GORLOWKA: «FASCHISTEN!!! FASCHISTEN!!! SEID ALLE VERDAMMT!»

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AKTUELLE FRIEDENSBEMÜHUNGEN VON POROSCHENKO, MERKEL & CO. in DONBASS: 5 ZIVILISTEN GETÖTET, U.A. EINE 11JÄHRIGE UND IHR VATER

Wie der antifaschistische Widerstand meldet, wurde der Waffenstillstand in den letzten 48 Stunden bis zu 70 Mal seitens der Kiewer Truppen gebrochen.

Dabei starben am Dienstag Abend, den 26. Mai 2015, gegen 19 Uhr Ortszeit, mindestens 5 Menschen. Darunter ein 11jähriges Mädchen, ihr Vater und 1 weiterer Zivilisten.

3 Frauen, 3 Männer und 3 Kinder wurden nach dem Massaker mit schweren Verletzungen hospitalisiert. U.a. ein 12jähriges Mädchen, ein 3jähirger Junge und ein 2 Wochen altes Baby.

Aber auch 2 Widerstandskämpfer wurden getötet, 2 weitere — schwer verletzt.

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BIS DASS DER TOD SIE SCHIED: 5KÖPFIGE FAMILIE ZERSTÖRT DURCH DEN DIREKTBESCHUSS

Von ihrem Haus ist nichts mehr übrig geblieben. Genau so, wie von ihrer Familie. In Folge ununterbrochener massiver Beschüsse der zivilen Wohngebiete in Donbass ist am 26. Mai in Gorlowka (Volksrepublik Donezk) eine 5köpfige Familie zum Opfer der ukrainischen Faschisten gefallen. Vor ihrer eigenen Haustür. In ihren eigenen 4 Wänden. Mit dem Ergebnis:

Der Vater Jurij: Tot.

Tochter Katja, 11 Jahre alt: Zerfetzt in 2 Teile. Tot.

Sohn Zahar, 3 Jahre alt: Schwere Splitterverletzungen, auch im Auge. Überlebt.

Mutter Anna: Überlebt. Jetzt muss sie jedoch ihr Leben nicht nur ohne ihrer Tochter und ihren Mann weiterleben, sondern auch ohne einen Arm.

Ihr 2 Wochen altes Baby überlebte den gnadenlosen Direktbeschuss — wie ein Wunder.

Gorlowka, Planernaja Straße 16: Die Folgen des Artilleriebeschusses

Trümmer über Trümmer. Leid über Leid. Und mitten drin — der tote Jurij und seine geliebte kleine Tochter Katja, deren Körper durch die Geschossexplosion entzweit wurde und nun zwischen Schutt und Asche verteilt liegt.

 

«Warum müssen Kinder sterben?

Warum muss man Kinder töten???»

Die Augenzeugen und Überlebende berichten Graham Philips — dem mutigen und beinahe einzigen westlichen Reporter in Donbass — dass der aktuelle Beschuss ihrer Stadt zu den allerschlimmsten der letzten Monate gehört.

(ab 1:07 min):

«Es war sehr schrecklich. Nicht mal im letzten Jahr war es so schlimm, wie gestern. Gestern rannten wir sehr schnell von hier weg. So schnell, wie wir nur konnten. Wo hätten wir uns denn verstecken sollen? Alle unsere Fenster zersprangen. Erst auf der einen Seite, dann auf der anderen, dann auf der dritten. Wir rannten sehr schnell weg… Man kann es einfach nicht beschreiben… WIE es war, WAS es war. Man kann es aber auch nicht verstehen. Eigentlich war hier 2 Monate lang relativ ruhig, im Vergleich zu gestern. Alles passierte sehr plötzlich… Die Geschosse fielen ein nach dem anderen… Es muss endlich aufhören!!! Die Zivilisten sterben und man weiß nicht, warum. Was haben wir denn getan???…. Die Kleine Katja (die in Gorlowka gestern getötet wurde) war ein tolles, schönes Mädchen. Warum müssen Kinder sterben? Warum muss man Kinder töten???… Ich bin 34 Jahre alt und ich hätte nie gedacht, dass ich mal den Krieg wieder erleben werde. Unsere Psychen sind total zerstört. Wir haben vor jedem Geräusch Angst, vor jedem Schuss. Klar. Wir könnten den ganzen Tag im Keller sitzen. Aber wenn ein Direktbeschuss kommt, dann bringt es auch nix mehr. Es wird auch den Keller treffen und man wird auch dort nicht überleben…»

 

«Oma! Ich werde jetzt zur Waffe greifen

und unser Land verteidigen…»

Die Mutter des getöteten Jura und die Oma der kleinen elfjährigen Katja, die in Folge des Direktbeschusses in Teile zerfetzt wurde, steht vor den Trümmern des Familienhauses und lasst ihren unendlichen Schmerz aus ihrer Seele herausschreien:

(ab 5:15 min):

«Seid verdammt!!!! Seid verdammt!!!! Schweine!!!! Alle!!!!! Söhnchen, mein Söhnchen!!!!!! Oh Gottttt! Ooooh Gott!!!! Wie kann ich das alles überleben? Wie kann ich es überleben???? Was denn für Widerstandkämpfer, ihr verdammten Hurensöhne!?? Welche Widerstandskämpfer?????? Oh Gott!!! Schweine!!! Warum haben sie meinen Sohn getötet?????? Warum? Er hat niemandem etwas getan. Nicht mal ein böses Wort hat er jemals von sich geben. Er hat nie jemandem etwas Schlechtes getan. Wofür dann???? Mein Sohn, meine Enkelin… Die Kleine, sie ist erst 2 Monate alt, ist voller Splitterverletzungen. Der Kleine, 2,5 Jahre alt, kann immer noch nicht die Augen öffnen, ist mit Blut überströmt. Wooofüüüür?????? Ihr dort, in der Ukraine, oder wie ihr sie da nennt: Seid alle verdammt!!!! Alle!!! Alle!!! Seid alle verdammt! Ich hasse euch! Ich hasse euch!!! Ich werde es niemals verzeihen. Niemals. Ihr habt mir meine Kinder weggenommen. Schaut her: Hier, hier haben Menschen gewohnt. Sie haben niemandem etwas getan. Niemandem. Fragt die anderen. Es war eine ganz normale Familie. Sie waren glücklich. Und jetzt? Wie soll man jetzt damit weiterleben?

Wie???? Faschisten! Faschisten! Nicht mal Faschisten haben so etwas gemacht. Meine Mutter hatte mir damals davon erzählt, auch mein Vater. Mein Vater war an der Front, meine Mutter hat den Krieg überlebt. So etwas hat man damals nicht gemacht. Und was ist das hier???? Was? Friedenszeiten? Friedensgespräche? Wo schaut diese OSZE hin??? WAS ist DAS??? Was? Faschisten. Faschisten. Ich finde keine anderen Worte dafür. Faschisten. Noch viel schlimmer…. Hier liegt jetzt meine Enkelin, mit abgetrennten Armen. Hier mein Sohn. Einen Arm hat man sogar noch nicht gefunden. Anetschka, meine Schwiegertochter, liegt mit einem angerissen Arm. Aber sie hat’s zum Glück überlebt. Und mein Sohn? Er ist weg. Und er wird nie wieder zurückkommen. Nie wieder… Er war so ein liebevoller Mensch. Leute! Er hat 4 Kinder! 4 Kinder!.. Die kleine 2,5wöchige… Die Arme, sie hat heute die ganze Nacht geweint. Weil man sie von der Mutter getrennt hat… Faschisten!!! Ihr wollt, dass die Ukraine einheitlich bleibt? Ok. Wir hatten nichts dagegen. Wir wollten keinen Krieg führen. Wir hatten niemanden etwas getan. Wir waren nicht auf irgendwelchen Maidanen. Und was haben wir dafür bekommen? Wir sind Terroristen??? Die können von mir aus über andere Städte irgendwas erzählen. Aber nicht über Gorlowka. Hier sind unsere Jungs alle aufgestanden. Und mein Enkel, der 16jährige, wird jetzt auch in den Krieg gehen und sich für seinen Vater rächen… Der Junge wollte studieren und jetzt?? Er hat mich gestern angerufen und hat gesagt: «Oma! Ich werde jetzt zur Waffe greifen und unser Land verteidigen…» Oh Gott. Ich kann nicht mehr… Poroschenko, Jazenjuk und ihre Anhängseln: Sie alle sind Faschisten! Seid alle verdammt! Ihr, eure Kinder, eure Enkeln, ihre Urenkeln. Verdammt sollen sie sein! Ein Leben lang. Warum tötet ihr die friedlichen Menschen?»

 

BASSURIN: «DIE UKRAINE BELÜGT WEITERHIN IHR VOLK UND DIE WELT, WENN SIE SAGT, DASS SIE FRIEDEN WILL»

Der Vize-Generalstbschef der Donezker Volkswehr über das aktuelle Massaker von Gorlowka:

(ab 2:30 min):

«Das ist erneut eine Tragödie. Nicht nur für mich, sondern für jeden Bewohner der Volksrepublik, denke ich. Und diese Tragödie wird wieder durch die faschistischen Elemente, die auf der anderen Seite von uns stehen, hervorgerufen.»

Zudem betont Bassurin, dass dadurch noch ein Mal bestätigt wird, dass die ukrainischen Truppen dem Minsker Abkommen bis heute nicht nachgekommen sind und ihre Artillerie nicht 50 km von der Frontlinie zurückgezogen haben, wie es am 12. Februar 2015 vereinbart war.

«Somit belügt die Ukraine ihr Volk und die Welt weiter, in Bezug darauf, dass sie ständig beteuert, Frieden zu wollen. Die OSZE-Beobachter wurden darüber informiert und ich hoffe, dass sie morgen mit ihren eigenen Augen sehen werden können, dass in der Republik eine Tragödie geschehen ist und mit welchen Waffen im Allgemeinen die Stadt beschossen wurde.»

 

WIDERSTANDSKÄMPFER: «DIE SCHLIMMSTE ANGEWOHNHEIT IM KRIEG IST, SICH AN DIE ARTILLERIEBESCHÜSSE ZU GEWÖHNEN»

Ein Widerstandskämpfer, der den o.g. Beschuss von Gorlowka von einer anderen Seite live beobachten und die Kamera seines Telefons aufnehmen konnte, erzählt seinen «Zuschauern», dass das Schlimmste bzw. das Gefährlichste im Krieg die Gewohnheit ist:

ab 4:46 min:

«Menschen, die sich an den Krieg gewöhnt haben, laufen hier entspannt über die Straße. Ohne sich zu beeilen. Im Schritttempo. Jetzt fliegen wieder die Geschosse, jetzt wird gleich wieder explodieren… Es raucht schon. Hier steigt der Rauch auf. Und hier sind wieder diese Menschen. Sie haben ihr Tempo nicht mal erhöht. Ah! Die schlimmste Angewohnheit im Krieg ist, sich an die Artilleriebeschüsse zu gewöhnen. Als Artillerist empfehle ich niemanden, so damit umzugehen. Wenn Sie ein Pfeifen hören, legen Sie sich lieber auf den Boden oder in ein Erdloch. Sie werden sich dreckig machen, aber sie werden überleben. Dafür muss man sich nicht schämen. Ich hätte es genau so getan.»

 

SLAWJANOSERBSK: HAUS EINES VETERANEN DURCH DIREKTBESCHUSS AUSGEBRANNT

Doch neben Gorlowka standen die letzten 48 Stunden auch weitere zivile Ortschaften wie Schirokino, Ozerjanowka, Sahanka, Zhobunki, Grigorowka, Kalinowka sowie Slawjanoserbsk unter massivem Beschuss seitens der Kiewer Truppen und der faschistischen Freiwilligen-Bataillone:

Wahrscheinlich 99% der Welt wünschen sich endlich Frieden in Donbass.

Doch diese 99%, zu denen auch wir gehören, können bereits seit über einem Jahr das Blutvergießen im Osten der ehemaligen Ukraine einfach zu stoppen.

Diese Machtlosigkeit macht uns von Tag zu Tag, von Tod zu Tod noch mehr machtlos und langsam wissen wir wirklich nicht mehr weiter. Und wenn es uns schon so geht: Was soll dann in den Seelen, Köpfen und Herzen der Donbass Bewohner los sein?!

Seid verdammt, ihr dreckigen Bastards!

Zur Hölle nicht euch!

 

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.

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