HEUTE VOR 365 TAGEN: 2.12.2013

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In den ersten Dezember-Tagen wird der Kampf um die «Unabhängigkeit» der Ukraine fortgesetzt. Der Maidan wird zu einer Zeltstadt, die von den Demonstranten nun auch nachts nicht mehr verlassen wird. Die Polizeipräsenz wird erhöht. Die Spannung steigt und steigt.

 

Barrikaden, Blockaden, Besetzungen

Am 2. Dezember 2013 wurde die Arbeit des Kabinetts total blokiert. Der Presse-Service des Ministeriums für Innere Angelegenheiten der Ukraine teilte in einer offiziellen Erklärung mit, dass ab sofort zusätzliche Kräfte der Polizei in Kiew herangezogen werden.

Für den Fall des Angriffes wurden Barrikaden errichtet. Und zwar aus allem, was den Demonstranten gerade in die Hände kam: Von Brettern über Schutt bis hin zu der Tanne, die die Kommunalwirtschaftsarbeiter in den Tagen zuvor auf dem Maidan, dem «Platz der Unabhängigkeit», nicht installieren konnten.

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Aber auch der Straßenverkehr wurde im Zentrum der Hauptstadt völlig blockiert. Dabei wurden die Straßen Hreschatik, Institutskaja und Michailowskaja gesperrt.

Eine Gruppe von Demonstranten zog zum Gebäude, in dem zu diesem Zeit das Ministerkabinett tagte, und blockiert die Eingänge. Auch das Gebäude der Kiewer Stadtverwaltung wurde besetzt. Am Eingang konnte man die angesprühte Inschrift «Hauptquartier der Revolution» erkennen. Auf die Forderungen der Behörden, die besetzten Verwaltungsgebäude zu befreien, reagierten die Demonstranten nicht.

Im Parlament wird ein Misstrauensantrag gegen die Regierung vorbereitet.

Wegen des Polizeieinsatzes auf dem Maidan am vergangenen Abend trat Wolodymyr aus der Fraktion der Partei der Regionen aus.

 

Iwano-Frankowsk, Ternopol, Lwow

In Iwano-Frankowsk, Lwow und Ternopol kam es zu den Generalstreiks zur Unterstützung der Demonstrationen in Kiew und anderen Städten.

Auch in Iwano-Frankowsk wurde das Gebäude der Stadtverwaltung besetzt. Die Demonstranten forderten die Absetzung des Bürgermeisters Oleksandr Sin und den Rücktritt der Regierung.

 

Kleiner REMEMBERS Rückblick auf den 2.12.2013: 

Meetings & Menschenmassen & Barrikaden

 

Ukrainische Sängerin Ruslana: «Janukowitsch ist nicht mein Präsident»

 

Quellen: 

http://ukrainecry.com/evromaidan_january/de

http://www.bpb.de/internationales/europa/ukraine/175268/chronik-vom-25-november-bis-zum-11-dezember-2013

 

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.