«DONBASS WIRD LEBEN» (5): GRIGOROWKA & NOWAJA MARJEWKA, DIREKT IM UKRA-VISIER

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BITTE helft uns zu helfen, Donbass am Leben zu erhalten. Unterstützt unsere aktuelle Mission zur Sicherung des Überlebens der Donbass-Bewohner, die sich bereits seit über 1,5 Jahren mitten in der Beschusszone befinden. Einfach per Überweisung oder PayPal euren persönlichen Spendenbeitrag an unseren deutschen Partner-Verein „Friedensbrücke“ senden und sich schon heute auf unsere neuen Erfolgsberichte aus den Kriegsgebieten freuen. DANKE & SPASIBO! Auch im Namen von unserem Partner vor Ort – dem humanitären Bataillon „Angel“.
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«Donbass steht täglich unter Artilleriebeschuss. Solche Waffen wie Minenwerfer, Mörser, Haubitzen und Panzer, die seitens der Ukraine «abgezogen» wurde, sind bis heute im Einsatz. Es werden Menschen getötet, aber man spricht nicht darüber. Warum? Ist unklar. Vielleich, um keine Panik zu verbreiten. Aber die Menschen sterben trotzdem. Das bedeutet, dass der heutige «Frieden» nur dank dem täglichen Vernichten des Volkes von Donbass aufrechterhalten wird. Und wir schweigen.

Der schwere Frieden und der leise Krieg finden hier täglich statt. Manchmal kommt es mir wie eine Opfergabe für die Dämonen vor. Damit man uns in Ruhe lässt, geben wir dafür jeden Tag mehrere Menschenleben. Die Ukraine schreit lauthals «Das sind wir nicht! Das sind «Ajdar», die Nazis und anderer Abschaum. Doch ich denke, dass es höchste Zeit ist, dass der Widerstand auch Mordkommandos zur Vernichtung dieser Bataillone gründet. Ich meine es nicht persönlich. Ich will nur, dass all diese Mörder, die angeblich außer Kontrolle von Kiew geraten sind, fertig gemacht werden. Und dank dem Schweigen der Medien denkt heute eh die halbe Welt, dass der Krieg hier schon längst vorbei ist. Und dass ein Teil der Menschen in Donbass bis heute noch im Keller lebt, ist scheinbar überhaupt nicht mehr der Rede wert.» 

Mit diesen Worten hat unser Partner vor Ort, Aleksej Smirnov vom humanitären Bataillon «Angel», versucht, uns aus seiner Sicht die aktuelle Lage im Kriegsgebiet zu beschreiben. Und unserer Meinung nach spiegelt sein Seelenschrei am besten die Situation in Donbass wieder, in der sich tausende Bewohner heute befinden. Sei es der Widerstand oder die Zivilisten.

Während die antifaschistische Volksarmee bis dato auf ein «Go!» von oben wartet, um auf die massivsten militärischen Provokationen der Kiewer Truppen und den ununterbrochenen Beschuss ziviler Wohngebiete ebenso mit voller Kraft antworten zu dürfen, bangen die Zivilisten, die direkt an der Fronlinie leben, weiter um ihr Leben und das Leben ihrer Liebsten. Doch sowohl der Widerstand als auch die Zivilisten haben einen gemeinsamen Wunsch: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Noch nie stand Donbass in den vergangenen 2 Monaten s.g. «Waffenruhe» so kurz vor dem Entflammen eines Totalkrieges, wie heute.

Donezk, 17.11.2015: Der Wunsch nach «Frieden» aus der Sicht der 93. Ukra-Brigade

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Ein möglicher Grund dafür könnte die Tatsache sein, dass die Ukraine infolge neuer geopolitischer Gegebenheiten nicht mehr ganz oben auf der To-Do-Liste des Westens steht und bereits seit Wochen fast gänzlich von der internationalen Medienbühne verschwunden ist. Denn der Blick unserer Regierungsmächte und Meinungsmacher ist aktuell auf 3 Themen gerichtet: 1) Syrien-Krieg, 2) Flüchtlingen und 3) Terrorismus.

Das bedeutet: Poroschenko fehlt es heute enorm an Aufmerksamkeit im Bundestag und Weißen Haus und ihm wird klar, dass ohne weitere finanzielle und moralische Unterstützung des Westens weder das faschistische Regime der neuen Ukraine überleben noch der Bürgerkrieg in Donbass gewonnen werden kann. Also setzt Kiew jetzt alles eigenhändig auf Krieg, indem er den Widerstand bis aufs Blut zu militärischen Gegenreaktionen provoziert, um anschließend den Bruch der s.g. «Minsker Friedensvereinbarungen» erneut der Volksarmee in die Schuhe zu schieben. Dass dieses Spiel von Poroschenko und seinem Mord-Kommando nicht lange gutgehen kann und erneut auf Kosten unschuldiger Menschen weiter gespielt wird, ist uns schon heute mehr als bewusst.

Doch im Vergleich zu unseren Medien und den Weltmächten steht Donbass für uns bis dato an aller ersten Stelle. Und insbesondere seine Menschen, die die Kiewer Kriegsspielchen auf ihrem Heimatboden live miterleben und überleben müssen. Und das bereits seit 1,5 Jahren.

Deshalb geht unsere Herbst/Winter-Mission unermüdlich weiter. Zur Sicherung des Überlebens der Donbass-Bewohner. Hand in Hand mit unserem treuen Partner vor Ort — dem humanitären Bataillon «Angel».

Nachdem uns in unserer ersten Aktionswoche gelungen ist, insgesamt 350 Zivilisten in Donezk/Kiewskij Gebiet, Aleksandrowka, Spartak und Jakowlewka mit Lebenspaketen zu versorgen, konnten unsere «Engel» am 10. November weiteren 50 Menschen das Überleben sichern. Wenigstens für eine kurze Zeit. In den Siedlungen Grigorowka und Nowo-Marjewka, die sich ebenso in unmittelbarer Frontnähe befinden und somit aktuell stündlich unter Beschuss seitens der Kiewer Truppen stehen.

Und unter diesen unmenschlichen Kriegs- und Lebensbedingungen müssen die Bewohner von Donbass bereits den zweiten Wintereinbruch in Folge überstehen:

Rentnerin aus Nowo-Marjewka: «Hier gibt es überall Durchschusslöscher in den Dächern, auf den Böden, es gibt kein einziges Fenster mit Fensterscheiben. Ich lebe die ganze Zeit unter einer Folie. Als die Geschosse das Dach trafen, gingen dabei auch alle meinen Tannen kaputt. Mein ganzes Haus wurde zerstört…»

Da es für das Team «Angel» an diesem Missionstag, genau so wie 24 Stunden zuvor, enorme Lebensgefahr bestand, musste die ursprünglich geplante Route wieder geändert werden:

Aleksej Smirnov, der Kopf des humanitären Bataillons «Angel»:

«Heute wird wahrscheinlich einer der schwierigsten Tage für das Bataillon «Angel» werden. Denn wir fahren jetzt in eine Pufferzone, wo sowohl die berühmt-berüchtigte ukrainische Armee stationiert ist als auch der Widerstand.

Im Moment bewegen wir uns in Richtung der Siedlung Nowo-Marjewka, die sich im Telmanowskij Gebiet befindet. Dort wurde alles zerstört, aber einige Zivilisten leben dort noch. Und diese wollen wir jetzt mit Lebensmitteln versorgen.

Eigentlich war unsere Aufgabe heute, nach Staro-Marjewka zu gelangen und dort den Menschen zu helfen. Aber da besteht aktuell eine hohe Gefahr, in den Hinterhalt zu geraten. Auch, wenn wir heute (militärische) Verstärkung dabei haben. Dort gibt es im Tal ein Wohngebiet und drum herum die «glorreiche» ukrainische Armee. Deshalb hoffe ich, dass wir es schaffen, nach Nowo-Marjewka gut durchzukommen. Aber, wie sagt man so schön: Wenn Gott will…»

Zum Glück ging dann der Plan B unserer gemeinsamen Tagesmission erfolgreich und ohne jegliche Verluste in Erfüllung. Trotz hoher Lebensgefahr — sowohl für die Bewohner von Grigorowka und Nowo-Marjewka als auch für unsere Partner vor Ort.

Aleksej Smirnov setzte uns anschließend wie folgt darüber in Kenntnis:

„Heute war ein sehr schlechter Tag, um zu sterben. Deshalb sind wir alle noch am Leben. Auch, wenn das Adrenalin in unserem Blut immer noch enorm hoch ist. Wir waren unterwegs in die Siedlung Staro-Marjewka. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass dort sehr viele ukrainische Militärs sind. Ihre Agenten sitzen im Leninskij Park und um den Ort herum sind die Scharfschützen positioniert. Wenn man bedenkt, dass dort heute ein massiver, für die ukrainischen Streitkräfte jedoch kein erfolgreicher Kampf stattfand, waren sie sehr böse auf uns…“

Dankedankedankedanke. An alle unsere «Engel» auf Donbass-Erden, an alle REMEMBERS, die uns mit ihren Spenden bis heute unterstützen sowie an unsere treuen Aktionspartner aus Deutschland Evelin Piètza (Untertitel) und „Friedensbrücke e.V.“ (Spendengelder-Management).

Unsere Mission geht weiter.

Fortsetzung folgt.

DONBASS WIRD LEBEN.

Mit eurer Unterstützung.

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Wir sagen “DANKE & SPASIBO”.
 Für euren Spenden-Einsatz. In unserem Kampf ums Überleben der Zivilbevölkerung im Kriegsgebiet Donbass. Auch im Namen von Aleksej Smirnov – dem Kopf des humanitären Bataillons „Angel“ und unserem treuen Partner vor Ort.

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„DONBASS WIRD LEBEN“ ist eine internationale Hilfskooperation von REMEMBERS (Deutschland) & dem humanitären Bataillon „Angel“ (Donbass), die wir Anfang November gestartet haben. In diesem Zusammenhang erscheint bei uns seitdem in regelmäßigen Zeitabständen eine mehrteilige Kurzvideo-Dokumentationsreihe, die unsere aktuelle Mission und den leidvollen Kriegsalltag der Zivilisten mitten in der Beschusszone hautnah widerspiegelt.

> Der Hintergrund/Aktionsstart: https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben/

> Erfolgreich abgeschlossene Hilfeleistung für:

Kiewskij Gebiet (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-2/

Aleksandrowka (150 Zivilsten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-3/

Spartak (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-4/

Jakowlewka (100 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-5/

Grogorowka & Nowaja Marjewka (50 Zivilisten): aktueller REMEMBERS Beitrag

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REMEMBERS.

Für Donbass. Gegen Genozid.