«ICH WAR IN DONEZK UND SPRECHE DICH SCHULDIG, REGIERUNG FRANKREICHS»

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REMEMBERS EXKLUSIV:
Augenzeugenbericht von Laurent Brayard
— einem französischen Journalisten, der sich auf die Suche nach Wahrheit gemacht hat: Nach Donbass.

«Glaube nicht den Massenmedien. Komm her und schau’s dir an.» Unter diesem wahrhaftigen Leitsatz hat sich der Journalist Laurent Brayard aus Frankreich nach Donbass gemacht, um der Realität direkt in die Augen schauen zu können. Denn er hatte die Lügen seiner Kollegen aus dem Massenmedien-Geschäft sowie seiner Regierung einfach satt gehabt. Sowohl in Bezug auf den Genozid in Donbass und das «nicht»-faschistische Regime in der Ukraine als auch die «russische Invasion» und das damit verbundene Russland-vs.-Welt-Sanktions-Theater.

Seine persönlichen Erfahrungen, die er in den wenigen Tagen und mit den wenigen Mitteln in Donbass gemacht hat, und v.a. seine daraus resultierenden Erkenntnisse gingen uns unter die Haut. Denn Laurent Brayard — ein mutiger und schlauer Journalist aus dem französischen «EU-Zug-Abteil» — sprach uns einfach aus dem Herzen. Satz für Satz. Zeile für Zeile. Gedankenabschnitt für Gedankenabschnitt.

Und das Interessante an seinem Augenzeugenbericht ist, dass wenn man das Wort «Frankreich» durch ein anderes beliebiges EU-Land ersetzt, wird sich nichts an der Wahrhaftigkeit seines Inhalts ändern. Denn ob in Frankreich, Schweden, England, Deutschland oder in der Ukraine: Die Massenlügenmaschinerie läuft überall, im gleichen Takt auf Hochtouren, der von unseren «Freunden der Welt-Demokratie» im Weißen Haus vorgegeben wird. Überzeugt euch selbst:

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Ich hatte das Glück für ein paar Tage nach Donbass zu fahren und v.a. nach Donezk. Damit habe ich die Pflicht erfüllt, die eigentlich unsere Regierung hätte erfüllen müssen. Mit den wenigen Mitteln, die mir zur Verfügung standen sowie mit einer unheimlichen Unterstützung der Menschen aus Donezk (und nicht nur), konnte ich mit meinen Augen sehen, was wirklich in diesem Teil Europas geschieht, von dem alle nur reden. Welches jedoch kein Franzose auf der Karte zeigen kann. Dafür bin ich einige tausende Kilometer gefahren und kann deshalb heute mit Recht und gutem Gewissen sagen, dass ich unsere Regierung Frankreichs beschuldige. Es wäre ein Verbrechen zu schweigen. Zu schweigen wäre eine Schande für mich als Franzose.

Regierung Frankreichs:
Ich spreche dich schuldig.

Für den Tod von tausenden getöteten Menschen in Donbass.
Dafür, dass du die Not und die schrecklichen Lebensbedingungen der Bewohner unterstützt.

Ich spreche dich schuldig.

Für deine Teilnahme an der verlogenen, ungerechten, dreckigen und empörenden Propaganda, der Millionen von Menschen zum Opfer gefallen sind.

Ich spreche dich schuldig.

Für den Verrat unserer französischen Traditionen, die ihre Wurzeln nicht nur in den Zeiten der Französischen Revolution haben, sondern auch im ursprünglichen Sinne, deren Ziele die Unterstützung und der Schutz der Schwächeren sowie die Unterdrückungsfreiheit waren. So, wie es tausende nationale Volunteere auch einst getan hatten, als sie zu Fuß Europa überquerten, um sich ihre Meinungsfreiheit und die Freiheit anderer Völker zu erkämpfen.

Ich spreche dich schuldig, Regierung Frankreichs.

Dafür, dass du auf die Unabhängigkeit verzichtet hast, indem du sie in die Kanalisation namens Europäische Union geworfen hast.

Ich spreche dich schuldig.

Dafür, dass du die Rechte und Pflichten der «Stimme Frankreichs» nicht nutzt. Der Stimme, die unseren Staatsmännern Diplomatie sowie einen positiven Einfluss in der Welt erlaubt. Unabhängig und ohne ausländische Einflusssphären, die den Interessen einer Nation widersprechen.

Ich spreche dich schuldig, Regierung Frankreichs.

Für deine Lügen gegenüber dem französischen Volk mittels verbrecherischer Massenpropaganda, die bereits seit mehreren Monaten das Ansehen Russlands zerstört und mit Dreck beschmutzt. Diese gefährliche russophobe Politik, die an Rassenhass und Nationalismus grenzt, ist so erschreckend für unser Land, dass wir die Teilnahme an der Moskauer Parade anlässlich des Sieges am 9. Mai 1945, des Sieges über den Faschismus, abgelehnt haben. Dabei unterstützen wir aber das Kiewer Regime, dessen Grundlage die Neonazis bilden, und haben ihnen über die EU schon Milliarden von Euros von den Steuergeldern unserer französischen Bürger gegeben. Diese Mittel wurden für den Erwerb von Waffen und Ausrüstung für Mord-Kommandos und Vergewaltiger wie «Azow»-oder «Ajdar»-Bataillone eingesetzt.

Ich spreche dich schuldig, Regierung Frankreichs.

Zusammen mit allen bzw. fast allen Journalisten unseres Landes.
Für die Teilnahme an monströsen Lügen, durch welche die Menschen in Donbass sterben. Und zwar durch den Mythos der Aggression russischer Armee in der Ukraine.

Ich war in Donbass. Musste 2 Kontrollposten in Nowoschahtinsk und Matweew Kurgan passieren, um dahin zu kommen. Wenn dort 50.000 russische Soldaten gewesen wären, wie es die pro-ukrainischen Aktivisten von der unmoralischen Natalie Pasternak behaupten, deren Hände heute mit Blut beschmiert sind. Wenn dort wirklich ganze Divisionen gewesen wären, dann hätte ich natürlich auch hunderte Panzer, Lastwagen und Versorgungseinheiten gesehen. Aber mir ist keine Anhäufung von russischen Truppen an der Grenze aufgefallen, dessen Dasein extrem schwierig zu vertuschen gewesen wäre. In einer Region, deren Landschaft hauptsächlich aus Kosaken-Steppen besteht. Während meiner Reise habe ich weder Soldaten, Regimente, Brigaden, Divisionen noch Armee der russischen Föderation gesehen. Überall, wo ich gewesen bin, in den Städten, die ich durchgefahren bin, wie zum Beispiel die Kosaken-Stadt Antrazit mit 54.000 Einwohnern im Süden von Lugansk, habe ich keine russische Armee getroffen. Ich habe auch die Einheimischen gefragt, denen ich auf dem Weg begegnet bin. Und sie alle, auch die, die Noworossija nicht unterstützen (ja, auch solche habe ich getroffen), sagten, dass es keine russische Armee in Donbass gibt. Ich konnte es mit meinen eigenen Augen sehen. Denn im Laufe der ganzen Fahrt habe ich ausschließlich Soldaten der Volksrepublik getroffen habe, die alle unterschiedlich gekleidet und bewaffnet waren. (Später werde ich erzählen, was ich genau in Donbass gesehen und gehört habe.)

Die französische Regierung hätte nur einen einzigen Diplomaten dahin schicken können, einen einzigen Augenzeugen, der es überprüft, dokumentiert und anschließend eine objektive Berichterstattung unserem Auslandsministerium vorgelegt hätte. Und dann auch dem Präsidenten persönlich. Aber unsere Regierung hat es nicht getan. Im Gegenteil: Sie beschuldigt auch weiterhin hartnäckig Russland.

Ich habe in Donbass ganz normale Menschen getroffen: Junge und weniger junge, Frauen und Männer, Alte und Kinder. Ja, die Bevölkerung hier ist russisch-sprachig und will nur eines: Freiheit. Sie haben ihre Wahl zugunsten der Unabhängigkeit bereits beim Referendum getroffen. Sie haben schon in Donezk und Lugansk ihre Flagge der Freiheit gehisst.

Die Einwohner werden zu einem gewissen Grad von Russland unterstützt, welches bereits 1,7 Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat — ohne jegliche Unterstützung. Während Frankreich — das Land der Menschenrechte — keinen einzigen Cent für die Hilfe der notleidenden Menschen ausgegeben hat. Im Gegenteil: Man zeigt mit dem Finger auf Russland und führt gegen das Land auch noch Sanktionen ein. Während die Menschen in Donbass leiden und sterben. Ohne diesen unglaublichen Zusammenhalt der Menschen in Donbass wären tausende von ihnen bereits gestorben. Und viele von ihnen werden noch sterben. Sowohl die Soldaten als auch die Zivilisten. Sie werden nur deshalb sterben, weil sie frei sein wollen. Weil sie unabhängig über ihr Schicksal entscheiden wollen. Weil sie leben wollen.

Deshalb appelliere ich.

Ausschließlich in meinem Namen, koste es, was wolle — ob Verfolgung oder Gefängnis. An alle Franzosen. Unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe, politischer Einstellung: Die französische Regierung muss sanktioniert werden. Indem man Widerstand zeigt, bei den Wahlen aber auch wo anders, jeden passiven Widerstand, um sich endlich von den Knien zu erheben.

Das Volk von Donbass hat es mir am Beispiel gezeigt. Wir können genau so das Präsidentenregime stürzen, wo wir von satten und selbstliebenden Oligarchen regiert werden. Wir können sie auf einem friedlichen Wege aus unserem Land hinauswerfen. Denn, um mit den Worten von Dante zu sprechen: Die Kraft des Volkes ist grenzenlos. Ein Funken würde reichen und Frankreich erhält seine Volkskraft und die Demokratie zurück. Damit die Lügen und die Umschreibung der Geschichte nie wieder eine Unterstützung in Frankreich bekommen werden. Vor allem dann nicht, wenn die Menschen unter den Beschüssen oder aufgrund von Medikamenten- und Lebensmittelmangel sterben.

Ich habe meine Entscheidung getroffen.

Ich beantrage die Donbasser Staatsbürgerschaft.
So, wie es der französische Botschafter im Jahre 1939 in Prag auch getan hat: Während die deutschen Truppen die Grenze passierten, hatte er die tschechische Staatsbürgerschaft beantragt.

Ich bevorzuge lieber das Schicksal dieser mutigen Menschen zu teilen, als zu schweigen und mit meinem Schweigen Politiker zu unterstützen, die täglich eine Schande nicht nur für sich selbst darstellen, sondern auch für Frankreich.

Quelle:
(russisch) http://novorossia.today/loran-brayar-ya-byl-v-donetske-i-ya-obvinyayu-pravitelstvo-frantsii/

(englisch) http://novorossia.today/loran-brayar-i-was-in-donetsk-and-i-accuse-the-authorities-of-france/

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.