«SIE KÄMPFEN FÜRS GELD — WIR FOLGEN DEM HERZEN»: EIN INTERVIEW MIT E. BASURIN (DVR)

0
153

BITTE HELFT UNS, DONBASS AM LEBEN ZU ERHALTEN. Unterstützt unsere aktuelle Mission zur Sicherung des Überlebens der Donbass-Bewohner, die sich bereits seit über 1,5 Jahren mitten in der Beschusszone befinden. Einfach per Überweisung oder PayPal euren persönlichen Spendenbeitrag an unseren deutschen Partner-Verein „Friedensbrücke“ senden (Betreff: Remembers & Angel) und sich schon heute auf unsere neuen Erfolgsberichte aus den Kriegsgebieten freuen. DANKE & SPASIBO! Für euren Spenden-Einsatz. In unserem Kampf ums Überleben der Zivilbevölkerung im Kriegsgebiet Donbass. Auch im Namen von unserem Partner vor Ort – dem humanitären Bataillon „Angel“.

Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V.
PayPal: Friedensbruecke@gmx.de
Konto: Volksbank Berlin
IBAN: DE56100900002582793002
BIC: BEVODEBB
Betreff (wichtig!): Remembers & Angel

1111

Der stellvertretende Verteidigungsminister der Volksrepublik Donezk, Eduard Bassurin, gewährt uns in seinem aktuellen Interview mit der renommierten russischen Zeitung «Argumenty i fakty» (AIF) direkte und detaillierte Einblicken hinter die Kriegskulissen von Donbass und liefert somit konkrete Antworten auf die Fragen, die sich womöglich jeder von uns schon mal gestellt hat:

In wie weit wird heute das Minsker Abkommen umgesetzt? Wer kämpft auf der Seite der Ukraine und wer bei der antifaschistischen Volksarmee? Welche Rolle spielt die OSZE-Mission im Kriegsgebiet? Woher hat der Widerstand Waffen? Welche verbotenen Waffen wurden bereits seitens der Ukraine gegen die Donbass-Bevölkerung im Laufe des ganzen Krieges eingesetzt? Und wie konnte es überhaupt zum Genozid im Osten der Ukraine kommen?

«Die Ukraine betreibt eine Politik mit Doppelstandards»

AIF: Es ist schon ein Jahr her, seitdem das Minsker Abkommen unterschrieben wurde. Die ersten Punkte des Abkommens waren: Der Waffenstillstand und der Rückzug von schweren Waffen. Nun haben die Vertreter der Normandie-Gruppe beschlossen, die Gültigkeit des Abkommens auf das Jahr 2016 zu verlängern. Aber wir wissen, dass der Beschuss weiter geht und dass der Waffenabzug nicht immer so funktioniert, wie es sein sollte. Kann die Verlängerung der Fristen des Minsk-2-Abkommens, ihrer Meinung nach, zur Verbesserung der Situation beitragen?

PayPal

Basurin: Das werden wir sehen, wenn das Jahr 2016 da ist. Ich denke, wenn die Ukraine die Verpflichtungen nicht erfüllen wird, kann das Format des Minsker Abkommens revidiert werden, und zwar nicht zugunsten der Ukraine. Obwohl unsere Republiken nicht anerkannt sind, gehören wir derjenigen Seite an, die immer in allen Verhandlungsprozessen entgegen kommt. Frankreich, Deutschland und die Russische Föderation werden womöglich die Ukraine dazu zwingen müssen, dass wir in diesem Prozess als Hauptverhandlungspartner auftreten. Und dann werden nicht wir verhandeln, sondern sie, anhand unserer Unterlagen. Der Unterschied ist gering, aber sehr wesentlich.

Mit jedem neuen Tag kommt Europa heute immer zur Einsicht, dass die Ukraine eine Politik mit Doppelstandards betreibt. Denn sie (in Kiew) sagen den westlichen Journalisten das Eine, der eigenen Bevölkerung jedoch was anderes. Unsere Territorien werden erneut mit (den Mehrfachraketenwerfern) „Grad“ beschossen. Davor war es die Artillerie, es gab aber auch Granatwerfer mit einem Kaliber von 120 mm. Das alles sind Waffen, die die Ukraine schon längst zurückziehen hätte müssen.

Wir werden sehen, was passiert, wenn der Rückzug der Waffen von Kiew offiziell vollzogen wird. Wenn sich nichts ändert, werden wir die Weltgemeinschaft davon überzeugen, dass die Ukraine kein Staat mehr ist, der seinen Verpflichtungen nachgeht.

 

«Die OSZE sieht keine Waffenbewegungen auf der ukrainischen Seite, die wir jedoch ständig beobachten»

AIF: In Donezk arbeitet die OSZE-Mission. Worin besteht der Sinn ihrer Arbeit?

Basurin: Das Problem ist, dass die OSZE nie explizit bekannt gibt, von welcher Seite geschossen wird. Sie nennen immer nur die Richtung. Dabei sagen sie nie, ob der Beschuss seitens der Ukraine oder vom Donezker Territorium ausging. Diesem Prinzip folgen sie sehr treu. 

Aber hier gibt es noch ein Problem: Irgendwie sehen sie (die OSZE) keine Waffenbewegungen auf der anderen Seite, die wir jedoch ständig beobachten. Auf einer Pressekonferenz zeigte ich Aufnahmen, die in der Nähe der Grenze gemacht wurden. Doch vorher kam ein Streifenwagen vorbei, der aus irgendwelchen Gründen 4 Panzer, die ca. 800 Meter von denen entfernt standen, nicht gesehen hat. Ja, auch solche Fakten gibt es.

AIF: Wie kann dann der Waffenabzug vollzogen werden, wenn ihr Geheimdienst kontinuierlich Bewegungen von schweren Waffen seitens der Ukraine entlang der Grenze beobachtet?

Basurin: Ihr, die Journalisten, könnt uns dabei helfen. Neben den Fakten, die man als Druckversion veröffentlicht, gibt es noch Videoaufnahmen, die die Anwesenheit von schweren Waffen in den Orten, wo diese nicht da sein dürfen, beweisen. Leider können wir es auf einer Distanz von 10-15 km nicht sehen, weil Drohnenflüge verboten sind. Was sich jedoch auf einer Distanz von 1,5 km befindet, schon. Übrigens: Wir sind nicht die Einzigen, die das ständig feststellen. Es gibt auch Journalisten oder einfach am Donbass-Geschehen interessierte Menschen, die es ebenso bestätigen können.

AIF: Vor zwei Tagen flog im Bereich des Flughafens eine Drohne.

Basurin: Vor einigen Tagen haben wir sogar 15 Drohnen fixiert. Einen Tag vorher – 10. Sie fliegen ständig. Die OSZE konstatiert es.

«Phosphorbomben, B-Waffen, «Smertsch», «Grad», «Uragan», «Tochka-U…»

AIF: Welche verbotenen Waffenarten kamen im Donbass-Konflikt zum Einsatz? Im Internet konnte man oft Video-Aufnahmen vom Beschuss mit Phosphorbomben sehen, aber auch mit «Totschka U“-Raketen.

Basurin: Phosphorbomben gab es schon in Slawjansk. Die Internationalen Standards verbieten die Anwendung z.B. von Splittergranaten, die mit kleinen Nägeln und Drähten gefüllt sind und den Menschen nicht sofort töten, sondern vorerst zerhacken. Praktisch stirbt man danach durch Blutverlust. Und das sehr schmerzhaft. Aber auch die Anwendung von Artillerie zwischen Häuserblöcken ist verboten.

Der Einsatz von verbotenen Streubomben wurde zuerst in Lugansk festgestellt, als das Zentrum der Stadt und die Stadtverwaltung beschossen wurden. Damals sind sehr viele Leute ums Leben gekommen. Die Streubomben des reaktiven Typs sind verboten. Aber auch der Einsatz von (den Mehrfachraketenwerfern) „Smertsch“ und „Uragan“. Die Explosion, die sich in der Industriezone ereignete, war ein Vakuumschuss, nachdem eine kleine Granate einen Trichter mit einem Durchmesser von 30 Metern verursacht hat.

Auch der Einsatz von Antiinfanterieminen des Typs, der s.g. „Explosion in der Luft“ (Springminen) verursacht, ist durch die internationalen Konventionen untersagt. Aber alle diese Waffen werden auf unserem Territorium in vollem Umfang verwendet. Man tut nur so, als ob das alles gar nicht gibt.

Vor 1,5 Jahren wurde der Einsatz von biologischen Massenvernichtungswaffen festgestellt. Das konnte man in vollem Umfang nicht beweisen, aber die Spezialisten machten Bodenproben. Und bei mehr als 20 Betroffenen konnte man die gleichen gesundheitlichen Folgen diagnostizieren.

«Auf der ukrainischen Seite kämpfen Söldner aus allen Ländern, die schon immer gegen Russland waren»

AIF: Die Militärangehörigen der Volksrepublik Donezk berichten oft über die Anwesenheit von ausländischen Militärkräften und Waffen auf der ukrainischen Seite. Und das noch vor der offiziellen Erklärung von Kiew über die Landung von amerikanischen Militärausbildern. Wurden die „Abrams“ und «Blackwater»-Söldner tatsächlich gesehen?

Basurin: Ausländische Waffen gibt es auf der ukrainischen Seite in großen Mengen. So etwas gab es vorher noch nie in der Ukraine! Wir fanden reaktive Geschosse mit kleinen Kalibern — 75 mm — die in Nahost sehr verbreitet sind. Aber eindeutige Beweise haben wir noch nicht. Wir haben Erkenntnisse unseres Geheimdienstes, Augenzeugenberichte von den Einheimischen, die „Abrams“ und „Leopard“, verschiedene Artilleriesysteme ausländischer Herkunft und ausländische Drohnen gesehen haben. All dies gibt es in großen Mengen.

Was die Söldner betrifft, waren auf der ukrainischen Seite viele Vertreter aus Zentral- und  Nordeuropa, viele Instrukteure aus Skandinavien, England, Kanada, USA und Australien. Sie verheimlichen das sogar nicht! Es gab auch Araber und Afroamerikaner. Aber sie werden sehr gut geschützt. Es gibt keine Möglichkeit, sie zu filmen oder zu fotografieren. Deshalb ist es schwer mit Beweisen. Es gibt eben keine Sowjetunion mehr mit ihren Geheimdiensten. Sie (die Kiewer Truppen) hatten auch Freiwillige aus Kroatien, Dänemark, Polen, Norwegen – also aus den Ländern, die schon immer gegen Russland waren. Die Baltischen Länder nehmen dabei den ersten Platz ein. Aber sie alle machen das fürs Geld.

Ich möchte jedoch etwas Andere betonen: Kiew hat einen Gesetzentwurf eingeführt, bei dem jeder ausländische Staatsangehöriger das Recht hat, in die reguläre Ukrainische Armee einzutreten. Sie haben einfach die ausländischen privaten Söldnertruppen, die hier in großen Mengen waren, legalisiert. Damit niemand sie beschuldigen kann, dass sie Söldner haben.

Entsprechend dem Minsker Abkommen gibt es einen Punkt über den Rückzug der ausländischen Armee. Aber da sie angeblich keine ausländische Armee haben, haben sie auch nichts zum Zurückziehen. Ich vermute, sie wollen damit auf die Russische Föderation mit dem Finger zeigen. Doch wie viele Versuche wurden denn schon vorgenommen, um hier die russische Armee zu finden. Und es hat bis heute nicht geklappt. Die OSZE kämpft schon so lange, kann aber nichts finden.

Unter den OSZE-Vertretern gibt es auch solche, die mit uns leiden und alles verstehen. Es gab einen Vertreter aus Südafrika, der hier nicht arbeiten konnte, weil es keine Möglichkeit gab, die Wahrheit zu sagen. Es gab auch Provokationen: Man hat den Militärangehörigen provokative Fragen gestellt, Alkohol angeboten und danach wurde ihre Aussagen in Berichten verwendet.

«Nach den ersten Niederlagen wurde der Kampf gegen uns, die Terroristen, einfach in den Kampf gegen Russland umbenannt»

AIF: Und jetzt zur Anwesenheit des ausländischen Kontingents. Die ukrainischen und die „spezialisierten“ russischen Medien (5. Kolonne) stellen diesen Krieg als Widerstand gegen die Aggression der russischen Truppen dar.

Basurin: Das ist übrigens ein sehr gut durchdachter Zug seitens der Ukraine. Sie haben die Kriegsberichterstattung gegen ihre Propaganda ausgetauscht. Zuerst sagten sie, dass wir Terroristen sind, gegen die man kämpfen muss. Und das war das «ATO»-Prinzip (Anti-Terror-Operation). Doch als sie ihre ersten großen Niederlagen erlitten und ihre Leute keine Waffen in die Hand nehmen wollten, hat Kiew sofort seine Strategie geändert. Es wurde gesagt, dass der russische Soldat gekommen ist. Er ist nun der Okkupant und deshalb muss man jetzt seine Heimat verteidigen. Danach konnten sie schon besser kämpfen.

AIF: Eine Frage der Ideologie und Motivation?

Basurin: Natürlich. Das Ziel, für das du sterben sollst, muss sehr erhaben sein. Das ist eine sehr gute Strategie. Dafür haben die Lehrer aus Amerika die höchste Note verdient.

„Danke Kiew, dass du uns die Waffen geliefert hast“

AIF: Und wo hat die DNR die Waffen her?

Basurin: Die Waffen, die nach dem Zerfall der Sowjetunion und des Warschauer Pakts geblieben sind, sind sehr einfach zu kaufen. Die gibt es in großen Mengen und sind sehr billig. Der Import ist teuer. Wir haben auch die Waffen des Gegners erbeutet. Wir machen sogar Späße: „Danke Kiew, dass du uns die Waffen geliefert hast“.

Ich spreche nur ungern über dieses Thema. Aber ja, wir kauften Waffen auch auf dem Schwarzmarkt, das ist die Wahrheit. Auf dem Schwarzmarkt werden sehr billige Waffen geliefert. In Nahost sind die Waffen auch alt, es gibt keine neuen. Wenn man kein Geld hat, nutzt man das, was man kriegt. Am Anfang war es natürlich schwer. Die Leute schickten uns Geld aus der ganzen Welt. Für dieses Geld mussten wir neben den Lebensmitteln und Medikamenten auch Waffen kaufen.

Was die Militärangehörige angeht: Wir haben große Unterstützung bekommen, aus verschiedensten Ländern der Welt. Diese gibt es auch heute noch. Im Prinzip können wir sagen, dass wir die ganze Bandbreite der Geographie haben. Wir hatten Amerikaner, auch ehemalige Militärangehörige. Einer hatte früher in Deutschland gedient. Es gab aber auch Iren, Portugiesen, Spanier, Brasilianer, Kolumbianer, Serben, Griechen. Es kamen Menschen aus den Republiken der ehemaligen Sowjetunion und Mittelasien. Nur Chinesen habe ich nicht gesehen, dafür aber Koreaner. Diese Leute folgten einfach ihrem Herzen.

AIF: Und wie sieht es mit dem Gefangenenaustausch aus?

Basurin: Es fällt uns schwer, aber wir betrachten sie als Kriegsgefangene. Die Ukraine sagt, sie haben keine Kriegsgefangenen, denn sie führen keine militärischen Aktionen durch. Das ist ihr Krieg gegen die Terroristen. Aus diesem Grund könnte es auch keine Militärgefangenen geben. Das Problem mit dem Austausch der Gefangenen an sich ist sehr schwer. Das Prinzip „alle gegen alle“ funktioniert nicht. Sie (Ukraine) präsentieren es so, als ob das keine Gefangenen sind, sondern Kriminelle. Und solche braucht man gar nicht auszutauschen. Die Gefangenen, die hier (Widerstand) sind, und die, die dort (Kiewer Truppen) verhaftet wurden, sind somit unvergleichbar. Sie wollen nicht alle freilassen, deshalb ist der Prozess so lang und mühselig. Sie sagen das Eine, aber die Fakten zeigen das Andere.

«Wir haben noch nie gesagt, dass wir die ganze Ukraine haben wollen.»

AIF: Die ukrainischen Medien haben die Ereignisse im Laufe des Konfliktes sehr eigenartig dargestellt. Sogar den letzten Vorfall im Zentrum von Donezk, als ein „Grad“-Geschoß das Kinderzimmer eines Wohnhauses traf. Sie haben geschrieben, dass die Wand „angeblich“ infolge eines „Grad“-Treffers zusammengebrochen ist.

Basurin: Wissen Sie, das ist sogar schon ein Fortschritt. Früher hätten sie geschrieben, dass wir uns wieder selbst beschossen haben.

AIF: Vor kurzem hat Zaharchenko im Laufe einer Pressekonferenz gesagt, dass das ganze Donezker Gebiet, welches unter der Kontrolle der ukrainischen Armee ist, nur zeitweilig besetzt ist und zurückerobert wird. Und was ist dann mit der Grenze, die gemäß dem Minsker Abkommen bestimmt wurde?

Basurin: Die Grenze ist nur der Punkt, ab dem damals die Waffen zurückgezogen werden sollten. Als wir das Referendum durchführten, hat das ganze Donezker Gebiet daran teilgenommen. Der einzige Ort, wo das Referendum nicht stattgefunden ist, war Krasnoarmejsk, da das (ukrainische Freiwilligen)-Bataillon „Dnepr“ dorthin kam und die Leute massenhaft erschossen hat. Die Vereitelung der Stimmabgabe gab es auch in Mariupol und in anderen Ortschaften. Der einzige Bereich, den wir damals nicht kontrolliert haben, war der Nordwesten des Gebiets, etwas näher zum Dnepropetrowskij Gebiet, von wo aus die Bewegungen der ukrainischen Armee nach Slawjansk ihren Anfang nahmen. Der Rest von Donbass hat seine Stimmen abgegeben. Deshalb sagen wir, dass das ein Territorium ist, welches von der Ukraine besetzt ist. Wir haben noch nie gesagt, dass wir die ganze Ukraine haben wollen. Wir sagen, dass wir an die Grenzen unseres Gebiets zurückgehen und einen Dialog führen. Doch die Ukraine hat mit Bombardierungen angefangen und die Zivilisten beschossen.

«Nur Frankreich und Deutschland haben heute in der Hand, den Prozess von der militärischen Konfrontation in die rein politische Richtung zu lenken»

AIF: In wie fern ist es real, auf eine friedliche Art die restlichen Territorien zurückzubekommen und diese im Rahmen der Volksrepublik Donezk zu vereinigen?

Basurin: Allein schaffen wir das nicht. Wir haben keinen Einfluss auf die Ukraine. Russland hat niemals gesagt, dass es uns jemals hängen lässt. Aber die Staaten, die in Minsk-2 erschienen sind — das ist Frankreich und Deutschland — haben heute alle notwendigen Druckmittel und die Möglichkeit in der Hand, den Prozess von der militärischen Konfrontation in die rein politische Richtung zu lenken. Eine andere Variante sehe ich nicht.

Ich habe schon mehrmals gesagt, dass als das Abkommen unterschrieben wurde, hat man keinen Punkt vereinbart, der sich auf die Bestrafung der Seiten, die das Abkommen verletzt haben, bezieht. Das heißt, dass weder die Ukraine noch wir haben einen Einfluss darauf.

«Mit einem offenen Schwert kommt man nicht weit. Sondern nur mit hartnäckiger Arbeit»

Ich hoffe, im Laufe der Treffen, die im Rahmen der Normandie-Gruppe stattfinden, wird ein konkrete Mechanismus der Bestrafung ausgearbeitet. Europa kann die Ukraine ganz einfach bestrafen: Einfach kein Geld geben, den Verkauf von Waren nach Europa verbieten. Das wäre eine zivilisierte Art. Wir sind dagegen machtlos. Zur Zeit haben wir nur 50% des Territoriums. Sehr viele Leute sind geflüchtet. Das sind die Menschen, die uns fehlen, unsere Wirtschaft aufzubauen. Mit einem offenen Schwert kommt man nicht weit. Deshalb müssen wir unsere Möglichkeiten berücksichtigen. Aber mit unserer hartnäckigen Arbeit können wir der Bevölkerung der Ukraine zeigen, was man alles erreichen kann, wenn man das konsequent und nach Plan macht. 

Und zum Schluss mein Lieblingsspruch: „Die Heimat hat keine Grenzen“. Und diesem Spruch bleibe ich treu.»

 

***

Bitte helft uns, Donbass am Leben zu erhalten 

Unterstützt unsere aktuelle Mission zur Sicherung des Überlebens der Donbass-Bewohner, die sich bereits seit über 1,5 Jahren mitten in der Beschusszone befinden. Einfach per Überweisung oder PayPal euren persönlichen Spendenbeitrag an unseren deutschen Partner-Verein „Friedensbrücke“ senden (Betreff: Remembers & Angel) und sich schon heute auf unsere neuen Erfolgsberichte aus den Kriegsgebieten freuen. DANKE & SPASIBO! Für euren Spenden-Einsatz. In unserem Kampf ums Überleben der Zivilbevölkerung im Kriegsgebiet Donbass. Auch im Namen von unserem Partner vor Ort – dem humanitären Bataillon „Angel“.

Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V.
PayPal: Friedensbruecke@gmx.de
Konto: Volksbank Berlin
IBAN: DE56100900002582793002
BIC: BEVODEBB
Betreff (wichtig!): Remembers & Angel

***

„DONBASS WIRD LEBEN“ ist eine internationale Hilfskooperation von REMEMBERS (Deutschland) & dem humanitären Bataillon „Angel“ (Donbass), die wir Anfang November gestartet haben. In diesem Zusammenhang erscheint bei uns seitdem in regelmäßigen Zeitabständen eine mehrteilige Kurzvideo-Dokumentationsreihe, die unsere aktuelle Mission und den leidvollen Kriegsalltag der Zivilisten mitten in der Beschusszone hautnah widerspiegelt.

> Der Hintergrund: https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben/

> Erfolgreich abgeschlossene Hilfeleistung für:

Kiewskij Gebiet (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-2/

Aleksandrowka (150 Zivilsten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-3/

Spartak (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-4/

Jakowlewka (100 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-5/

Grogorowka & Nowaja Marjewka (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-6/

  1. Plattform, «Volvo-Zentrum» (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-volvo-zentrum/

Spartak 2.0 (100 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-7/

***

REMEMBERS.

Für Donbass. Gegen Genozid.