KRIEGSVERBRECHEN DER KIEWER JUNTA: BRUTALE FOLTERMETHODEN GEGEN DONBASS-ZIVILISTEN

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Der Krieg in Donbass hat sich enorm schnell entwickelt. Im April-Mai 2014, innerhalb von nur zwei Monaten, hat sich eine friedliche Region in eine Zone grausamer Kampfhandlungen verwandelt. Dabei kam seitens des Kiewer Regimes alles zum Einsatz, um den Donbass, samt seiner Bewohner, dem Erdboden gleich zu machen: Luftwaffe, Artillerie, Panzer, wirtschaftliche und humanitäre Blockade, was nach offiziellen UN-Angaben (Stand: 9.12.2015) bereits zu 9.098 ermordeten, davon 80 Kinder, und 20.732 verwundeten Zivilisten geführt hat. Zudem sind mindestens 80.000 Menschen in Donbass ohne überlebensrelevante Hilfeleistung geblieben (Stand: Mai 2015).

Doch der tausendfache Mord an Zivilisten, massive Zerstörungen der Infrastruktur und Lebensräume, Brände allerorts und Vernichtung des Eigentums war nicht die einzige Plage, die auf den Südosten der ehemaligen Ukraine hereingebrochen ist. Unzählige, paramilitärische Strafbataillone, die sich aus den ehemaligen, ukra-faschistischen Maidan-Revolutionären gebildet haben, schossen seit 2014 wie Pilze aus dem Donbass-Boden. Mit dem Ziel: Vollkommene Kontrolle der Region unter Anwendung aller denkbaren, menschenverachtenden, -quälenden und tötenden Strafmaßnahmen.

Seitdem sind sie diejenigen, die seit rund 2 Jahren, 24 Stunden am Tag, über das Leben oder den Tod der Donbass-Bewohner entscheiden: Verurteilen oder freisprechen, bestrafen oder begnadigen, festnehmen oder freilassen. Seitdem werden einfache Menschen — Frauen, Männer, Rentner und sogar Kinder — bestialisch verprügelt, verstümmelt, vergewaltigt, sadistisch gefoltert und ermordet.

Folgende Dokumentation mit dem Titel «Höllenkreise» (inklusive deutscher Übersetzung) zeigt nur einen Bruchteil dieses unbeschreiblich leidvollen Weges der Donbass-Bewohner zu ihrer Unabhängigkeit von der faschistischen Diktatur des Kiewer Regimes.

[youtube url=»https://youtu.be/XdRgkdacKSk»]

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Alexandra Selenskaja, Bewohnerin der Siedlung Nowoswetlowka (ab 2:40 min):

«Sie haben uns gesagt, dass sie nicht hierhergekommen sind, um uns zu verteidigen, sondern um zu kämpfen. Keine Ahnung, gegen wen. Gegen uns, offensichtlich.  In „Ajdar“, „Dnepr“ und  „Azow“ gibt es schlechte Menschen. Besonders schlecht ist der „Rechte Sektor“. Sie haben uns die Pässe weggenommen, unsere Männer aufgereiht, an die Wand gestellt und verprügelt.»


«Ich habe sie gebeten, mich erschießen»

Ein friedlicher Bewohner von Lugansk, Jurij Lesnjak, ist vor dem Beschuss in Nowoswetlowka geflohen und hat sich im leeren Haus seiner Freunde versteckt. Am 24. August haben ihn die Mitglieder von „Ajdar“, der Einheit des Feldkommandeurs mit dem Rufnamen „Doktor“, abgeholt.

Jurij Lesnjak, Bewohner von Lugansk (ab 3:30 min):

«Leute sind hereingekommen, haben mir einen Sack über den Kopf gestülpt, mit Tesafilm hier um den Hals befestigt, die Hände vorne mit Tesafilm  gebunden und nach draußen geführt. An irgendeinen Hacken befestigt – ich musste stehen bleiben — hinter mir, habe ich gehört, haben sie einen Stuhl aufgestellt, jemand hat sich darauf gesetzt und sagte: «Also,“ sagte er, „Jetzt werden wir dich befragen.“

Und sie haben mir das Bein angeschossen. Das ganze Bataillon war gerade halbbesoffen. Und ein Kerl ist zu mir gekommen und hat mir auf die Stelle, wo es geblutet hat, mit einer Schaufel geschlagen. Dann hat es vielleicht aufgehört, zu bluten, aber es hat mich nicht mehr interessiert.

Ein anderer ist gekommen und hat mich mit einem Messer gestochen. Hier, das war durch. Dann kam ein Kerl mit einem Hund. Mit einem schwarzen Schäferhund. Er hat mich hier unten gebissen, und dann auch hier oben, es hat auch geblutet, ich kann mich noch daran erinnern.  Aus dieser Stichwunde. Dann ist er aufgesprungen und mich in den Oberarm gebissen. Dann haben sie mich mit Benzin übergossen und angefangen, mich anzuzünden. Angefangen haben sie mit diesem Oberarm, mit noch gebliebenen Hemdfetzen.

Sie haben mich immer wieder angezündet, und als ich angefangen habe, zu schreien, schnell wieder gelöscht. Die Haare haben erst jetzt wieder angefangen, zu wachsen. Hier geht es noch, aber hier ist immer noch alles weiß.

Dann ist „Doktor“ hin und her gelaufen und hat mir den Fuß angeschossen. Und dann sagte er: „Falls jemand von meinen Männern aus der Aufklärungseinheit ums Leben kommt, lege ich dich um.“ Und ich habe eh schon dagelegen, wie ein Stück blaues Fleisch.

Und wissen Sie, was meinem Kopf geholfen hat, bei diesen ganzen Narben? Dass er mit Benzin übergossen war. Und Benzin hat das Blut gestillt, und es gab nichts. Hier hatte ich eine starke Eiterung, hier auch. Jene Wunde hat nicht geeitert, und die hier auf dem Kopf, eine in der Mitte und hier zwei weitere, dort gab es Benzin. Und es hat sehr schnell geheilt, nicht geeitert, nicht wehgetan, ein ganz normaler Kopf.

Ich habe sie gebeten, mich zu erschießen. Sie sagten, dass man sich eine Erschießung erstmal verdienen muss.»

 

«Ich bin durch alle Höllenkreise gegangen»

Nach drei Tagen wahrer Hölle haben sie den verstümmelten Jurij einfach hinausgeschleppt und auf die Straße hinausgeschmissen. Kriechend, aus aller letzten Kraft, hat er es dann doch nach Hause geschafft. Deshalb hat er es überlebt.

In der benachbarten Nowoannowka hat das gleiche Schicksal einen weiteren Lugansk-Bewohner getroffen, der auch Jurij heißt. Er wurde jedoch nicht 3 Tage, sondern ganze 4 Wochen lang verprügelt. Als sie bereits dachten, dass das Opfer schon am Sterben ist, haben sich die Kriegsverbrecher dafür entschieden, die Leiche auf die einfachste Weise loszuwerden: Sie haben Jurij auf einer Straße Richtung Lutugino geschmissen und zum Sterben liegen lassen. Doch Jurij hatte Glück: Die Bewohner des Dorfes haben ihn gefunden, zu sich genommen, gesund gepflegt und zurück ins Leben gebracht. Bis heute lebt Jurij in Angst vor den Sadisten, die die faschistische Kiewer Regierung seit Frühling 2014 zu den Helden der Ukraine erklärt hat.

Jurij, Bewohner von Lugansk (ab 6:40 min):

«Sie wussten gar nicht, wer und was ich bin. Und ich bin durch alle Höllenkreise gegangen.»

«Er sprach nicht, er schrie einfach die ganze Zeit…»

Eine ähnliche Angst vor den Unmenschen empfindet auch Stanislaw — der Journalist des TV-Kanals „Lugansk-24“, der zusammen mit seinem Kollegen, einem Regisseur, seitens der ukrainischen Truppen in Nowoswetlowka festgenommen wurde.

Stanislaw, ein Journalist des TV-Kanals „Lugansk-24“ (ab 7:20 min):

«Man kann sie irgendwie in zurechnungsfähige und unzurechnungsfähige einteilen. Ich weiß nicht, vielleicht stehen sie unter Drogen, vielleicht aber auch nicht… Als ein Soldat in das Sägewerk gekommen ist und mitgeteilt hat, dass sein Partner und Kommandeur getötet wurde, riss er mir mein Handzeichen ab und schrie: „Siehe mir in die Augen!“ Ich sah in seine Augen und sah sein Augenweiß einfach nicht. Sie waren komplett rot. Und völlig blutunterlaufen. Ich weiß nicht, es konnte auch Speichel sein, aber ihm lief das Wasser aus dem Mund. Sein Mund war völlig nass, er hatte sich nicht unter Kontrolle. Er sprach nicht, er schrie einfach die ganze Zeit…

Am Tag war ok. Im Laufe des Tages sind alle Soldaten auf ihren Positionen, niemand ist da, der Wächter wacht und lässt alle in Ruhe, wir schlafen aus, lecken sozusagen die Wunden. Und dann kommt die Nacht, die Soldaten kommen von ihren Positionen zurück und müssen offensichtlich ihre Wut an jemandem herauslassen. Und dann gehen die Folterungen los: Mit Knüppeln verprügeln, eine halbe Stunde ohne Bewegung stehen, und wer sich bewegt, wird verprügelt… Es gab verschiedene Schindereien.

Einen haben sie mit einem Gewehrkolben verprügelt, sodass bei ihm drei oder vier Rippen gebrochen waren. Sie haben von hinten geschlagen, er konnte danach nicht atmen. Und einem Diabetikern, der Insulin benötigt hat, haben sie gesagt: „Es gibt keinen Insulin, halte durch. Wirst du das nicht überleben, dann stirbst du eben. Falls du es überlebst, dann hast du eben Glück gehabt. In zwei Wochen Gefangenschaft habe ich 16 Kilo abgenommen. Sie haben uns praktisch überhaupt nichts zum Essen gegeben. Es gab Wasser, aber Essen gab es so gut wie gar nicht.»

 

«Wir waren einfach Fleisch für sie. Ein halb lebendiges, das man eintauschen kann»

Auch die Leiterin eines Reisebüros von Lugansk, Oxana, haben die Ajdar-Mitglieder festgenommen und auf ihren Stützpunkt im Hinterland verschleppt. In eine verlassene Wurstwerkhalle neben Starobelsk, wo sie allen Kriegsgefangenen, einschließlich Frauen und Jugendlichen, eine richtige Hölle veranstaltet haben.

Oxana, Bewohnerin von Lugansk und Leiterin eines Reisebüros (ab 9:15 min):

«Sie haben mir den Backenknochen mit einem Gewehrkolben gebrochen, ich wurde taub auf diesem Ohr, diese Hälfte des Gesichtes ist völlig taub. Die Hände sind abgefroren, die Eierstöcke natürlich auch und so weiter… Das war ein Steinsack in Größe 80 cm x 1,5 m, wo ich zwei Monate lang gehalten wurde. Man konnte dort nicht sitzen. Auf dem Boden lagen nur eine Matratze und ein paar Lumpen, mit denen ich mich bedeckt habe. Ich dachte an die Kinder. Hauptsache, ihnen geht es gut. Sie haben mich sehr heftig verprügelt, geschlagen, versucht, die Kleidung vom Leib zu reißen und zu vergewaltigen. Als sie mich vergewaltigen wollten, habe ich gesagt „Schießt endlich!“ Denn für mich war es unerträglich, diese Tiere vor mir zu sehen…




 

Ich weiß nicht, was mich gerettet hat. Ein Wunder, der Gott… Niemand hat mich etwas gefragt. Wir waren für sie  Fleisch. Einfach Fleisch, ein halb lebendiges, das man eintauschen kann. Es fühlt sich so an, als hätten sie alle dort einen Minderwertigkeitskomplex: Man hat sie immer wieder verletzt und jetzt wollten die ganze Frust herauslassen. Und nicht nur das! Sie gehen sehr grauenvoll gegen die Gefangenen vor. Sie werden verprügelt, gedemütigt. Für sie sind wir überhaupt keine Menschen.

Seitdem weine ich nicht mehr. Ich weine nicht, ich kann einfach nicht mehr weinen. Einen Monat später, nach so einer Existenz, ohne verrückt geworden zu sein, habe ich einfach gebeten, dass sie mich erschießen. Es ist nicht wahr, wenn man sagt, dass der einzige Wunsch in der Gefangenschaft die Freiheit ist. Nach einem Monat wollte ich sie nicht mehr.»

 

„Wir werden sie (Ajdar) als Helden begraben, und DU wirst wie ein Hund sterben“

In der Siedlung Chrjaschtscchewatoje, in der Nähe von Lugansk, hat nicht nur das Bataillon „Ajdar“ sein Unheil getrieben, sondern auch das Kommandos der 80. aeromobilen Brigade von Lwow. Am 18. August 2014 hat das ukrainische Militär entschieden, die Zivilbevölkerung in sein Hinterland zu „evakuieren“.

Michail Suglobow, ein Bewohner der Siedlung Chrjaschtscchewatoje (ab 12:00 min):

«Das Auto hat hier abgebogen und angehalten. Dort waren ca. 23 Menschen drin. Die Soldaten haben die Kabine verlassen, und gleich danach ist das Auto explodiert.»

Das Einzige, was nach der Explosion gefunden wurde, war ein kleiner, silberner Kinder-Ring in einer kleinen Schachtel. Dieser hat vorher der 12-jährigen Lera Suglobow gehört, der Tochter von Michail. Vom tragischen Tod seiner Familie hat Michail erst nach einigen Tagen erfahren. Er selbst wurde viel früher „evakuiert“.

«Sie haben mir die Hände gefesselt, dann kam ein Auto und sie haben mich gefesselt ins Auto geworfen. In einen Minibus, der wie ein Krankenwagen ausgesehen hat. Sie haben mich hineingeworfen und sind zur Gasleitung gefahren. Dort war ihre Einheit stationiert. Dort sind sie stehen geblieben und haben noch viele Leichen in unser Auto geworfen. Eine davon war enthauptet. Das waren die von „Ajdar“, denn als sie diese 4 Leichen ins Auto geworfen haben, kam einer und sagte: „Wir werden sie als Helden begraben, und DU wirst wie ein Hund sterben.“

Dann hat er angefangen, mich auf den Kopf zu schlagen, und die ganze Zeit hat er mich nach dem Rufnamen des Kommandeurs gefragt. Und ich habe ihm die ganze Zeit geantwortet, dass ich ein einfacher Fahrer bin und mit der Volkswehr oder so etwas nichts zu tun habe. Ich habe nie eine Maschinenpistole in der Hand gehalten.»

 

«Sie haben mir ein Feldtelefon-Kabel um die Füße gewickelt und den Stromgenerator angekurbelt»

Michail hat nie bei der Volkswehr gedient und nie eine Waffen in die Hand genommen. Er hat als Kraftfahrer gearbeitet. Auch Wladimir Dubina aus der Siedlung  Krasnij Jar war kein Volkswehrmitglied. Er wurde von den Mitarbeitern des ukrainischen Sicherheitsministeriums (SBU) verhört.

Wladimir Dubina, Bewohner der Siedlung  Krasnij Jar (ab 14:20 min):

«In der Nähe von Donez gab es ihren Blockposten. Ich bin vorbei gelaufen, sie haben mich angehalten. „Woher, wohin?“ Ich sage: „Ich möchte zu meiner Familie nach Lugansk.“ Sie sagen: „O.K., wir überprüfen dich.“ Sie haben mich ins Krankenhaus in Chodaschowka gefahren, dort musste ich übernachten. Sie haben uns dort eingesperrt. Am nächsten Tag, gegen Mittag, haben sie uns die Augen verbunden, Hände und Füße gefesselt, uns in einen Minivan geworfen und angefangen, uns in irgendwelchen Autos hin und her zu fahren. Meine Augen waren die ganze Zeit verbunden. Ich spürte nur, dass man mich aus einem Auto herauszog, ins nächste gesteckte, und so ging es die ganze Zeit.

Und dann haben sie uns dorthin gebracht, wo wir in einer Grube sitzen mussten. Ja. Und sie haben wieder mit Fragen angefangen: «Wo wolltest du hin?» usw. Sie haben uns mit verbundenen Augen verprügelt, einen Kabel um die Füße gewickelt und angefangen, uns mit Strom zu foltern. Sie haben mir ein Feldtelefon-Kabel um die Füße gewickelt und den Stromgenerator angekurbelt… Sie wickelten mir den Kabel um die Zehen, um die Hände, kurbelten den Stromgenerator an und lachten dabei. Parallel zum Stromschlag stellten sie ihre Fragen und schlugen mich dabei auch noch seitlich.

Es sah aus, wie eine Foltermaschine. Eine Couch, ein Tischlein. Sie setzen dich in eine Ecke und es geht los: Der eine schlägt, der andere kurbelt und sie stellen ihre Fragen. Und falls du stotterst, geht alles von vorne los.»

 

«Sie haben mir die Füße mit Wasser begossen und mir Stromschläge verpasst»

Wladimir wurde mit Stromstärke 8 (mA) gefoltert. In jedem beliebigen, medizinischen Handbuch steht: „Unter Wirkung der Stromstärke 5 bis 10 mA entstehen bei einem Menschen heftige Krämpfe; akute Muskelschmerzen. Eine Lähmung der Herzmuskel und ein plötzlicher Herzstillstand ist ebenfalls möglich.“

Diese höllische Folter mit Strom haben bereits viele Zivilisten und Volkswehrmitglieder, die in die ukrainischer Gefangenschaft kamen, in Donbass durchgemacht. Sowohl in der Volksrepublik Lugansk als auch in Donezk.

Volkswehrmitglied aus Donezk, Alexej Shewowzow (ab 16:50 min):

«Ich habe versucht, mich zu befreien, habe den Tesafilm hinten zerrissen und angefangen, sie auseinander zu schubsen. Sie haben angefangen, mich zu verprügeln. Ich habe den Sack vom Kopf weggerissen. Sie haben mir die Hände wieder hinten mit Tesafilm gebunden, ich habe mich wieder freigerissen… Kurz gesagt, sie haben mich ordentlich verprügelt. Dann haben sie mich hingesetzt, einen Kabel angebunden und angefangen, mich mit Strom zu foltern.

Sie hatten so ein schwarzes Gerät mit Kabeln, sie haben mir die Füße mit Wasser begossen und mir Stromschläge verpasst.»

 

„Sie haben uns mit Gewährkolben und allem, was sie gerade zu Hand hatten, verprügelt»

Nach derartigen „Erörterungsgesprächen“ haben sie die Menschen in dreckige Gräben geschmissen. Dort haben sie die Gefangenen wochenlang festgehalten. Spätestens dort hört der Mensch auf, zu verstehen, ob er noch lebt oder ob der Tod schon da ist und er den letzten Höllenkreis auf der Erde schon hinter sich hat.

Einer dieser Gräben, die für sechs Personen bestimmt sind, wurde in einem befestigten Gebiet der ukrainischen Armee ausgegraben, welches sich im Nowoajdar-Bezirks von in Lugansk befindet.

Wladislaw — ein ehemaliger Kriegsgefangene (ab 18:10 min):

«Sie haben uns mit Gewährkolben und mit allem, was sie gerade zu Hand hatten, verprügelt — einfach wahllos. Wir haben uns aufgeteilt: Ganz vorne im Graben standen die Kräftigeren, die als Allererste das Meiste abbekommen hatten. Eine Frau, Swetlana Jurjewna, war auch mit uns. Wir haben sie in einer Ecke versteckt, damit sie weniger missbraucht wird. Sie haben versucht, auf den Kopf zu schlagen. Ich habe die Wunde mit der Hand gedeckt. Ich hatte einen Riss in den Schädelknochen, wie später im Krankenhaus festgestellt wurde. Einen Riss im Hinterkopf, 4,5 mm breit. Hier ist ein Schnitt. Als ich die Wunde abgedeckt habe, hat er mir die Hand mit einem Messer aufgeschnitten.»

„Sie ziehen die Menschen aus. Das ist so eine Demütigung»

In der benachbarten Region Donezk wurde im Dorf Solnzewo, in der Nähe der Stadt Starobeschewo, ebenso ein solcher Graben ausgegraben. Dort wurden auch Lilia Rodionowa festgehalten — die Beauftragte für Kriegsgefangenen-Fragen der Donezker Volksrepublik.

Lilia Rodionowa, Beauftragte für Kriegsgefangenen-Fragen der Donezker Volksrepublik (ab 19:30 min):

„Sie ziehen die Menschen aus. Wozu sie es tun, verstehe ich bis heute nicht. Das ist so eine Demütigung, vielleicht ein psychologischer Trick, oder… schwer zu sagen. Sie haben uns in einen Trichter gesteckt, der nach einer Explosion übriggeblieben ist. Zu uns haben sie noch zwei Bauern geworfen, die es «gewagt» haben, um Erlaubnis zu bitten, das eigene Getreide ernten zu dürfen, auf ihren eigenen Grundstücken. Dann wurden auch sie dorthin (in den Graben) gesteckt. Dann haben sie uns aus diesem Graben herausgezogen, den ganzen Tag in der Sonne festgehalten, wir haben Sonnenbrand bekommen… Unsere Augen waren verbundenen. Sie haben uns 1,5 Tage lang nicht auf die Toilette gelassen…

Hier wurden wir auch mit Füßen getreten… Einer hat mich angesprochen, mich als „Faschistin“ genannt und (auf Ukrainisch) gesagt: „Warum bist du in mein Land gekommen?“ Hier konnte ich mich nicht mehr zurückhalten, ich habe geantwortet:  „Warum bist DU in MEIN Land gekommen? 7 bis 10 km von hier steht mein Haus, wo meine Mutter wohnt! Ich bin hier geboren! Wer von uns ist ein Faschist, wer ist hierhergekommen? Siehst du etwa Waffen? Ich bin nicht zu dir nach Hause gekommen! Ich habe dich nicht hierher gebeten!“ Er hat geschwiegen, hat keinen Widerspruch gefunden.»

Die Verbrechen ukrainischer Truppen in Donbass sind von massenhafter und absichtlicher Natur. Das sind keine episodischen, militärischen Zwischen- oder Zufälle. DAS ist ein System. Die Opfer der faschistischen Freiwilligen-Bataillone sind überzeugt, dass in die Kriegsverbrechen nicht nur die Strafkommandos involviert sind, sondern auch ukrainische Kampfeinheiten, Mitarbeiter der Polizei und des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU). Aktuell müssten es tausende unschuldige Donbass-Bewohner sein, die ihren Folter-Peinigern zum Opfer gefallen sind, was unzählige Massengräber mit Zivilisten in der DVR und LVR bereits bewiesen haben.

Dank der Minsk-Vereinbarungen wurden viele Donbass-Bewohner aus der ukrainischen Gefangenschaft befreit. Doch wie viele den Tag ihrer Befreiung nicht mehr erleben können? Wie viele sind unter der Folter bereits gestorben? Wie viele wurden erschossen, vergewaltigt und gedemütigt? UND: Wie viele unschuldige Menschen werden es noch sein, die im Namen der neuen Ukraine, des faschistischen Kiewer Regimes und zum Schweigen unserer westlichen Welt ihr Leben und das Leben ihrer Liebsten und Familienangehörigen verlieren werden???!

 

Bitte helft uns, Donbass am Leben zu erhalten  

Unterstützt unsere aktuelle Mission zur Sicherung des Überlebens der Donbass-Bewohner, die sich bereits seit über 1,5 Jahren mitten in der Beschusszone befinden. Einfach per Überweisung oder PayPal euren persönlichen Spendenbeitrag an unseren deutschen Partner-Verein „Friedensbrücke“ senden (Betreff: Remembers & Angel) und sich schon heute auf unsere neuen Erfolgsberichte aus den Kriegsgebieten freuen.

Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V.
PayPal: Friedensbruecke@gmx.de
Konto: Volksbank Berlin
IBAN: DE56100900002582793002
BIC: BEVODEBB


Betreff (wichtig!): Remembers & Angel 

Wir sagen “DANKE & SPASIBO”.
 Für euren Spenden-Einsatz. In unserem Kampf ums Überleben der Zivilbevölkerung im Kriegsgebiet Donbass. Auch im Namen von Aleksej Smirnov – dem Kopf des humanitären Bataillons „Angel“ und unserem treuen Partner vor Ort.

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„DONBASS WIRD LEBEN“ ist eine internationale Hilfskooperation von REMEMBERS (Deutschland) & dem humanitären Bataillon „Angel“ (Donbass), die wir Anfang November gestartet haben. In diesem Zusammenhang erscheint bei uns seitdem in regelmäßigen Zeitabständen eine mehrteilige Kurzvideo-Dokumentationsreihe, die unsere aktuelle Mission und den leidvollen Kriegsalltag der Zivilisten mitten in der Beschusszone hautnah widerspiegelt.

> Der Hintergrund/Aktionsstart (Start: November 2015): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben/

> Erfolgreich abgeschlossene Hilfeleistung für:

Kiewskij Gebiet (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-2/

Aleksandrowka (150 Zivilsten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-3/

Spartak (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-4/

Jakowlewka (100 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-5/

Grigorowka & Nowaja Marjewka (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-6/

2.Plattform,„Volvo-Zentrum“ (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-volvo-zentrum/

Spartak 2.0 (100 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-7/

Oktjabrskij (50 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-oktjabrskij/

– Kurganka (100 Zivilisten): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-kurganka/

– Gorlowka (Direkthilfe für ausgewählte Familien mit Kindern): https://remembers.achtungpartisanen.ru/gorlowka/

– Neujahrsmarathon durch die DVR und LVR (über 500 behinderte und Waisenkinder sowie Familien in Not): https://remembers.achtungpartisanen.ru/danke-liebes-deutschland/

– Staromihajlowka & Schirokaja Balka (50 Rentner und rund 500 Familien mit Kindern): https://remembers.achtungpartisanen.ru/donbass-wird-leben-8/

– weitere Berichte aus der Volksrepublik Donezk und Lugansk (über 400 Zivilisten) folgen.

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AKTUELLER SPENDENSTAND:

Aktionszeitraum: 16.11.2015 – 14.01.2016

Spenden-Einnahmequelle: PayPal & Konto-Überweisung

Stephan & Julia D. 20 €

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Gerald P. 1.000 €

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Steffi & Reinhardt P. 20 €

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5.003,15 € (teilweise abzgl. Paypal-Gebühren)

Bei Fragen zur Ihrer (Wunsch)Spende schreiben Sie uns gerne eine Mail an remembers.achtungpartisanen.ru@yandex.ru

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REMEMBERS.

Für Donbass. Gegen Genozid.