UKRAINE ZIEHT IN DEN GROSSEN KRIEG

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Donbass, 21.01.2015: Mindestens 6 tote Zivilisten, darunter 3 Frauen und 1 Kind

Ob auf der Seite der Ukra-Patrioten oder der Ost-Ukrainer: In Donbass sterben täglich Menschen. Mit einem wesentlichen Unterschied: Die Ukraine verliert ihre freiwilligen Soldaten. Donbass verliert v.a. hunderte von Leben unschuldiger Zivilisten. Kinder, Frauen, Kranke, Alte. Sie alle sterben Tag für Tag durch die gezielten, gnadenlosen Artilleriebeschüsse ihrer Städte und Wohngebiete. Und DAS ist Genozid höchsten Grades.

Auch die letzten 24 Stunden kosteten wieder vielen Menschen in Donbass ihr Leben.

 

Lugansk/Stahanow:

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Bei dem heutigen, mehrfachen Artilleriebeschuss, u.a. aus den Mehrfachraketenwerfern «Uragan» und «Smerch», beim dem erneut neben Wohnhäuser sogar 2 Kindergärten beschossen wurden, verloren mindestens 6 Zivilisten ihr Leben. Darunter eine 24jährige Mutter, gemeinsam mit ihrer 4jährigen Tochter, sowie ein 19jähriger Mann, eine 77jährige Rentnerin, ein weiterer Mann und noch eine Frau.

Über 12 Wohnhäuser wurden zerbombt. Einige sogar komplett.

Trotz dieses täglichen Leides versuchen die Menschen, in den Trümmern ihrer Stadt und zwischen den Leichen ihrer Nachbarn, das Leben neu zu ordnen und irgendwie wieder aufzubauen. So gut, wie es geht. So lange es still ist.


 

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Auch in Gorlowka hört das Massaker bis heute nicht auf. Wieder seit mindestens 12 Stunden durchgehend.

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Und was macht die Ukraine? Sie will weiterhin Krieg. Einen großen Krieg. Und startet gestern ihre 4. Mobilisierung.

 

Ukraine: 4. Mobilisierungswelle gestartet

Gemäß eines neuen Beschlusses des Rates für die nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine vom 20. Dezember 2014 hat gestern, am 20. Januar, die 4. Mobilisierungswelle gestartet.

Diese soll ab sofort in 3 Etappen ablaufen und insgesamt 210 Tage dauern. Die nächsten 2 werden im April und Juni durchgeführt. Mit dem Ziel, insgesamt um die 50.000 (!) Menschen einzuberufen. Für einen Krieg, der gegen das eigene Volk gerichtet ist. Insgesamt kann die Armee 2015 aber auch rund 104 000 Reservisten mobilisieren und sogar auf 250.000 (!) Mann aufgestockt werden.

Poroschenko begründete die Mobilmachungen mit der Notwendigkeit, die Soldaten im Kriegseinsatz im Osten des Landes zu wechseln. So sollen die Armeeangehörigen, die bei der Mobilisierung einberufen wurden, die am 17. März 2014 befohlen worden war, im Zeitraum von 18. März bis 1. Mai aus der Armee entlassen werden.

Im Züge der Mobilisation sowie gemäß dem neuen Gesetz in der Ukraine könnten nun sowohl wehrpflichtige Männer als auch wehrpflichtigen Frauen einberufen werden. Die ukrainischen Abgeordneten könnten ihren Status der Unantastbarkeit verlieren und auch einberufen werden. (Aber wie gesagt, «könnten»… und nicht gleich «werden» oder «müssen»).

Wer den militärischen Dienst im Züge der 4. Mobilisierung verweigert, wird laut Vladimir Talajlaj, General-Mayor und stellvertretender Leiter für die Hauptkoordination der Abwehr und Mobilisation der ukrainischen Armee, mit einer Freiheitsstraße bis zu 5 Jahren «belohnt».

„Gemäß der Gesetzgebung ist die Verantwortung festgelegt. Im Fall einer Verweigerung des militärischen Dienstes ist ein Freiheitsentzug von 2 bis 5 Jahre vorgesehen. Im Fall von kleineren Ordnungswidrigkeiten werden sie zur administrativen Verantwortung hingezogen.“

Und das «Demokratischste» und «Proeuropäischste» daran: Wer seinen Dienst vor Ort, während einer Kriegshandlung, verweigert, darf laut dem neuen Gesetz der Ukraine vom 16. Januar, auf der Stelle erschossen werden. Also einfach hingerichtet. Heil der Ukraine! Heil den Mördern!

Am 13. Januar hat Vladimir Talajlaj, der stellvertretende Leiter für die Hauptkoordination der Abwehr und Mobilisation der ukrainischen Armee, die Fragen der Journalisten im Rahmen einer Pressekonferenz dazu wie folgt beantwortet. Unsere Stellung dazu haben wir am Ende des Interviews genommen.

 

Wen soll die neue Mobilisierungswelle betreffen?

Die gleichen, die auch 2014 davon betroffen waren. Dies sind ukrainische wehrpflichtigen Staatsangehörigen (Mediziner, Verbindungsmänner usw.) — also Männer zwischen 25 und 60 Jahren sowie Frauen zwischen 25 und 50 Jahren. Aus allen Regionen der Ukraine. Auf diese Weise sollen soziale Ungerechtigkeiten und Entzug von wichtigen Arbeitskräften der Regionen vermieden werden. In erster Linie werden die Wehrpflichtige eingezogen, die bereits eine militärischen Ausbildung besitzen.

 

Welche militärischen Berufe werden bei dieser Welle von Bedeutung sein?

Panzersoldaten, Artilleristen, Luftabwehr-Militärkräfte. Sowie Verbindungsmänner und Mechaniker verschiedener Richtungen.

 

Wie viele Menschen sollen jetzt einberufen werden?

Wir können die genaue Zahl nicht im Voraus preisgegeben. Insgesamt sollen es aber um die 50.000 Menschen aus dem ganzen Land werden.

 

Ist der Staat im Stande, all diese Einberufenen entsprechend zu bekleiden und mit allem Nötigen zu versorgen?

Die ukrainischen Streitkräfte, zusammen mit der ukrainischen Industrie, sowie mit Hilfe von internationalen, materiell-technischen Unterstützungen haben bereits die nötigen Vorbereitungen getroffen. Alle werden entsprechen bekleidet sein.

 

Wer wird diesmal nicht einberufen?

Bürger, die 3 oder mehr Kinder unter 18 Jahre in Obhut haben. Sowie die, die arbeitslosen Verwandten zu verpflegen haben. Es werden auch keine Bürger einberufen, die an einem Arbeitsplatz fest eingebunden sind (ein entsprechendes Verfahren ist bereits vom Ministerkabinett festgelegt). Studenten und Doktoranten sind vor Einberufung befreit. Desweiteren werden keine Bürger mobilisiert, die aus gesundheitlichen Gründen für einen militärischen Dienst als nicht tauglich erklärt wurden. Die Bewohner der okkupierten Gebieten, offiziell registrierte Geistlichen und die Abgeordneten werden auch nicht einberufen werden.

 

Werden die 18jährigen Einberufenen mobilisiert?

Der Einberufene unter 25 Jahre kann nur nach einer freiwillig eingetretenen Wehrdienstverpflichtung mobilisiert werden. Ein dringender Wehrdienst ist von höchster Notwendigkeit für den Staat, deswegen wurde die Einberufung wieder ins Leben gerufen.

 

Wie werden die Einberufenen vorbereitet werden?

Die Vorbereitung besteht aus mehreren Etappen. Die erste Etappe (es wird 10 Tage dauern) wird als allgemeine Vorbereitung für die Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten ablaufen. Dazu zählen: medizinische, taktische, Feuer- und Schussvorbereitungen. Dann folgt eine professionelle Vorbereitung zur fachspezifischen Qualifizierung der Bürger (26 Tage). Die letzte Etappe ist die Einführung in die zugeordneten Truppen (15 Tage). Die Offiziere werden ihre Vorbereitung in militärischen Ausbildungszentren und Polygonen absolvieren.

 

Werden die unvorbereiteten Neueinberufenen direkt in die ATO-Zone geschickt, wie es bis jetzt der Fall war?

Keiner der Einberufenen wird in die ATO-Zone ohne einer entsprechenden Vorbereitung geschickt.

 

Wie werden die Verweigerer zur Rechenschaft gezogen?

Im Fall des nicht Erscheinens nach dem Eingang einer Einladung, wird ein offizielles Protokoll aufgenommen. Im Fall der offiziellen Dienstverweigerung wird ein Strafprozess eingeleitet. Im ersten Fall ist eine Geldstrafe vorgesehen, im zweiten Fall droht dem Verweigerer bis zu 5 Jahre Haftstrafe.

Es existiert eine Ansicht, dass der Einberufene ein Recht auf Dienstverweigerung hat, denn es wurde kein Kriegszustand im Land verhängt.

Doch die Teilnahme der Armee an der anti-terroristischen Operationen ist im ukrainischen Gesetzt nach entsprechenden Veränderungen letzten Jahres fest verankert. Aus diesem Grund hat ein Einberufener kein Anrecht auf die Dienstverweigerung.

Werden die ukrainischen Bürger, die auf den nicht durch Kiew kontrollierten Gebieten von Donbass und der Krim eine Möglichkeit haben, zur ukrainischen Armee zu gehen? 

Diese Bürger haben auch eine Möglichkeit, einberufen zu werden. Dazu müssten die diese Gebiete verlassen und sich in einem der Kommissarien in den Regionen melden, die durch Kiew kontrolliert werden. Dies wird schon die ganze Zeit praktiziert. Viele, vor allem Krimbewohner, kämpfen in der ukrainischen Armee im ATO.

 

Wird das Gehalt für den militärischen Dienst im ATO-Gebiet erhöht?

Alle Dienstleistenden im ATO werden einen 100% erhöhten Gehalt kriegen.

 

 

Mobilisierung: Was steckt wirklich dahinter?

Wir fassen zusammen:

Ukraine heute ist schlimmer als Nazi-Deutschland damals

Die o.g. «soziale Gerechtigkeit» bedeutet also auf Ukra-Ukrainisch, dass man jetzt nicht nur Männern, sondern auch Frauen offiziell erlaubt, ihre Brüder und Schwester in Donbass zu töten. Natürlich im Namen der Ukraine. Und dabei ist es völlig unbedeutend, ob sie es mit 50 (!) bzw. 60. Jahren (!) wollen/können oder nicht. 

Selbst 1941 wurden nicht so viele Menschen einberufen. Und auch damals war es nicht vorgesehen, dass selbst die 60jährigen an die Front müssen.

 

Völkermord und Todesstrafe für alle Nein-Sager

Wer keine Lust auf Völkermord hat, geht für 5 Jahre in den Knast.

 

  1. Mobilisierung = noch mehr Kanonenfutter für Kiew

Die aktuell Eingezogenen werden genau so gut für den Genozid in Donbass ausgebildet, wie die vorhergehenden. Also gar nicht. Sie werden wieder einfach zum Kanonenfutter gemacht. Damit sich das Blutkessel der Kriegstreiber wieder mit Geld füllt.

 

Kiew verspricht den Menschen wieder etwas, was er nicht halten kann: Geld

Mit dem «100% höherem Gehalt» für den Wehrdienst wird es genau so aussehen, wie mit Poroschenko‘s versprochenen «1.000 Griwnya pro Tag» bei der ersten Mobilisierungswelle. Also genau genommen: 0,00 Griwnja auf die Hand.

 

Wer zahlt eigentlich die Rechnung für Mobilmachung? Natürlich wir

Mit der «internationalen, materiell-technischen Unterstützungen» der ukrainischen Mobilisierung meint der Herr Talajlaj auf Deutsch nichts anderes als das, dass WIR, der Westen, die Kosten für die nächsten Etappen des Genozides übernehmen werden.

Erst kürzlich hatte Merkel 1,8 Milliarden Euro aus europäischen Steuergeldern für die Ukraine freigegeben. Weitere 500 Millionen Euro stellte Berlin für Kreditbürgschaften bereit. Zwar will man angesichts der äußerst schlechten finanziellen Lage vieler EU-Mitgliedstaaten in Brüssel nicht gerne offen über weitere Finanzhilfen für die Ukraine sprechen, dennoch dürfte es bald schon weitere Milliarden für das Regime in Kiew geben.

 

Ein Blick hinter die Kulissen von «Ja, ich will in den Bürgerkrieg»

Bereits seit Wochen erhalten die Menschen Einladungen zum gesundheitlichen Check sowie für die Registrierung beim Kommissariat. Die Einberufungen wurden sofort verschickt, nachdem der neue Beschluss des Parlaments über den Anfang der neuen Mobilisationswelle verabschiedet wurde.

Doch in den Krieg ziehen will keiner mehr so richtig.

Nicht mal in der West-Ukraine — dem Zentrum der Bandera-Denke.

Die Menschen haben den Krieg einfach satt. Nur innerhalb der letzten 9 Monate Krieg verlor die ukrainische Armee über 30.000 (!) Menschen.

Viele Männer verstecken sich, wandern aus, öffnen keinem die Tür.

 

Vielleicht ist es ihr schlechtes Gewissen, das sie vom Krieg gegen ihre eigenen Brüder abhält.

Vielleicht aber auch nur die Angst um die eigene Haut.

Und vielleicht ist es die einzige Chance für Donbass, zu überleben.

Denn: Keine Soldaten = keine Armee = kein Krieg bzw. Niedergang der Ukraine.

 

Quellen:  

http://de.sputniknews.com/politik/20150115/300612693.html
http://www.contra-magazin.com/2015/01/ukraine-der-westen-soll-die-finanzielle-mobilmachung-bezahlen/
http://rusvesna.su/news/1421176426
http://www.e-news.su/news/42097-novaya-mobilizaciya-za-nevypolnenie-boevogo-prikaza-rasstrel-na-meste.html

 

Beitrag:

@REMEMBERS & Marina F.

 

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Wir vergessen nichts.
Wir verzeihen es nie

 

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