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01. Dezember 2014

Explosionen, Artilleriefeuer, Verletzte, massive Zerstörungen. So begrüßte heute Morgen die ukrainische Armee wieder die friedlichen Bewohner von Donezk.

Aber auch die Nacht war alles andere als ruhig. Die Stadt und Umgebung standen fast stündlich unter einem schweren Artilleriebeschuss, erneut aus den Mehrfachraketenwerfern «Grad». Gegen Mitternacht wurde das zivile Wohngebiet Tekstilschik GEZIELT beschossen.

«Die Explosion war so heftig, dass ich vom Sofa gefallen bin. Die Menschen rannten alle auf die Straße, viele hatten sogar schon ihre Sachen mitgekommen», erzählt eine Stadtbewohnerin. Laut Augenzeugenberichten dauerte der Beschuss bis ca. 3 Uhr morgens. 

Und so sah das «Minsker Abkommen» am 1. Dezember 2014 genau aus:

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In der Zharikowa-Strasse hat heute Nacht ein «Grad»-Geschoss 3 Zimmer einer Wohnung gleichzeitig durchschlagen. Alle 4 Familienangehörigen, die in diesem Moment zu Hause waren und geschlafen haben, haben dieses Massaker glücklicherweise überlebt. http://glagol.su/2014/12/01/v-donetske-semya-chudom-vyizhila-posle-popadaniya-v-ih-kvartiru-snaryada-grada/#ixzz3KdJZ31Ll

Auf der Ostrowskogo-Straße Nr. 47 hatten die Bewohner eines mehrstöckigen Wohnhauses leider weniger Glück gehabt. Ein Geschoss, das heute Nacht gegen 00.00 Uhr aus der Richtung Marjanka kam, hat nicht nur eine Wohnung komplett durchschossen, sondern auch einen Mann, der dort lebte, schwer verletzt. Der Mann befindet sich im Moment im Krankenhaus. Über seinen Zustand ist aktuell nichts bekannt.

In der Tereschkowaja-Straße  Nr. 30 zerstörten mehrere Geschosse ein Wohnhaus. Auf dem Video kann man genau erkennen, mit welch einer massiven Kraft sich die Ukra-Armee gegen die Zivilbevölkerung von Donezk einsetzt.

 

RIA Novosti: «In mehreren Häusern, darunter auch in einem Krankenhaus, sind Fensterscheiben zerbrochen, ein Artilleriegeschoss zerstörte eine Wohnung. Ein weiteres Geschoss traf einen eingeparkten Kleinbus, der in Flammen aufging. Beschädigt wurde ein Elektrizitätswerk, wodurch ein Wohnviertel teilweise ohne Strom blieb. Nach Angaben des lokalen Zivilschutzes wurden beim Beschuss auch mehrere Wohnungen völlig zerstört.» http://de.ria.ru/politics/20141201/270114915.html

Aber auch ein Kindergarten auf der Zharikowa-Straße 17 wurde gezielt und skrupellos beschossen.

Im Norden der Millionenmetropole war ebenso ein heftiges Artilleriefeuer zu hören. Der Flughafen von Donezk stand in den frühen Morgenstunden wieder unter Beschuss, aus dem westlichen Teil des Dorfes Peski.

 

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.