WO IST ALEXEY SMIRNOV & SEIN HUMANITÄRES BATAILLON «ANGEL»?

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Am 16. September 2016, um 7.02 Uhr Ortszeit, schrieb Alexey Smirnov — der Kopf des humanitären Bataillons «Angel» und unser treuer Partner in Donbass — auf seiner Facebook-Seite einen einzigen Satz, der mehr Fragen aufwarf, als Antworten gab:

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«Wenn ihr in den nächsten 24 Stunden nichts mehr von uns hört, dann könnt ihr uns zu den «Gefallen fürs Vaterland» zählen“. 

Danach fehlte sowohl von Alexey als auch von allen anderen 6 «Angels» jede Spur. Auch mit uns brach plötzlich der beinahe tägliche Kontakt mit ihm zusammen. Nach mehreren Tagen Stille machten wir uns langsam große Sorgen um unseren Freund und Partner. Seine langjährigen «Angel»-Fans verfielen beim Kommentieren seines o.g. Posts buchstäblich in Panik, während sich die Ukries, Trolls und seine Feinde am möglichen Blutgeruch, der ihnen zwischen den letzten Zeilen von Alexey entgegenkam, erfreuten.

Neben liebevollen Gebeten, unvorstellbaren Lügen und diversen Vermutungen erreichten in den sozialen Netzwerken nach einiger Zeit auch inoffizielle Informationen das Netz, dass alle 8 Mitglieder des humanitären Bataillons «Angel», inklusive seines Gründers Alexey Smirnov, am 16. September 2016 seitens des Ministeriums für Staatssicherheit (russ. «MGB») der Volksrepublik Donezk (DVR) festgenommen wurden.

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Um weder Hysterie noch falsche Informationen zu verbreiten, haben wir uns entschieden, auf eine offizielle Stellungnahme der DVR bzw. des MGB bezüglich der Festnahme von «Angel» zu warten. Dass daraus fast 2 Wochen werden, damit konnten wir nicht rechnen. Doch statt einer offiziellen Stellungnahme zum Sachverhalt «Angel» erschien in den sozialen Netzwerken am 26. September 2016 ein Video von Alexey Smirnov. Diesmal jedoch leider nicht, wie üblich, mitten aus den heißesten Frontgebieten des Donbass beim Verteilen der humanitären Hilfsgüter an die notleidenden Zivilisten, sondern direkt aus dem MGB.

Folgender Video-Botschaft zufolge wird dem humanitären Bataillon «Angel» aus Donezk vorgeworfen, in illegalem Besitz von Waffen und gefälschten DVR-Armee-Dokumenten gewesen zu sein. Dies gibt Alexey Smirnov jedenfalls vor der Kamera zu, nimmt dabei, wie ein Mann und echter Kommandeur, die ganze Schuld auf sich und entschuldigt sich für den unüberlegten Gesetzesbruch, den sein Team und insbesondere er begangen hatten, bei allen seinen Freunden, Kollegen und Fans. Und zwar abgesehen von ihren allseits in der DVR und LVR bekannten guten Taten und stets guten Absichten im Sinne der Donbass-Bewohner, die er und sein Team im Laufe ihrer 2-jährigen «Angel»-Mission für alle nachweislich und unbestritten vollbracht haben.

«Ich bin Alexey Smirnov — der Kommandeur des humanitären Bataillons «Angel». In den sozialen Netzwerken herrscht Aufregung über mein Verschwinden. Ich möchte euch allen versichern, dass es mir gut geht. Ich befinde mich nicht bei den ukrainischen Armeeangehörigen. Unsere Gruppe wurde seitens des Ministeriums für Staatssicherheit festgenommen. Wegen gesetzwidrigem Besitz von Waffen, Sprengstoff und Munition sowie Verwendung von fiktiven Dokumenten der DVR-Armee.

Ich erkenne vollkommen meine Schuld an und bin der Meinung, dass kein humanitäres Ziel und keine gute Absicht einem Gesetzesbruch dienen dürfen. Ich bitte euch, meine Fehler nicht zu wiederholen. Solltet ihr in Besetz von irgendwelchen Sprengstoffarten oder Munition sein, bitte ich euch, diese bei der Polizei zu abgeben, um meine Fehler nicht zu wiederholen.

Die Kollegen meiner Organisation, die mit dem Vorfall nichts zu tun haben, werden bald entlassen und unsere Mission weiterführen. Zudem möchte ich mich bei meinen Kollegen entschuldigen, dafür, dass ich ihnen nicht alles erzählen habe. Aber auch bei allen Menschen, die uns unterstützt hatten und weiterhin unterstützen. 

Aktuell laufen die Ermittlungen. Ich stehe weder unter einen psychischem noch unter dem physischen Druck. Die Ermittlungen erfolgen äußerst objektiv, im Rahmen der Delikte, die wir begangen haben, insbesondere ich.

Ich finde, es gibt keinen Grund zur Panik. Ich hoffe, dass uns unsere guten, gutmütigen Taten, die wir auf dem Territorium der beiden Volksrepubliken verrichtet haben, angerechnet werden und dass wir uns bald wiedersehen. Daher bitte ich euch: Keine Panik, folgt den Gesetzen und passt auf euch auf.» 

Die Engel von Donbass: Alexey Smirnov und sein humanitäres Bataillon «Angel»

Abgesehen von dieser merkwürdigen Art des Video-Geständnisses von Alexey und der bis zum heutigen Zeitpunkt fehlenden offiziellen Stellungnahme des MGB bzw. der Repräsentanten der DVR dazu, möchten wir uns folgend ausschließlich Fakten widmen, die im Zusammenhang mit der Festnahme von Alexey und seines Bataillons «Angel» unbedingt konstatiert werden müssen. Um möglichen Gerüchten, Eigen- bzw. Fehlinterpretationen rund um den Fall «Angel» auch in unseren deutschsprachigen Donbass-Kreisen bereits im Vorfeld möglichst präzise und wahrheitsgetreu aus dem Weg zu gehen. 

Fakt 1:

Ausländische Zivilisten haben in der DVR/LVR seit 1 Jahr kein Recht auf Registrierung von Waffen

Aleksej Smirnov ist russischer Staatsbürger. Nach dem aktuellen Gesetzesstand in den beiden Volksrepubliken Donezk und Lugansk haben Ausländer kein Recht auf Registrierung von Waffen. Außer man tritt offiziell der Volksarmee bei. Dieses Gesetz ist vor 1 Jahr in Kraft getreten. Also knapp 1,5 Jahre nach der freiwilligen, ehrenamtlichen Donbass-Mission von Alexey und seinem Team im Kriegsgebiet.

Das Ziel von Alexey Smirnov in Donbass war jedoch von Anfang an apolitisch zu bleiben und ausschließlich dem einfachen Volke des Donbass zu dienen — anstatt der Regierung oder der Volksarmee. Dies wurde seinerseits stets in aller Öffentlichkeit ausdrücklich betont. Ob in den Medien, in den sozialen Netzwerken oder in privaten Gesprächen mit uns, seinen Freunden oder Fans. Ob in der DVR, LVR oder in Russland.

Darum bestand auch das Bataillon «Angel» ausschließlich aus einfachen Donbass-Bewohnern, die sich im Sommer 2014 aus purer Überzeugung entschieden hatten, gemeinsam mit Alexey dem Volke des Donbass zu dienen. Aus Menschen, wie ihr und wir: Bergarbeiter (Anatolij/»Bike»), freischaffende Künstler (Maxim/»Max»), Regisseure (Alexey), Maniküre-Meisterinnen oder gar Kasino-Dealer (Viktoria/»Murasch»). Anstatt dem Widerstand beizutreten, um ihr Land vor den Truppen der Ukraine zu beschützen, entschieden sie sich für einen selbstlosen, lebensgefährlichen Kampf (um das Überleben wildfremder Menschen!) auf der humanitären Front, die sich mehr als 2 Jahre fast täglich in nur wenigen hunderten von Metern Entfernung zu den Stellungen der ukrainischen Armee befanden.

Zudem wollte Alexey auch in Bezug auf seine Wohltätigkeit immer unabhängig bleiben, was dazu führte, dass seine Truppe bis heute keine offizielle Hilfsorganisation, humanitärer Fond o.ä. ist, sondern «nur» das humanitärere Bataillon «Angel» von Alexey Smirnov». Sein Fehler jedoch dabei war, dass er vor einem Jahr, also nach dem Inkrafttreten des neuen o.g. Gesetzes im Kriegsgebiet Donbass, die Waffen, die seinem Team ausschließlich zum Selbstschutz an der Frontlinie während der Durchführung ihrer humanitären Mission dienten, nicht legalisiert hat.

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Fakt 2:

Das Passieren eines Blockpostens in der DVR/LVR ist nur für Mitglieder der Volksarmee gestattet

Aus Fakt 1 wird Fakt 2: Da der Sinn der Mission des humanitären Bataillons «Angel»  bis dato darin besteht, vorrangig das Überleben der Zivilisten in direkten Frontgebieten zu retten, führte für die «Angels» im Kriegsgebiet Donbass kein Weg am Blockposten vorbei. Da sie jedoch, wie bereits erwähnt, aus Überzeugung zur keinerlei militärischen Formation oder der Volksarmee in Donbass angehören wollten, fehlten ihnen — laut aktuellem Geständnisses von Alexey — genau diese Papiere, um in die von Gott und der Welt verlassene Grenzgebiete und «Grauzonen» des Krieges zu gelangen. Also entschieden sie sich scheinbar dafür, sich diesen Weg selbst freizumachen, um weiterhin apolitisch und fraktionsfrei zu bleiben. Womöglich mit dem naiven Glauben, dass im Leben nur die gute Absicht zählt und dass im Fall der Fälle ihr öffentlicher, allseits anerkannter selbst- und bedingungsloser Einsatz für das Wohl der notleidenden Zivilisten an der Front und im Sinne des Wohles des gesamten Republik diesen kleinen bürokratischen Delikt mit etwas Glück im Unglück überdecken wird.

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Fakt 3:

Die «Angels» sind nicht wildfremd oder seit gestern bewaffnet an der humanitären Front in Donbass

Dass die «Angels» von Anfang an in Besitz von Waffen waren, war jahrelang kein Geheimnis. Und zwar weder für uns, ihre weltweiten Fans (und Feinde) noch für die Repräsentanten der beiden Volksrepubliken. Beinahe in jedem ihrer Video- oder Fotoberichte zeigten sich die mutigen Kämpfer an der humanitären Front in Donbass mit Handwaffen in der Hand. Bis vor wenigen Tagen hat dies kaum jemand in Frage gestellt. Denn einerseits betonten die «Angels» stets selbst, dass die Waffen ausschließlich zur Verteidigung und zum Schutz ihres eigenen Lebens und des Lebens ihrer Mitmenschen dienen. Und zwar von Kollegen und Zivilisten, beim Verteilen der humanitären Hilfsgüter mitten in den heißesten Brennpunkten des Donbass-Krieges. Andererseits sprachen auch die zahlreichen offiziellen Medien, sowohl in Donbass als auch in Russland, immer wieder davon, dass die «Angels» ausschließlich aufgrund ihrer lebensgefährlichen humanitären Mission im Kriegsgebiet Donbass in Besitz von Waffen sind. Schließlich standen im (Epi)Zentrum ihrer 2-jährigen Donbass-Mission Tausende notleidende Zivilisten aus den direkten Frontgebieten, in die sich bis dato weder die OSZE noch regionale oder internationale Hilfsorganisationen getraut haben. Zajzewo, Gorlowka, Golma, Nikitowka, Kurganka, Aleksandrowka, Spartak, Staromihajlowka, Krutaja und Nizhnjaja Balka, Grogorowka, Marjewka, Mitschurino, Krutaja Balka, Jasinowataja, Petrowksij und Oktjabrskij Gebiet von Donezk — alle diese Orte und viele andere, samt ihrer Bewohner, befanden sich in beiden Volksrepubliken Donezk und Lugansk befanden sich bis vor wenigen Wochen noch unter täglichem Beschuss seitens der Ukraine.

Warum ausgerechnet erst heute die Frage an Alexey nach dem Waffenbesitz so plötzlich und hinter den verschlossenen Türen des Ministeriums für Staatssicherheit der DVR geklärt werden muss, lässt sich für uns im Moment leider noch nicht (nachweislich) beantworten.

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Die „Angels“ & stellvertretender Verteidigungsminister der DVR, Eduard Basurin

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Fakt 3:

Alexey Smirnov hat mehr als 20.000 Menschen in Donbass das Leben gerettet

Das humanitäre Bataillon «Angel» wurde von Alexey Smirnov bereits im August 2014 gegründet und somit zu den Spitzzeiten des Donbass-Krieges, die noch kein Minsk 1,2,3 oder 100 kannten. Damals rollten noch die Panzer der ukrainischen Armee direkt auf die Donbass-Bewohner zu, die anfangs sogar versucht haben, diese mit bloßen Händen zum Stoppen zu bringen. Damals versuchte das Kiewer Regime nicht nur vom Boden aus, sondern auch aus der Luft die «Terroristen» und «russische Separatisten» zu bekämpfen, indem sie tödliche Bomben auf die Zivilisten, darunter viele Kinder, gezielt und direkt über den Stadtzentren der beiden Volksrepubliken abwarf. Damals wurden insbesondere die Siedlungen in den unmittelbaren Frontgebieten in wenigen Tagen bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Damals starben fast täglich dutzende Zivilisten in Folge der Ukra-Beschüsse kurz vor ihrer Haustür oder in den eigenen 4 Wänden. Die meisten von ihnen wurden sogar direkt in ihren Gärten und Höfen begraben, weil ihre Angehörigen bzw. Nachbarn es einfach nicht schafften, lebendig am nächst gelegenen Friedhof anzukommen.

Ja. Damals kam der Krieg für alle schnell und unerwartet. Deshalb war man damals in Donbass auch über jeden froh, der die unschuldigen Menschen im Osten der ehemaligen Ukraine in diesen genoziden Zeit freiwillig und selbstlos eine kleine Tür zum Überleben öffnen konnte und wollte.

Alexey Smirnov gehörte von Anfang genau zu denjenigen wenigen Menschen, die gleich zu Beginn der s.g. «Anti-Terror-Operation» des Kiewer Regime gegen sein eigenes Volk im Osten der ehemaligen Ukraine von heute auf morgen seinen eigenen Frieden gegen einen «fremden» Krieg eintauschten und dem Ruf ihres Herzens direkt aus Russland nach Donbass folgten. Bereits im Frühjahr 2014 gab Aleksej, bewusst und ohne Reue, alles auf, was er in seinen noch so jungen Jahren jemals besessen hatte: Seine blühende Karriere als renommierter Regisseur, seine Freunde, sein Zuhause, seine geliebte Heimatstadt Moskau… Einfach alles! Das Einzige, was ihm bliebt, war sein eiserner Wille, den unschuldig in Lebensnot und Kriegsleid geratenen Kindern, Frauen, Familien, älteren und kranken Menschen im Kriegsgebiet und somit seinen slawischen Brüdern und Schwestern im Osten der ehemaligen Ukraine selbst- und bedingungslos zu helfen.

In den letzten 2,5 Jahren ist es ihm und seinem Team gelungen, mehr als 20.000 Donbass-Bewohnern das Leben zu retten, die ihm dafür nicht nur bis heute so unendlich dankbar sind, sondern es mit Sicherheit auch bis ans Ende ihres Lebens sein werden. Für seinen selbstlosen und stets lebensgefährlichen Einsatz für das Überleben von unschuldigen Kinder, Eltern und Rentnern. Hunderte verletzte und getötete Zivilisten wurden dank seines persönlichen und vorbildlich mutigen Einsatzes aus der Beschusszone evakuiert. Tausende Familien, kranke, einsame und alte Menschen wurden im Laufe der letzten Jahren Krieg regelmäßig mit Lebensmitteln, Medikamenten und Sachspenden versorgt. Und zwar, wie bereits erwähnt, ausschließlich in solchen Gebieten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk, in die sich BIS HEUTE weder offizielle humanitäre Vertreter der DVR bzw. LVR noch die OSZE, das Rote Kreuz oder sonstige internationale Hilfskonvois getraut haben.

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Fakt 4:

Die Mitglieder des humanitären Bataillons «Angel» wurden bereits 2 Mal offiziell ausgezeichnet

Für sein ehrenamtliches und bedingungsloses Engagement im Dienste des Volkes in Donbass und zum Wohle der beiden Republiken im Allgemeinen wurde das humanitäre Bataillon «Angel» bereits 2 Mal ausgezeichnet. Und zwar seitens der Repräsentanten des Donbass. Sowohl in der Volksrepublik Donezk als auch in Lugansk. Die letzte Auszeichnung wurde ihnen erst Anfang September 2016 seitens des Bürgermeisters der Stadt Gorlowka, Ivan Prihodko, persönlich überreicht.

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Fakt 5:  

«DONBASS WIRD LEBEN». Unsere Mission geht demnächst weiter.

Bereits seit Anfang 2015 ist Alexey Sminov, der Kopf des humanitären Bataillons «Angel», unser treuer Partner in Donbass und gehört aus unserer 2,5-jährigen Donbass-Krieg-Erfahrung auf der humanitären Front zu den wenigen Menschen, auf den IMMER Verlass war. Jeder Cent unserer REMEMBERS Fans, der unsererseits stets mit viel Mühe, absoluter Transparenz und großem persönlichen Einsatz in Deutschland gesammelt wurde, konnten wir immer wieder mit einem guten Gefühl und großer Dankbarkeit an Alexey im Sinne der notleidenden Donbass-Zivilisten weiterleitet. Denn neben unserem freundschaftlichen Verhältnis und einer stets offenen, wohltuend und inspirierenden persönlichen Kommunikation erhielten wir beispielsweise für die Investition unserer Spendengelder von ihm regelmäßig, nach Abschluss einer jeden unserer gemeinsamen Mission vor Ort, nicht nur die entsprechenden Quittungen für den Erwerb der jeweiligen Hilfsgüter (wie Lebensmittel, Medikamenten, Hygieneartikel, Babynahrung oder Schulutensilien), sondern auch einzigartig detaillierte und unglaublich bewegende Video-Berichte zum Ablauf unserer Spendenaktionen: Vom Einkauf der humanitären Hilfsgüter über ihre gezielte Verteilung — direkt in die Hände der bedürftigen Zivilisten — bis hin zu persönlichen Interviews mit den notleidenden Hilfe-Empfängern.

Allein im Rahmen unserer aktuellen Mission «DONBASS WIRD LEBEN» https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben/, die wir in enger Zusammenarbeit mit seinem humanitären Bataillon «Angel» Mitte November 2015 gestartet haben, ist es uns dank seines unersetzbaren Einsatzes vor Ort gelungen, in den letzten 10 Monaten mehr als 4.500 unschuldigen Zivilisten das Überleben auf Zeit zu sichern. Mit unseren Lebensmittelpaketen für Familien mit Kindern, Waisenkinder sowie alte, einsame und kranke Menschen, die seit Anfang des Krieges gezwungen sind, direkt in der Beschusszone zu leben. Doch unsere Hilfsgüter sollten den Menschen in Donbass stets nicht nur das Leben retten, sondern auch einen kleinen Hoffnungsschimmer bis ans Kriegsende geben. Einen Hoffnungsschimmer auf Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Einen Hoffnungsschimmer, der ihnen die nötige Kraft verleiht, um diese schwierigen Zeiten gemeinsam durchstehen zu können.

https://www.facebook.com/remembers.europeanfront/videos/963698420418877/

Nun haben heute tausende Zivilisten in Donbass auf eine unbestimmte Zeit ihren größten Schutzengel verloren. Einen Engel, der stets an ihrer Seite war und sie mehr als 2 Jahre lang vor Hunger, Leid und sogar Tod beschütze. Während Millionen anderer Menschen weltweit bis dato nicht mal wissen, dass es diese Menschen überhaupt (noch) gibt.

Unser Fazit:

Keine Frage: Gesetz ist Gesetz und kennt keine Ausnahmen. Auch nicht in der DVR — einer jungen Volksrepublik, die sich heute auf einem geraden Weg in Richtung Rechtsstaat befindet — oder im Fall von unseren Freunden und treuen Partnern in Donbass.

Nichtdestotrotz hoffen wir, dass die Repräsentanten der Volksrepublik Donezk und die Entscheider beim Ministerium für Staatssicherheit der DVR bei ihren Ermittlungen nicht vergessen werden, dass Alexey Smirnov nicht vor all zu langer Zeit für sie noch ein ehrenvoller «Held des Donbass» war und für tausende gerettete Menschen im Kriegsgebiet Donbass für immer ein wahrer und teilweise sogar ihr einziger Schutzengel bleibt.

Und dir, unser lieber Lescha, möchten wir hier und jetzt Eines versprechen:

SELBST WENN DIE GANZE WELT GEGEN DICH SEIN WIRD, BLEIBEN WIR AN DEINER SEITE.

Remembers und Angel от Olga Malzev на Rutube.

Wichtig für alle unsere REMEMBERS & «Angel» Fans:

Aktuell haben wir unsere gemeinsame humanitäre Mission «DONBASS WIRD LEBEN» vorerst gestoppt. Wie Alexey in seiner aktuellen Video-Botschaft (siehe oben) uns offiziell mitgeteilt hat, wird sein Team demnächst seine «Angel»-Mission, wie gewohnt, weiterführen. Nachdem er die ganze Schuld auf sich nahm, um seinen Kollegen zu entlasten und ihnen somit einen schnellen Weg in die Freiheit bereiten zu können — zurück zu ihrer Mission.

Für uns bedeutet das: Sobald seine Kollegen wieder unter uns sind, werden wir euch über den aktuellen Stand der Dinge informieren und unsere Mission fortsetzen. Unsere Spendensammlung wird bis dahin selbstverständlich vorerst eingestellt. Alle Spendengelder, die bis zum 15.09.2016 bei uns eingegangen sind, befinden sich aktuell auf dem deutschen Spendenkonto unseres Partners, Natalija Volk von «Hilfe für Donbass-Kinder». Da unsere letzte Überweisung — von insgesamt 1.770 Euro — am 17.09.2016 an Alexey erfolgte, haben wir im Moment leider weder wir noch Alexey einen Zugriff darauf. Aber keine Sorge: Auch dieses Geld wird nicht verloren gehen. Es befindet sich, wie gesagt, auf dem Spendenkonto von Alexey und wird demnächst entweder, wie gewohnt, in unsere Donbass-Mission eingesetzt oder wieder zurück an uns überwiesen. Wir bitten euch um Verständnis für diese äußerst unglückliche Situation, in der wir uns alle gerade befinden, und hoffen, dass ihr gemeinsam mit uns ein bisschen Geduld aufbringen könnt, damit wir diese Situation in jeder Hinsicht so gut, wie möglich, lösen zu können.

An dieser Stelle möchten wir noch ein Mal betonen, dass der aktuelle Untersuchungsaufenthalt des «Angel»-Teams NICHT mit ihrer oder unserer Donbass-Mission an sich zu tun hat. Ihnen wird weder die Verschwendung von Spenden oder Spendengeldern vorgeworfen noch Waffenhandel oder Sonstiges. Zudem liegt uns bis heute KEINE OFFIZIELLE STELLUNGNAHME des Ministeriums für Staatssicherheit oder der Repräsentanten der DVR zum Fall «Angel» vor, sondern ausschließlich ein angebliches Geständnis von Alexey Smirnov.

Und darum:

Wir und unsere weiteren Freunde und Partner vor Ort tun im Moment alles dafür, um

  1. a) an die offiziellen Informationen zu gelingen
  2. b) dass Alexey und sein Team so schnell, wie möglich, entlassen werden und
  3. c) dass alle unsere Spendengelder so schnell, wie möglich, wieder dafür eingesetzt werden, wofür sie bestimmt waren: Für die Sicherung des Überlebens der unschuldigen Zivilisten an der Frontlinie.

Wie gesagt: Wir tun aktuell alles dafür, damit unsere «Angels» so schnell wie möglich in Freiheit sind und unsere Mission weitergehen kann, um Donbass weiterhin am Leben zu erhalten.

Plan B:

Im allerschlimmsten Fall werden wir uns dafür einsetzen, die bereits überwiesenen Spendengelder wieder auf unser Spendenkonto zu holen und jeden Cent an die jeweiligen Spender zurückzuzahlen. Eine entsprechende Auflistung aller Spendengelder, die bei uns eingegangen sind und — aufgrund der aktuellen, unvorhergesehen Situation mit unserem Partner-Team «Angel» in Donezk — leider noch nicht in unsere Mission vor Ort investiert werden konnten, erscheint bei uns voraussichtlich in der kommenden Woche, hier auf unserer Facebook Seite: https://www.facebook.com/notes/remembers/remembers-für-donbass-gegen-genozid/878442415611145

Wir danken euch schon im Voraus rechtherzlich für euer Verständnis, eure Geduld und unseren Zusammenhalt. Für Donbass. Gegen Genozid. Im Sinne unschuldiger Zivilisten an der Frontlinie.

Bei Fragen oder Anregungen einfach eine Mail an uns schreiben: remembers.achtungpartisanen.ru@yandex.ru

REMEMBERS & «Angel» in Donbass-Mission: Erfolgsrückblick 2014 — 2016  

>> UNSERE 1. GEMEINSAME SPENDENAKTION «Hoffnung schenken. (Über)leben retten», Winter 2014/2015

https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-sagt-danke-spasibo-fuer-euren-einsatz-in-seinem-kampf-ums-ueberleben/

>> REMEMBERS EXKLUSIV-INTERVIEW MIT ALEXEY SMIRNOV — direkt von der Frontlinie, Donezk, Februar 2015:

https://remembers.achtungpartisanen.ru/remembers-exklusiv-interview-mit-einem-engel/

>> UNSERE MISSION «DONBASS WIRD LEBEN»: November 2015 bis dato

(1) Kiewskij Gebiet (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-2/

(2) Aleksandrowka (150 Zivilsten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-3/

(3) Spartak (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-4/

(4) Jakowlewka (100 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-5/

(5) Grigorowka & Nowaja Marjewka (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-6/

(6) 2.Plattform,„Volvo-Zentrum“ (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-volvo-zentrum/

(7) Spartak 2.0 (100 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-7/

(8)Oktjabrskij (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-oktjabrskij/

(9) Kurganka (100 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-kurganka/

(10) Gorlowka (Direkthilfe für ausgewählte Familien mit Kindern): https://remembers.achtungpartisanen.ru/gorlowka/

(11) Neujahrsmarathon durch die DVR und LVR (über 500 behinderte und Waisenkinder sowie Familien in Not): https://remembers.achtungpartisanen.ru/danke-liebes-deutschland/

(12) Staromihajlowka & Schirokaja Balka (50 Rentner und rund 500 Familien mit Kindern): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-8/

(13) REMEMBERS & «Angel» in Rentner-Mission (320 Zivilisten & Familien): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-13/

(14) Überlebensrettung durch individuelle Direkthilfe: https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-14/

(15) Marinowka: Überlebenschancen für die Großen & Riesenfreude für die Kleinen: https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-marinowka/

(16) Neue Überlebenschancen auf Zeit für 100 Familien mit Kindern aus Kurganka: https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-16/

(17) Humanitäre Direkthilfe und medizinische Versorgung für ältere Menschen in besonderer Not: https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-17/

(18) REMEMBERS spenden Hoffnung auf Frieden — an die Veteranen des 2. Weltkrieges: https://remembers.achtungpartisanen.ru/remembers-fuer-donbass-veteranen/

(19) 7 Siedlungen, 1 Ziel: Neue Überlebenschancen für 1.000 weitere Zivilisten: https://remembers.achtungpartisanen.ru/emembers-und-angel-in-donbass-mission/

(20) Überleben sichern & Kinderträume erfüllen: REMEMBERS & «Angel» im Großfamilieneinsatz: https://remembers.achtungpartisanen.ru/remembers-im-grosfamilieneinsatz/

(21) Neue Überlebenschancen auf Zeit für 160 Familien und einsame, kranke Rentner: https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-21/

(22) REMEMBERS & «Angel» in Juli-2016-Mission: Individuelle Unterstützung für ausgewählte Familien in Hungersnot: https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-22/

(23) Mitschurino: 100 weitere Überlebensmittelpakete für Familien mit Kindern: https://www.facebook.com/remembers.europeanfront/videos/963698420418877/

Schulspendenaktion 2016 “VON KRIEGSOPFERN ZU SCHULGLÜCKSKINDERN”: https://remembers.achtungpartisanen.ru/schulspendenmarathon-2016/

(24) Von 1.000 Kriegsopfern zu 85 Schulglückskindern, Siedlung Zajzewo: https://remembers.achtungpartisanen.ru/schulspendenaktion-851000/

(25) 55 Kriegskinder voller Schulfreude, Siedlung Mitschurino: https://www.facebook.com/remembers.europeanfront/videos/969586779830041/

>> Detaillierte Hintergrundinformationen zu uns sowie ein Gesamtüberblick zu allen unseren REMEMBERS Spendenaktionen 2014 — 2016 jetzt auf unserer Facebook Fan-Page, inkl. Spendenstand: https://www.facebook.com/notes/remembers/remembers-für-donbass-gegen-genozid/878442415611145

Unsere Mission geht demnächst weiter.

Fortsetzung folgt.

DONBASS WIRD LEBEN.