KIEW AUF RÜCKEROBERUNGSKURS: DONEZK ERNEUT UNTER BESCHUSS

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„Als Garant für das Grundgesetz und als ukrainischer Präsident werde ich für jeden Fleck des ukrainischen Bodens kämpfen. Zuerst ist der Donbass dran, dann die Krim.“

Dies kündigte am 5. Oktober 2015 die mit unschuldigen Menschenleben gefüllte «Friedenstaube» namens Petr Poroschenko auf seiner Facebook Seite an.

Bildschirmfoto 2015-10-08 um 15.39.12

Und das nur 3 Tage nach seinem Treffen in Paris im Normandie-Format https://remembers.achtungpartisanen.ru/poroschenkos-fazit-zum-normandie-treffen-erst-sieg-dann-frieden/ — mit Merkel, Putin und Hollande, bei dem alle relevanten Schritte, darunter auch der Waffenabzug, zur Erlangung des Friedens in Donbass festgelegt und allerseits unterschrieben wurden. Poroschenko inklusive.

Donezk, 7./8.10.2015: Kiew macht Zivilisten erneut zu seiner Zielscheibe

Und genau dieser — langsam weltbekannte — «Friedensansatz» á la Kiew ließ nicht lange auf sich warten. In der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober stand die Hauptstadt der Donezker Volksrepublik erneut unter Artilleriebeschuss seitens der Kiewer (Diversions-)Truppen.

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So wurden in Oktjabrskij und Kujbyschewskij Gebieten von Donezk mindestens 2 Direktbeschüsse fixiert. Dabei landete ein Geschoss auf dem Balkon eines Wohnhauses, wodurch es zu einem starken Brand kam. Alle Verletzten wurden umgehend ins Krankenhaus gebracht. Das Feuer konnte jedoch dank raschem Feuerwehr-Einsatz umgehend gelöscht werden.

Augenzeugen und Überlebende berichten:

«Die Geschosse kamen von hier. Aber ich hatte Angst, am Fenster weiter stehen zu bleiben. Ich dachte, wenn dieser Feuerball jetzt hier ankommt, wird es explodieren. Deshalb rannte ich weg vom Fenster. Und genau in diesem Moment flogen sie (die Geschosse) an mir vorbei. Es war ca. 20.45 Uhr. Es hat sich so angehört, als ob es genau in unserer Nähe explodierte. Ich habe sofort gedacht, es handelt sich um einen Diversionsakt. Denn die letzten Tage waren relativ ruhig. Auch, wenn es irgendwo geschossen wurde, dann war es weit von uns entfernt. Aber diesmal war es direkt in unserer Nähe… Und nur 5 Minuten lang. Danach war wieder Ruhe…. Man muss kein Militärexperte sein, um zu verstehen, dass Diversionsgruppen im Spiel waren.»

Somit bringt heute neben Hungersnot, Kälte und fehlenden Wohnmöglichkeiten auch die unerträgliche Ungewissheit viele Zivilisten um den Verstand: Was kommt als Nächstes? Was erwartet uns in der heutigen Nacht? Sollen wir wieder in unsere Keller zurückkehren? Denn obwohl in Donezk seit 3 Uhr in der Nacht wieder Ruhe eingekehrt ist, befürchten die Menschen wieder das Schlimmste: Die Wiederaufnahme massiver Kampfhandlungen seitens der ukrainischen Armee und ihrer faschistischen Freiwilligen-Bataillone durch permanente Provokationen des Widerstandes.

Und dass die Lage in Donbass auch weiterhin eher angespannt, als friedlich sein wird, davon zeugt u.a. die offizielle Status-Meldung des ukrainischen Präsidenten Petr Poroschenko vom 8. Oktober 2015 zum Stand der Dinge in Donbass aus seiner Sicht:

«Die ukrainische Armee braucht sich nicht auszuruhen… Die Waffenruhe in Donbass bedeutet noch lange kein Ende des Krieges.»

https://www.youtube.com/watch?v=OnjINJ0YcEw

Die Qual der Wahl: Donbass verschiebt seine Wahlen auf Februar 2016

Auch die Repräsentanten der Volksrepubliken melden aktuell, dass Kiew seine Truppen weiterhin zusammenzieht anstatt diese von der Frontlinie abzuziehen. All diese Tatsachen widersprechen den Vereinbarungen vom 2. Oktober 2015. Was aus unserer Sicht schon heute bedeutet, dass Poroschenko sein Wort, welches er vor wenigen Tagen in Paris gegeben hat, erneut NIEMALS einhalten wird. Obwohl die Repräsentanten von Donbass im Anschluss an das Normandie-Treffen und auf die Bitte der Beteiligten (Deutschland, Russland, Frankreich) den Kriegsverbrechern in Kiew bereits einen Schritt entgegengekommen sind und ihre Wahlen vom 18. Oktober (DVR) und 1. November (LVR) auf den 21. Februar 2016 verschoben haben. Damit Poroschenko genügend Zeit hat, die Pariser Friedensvereinbarung Punkt für Punkt, Tat für Tat einzuhalten.

Zudem teilte der Pressesekretär der DVR, Denis Puschilin, am 8. Oktober mit, dass dieser Schritt seitens der Volksrepubliken für den ukrainischen Präsidenten eher überraschend und weniger erfreulich war (ab 01:22 min):

«Die Ukraine hat mit derartiger Reaktion nicht gerechnet. Die Ukraine hat auf ihre Chance gehofft, uns erneut beschuldigen zu können, die Minsker Vereinbarungen nicht eingehalten zu haben. Aber wir haben an dieser Stelle sehr konstruktiv gehandelt… Deshalb steht jetzt Kiew im Verzug und muss endlich mit der Erfüllung der Vereinbarungen starten anstatt nur darüber zu reden. Dies betrifft alle Punkte der Minsker Vereinbarungen…»

Damit sind mindestens 4 Schritte gemeint, die Kiew unverzüglich gehen muss:

— Durchführung der Wahlen in Donbass, unter Aufsicht der OSZE-Mission und entsprechenden Kontaktgruppen.

— Das Recht auf Amnestie und Immunität aller Donbass Bewohner und am Krieg Beteiligten

— Sonderstatus für Donbass als ein fester Bestandteil der Verfassung der Ukraine

— Abzug aller schweren Waffen mit einem Kaliber von weniger als 100 Millimetern von der Frontlinie

Deshalb ist den Donbass Bewohnern heute vor allem Eines klar: Diesen Krieg kann man nicht einfach so aufhalten. Diesen Krieg kann man nur gewinnen.

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.