«DEUTSCHLAND DENKT NACH»: TERROR IN EUROPA — WER IST WIRKLICH UNSER FEIND?

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REMEMBERS Gastbeitrag von Manuel Katzer

35 Tote und 300 Verletzte, Opfer aus 40 Nationen — das ist das Ergebnis des Anschlags auf den Flughafen von Brüssel und die Metrostation Maelbeek Ende März 2016. Der französische Premierminister Manuel Valls sagte dazu: «Wir sind in Europa seit mehreren Monaten im Krieg

Manuel Vills, aber auch viele andere Politiker in Europa und Deutschland meinen damit einen Krieg gegen den s.g. «Islamischen Staat» oder den Islam insgesamt. Die Rede ist vom «Kampf der Kulturen». Die westliche Welt auf der einen und die islamischen Staaten sowie die Muslime auf der anderen Seite stehen sich unversöhnlich gegenüber, diese Botschaft schwingt in jedem Artikel unserer Mainstreammedien und in vielen Politikerreden seit Monaten mit. Diese Logik führt zwangsläufig zu einem «wir oder sie», in einen Kampf, der nur einen Sieger kennen kann, aber in Wahrheit alle zu Verlierern machen wird. In einen offenen Krieg, der bis nach Europa reichen kann.




Doch wer einen Blick hinter die Kulissen wagt, der erkennt: Der Feind sitzt womöglich ganz wo anders. Es ist bekannt, dass die USA viele Terrorgruppen, die heute im Nahen und Mittleren Osten agieren, selbst als Bündnispartner unterstützt, aufgerüstet, finanziert oder sogar geschaffen hat. Das prominenteste Beispiel dafür sind wohl die Taliban um Osama bin Laden, der einst ein guter Verbündeter im Stellvertreterkrieg gegen die Sowjetunion war. Nach dem 11. September 2001 wurden die Taliban und Osama bin Laden zum Feind der USA erklärt, Kriege in Afghanistan und dem Irak folgten. Dabei weisen Experten wie der Friedensforscher Daniele Ganser darauf hin, dass es nicht auszuschließen ist, dass der Anschlag auf das World Trade Center und das Pentagon von den USA selbst durchgeführt oder sogar gebilligt wurde.

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Die s.g. «False Flag»-Operationen» dienen dazu, Vorwände für militärische Einsätze oder andere in der Bevölkerung eigentlich unpopuläre Maßnahmen zu schaffen, die anderweitig nicht durchsetzbar wären. Auch Charlie Hebdo und den MH17-Abschuss zählt Ganser zu den möglichen «False Flag»-Operationen. Die unbelegte Schuldzuweisung des Westens gegen Russland, am Abschuss des Passagierflugzeugs mit beteiligt gewesen zu sein, dient dabei dazu, Russland als kaltblütigen Aggressor darzustellen, der sein Territorium mit Gewalt vergrößern will und dabei auch nicht davor zurückschreckt, den Tod unschuldiger Zivilisten als Kollateralschaden in Kauf zu nehmen.

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Auffällig ist in all diesen Fällen, dass die Interessen der USA immer an erster Stelle stehen. Im Nahen und Mittleren Osten führen die Vereinigten Staaten unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung Rohstoffkriege um Öl, in der Ukraine und im Donbass wollen sie die Großmacht Russland schwächen, um sich so eines mächtigen Konkurrenten auf der weltpolitischen Bühne zu entledigen. Die Gründe für ihr eingreifen erschaffen die USA dabei immer wieder selbst: Durch die Aufrüstung von Gruppen, die später als Terroristen aktiv werden, durch «False Flag»-Operationen und durch die Unterstützung von gewaltsamen Regierungsumstürzen. Auch letzteres lässt sich sowohl im arabischen Raum als auch in der Ukraine nachweisen.

Wenn die Staaten Europas also wirklichen Frieden erreichen wollen, dann liegt die Lösung nicht darin, angebliche Islamisten in Nahost oder Separatisten im Donbass zu bekämpfen, sondern die Politik des Hauptkriegstreibers USA nicht mehr länger mitzutragen. Die Zahl der Schlachtfelder in Europa würde sich drastisch reduzieren — sowohl in Europa als auch im Donbass.

*Die Meinung der Redaktion von remembers.achtungpartisanen.ru kann von der Meinung des Autors abweichen.

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