ONKEL «KIBORG»! WAS HAST DU GETAN?!

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Laut aktuellen Angaben sind in dem Bürgerkrieg in Donbass mindestens 200 Kinder ums Leben gekommen. 200 Kinder… Entweder durch den Artilleriebeschuss direkt vor Ort oder aufgrund fehlender Medikamente oder ärztlicher Fachkräfte in den Krankenhäusern.

Chirurgen, die bereits vieles in ihrem Leben und in diesem Krieg gesehen haben, schluchzen heute, wenn sie den süßen kleinen Mädchen und Jungs ihre Arme und Beine amputieren müssen. Oder wenn sie deren Eltern mitteilen müssen, dass der Tod leider stärker war als sie.

Deshalb wünschen wir uns manchmal, dass vor allem diejenigen, die für den Tod und das Leid dieser Kinder verantwortlich sind, nur einen einzigen Moment in die Augen dieser kleinen Seelen schauen könnten. Nur einen einzigen Moment…

Und im folgenden Fall ist unser Wunsch in Erfüllung gegangen.

 

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«Schauen Sie sich das Mädchen an. Das haben Sie getan.»

Neben dem Krankenzimmer der einjährigen Sonja befindet sich ein anderes, wo ein „Kiborg“ behandelt wird. Die Ärzte brachten Sonja zum ihm.

«Schauen Sie sich das Mädchen an», sagte ein Arzt. «Das haben Sie getan.»

Der «Kiborg», ein etwas älterer Mann, bedeckte sein Gesicht mit Händen und fing an zu weinen. Sonja schaute ihn mit einem Lächeln an. Sie musterte ihn mit ihren riesigen, unschuldigen Augen.

«Verzeiht mir, verzeiht mir, ich wusste es nicht… Meine Enkelin ist auch in dem Alter. Ich wusste es nicht. Wir wussten es nicht. Man sagt uns, hier wären Terroristen. Verzeiht…»

Am 20. Januar ereignete sich noch eine Tragödie im Donezker Stadtteil Kirowskij. Ein Ehepaar geriet in Donezk mit ihrem Kind unter einen massiven Beschuss ihres Wohngebietes. An diesem Tag verlor die einjährige Sonja Uchanowa sowohl ihre Mutter als auch ihren Vater.

Die Künstlerin Olga und der Architekt Dmitrij Uchanow waren zwischenzeitlich auf der Krim und sind erst ein paar Tage vor dem Unglück zurückgekehrt. Als die jungen Eltern ihr Haus verlassen haben, um spazieren zu gehen, war es in ihrer Siedlung Pobeda noch ruhig. Aber nur ein Moment später ertönte schrecklicher Lärm und die Familie kam plötzlich unter den Beschuss.

Gleichzeitig war die Mutter von Olga, Natalija, auf der anderen Straßenseite. Sie hörte den Lärm und sah, wie ihre Kinder auf den Boden fielen und wie die Splitter in den Kinderwagen mit der kleinen Sonja flogen. Der 24jährige Dmitrij starb sofort. Die 22jährige Olga etwas später, im Krankenhaus.

Die Kleine erhielt zahlreiche Verletzungen durch die Splitter, hat aber dank des robusten Gehäuses des Kinderwagens überlebt, der die meisten der Splitter abwehrte. Sonja wurde bereits im Donezker regionalen Krankenhaus operiert. Die Ärzte haben ihr winziges Handgelenk, Knochen für Knochen, wieder zusammengesetzt.

Jetzt kümmern sich die Oma und die Uroma um die Kleine. Das unerträgliche Unglück hat es den beiden Frauen stark zugesetzt. Aber sie müssen für die Kleine strak bleiben. Denn sie braucht jetzt die Liebe und die Fürsorge ihrer Liebsten mehr denn je.

Die kleine Sonja versteht bis heute nicht, was passiert ist, und verlangt ständig nach ihrer Mama

«Ihre Mutter hat ihr ja immer die Brust gegeben. Deshalb weint sie heute sehr, denn sie ruft sie, aber ihre Mama ist nicht da. Sie wird oft richtig hysterisch deswegen», meint die Uroma der kleinen Sonja.

 

Derartige Leidensgeschichten von unschuldigen Menschen in Donbass werden bis dato weder im ukrainischen Fernsehen gezeigt noch in unseren Medien erzählt. 

Weil Jemand diesen Krieg einfach nicht stoppen will. 

Weil Jemand den Tod von Kindern und ganzen Familien schon im Voraus auf seine Rechnung geschrieben hat.

Und weil dieser Jemand nicht allein ist, sondern eine ganze Welt.

 

Beitrag:

REMEMBERS & Marina F.

 

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.

 

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