UKRAINE: WAISENKINDER AUS LUGANSK SOLLEN AN DIE USA VERKAUFT WERDEN

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Alles fing vor über einem Jahr an, als das gesamte Lugansker Gebiet unter massiven Artilleriebeschüssen stand. Darunter auch die Waisenhäuser der Region. Aus diesem Grund wurden Anfang Herbst 2014 insgesamt 73 Kinder nach Odessa (Süd-Ukraine) und Umgebung evakuiert. Die dafür nötigen Papiere wurden im Vorfeld bereitgestellt.

Damals ging man jedoch davon aus, dass der Aufenthalt der Kinder nur zeitlich begrenzt sein wird — bis die Ruhe in Donbass endlich wieder eingekehrt ist. Zudem war es zu dem Zeitpunkt auch die einzige Möglichkeit, das Leben dieser Kleinen zu retten.

Lubow Shamenko, Leiterin des Lugansker Schulinternats für Waisen:

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(ab 00:47 min):

„Wir hatten es mit dem Leiter dort so abgesprochen, dass wenn wir das Heim wiederaufgebaut haben, dann kommen wir mit den Papieren, um die Kinder wieder zu uns zu holen.“

Zudem freute man sich auch, dass die Kinder nicht so weit weggebracht werden, wie beispielsweise nach Lwow (West-Ukraine). Es gab sogar freie Plätze in Odessa für insgesamt 73 Kinder aus Lugansk.

Am Anfang lief alles nach Plan und dementsprechend gut. Die ukrainische orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats, unter der Leitung des Pastors Agafangel, kümmerte sich um die Waisen. Viele Kinder wurden auf Eigeninitiative sogar vor Ort getauft. Man organisierte für sie Konzerte und Theatervorstellungen, damit sie nach dem Kriegstrauma wieder aufleben konnten. Es wurde wieder gespielt, gelacht, gescherzt und einfach wieder gelebt.

Doch auch diesen Glücksmomenten gab nach einer kurzen Zeit ein Ende. Die Lage änderte sich abrupt, als das faschistische Kiewer Regime seinen Druck auf die Waisenhäuser der Region erhöhte. Mit grausamen Folgen: Einige der Kinder wurden in eine mit Backsteinmauern umgebene baptistische Gemeinde gebracht. Man nahm ihnen die Handys ab und ließ die Presse nicht mehr an sie herankommen.

(ab 01:30 min):

«Ich verbiete euch nicht zu filmen, gebt mir nur die Erlaubnis fürs Filmen»

Somit wurden die Kinder erneut von der ganzen Welt isoliert und zu Geiseln des faschistischen Kiewer Regimes gemacht.

(ab 00:01 min):

«Die Stadt- und Regionalverwaltung von Odessa sieht diese Kinder als Deserteure vom Territorium des Feindes an. Man hat den Kindern ihre Handys und Papiere weggenommen, sie haben keinen Kontakt zur Außenwelt. Sogar die Betreuer der Kinder aus Lugansk dürfen sie nur einmal pro Tag anrufen.»

Der Journalist Dmitrij Saizev hat sich hinter die Kulissen dieses mörderischen «Kinderspiels» begeben und erschreckende Details aus dem Leben der kleinen Geiseln hautnah erfahren.

(ab 00:20 min):

«Der Kinderspielplatz des Heimes in Lutugino scheint leer zu sein. Es scheint, dass hier schon lange keine Kinder mehr gespielt haben. Die Meisten von ihnen sind weit weggefahren… nach Odessa. Sie wurden noch Anfang Herbst mit einer ganzen Buskolonne weggebracht. Sie dachten, sie würden nur für eine kurze Zeit evakuiert werden. Der Vorschlag zur Evakuierung kam von der Kiewer Verwaltung. Die regionale Leitung des Heimes hat diesem zugestimmt.»

In dieser absolut von der Außenwelt abgeschnittenen Umgebung soll es laut Augenzeugenberichten in vielen Fällen auch zur körperlichen Gewalt gekommen sein. Zwei Jungs (15 und 17 Jahre alt) konnten die täglichen Schläge ihrer «Erzieher» nicht mehr aushalten und versuchten, ihrem schrecklichen Alltag wieder zu entfliehen. Als man sie jedoch wieder fand, nahm die Gewalt gegen diese Kinder erneut seinen Lauf. Und als dies immer noch nicht «half», wurden die beiden Jungs in die Psychiatrie gebracht. Wenn sie das 18. Lebensjahr erreicht haben, werden sie in die Psychiatrie für Erwachse gesteckt, was mit Sicherheit weiterhin tiefe Wunden in der Seele und im Leben dieser Kinder hinterlassen wird.

Die Waisenhäuser in der Volksrepublik Lugansk sind mittlerweile wieder aufgebaut und wären bereit, die Kinder wiederaufzunehmen. Doch die Waisenhäuser in Gebiet Odessa schmieden anscheinend andere Zukunftspläne für diese Kinder.

(ab 01:03 min)

«…Sie sagte aber «Nein, die Kinder könnt ihr nur mit Erlaubnis von der Lugansker Regionalverwaltung abholen.“ Ich sagte: „Wie? Wir hatten es mit Ihnen doch so abgesprochen und wir haben ja die Papieren und Akten der Kinder.“ Sie «Nein, die Verwaltung von Odessa und unsere Lugansker Regionalverwaltung müssen dem zustimmen.»

Die Leiterin des Heimes in Lugansk bewahrt bis heute sehr sorgfältig die Papiere der kleinen Geiseln im Tresor auf. In der Hoffnung, ihre kleinen Lieblinge würden bald wieder zu ihr zurückkehren.

(ab 01:45 min):

«Hier ist ein Pass von Vera Malevkitsch… Und hier von Serjei Jatschepa…»

Doch statt Presse, Menschenrechtler oder Betreuer aus Lugansk haben die Vertreter der amerikanischen und europäischen Sekten freien Eintritt ins Waisenheim in Odessa erhalten. Die Babtisten wollen sie nun umerziehen. Sie bringen die Kinder u.a. dazu, ihre orthodoxen Kreuze abzunehmen, ihre Kultur und Religion abzulegen und die Gedichte/Gebete der jeweiligen Baptisten zu lernen. Wer sich dagegen wehrt, wird hart bestraft.

WARUM tut man so etwas all diesen mehrfach vom Leben gezeichneten Kindern eigentlich an? Ein möglicher Grund dafür könnte laut Augenzeugen und Experten die Tatsache sein, dass diese Kinder in naher Zukunft staffelweise in die USA gebracht werden sollen.

U.a. weil man ihnen täglich erzählt, wie schön es doch sei, in den USA zu leben, und das dort neue Eltern bereits auf sie warten. Die Kinder jedoch wünschen sich nichts anderes, als endlich wieder nach Hause zu kommen — nach Donbass — und bitten ihre Aufseher ständig, sie wieder frei zu lassen.

Doch die Leidensgeschichte dieser Waisen kennt einfach keine Grenzen: Eines der Kinder, Nikolai Iwanow, der zusammen mit seiner Schwester in einem Heim in Odessa lebt, sollte von ihr für immer getrennt und in der ersten „Staffel“ in die USA geschickt werden.

Dieser Ukra-Wahnsinn verletzt nicht nur die Gesetze des Landes, sondern auch die Menschenrechte. Erstens ist es gesetzwidrig, minderjährige Geschwister voneinander zu trennen. Das ukrainische Gesetzt besagt auch, dass jedes Kind bei seinem Betreuer im Heim bleiben soll. In diesen Fällen sind die Betreuer in der Lugansker Volksrepublik. Dort sind auch die Pässe der Kinder und ihre Papiere für die Evakuierung. Deshalb müssten sich die Kinder heute wieder in Donbass befinden. Doch stattdessen stecken sie in der nächsten Hölle ihres Lebens fest und können ihrem Schicksal nicht ohne Hilfe von Außen entkommen.

Die Lehrerin Irina Babenko ist die einzige im Heim von Odessa, die vorhat, mit den Kindern zurück nach Lugansk zu fahren. Sie ist aber auch die Einzige, die mit der Stadt in Donbass Kontakt hält. (Solange man ihr das Handy nicht wegnimmt). Und das nur abends, wenn die Aufseher (Betreuer) nicht mehr auf ihre Geiseln (Kinder) aufpassen müssen.

(ab 02:05 min):

Lubow Shamenko (Lugansk):

«Wie ist die Situation dort? Wie geht es unseren Kindern? Wollen sie wieder zurück in unser Schulinternat?»

Irina Babenko (Odessa):

«Natürlich, natürlich wollen sie wieder zurück ins Schulinternat!»

Kind:

«Wir wollen wieder zurück! Holen Sie uns schnell möglichst wieder ab!»

Lubow Shamenko (Lugansk):

«Inna, ich würde es ja so gerne…»

Kleines Mädchen Sonja (Lugansk) zu ihrer Schwester (Odessa)

«Ich vermisse dich. Wann kommt ihr wieder zurück?»

Schwester von Sonja (Odessa):

«Wir wissen es noch nicht.»

Die kleine Sonja hat noch 2 ältere Schwestern und einen Bruder, die jetzt in der Nähe von Odessa sind. Sie hat die Stimme ihrer Schwester schon seit 2 Monaten nicht mehr gehört. Nachdem Sonja von ihren Geschwistern getrennt wurde, zog sie sich zurück und hörte einfach zu sprechen auf. Erst als sie den Kontakt zu ihren Freunden wieder aufnehmen konnte, fing sie mit Sprechen wieder an.

Und… es wird noch schlimmer, Freunde: Für die Waisen aus Lugansk werden heute neue Pässe in Odessa ausgestellt. Es gibt Hinweise darauf, dass in den neuen Pässen die Geburtsdaten der Kinder geändert werden, sodass sie auch später nicht wiedergefunden werden können. Auf diese Weise können die Kinder sogar zu Opfern des Organhandels werden, der in der Ukraine neben Waffen- und Menschenhandel heute enorm boomt.

Auf der Facebook-Seite des Beauftragten des Präsidenten für Rechte der Kinder, Nikolai Kuleiba kann man verfolgen, dass er dieses Waisenhaus in Odessa bereits mehrfach besucht hat und oft davon sprach, dass er sogar den «Export» der Kinder ins Ausland selbst in die Hand nehmen würde.

Nachdem die Erkenntnisse über die schreckliche Lage der Waisenkinder aus der Volksrepublik Lugansk publik gemacht wurden, konnten die (inoffiziellen) Menschenrechtler kleine Erfolge erleben: So hat die Stadtverwaltung von Odessa, nachdem sie einen Medienschlag bezüglich dieses Falls erfahren hat, einige der Kinder direkt aus einem Flugzeug befreit, welches bereits unterwegs in die USA war.

Doch dieser Fall könnte leider nur ein Einzelfall bleiben. Denn in dem o.g. Waisenheim sitzen bis heute noch über 600 (!) Kinder fest, die NICHT aus dem Lugansker Gebiet stammen. Was mit all diesen Kindern geschehen wird, können wir uns in unseren schlimmsten Träumen nicht vorstellen.

Weitere Quellen:

http://manzal.livejournal.com/239086.html

Beitrag von REMEMBERS & Marina F.

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie.

 

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