DONEZK IN BILDERN: VOR UND NACH DEM «MINSKER FRIEDEN»

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Der weltweit renommierte, gebürtige russische Fotograf Max Awdeew, zu dessen Kunden u.a. «Le Mond», «Figaro», «Forbes», «New Yorker» und «Financial Times» gehören, konnte auch an den Geschehnissen in Donbass einfach nicht vorbei gehen. Seit Anfang des Bürgerkriegs ist er auch im Osten der ehemaligen Ukraine mitten drin — in den heißesten Regionen von Donbass. So auch in Donezk.

In seiner aktuellen Bilderreportage wurden die eindrucksvollsten Momente dieses erbarmungslosen Krieges und des leidvollen Lebens der Menschen in Donezk festgehalten. Einerseits aus der Zeit der ununterbrochenen Beschüsse der zivilen Wohngebiete seitens der ukrainischen Armee. Andererseits seit dem Eintritt der s.g. «Waffenruhe» im Rahmen der Minsker Vereinbarungen vom 15. Februar.

Anhand des oben beschriebenen Zeitvergleichs können wir wunderbar beobachten, ob und was sich im Kriegsalltag der Einwohner von Donezk verändert hat.

Während die Menschen vor nur einem Monat, in überfüllten Kellern sitzend, sekündlich um ihr Leben bangten, oder wie Fliegen auf den Straßen starben, versuchen sie heute, die 24 Stunden ihres Tages auf eine (für uns) ganz normale Art und Weise zu gestalten.

Obwohl sie bereits seit Monaten kein Gehalt bekommen, gehen sie weiterhin zur Arbeit. Um den Krieg und ihr tägliches Leid für einen Moment bei Seite zu lassen, besuchen sie mit ihren Familien symphonische Konzerte in der Donezker Philharmonie. Auch die russisch-orthodoxe Kirche versucht, auf den Ruinen ihres Gotteshauses ein neues Leben aufzubauen, oder besser gesagt, einen neuen Tag des Überlebens irgendwie zu gestalten.

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Doch nicht alle können sich vor der grausamen Realität flüchten. Manche verbringen einfach Tag und Nacht in ihren bis zur Unkenntlichkeit zerstörten Häusern oder Wohnungen. Vielleicht warten sie ja so auf bessere Zeiten. Wahrscheinlich jedoch eher auf ihre Liebsten und Familienangehörigen, die nicht mehr zurückkommen werden. Weil sie, wie viele tausend andere Donbass Einwohner durch einen Direktbeschuss oder Splitterverletzungen vor oder in ihren eigenen 4 Wänden getötet wurden.

Und manche sitzen bis heute noch in ihren Kellern. Ermordet, erfroren und/oder verhungert.

Quelle: http://vk.com/europeanfront?w=wall-482035_33408

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