MH17 ABSCHUSS: “ES WAR DAS FALSCHE FLUGZEUG”

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Am 22. Dezember 2014, 23.30 Uhr, sendete die Zeitschrift Komsomolskaja Prawda (KP) ein Interview mit einem wichtigen Zeugen der Umstände des Abschusses der MH17. Dabei wurde er von den Behörden aufgrund seiner Detailkenntnisse an einen Lügendetektor angeschlossen, der keinerlei Verfälschungen in den Aussagen des Whistleblowers dokumentiert hat. Daher wird er bis heute im Rahmen der Befragung als glaubwürdig eingeschätzt.

„Die Tatsachen wurden vom Zeugen klar und ohne Inkonsistenzen skizziert. Die Ermittler bewerten die Aussagen als wahrheitsgemäß. Der Lügendetektortest bestätigte den Wahrheitsgehalt“, so Wladimir Markin, Leiter der russischen Untersuchungskommission zum Absturz von MH17.1

Dieser Zeuge hat zuvor auf einem ukrainischen Militärflughafen gearbeitet und gegenüber den russischen Ermittlungsbehörden angegeben, dass er mit eigenen Augen gesehen hat, wie am Tag des Abschusses von MH17 ein ukrainisches Kampfjet SU-25 mit R-60 Luft-Luft- Raketen bewaffnet von einem ukrainischen Militärpiloten namens Wladislaw Woloschin geflogen wurde und zum Einsatz gegen die Ostukraine abgehoben ist. Nach der Rückkehr fehlten die Raketen und der Pilot war sichtlich erschüttert und völlig durcheinander und meinte: “Es war das falsche Flugzeug.” Auf Nachfrage des Bodenpersonals soll er geantwortet haben: „Ein Flugzeug war zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort.“

Wladimir Markin dazu: „Es bestand keine Notwendigkeit das Kampfflugzeug mit Luft-Luft-Raketen zu bewaffnen, da die pro-russischen Volksmilizen gar keine eigenen Luftstreitkräfte besitzen. Das Flugzeug kam ohne Raketen bestückt zurück.“

Der Zeuge wird heute in Russland unter Schutz gestellt. Da die ukrainische Regierung bisher kategorisch behauptet hat, dass zum Zeitpunkt des Absturzes von MH-17 kein einziges ukrainisches Kampfflugzeug sich im Luftraum der Ostukraine befand, wird sein Leben nach diesen Aussagen als gefährdet eingeschätzt. 

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Im folgenden Interview der Komsomlskaja prawda wird der Zeuge aus Sicherheitsgründen „Alexander“ genannt.

 

Und hier eine Zusammenfassung des Interviews auf Deutsch von Hinter der Fichte2:

KP: Alexander, welche Airbase war es, wo befand sie sich?

Aleksandr: Der zivile Flughafen von Dnipropetrowsk bei der Siedlung Aviatorskoje. Ich möchte mehr nicht konkret sagen, ziviler, internationaler Flughafen Dnipropetrowsk eben.

Dort waren Su-25 stationiert und Hubschrauber.  

Die Su-25 gingen regelmäßig raus zum Bombardieren von Lugansk und Donezk.

Das ging schon so für einen langen Zeitraum.

Unter den acht Flugzeugen, die Einsätze flogen, befanden sich welche mit Luft-Luft-Raketen, fähig jedes Luftziel zu treffen. Jeden Tag.

Alle Flugzeuge flogen jeden Tag, aber nur zwei flogen die Luft-Luft-Raketen.

Es gab keine Luftkämpfe, sie führten sie zur eigenen Deckung in der Luft mit.

Meistens hatten sie Waffen gegen Bodenziele, ungelenkte Raketen und Bomben.

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KP: Was geschah am 17. Juli?

Aleksandr: Die Flugzeuge flogen Kampfeinsätze wie immer. Seit dem Morgen flogen sie den ganzen Tag Einsätze. Am Nachmittag, eine halbe Stunde bevor das Vorkommnis mit der Boeing geschah, stiegen drei Flugzeuge auf. Su-25 mit Luft-Luft-Raketen.

Ich befand mich auf dem Gelände. Genaueres möchte ich nicht sagen.

Es war genau zu sehen was sie trugen. Drei Flugzeuge stiegen auf, eines hatte die Raketen. Sie hätten ja auch ein anderes nehmen können, aber sie nahmen das.

Nach kurzer Zeit, ein normaler Kampfeinsatz dauert eine Stunde, kam nur eines der Flugzeuge zurück. Die beiden anderen waren abgeschossen worden.

Nur das eine, das mit den Raketen aufgestiegen war, war zurückgekommen.

Die anderen wurden irgendwo in der Ostukraine abgeschossen.

Der Pilot war sehr angsterfüllt. Sein Name ist Woloshin. Er war allein im Flugzeug, es ist nur für einen Piloten. Ein Hauptmann.

Er kam leer zurück, ohne Munition.

Die Luft-Luft-Raketen sind nicht normaler Bestandteil der Munitionsausstattung, sie werden nur für konkrete Missionen angebaut, auf besondere Weisung.

Normalerweise versuchen sie die Luft-Luft-Raketen nicht zu oft einzusetzen weil man sie nicht ständig in der Luft transportieren kann. Sie sind optisch gut zu unterscheiden, es sind kleine Raketen mit Flügeln, Leitwerk und Zielsuchköpfen.

Die Raketen waren schon abgeschrieben worden, buchstäblich am Vorabend des Ereignisses, eine Woche zuvor. Ihre Zeit war abgelaufen.

Sie wurden lange Jahre nicht verwendet, abgelaufen seit Jahren.

An dem Tag kam der Pilot zurück ohne die Raketen. Möglich, dass er sie aus Angst über den Abschuss der beiden andern Kampfflugzeuge oder aus Rache auf die Boeing abfeuerte.

Ich weiß nicht, ob er wusste, dass es eine Boeing war oder nicht.

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KP: Kann es ein, dass er nur den Knopf drückte und die Raketen suchten sich einfach ein Ziel?

Aleksandr: Nein, der Pilot bestimmt das Ziel selber. Erst wenn er feuert fliegt die Rakete auf das Ziel und lenkt sich hinein, nach der Wärme.

Als der Pilot nach der Landung aus dem Jet ausstieg, sagte er „Das falsche Flugzeug.“ Das wiederholte er am Abend auf die Frage eines anderen Piloten. „Das Flugzeug war zur falschen Zeit am falschen Ort.“

Die Einheit von Woloshin ist in der Stadt Nikolajew, Ukraine stationiert. Sie war Dnipropetrowsk zugeteilt, vorher Chugujew bei Charkow.

Sie haben die ganze Zeit Lugansk und Donezk bombardiert.

Laut einem Soldaten der Nikolajewer Einheit, haben sie weitergemacht.

Hauptmann Woloshin konnte wahrscheinlich, nervös und ängstlich wie er war, nicht erkennen, um welches Flugzeug es sich da handelte.

Die Raketen können Ziele in 3 bis 5 km erreichen.

Su-25 ist ein Überschallflugzeug, die Geschwindigkeit mit der Boeing ist ähnlich.

Aber die Rakete ist viel schneller; sie kann das Ziel problemlos erreichen.

Das Flugzeug konnte auf 7000 m steigen und damit die Boeing erreichen, wenn das Flugzeug nach oben gerichtet ist, das Ziel erkennen und feuern. Die Rakete kann 500 m vom Ziel explodieren und er treffen. Auch die Bordkanonen können es erreichen, das könnte der Absturzgrund sein.

Die Ukraine hat gemeldet, die beiden Kampfjets wären am 16. Juli abgeschossen worden, das ist nicht wahr, es war jener 17. Juli.

Die Angriffe wurden ununterbrochen geflogen, bis auf einen Moment der Waffenruhe, und selbst dann gab es einige Kampfeinsätze. Sie sind weitergeflogen, nicht so intensiv, aber sie flogen Einsätze. 

Phosphorbomben habe ich nicht gesehen aber sehr ähnliche, thermobarische, gebannte Bomben die für Afghanistan bestimmt waren. Eine Aerosolbombe die alles verbrennt, sie ist deshalb gebannt.

Sie setzten sie ein und auch die Streubomben. Diese Waffen sind nicht einschüchternd sondern maximal zerstörend. Eine Streubombe kann ein ganzes Stadion eindecken.

Ich war gegen diese ATO von Anfang an.

Ich betrachte den Bürgerkrieg als falsch.

Es ist nicht normal das eigene Volk zu töten.

KP: Warum sind Sie nach Russland gegangen und sich entschlossen zu reden? Warum hat das vorher keiner erfahren? Sie sind nicht der einzige Zeuge.

Aleksandr: Alle werden vom SBU (Geheimdienst) eingeschüchtert und von der Nationalgarde. Menschen können geschlagen werden für jedes unvorsichtige Wort, eingesperrt für jeden unbedeutenden Verdacht der Sympathie für Russland oder die Milizen.

Im Anschluss an das Interview sprach RT mit dem Chefredakteur der Zeitung Komsomolskaja prawda (KP), der es veröffentlicht hatte:

«Der Zeuge sagte uns, das Captan Woloshin geschockt, verwirrt und der Meinung war, es habe ein Passagierflugzeug mit einem militärischen Ziel verwechselt. Die Schuld liegt dennoch bei der Ukraine. Denn während der Auseinandersetzung flogen die Jagdflugzeuge mit scharfen Luft-Luft-Raketen und die Ukraine hat ihren Luftraum nicht gesperrt. Das ist das Schockierende an der Geschichte. Es war ein Unfall, der bei Kampfhandlungen passierte. Der Pilot hat einfach Flugzeuge verwechselt.»

Äußerst interessant und unvorstellbar zugleich: 

Bis jetzt hat sich kein ausländisches Medium bei KP als interviewende und veröffentlichende Zeitung gemeldet.

 

Pic-Quelle: Komsomolskaja Pravda

Quellen:

1 http://www.rtdeutsch.com/8644/headline/zeuge-bestaetigt-abschuss-von-mh17-durch-ukrainischen-kampfjet/

2 http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/12/mh17-abschu-zeuge-sagt-aus-es-war.html

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