100

Felix & Gunhild W. 500

Hans-Helmut. H. 100

Tatjana T. 100

 

Spenden-Einnahmequelle: PayPal-Überweisung

Matthias S. 250

Mario B. 50

Diana B. 10

Ines W. 10

Eric U. 25

Maria K. 11

Frank S. 25

Johannes G. 10

Sarina S. 50

Giesela V. 20

Christine K. 20

Jan L. 25

Gunter E. 50

Sabine I. 50

Bernd H. 150

Stas L. 20

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7.424,15  (teilweise abzgl. Paypal-Gebühren)

Bei Fragen zur Ihrer (Wunsch)Spende schreiben Sie uns gerne eine Mail an remembers.achtungpartisanen.ru@yandex.ru

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REMEMBERS.

Für Donbass. Gegen Genozid.