SBU: GEFANGEN. GEFOLTERT. GETÖTET.

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Durchgeschlagenes Stirnbein, gebrochene Rippen, verdrehte Finger

Am 26. November 2014 starb der Anti-Maidan-Aktivist Viktor Toptschaew aus Charkow. 4 Tage zuvor wurde er vom Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) festgenommen. Die Ärzte waren gezwungen, „Lungenentzündung“ als Todesursache im Totenschein anzugeben. In Wirklichkeit aber starb Toptschaew an den Folgen von Folter. Sein Leichnam weist auf durchgeschlagenes Stirnbein und gebrochene Rippen hin. Seine Finger sind alle verdreht worden.

 

Aleksandr Aleksandrowskij, Leiter der interregionalen Stiftung für Arbeitsvermittlung, schreibt Folgendes auf seiner Facebook-Seite:

Viktor Toptschaew
Viktor Toptschaew

«Am 26.11.2014 starb Viktor Pawlowitsch Toptschaew, geboren 1961, ohne aus dem Koma aufzuwachen. Offiziell starb er an einer Lungenentzündung im Krankenhaus, inoffiziell aber an Folgen von lebensgefährlichen Verletzungen. Er hinterließ seine Eltern, die schwer behindert sind, sowie seine Frau und seinen Sohn. Ich werde hier keine Kontodaten angeben, um für Spenden aufzurufen oder drum bitten, diese Nachricht weiter zu posten. Ich möchte nur, dass ihr wisst, wie Vitja starb.

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Er war Veteran des Krieges in Afghanistan und ein Mensch mit genauen Lebensvorstellungen. Er unterstützte nicht die Entwicklungen in der Ukraine, die mit dem Maidan einherkamen. Er nahm Teil an der Protestbewegung in Charkow. Und er wurde am 22.11.2014 vom ukrainischen Sicherheitsdienst festgenommen. Es gab nichts, was man ihm hätte anhängen können. Keinen Paragraphen, anhand dessen man ihn offiziell hätte festhalten können. Da sich die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes somit im Klaren waren, dass sie für einen weiteren nicht „nachgewiesenen“ Separatisten kein Geld kriegen würden, haben sie wohl beschlossen, ihn zu foltern. Vielleicht würde er doch etwas sagen. Vielleicht würde er Verantwortung für einen Terrorakt übernehmen.

Viktor Toptschaew
Viktor Toptschaew

Sie haben ihn 3 Tage lang gefoltert… Am dritten Tag, nach all den unerträglichen Foltern, ist er ins Koma gefallen. Man hat ihn am 25.11.2014 einfach auf eine Straße im Stadtteil XT3 abgelegt, wo ihn die Ambulanz im komatösen Zustand abholte und ihn ins Krankenhaus brachte. Dort verstarb er, ohne aufzuwachen ca. um 1 Uhr nachts, am 26.11.2014.

 

Als man seiner Frau den offiziellen Totenschein ausgehändigt hat, konnte sie ihren Augen nicht trauen. Vitja hatte praktisch keine Rippen mehr und der Schädel ist in der Mitte seiner Stirn geplatzt!!! Alle seine Finger waren gebrochen und in die entgegengesetzte Richtung verdreht worden, die Fingernägel herausgerissen und sein ganzer Körper ist nur ein Blaufleck gewesen!!!!

Er ergab sich nicht! Er hat niemanden verraten! Er hat niemanden angeschwärzt! Er verließ diese Welt mit Würde! Er ist lebendig und gesund aus 2 Kriegen zurückgekehrt, und niemand hätte sich denken können, dass er in seinem Land von den Händen verrückt gewordener und für ein paar Dollar käuflicher Hunden sterben würde. Das ist Demokratie und Freiheit
der Menschenrechte auf Amerikanisch.

Wir erinnern uns! Wir trauern! Wir vergessen nicht!»   

 

Nichts Neues in der Ukraine: Tod durch Folter

Nur 2 Wochen vor dem Mordfall Toptschaew hat der Sicherheitsdienst der Ukraine bereits einen 36jährigen Aleksandr Agafonow aus Izhjum, in der Nähe von Charkow, zu Tode gequält. Mehr dazu hier: https://remembers.achtungpartisanen.ru/36jahriger-vom-sbu-zu-tode-gequalt/

Das sind also die europäischen Werte aus der Sicht der neuen Ukraine, Freunde. Toll! Und das Beste: Die ganze Welt schaut zu, wie ein armes Land zu einem Fascho-Staat gedeiht, und genießt dabei
diesen abartigen Anblick.

 

Beitrag:

@REMEMBERS & Marina Filatova

Ihr wollt uns helfen, das #Überleben von Kindern, ihren Familien sowie von kranken und alten Menschen in Donbass zu sichern? Sehr gerne. Und vielen herzlichen Dank schon im Voraus dafür. Alle Infos zu unserer aktuellen Winter-#Spendenaktion hier: https://remembers.achtungpartisanen.ru/hoffnung-schenken-uber-leben-retten/

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.