KRIEGSVERBRECHER IM PROFIL: POROSCHENKO — «PETER DER SCHRECKLICHE»

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Steckbrief «Poroschenko»: Das Unwichtigste im Überblick

 Name: Petr Alexeewitsch Poroschenko

 Beruf: Politiker, Geschäftsmann, Ex-Außenminister, Ex-Finanz- und Wirtschaftsminister, Abgeordneter des ukrainischen Parlaments «Werchowna Rada» und der 5. Präsident der Ukraine

 Geburtsdatum/Ort: 26 September 1965, Bolgrad — bulgarische Hochburg der Ukraine, gelegen im Odessa Gebiet

 Studium: Internationale Kommunikation und Internationales Recht an der Taras-Schewtschenko-Universität in Kiew (1989)

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 Familie: Ehefrau Marina Anatoliewna Poroshenko + 4 Kinder

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Lebensmotto: Macht um jeden Preis, nach dem Kameleon-Prinzip

Während seiner politischen Karriere war Poroschenko Mitglied bei vielen verschiedenen Parteien, auch mit entgegengesetzten politischen Sichtweisen und Programmen.

So kandidierte er beispielsweise 1998 für die sozial-demokratische Partei des früheren ukrainischen Präsidenten Kutschma. Anfang 2000 gründete er aber eine links gerichtete Partei „Solidarnost“. Ein halbes Jahr danach leitete er auch die spätere „Partei der Regionen“ (= Partei des durch den Maidan gestürtzten Präsidenten Janukowitsch). Und parallel dazu hat er seine Partei „Solidarnost“ der Partei von Kutschma eingegliedert. So eine Homogenität der Differenzen muss man erst mal hinbekommen, oder?

Zudem verfügte er über ein paar weitere leitende Positionen in mehreren (!) ukrainischen Parteien.

Im September 2001 verließ er die «Partei der Regionen», da Azarow, der von März 2010 bis Januar 2014 Ministerpräsident der Ukraine war, die Macht in der Partei gewonnen hatte. Und was denkt ihr, was Poroschenko gleich im Anschluss daran getan hat? Genau: Er wechselte einfach zur Opposition.

Im Dezember desselben Jahres schloss sich seine Partei „Solidarnost“ dem Wählerblock von Viktor Juschenko „Nascha Ukraina“(dt. «Unsere Ukraine») an. Der Block wurde dann natürlich vom Poroschenko persönlich geleitet.

Außerdem gilt er oft als einer der Hauptsponsoren von „Nascha Ukaina“ und sogar der s.g. «Orangenen Revolution».

Der „frisch gebackener“ Oppositionär erarbeitete seinen „Lohn “auf den Barrikaden ab, um seinen Einfluss auf Juschenko zu steigern. Er lies sogar seine beiden Töchter von Juschenko taufen. Poroschenko hoffte auf den Posten des Premierministers, den Juschenko allerdings an Julia Timoschenko zu vergeben sich gezwungen sah.

In 2012 näherte er sich der «Partei der Regionen» (= Opposition von Juschenko) von Janukowitsch an und nahm den Posten des Wirtschaftsministers an, um nur ein Jahr später die Partei wieder zu verlassen und sich Julia Timoschenko (Opposition von Janukowitsch) politisch zu unterstellen. Er setzte sich für einen Posten für seinen älteren Sohn in der regionalen Verwaltung in Vinniza ein und führte Verhandlungen, um den Posten des Kiewer Bürgermeisters für sich zu gewinnen.

Im Juni 2013 schloss sich seine Partei der Partei von Timoschenko an. Am Ende arbeitete er auch mit Klitschkos Partei „Udar“ («Schlag») zusammen. Wobei es oft nachgesagt wird, dass er gleichzeitig Druck auf den Ex-Boxer ausübte, bis Klitschko sein Bestreben auf den Sitz des ukrainischen Präsidenten aufgab.

 

Und Platz 7 der reichsten Ukrainer geht an…

Laut Poroschenko verdiente er sein erstes Geld mit Einfuhr von Kakaobohnen. Momentan ist i.a. ein Geschäftsmann, der in der Ukraine als „Poroh“ (Abkürzung von Poroschenko = „Schießpulver“) bezeichnet wird und in Besitz von Aktiven folgender Betriebe ist:

— «Roshen» (Schokoladeproduktion)

— Automobilkonzern in Lutsk

— Kooperation „Bogdan“

— Werft „Leninskaja Schmiede“

— Fernsehkanal „5. Kanal“

— mehrere Online-Nachrichtenmedien

Momentan sind die meisten seiner Besitztümer an seinen Vater überschrieben. Poroschenko selbst behauptet, seine o.g. Aktiven durch ein extra dazu gegründetes Hauptfond verwalten zu können.

Die Ausgabe Focus schätzte 2013 Poroschenkos Vermögen auf 961,2 Millionen Dollar ein und platzierten ihn somit auf den 18. Platz der reichsten Ukrainer. Forbes Schätzungen belaufen sich dagegen auf 1,6 Milliarden Dollar und machen ihn somit zum 7. der reichsten ukrainischen Geschäftsmänner.

Und, Freunde? Was fährt man, wenn man sich schon auf dem Platz 1 der reichten Ukrainer befindet? Genau: Einen Bentley.

Aber auch die Familie von Poroschenko ist kein armes Würsten. Sie ist u.a. in Besitz eines Landessitzes in der Ortschaft Kosin (Kiewer Gebiet), welches sich heute auf dem Grundstück des ehemaligen Erholungs- und Ferienhauses „Tschajka“ befindet, das früher vom Konditorei-Betrieb „Karl Marx“ verwaltet wurde.

Die schwarzen Flecken der Vergangenheit auf dem Haupt des Ukra-Präsidenten

2003 wurde eine Untersuchung wegen Steuerhinterziehung gegen die Leiter des o.g. Automobilherstellerbetriebes in Lutsk von der regionalen Verwaltung eingeleitet.

Ein weiterer schwarzer Fleck ist die Geschichte mit einem Haus auf der Gruschweskogo Straße in Kiew. Poroschenko hatte nämlich die Besitzanteile auf das Haus von den Kreditoren verlangt, um dessen Abriss zu verhindern. Bis heute ist es aber nicht klar, ob er sein Ziel erreichte. Aber Fakt ist, dass das Haus bis dato stehen blieb.

2005 wurden auch Korruptionsanschuldigungen um ihn herum laut, worauf Poroschenko und alle Minister im Kabinett von Julia Timoschanko entlassen wurden. Uuuuups…

Die ruhmloseste seiner Taten jedoch war die Übernahme von einem Komplex für die Genesung und Erholung eines Blindenvereins namens „Iwuschka“ durch die „Sojuz-Inwest“ GmbH (die von Poroschenko geleitet wird). Die Übernahme des Vereins ähnelte damals sehr einem Überfall und einer Plünderung. Interessanterweise grenzte „Iwuschka“ an sein Ferienhaus „Tschajka“ an. In Folge dessen wurde natürlich eine Schließung dieses Komplexes „Iwuschka“ erzwungen.

 

 
Seit Jahren fest in seiner Hand: Die Macht der Ukra-Medien 

2003 gründete Poroschenko den «5. Kanal» — das erste ukrainische Nachrichtenkanal, das 2004 maßgeblich in oppositionaler Propaganda bei den Präsidentschaftswahlen 2004 mitwirkte.

Noch Ende 2003 sickerte ein Telefongespräch von Poroschenko mit dem redaktionellen Leiter des «5. Kanals» Ljassovskij durch. Dabei versuchte der ukrainische Oligarch Druck auf den Journalisten auszuüben, um den Besuch von Juschenko in Donezk in ansprechenderer Weise darstellen zu lassen. Nur Info: Juschenko besaß damals kaum Wählerschaft im Donezker Gebiet sowie in der ganzen Süd-Ost-Ukraine.

Später kaufte Poroschenko Anteile von weiteren ukrainischen Medien, wie zum Beispiel die Zeitung „Korrespondent“ sowie die Internetportale «korrespondent.net«, «bigmir.net» und viele andere.

Somit hat der ukrainische Oligarch und der heutige Präsident der Ukraine schon damals einen erheblichen Einfluss auf die Medienlandschaft in seinem Land gehabt. Und heute… ist es eine reine Goebbels-Propaganda-Maschinerie, die auf Hochtouren läuft, und läuft, und läuft.

 

Poroschenko & Maidan: Leiche für Leiche ans Ziel

Poroschenko gab noch zu den Maidan-Zeiten in einem Interview für die Zeitung „Nowaja Gaseta“ an, den Maidan mit «Essen, Wasser und Brennholz» versorgt zu haben.

Später, nach dem Putsch, versprach er, das Stadion „Dynamo“ auf eigene Kosten wiederaufzubauen. Damals bat er auch die Menschen, dem fanatischen und rechtsradikal eingestellten Fußballklub „Ultras“ zu applaudieren, weil sie zur «Einigung der Ukraine» beigetragen hätten.

Später, während eines öffentlich ausgetragenen Streits mit dem Abgeordneten Nowinskij, beschuldigte ihn Nowitskij, am Massaker auf dem Maidan durch die Begünstigung der entsprechenden Situation mitverantwortlich zu sein. Daraufhin beschimpfte Poroschenko ihn u.a. als „orthodoxes Arschl****“. Zur Info: Die überwiegende Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung gehört jedoch interessanterweise der russisch-orthodoxen Kirche an.

Seine Unwilligkeit, die Verantwortung für die moralische und finanzielle Unterstützung der gewaltsamen Vorgehensweisen der Opposition zu übernehmen, zeugt wieder mal nicht nur von der selbstsüchtigen Natur des Oligarchen, sondern auch von seiner Mitschuld.

 

Einfach nichts zu feiern: Die Erfolge der politischen Kariere von Poroschenko

Noch vor Poroschenkos Leitung des ukrainischen Sicherheitsdienstes wurden ausschließlich qualifizierte und gut ausgebildete Leute eingestellt. Poroschenko dagegen lies seine «Kandidaten» praktisch auf der Straße aufsammeln.

Als er den Außenministerposten besetzte, war er der Ansicht, dass die Ukraine der NATO beitreten sollte:

„Ich finde, man könnte es innerhalb eines, zwei oder drei Jahren hinbekommen. Man muss es nur wollen. Und die entsprechende Informationsvorbereitung des Volkes sollte stattfinden.“

Natalija Nowak, eine Abgeordnete von der „Udar“-Partei, sagte noch in Mai 2013 über Poroschenko:

„Poroschanko ist ein reicher Mensch. Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob er die Balance zwischen eigenen Interessen und den Interessen der Gesellschaft schaffen würde. Ich habe keine Zweifel an seinem organisatorischen Talent. Aber ich zweifle daran, ob er fähig sein würde, der Gesellschaft zu dienen. Ich habe auch Zweifeln daran, ob er ein unabhängiger Politiker ist oder an die Bank gebunden ist.“

Fazit: Poroschenko verfolgt ausschließlich seine eigenen Ziele und lässt seine Unterstützer im Stich. Er hat keinen Respekt. Weder vor Gesetzen noch vor Menschen. Dieser Oligarch kümmert sich nicht um die Belangen des Volkes. Er hat auch keine Strategie zur Entwicklung des Staates. Seine politische Karriere ist von seiner Gleichgültigkeit, Niederträchtigkeit und vom Zynismus geprägt.

Und nicht zu vergessen: Als man ihn 2007 fragte, ob er Präsident der Ukraine werden wolle, antwortete er:

„Ich finde nicht, dass ich kompetent genug für den Posten wäre.“

Nichtdestotrotz wurde er am 29. März 2014 für die Präsidentschaftswahlen registriert. Und spätestens am 7. Juni zum «demokratisch gewählten Präsidenten der Ukraine». Mit seinem aktuell größten Erfolg: Rund 70.000 getötete Ukrainer.

Ab in die Hölle mit dir, Petr Alekseewitsch! Und zwar zackig.

 

Deutschland: «Poroschenko hat unsere Erwartungen nicht erfüllt»

In Berlin soll laut ARD seit rund 2 Wochen «Ernüchterung» über Poroschenko herrschen. Sie bezeichnen seinen Auserwählten sogar als eine «Tragische Figur». Denn all die Hoffnungen, die Deutschland damals in den «Schokoladenkönig» setzte, scheinen heute wie Traumblasen zu platzen:

«Er galt als Hoffnungsträger für die Ukraine: Petro Poroschenko. Staatsmännisch, weitsichtig, ein Mann mit Augenmaß und ein Putin-Kenner. Die Bundesregierung setzte große Erwartungen in den 49-jährigen ehemaligen Schokoladenfabrikanten, der im Mai 2014 Präsident der Ukraine wurde. Doch nun herrscht Ernüchterung», schrieb die Tagesschau am 28. Februar 2015.

Denn bei seinem Amtsantritt hatte Poroschenko versprochen, den Konflikt im Osten des Landes nicht militärisch, sondern durch Verhandlungen beizulegen:

«Petro Poroschenko versprach, sich von den Separatisten und ihren Unterstützern in Russland nicht provozieren zu lassen. Statt mit der Kalaschnikow wollte er den Streit in Verhandlungen lösen… Und jetzt, zehn Monate später, herrscht große Ernüchterung in Berlin… Hinter vorgehaltener Hand heißt es in der Bundesregierung, während der Verhandlungen in Minsk habe Poroschenko seine Verbündeten im Westen im Unklaren gelassen über die geringe militärische Stärke der Ukraine“, so der ARD-Bericht.

Danach sei es dann aber u.a. zum Zusammenbruch der ukrainischen Streitkräfte im Kessel von Debalzewo gekommen. 

Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, sagte zur ARD, dass die Schwäche der ukrainischen Armee nicht nur die ukrainische Führung, sondern auch viele im Westen erstaunt und überrascht habe:

„Wir haben es mit einer zerfallenden, nicht mehr kampffähigen Armee zu tun.»


Ein weiteres Problem für den Oberkommandierenden Poroschenko sind, so die ARD, die Privatarmeen, die in der Ukraine operieren und dem Staatschef nicht gehorchen. Diese würden von Oligarchen bezahlt und fühlten sich weder an Recht und Gesetz noch an internationale Vereinbarungen gebunden. Laut der Grünen-Abgeordneten Marie-Luise Beck begünstigen die Kampfhandlungen im Donbass die Position der Oligarchen in der Ukraine:

„Wenn einer wie (der Oligarch, Anm. d. Aut.) Kolomoisky die Stadt Dnjepropetrowsk praktisch mit seinem privaten Geld verteidigt, dann kann Poroschenko einem solchen Oligarchen jetzt nicht mit einer Anti-Korruptions-Initiative kommen.»

Applaus, Applaus, Deutschland. Du hast es endlich verstanden, mit wem du es zu tun hast. Aber… Was machst du denn jetzt mit all deinen neuen «Erkenntnissen»? Aus unserer Sicht, genau so viel, wie vorher. Denn du lässt diesen «Peter den Schrecklichen» weiterhin die Ukraine auf den Leichen seines Volkes regieren und willst bis heute die rund 70.000 Menschenleben, die auf seinem UND deinem Gewissen sind, einfach nicht wahrhaben.

USA: «Jaz ist der neue Poroh»

Da sind die USA aber schon einen Schritt weiter. Denn sie haben bereits einen neuen «Poroschenko» für sich gewählt. So teilte der amerikanische Historiker und UdSSR- und Russlands-Experte Stephen Cohen in einer amerikanischen TV-Sendung mit, dass die USA schon im Vorfeld einen Kandidaten für den Sitz von Poroschenko gewählt haben, wenn es sich herausstellt, dass der ukrainische Präsident keine starke Führungspersönlichkeit darstellt. Und seiner Meinung nach ist es bereits der Fall, da Poroschenko weder Führungsqualitäten besitzt noch eigene Strategie oder Meinung. Er orientiere sich immer an der Meinung der anderen — sowohl in Bezug auf die Innen- als auch die Außenpolitik.

Aus der Sicht von Cohen wird in Kürze der alte gute «Jaz» den Sitz des aktuellen Präsidenten der Ukraine einnehmen. Also der heutige ukrainische Premierminister Arsenij Jazenjuk.

Und wenn wir uns an das Telefongespräch des letzten Jahres zwischen Viktoria Nuland, stellvertretende Außenministerin der USA, und dem amerikanischen Botschafter in der Ukraine George Pyatt erinnern, erscheint uns die politische Vorhersage von Cohen ganz nachvollziehbar. Denn neben ihrer weltberühmten, amerikanisch-diplomatischen Äußerung «Fuck the EU» sagte sie auch:

«Ich denke, Jaz ist unser Mann. Er hat die wirtschaftlichen und verwaltungstechnischen Erfahrungen. Was er braucht, ist Klitschko und Tjagnibok außerhalb der Regierung…»

 

Ukraine: Poroschenko wird zum 10.05.2015 offiziell entlassen

Nun ist am 12. Februar 2015 im Netz ein äußerst interessantes Dokument erschienen: Ein Erlass vom Ukrainischen Parlament «RADA» über die Freistellung des Präsidenten zum 10.05.2015. Desweiteren sollen am 10. Mai außerordentliche Präsidentschaftswahlen in der Ukraine stattfinden.

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Na das wird ein Fest! Ein blutiges, dreckiges und keineswegs weniger faschistisches Fest der Oligarchen und Kriegsverbrecher, als es bis heute der Fall ist.

Warum wir an kein gutes Ende der Ära Poroschenko glauben, steht im folgenden REMEMBERS Beitrag: KRIEGSVERBRECHER IM PROFIL: ARSENIJ JAZENJUK – DES SATANS BRATEN.

Quellen:

http://www.tagesschau.de/inland/bundesregierung-poroschenko-101.html

http://de.sputniknews.com/politik/20150301/301315421.html#ixzz3TACgM2MM

http://cyber-berkut.org/traitors/0007.php

http://news.rambler.ru/29378605/

http://www.chto-proishodit.ru/news/2015/02/12/11980013224

 

Beitrag @ Marina F. & REMEMBERS

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.