«ICH SCHRIE «LJUBA! ANDRJUSCHA! LJUBA! ANDRJUSCHA!», ABER SIE WAREN SCHON TOT»

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Raisa Iwanowna Strelkowa aus dem Dorf Georgiewka (Volksrepublik Lugansk) verlor durch die Hände der ukrainischen Faschisten-Regierung ihre 40jährige Tochter und ihren 21jährigen Enkel. Ihr Familienhaus wurde fast komplett zerstört. Das Einzige, was ihr noch übrig geblieben ist, ist ihr zweiter Enkel sowie Tränen, die ihr täglich in Strömen das Gesicht herunterlaufen.

«Das Geschoss fiel dahin. Durch die Splitter wurde alles zerstört. Sehen Sie? Die ganzen Leitungen, Luftzirkulationsanlagen… Die Nachbarn haben mir geholfen, die Einzelteile zusammenzuflicken.

Meine Tochter und mein Enkel wurden genau hier getötet. Sie hat es nur geschafft, mit dem Enkel aus dem Haus zu gehen, und schon waren sie auf der Stelle tot. Und ich lag dort, mit kaputten Beinen. Ich habe geschrien «Ljuba! Andrjuscha! Ljuba! Andrjuscha!» Dann kamen aber die Nachbarn und sagten, dass sie schon tot sind. Dass sie nicht mehr am Leben sind. Mich hat man dann mit Kontusion nach Lutiginsk gebracht… Ich konnte sie nicht mal beerdigen. Sie wurden hier im Garten begraben. Dahinten. Weil man uns nicht erlaubt hatte, sie auf dem Friedhof zu beerdigen. Die Kämpfe fanden damals statt. Sie waren 10 Tage hier begraben. Und 10 Tage später hat man sie wieder dahin (Friedhof) gebracht. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich weine jeden Tag. Wofür??? Wofür??? Sie war erst 40 und er war 21 Jahre alt. Er kam gerade vom Wehrdienst zurück. Und der jüngste Enkel ist damals spazieren gegangen. Deshalb hat er es überlebt und lebt jetzt gemeinsam mit mir hier».

Die Leichen ihrer 40jährigen Tochter und des 21jährigen Enkels lagen 3 Tage lang vor der Haustür. Solange Raisa Iwanowna mit Kontusion im Krankenhaus lag.
Das Schicksal von Raisa Iwanowna Strelkowa ist leider kein Einzelfall im heutigen Donbass. Mindestens 7.000 unschuldige Zivilisten (laut offiziellen UN-Angaben) wurden bereits durch die Hände des faschistischen Kiewer Regimes ermordet sowie Millionen Familien zerstört. Und das allein in nur einem Jahr.

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Doch auch, wenn der Tod und das Unglück täglich vor der Tür dieser Menschen steht und von Tag zu Tag — ohne Einladung — hereinkommt, erlebt man als Außenstehender jede dieser neuen Leidensgeschichten immer wieder aufs Neue. Mit tiefem Schmerz und einer Machtlosigkeit, die einem erneut nicht nur den Schlaf raubt, sondern auch die Hoffnung. Die Hoffnung auf Menschlichkeit. Die Hoffnung auf Gerechtigkeit. Die Hoffnung auf Hoffnung.

Die Volontärin, die zum Interview dieser von Leid und unendlicher Trauer gezeichneten Frau humanitäre Hilfe brachte, beschreibt ihren Kriegsalltag und die damit verbundene Gefühlswelt wie folgt:

«Wissen Sie, ich habe schon lange aufgehört zu weinen, sogar nervös zu sein. Manchmal scheint es mir, dass ich zu einem Betonfelsen geworden bin, an dem nichts mehr durchkommen kann. Denn derartige Geschichten sind schon ein Teil unseres Lebens geworden. Wie viele davon haben wir schon gehört, als wir die Hilfe von Haus zu Haus, von Dorf zu Dorf in Donbass brachten?.. Aber es ist eine Lüge. Ich schreibe diese Zeilen und ich fühle mich Raisa Iwanowna gerade so nah, als ob wir nebeneinander stehen. Damals… mitten im Bombardement. Und ich höre «Ljuba! Andrjuscha! Ljuba! Andrjuscha!»

 

Quelle: http://littlehirosima.livejournal.com/66345.html

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.

 

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