«WAFFENRUHE IST, WENN DIE ALTEN AUS HUNGER UND VERZWEIFLUNG HEULEN»

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Und wieder sterben Menschen. Und wieder lassen die ukrainischen Truppen ihre schweren Waffen sprechen. Und wieder schweigen unsere Medien und die Herzen unserer Regierungsmächte. Und wieder ist der «Minsker Frieden» nur ein Todesschuss für den Donbass.

So wurden am 24. Juni 2015 erneut mindestens 2 Zivilisten getötet. Darunter ein Mann im Dorf Sahanka. Seine Frau musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Tochter der Familie hatte Glück im Unglück und konnte sich rechtzeitig im Keller verstecken.1

DONEZKER WIDERSTAND: MILITÄRISCHE LAGE BEFINDET SICH KURZ VOR DER EXPLOSION

Wie viele Menschen sind bereits getötet worden? Wie viele stehen heute ohne ein Dach über dem Kopf da? Wie viele werden es noch sein, bis dieser Bürgerkrieg ein gutes Ende findet?

Laut den aktuellen Meldungen Sprechers der Donezker Volksrepublik Andrej Purgin befindet sich Donbass kurz vor der Wiederaufnahmen massiver Kampfhandlungen:

«Die aktuelle Situation ist sehr schwierig und spitzt sich immer weiter zu. Es kommen schwere Waffen zum Einsatz, die zivilen Wohngebiete in Donezk, Gorlowka und Jenakiewo stehen wieder unter Beschuss. Die militärische Lage befindet sich kurz vor der Explosion. Wir stehen an der Kippe zur großräumig angelegten Kampfhandlungen».2

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ZWISCHEN KRIEG UND «MINSKER FRIEDEN»: DAS LEBEN AN DER FRONTLINIE

Insbesondere diejenigen Bewohner, die direkt an der Frontlinie leben, leiden am meistens an den genoziden Handlungen des Kiewer Regimes. Und das bereits seit über 1 Jahr.

Jeder von ihnen hat seine eigene Leidensgeschichte. All das wieder aufzubauen, was sie jahrzehntelang Lebensstein für Lebensstein für sich selbst und ihre Familie aufgebaut haben und was in nur wenigen Minuten zerstört wurde, ist kaum möglich. Denn um das zu schaffen, fehlt es den Donbass Bewohnern nicht nur an Kraft und den nötigen Mittel, sondern auch an Frieden. Sowohl vor der eigenen Haustür als auch im Herzen.

 

Diese Frau hat nur einen einzigen Wunsch, oder maximal zwei:

(ab 00:50 min):
«Wir wollen Frieden, unsere Ruhe. Mehr wollen wir nicht… Und unsere Liebsten endlich wiedersehen. Hier in der Nähe, in Awdeewka, leben unsere Verwandte und Freunde, die wir die ganze Zeit über nicht sehen können. Unsere Eltern, unsere Schwestern, unsere Brüder. Wir können niemanden von ihnen sehen. So hat man uns voneinander getrennt. Aber wofür??»

Das Haus dieser Frau gleicht heute einer Ruine. Vor lauter Herzschmerz kann sie sich kaum noch auf den Beinen halten und weint sich ihre Seele leer. An der Hauswand hängen ihre Schutzengel — 2 Ikonen, die ihr Halt und Hoffnung in dieser so hoffnungslosen Zeit geben:

(ab 1:18 min):

«Gott, wofür das alles? Was habe ich denn getan? Ich habe mein Leben lang gearbeitet. Mein Mann ist jetzt Invalide. Oh Gott, wofür nur?? Wir sind Rentner. Ich bin blind. Mein Mann hat einen kaputten Rücken… Ich habe 30 Jahre lang gearbeitet, mein Mann 45… Wie wir überhaupt noch am Leben geblieben sind, wundert es mich… Ich habe im Bett geschlafen… Es war vor 4 Tagen…Wir waren eine große, glückliche Familie. Wir haben 3 Töchter und einen Sohn… Sie alle sind wirklich gute Kinder. Sehr tüchtig, keine Trinker, rauchen nicht… Die älteste Enkelin mussten wir 3 Monate lang in einem Keller verstecken, weil der Nachbar sie für 2.000 Griwnja verkauft hatte. Verstehen Sie?.. Sagen Sie bitte, wer hilft uns denn? Niemand wird uns jemals helfen. Niemand…»

Um zu verhindern, dass noch mehr Zivilsten, die sich in unmittelbarer Nähe der Kampfzone befinden, sterben und großes Leid erfahren müssen, haben die Repräsentanten der Donezker Volksrepublik entschieden, innerhalb von 2 Wochen zwischen 1200 und 1300 Menschen von der Frontlinie zu evakuieren. Mindestens 20% davon sind Kinder jünger als 18 Jahre. Am 20. Juni wurde bereits die erste präventive Rettungsphase im Vorort Oktjabrskij gestartet.3

DONBASS AKTUELL: AM BODEN ZERSTÖRT, AM «FRIEDEN» VERZWEIFELT

Davon, dass die Evakuierung der Zivilisten womöglich keine schlechte Idee ist, zeugt die aktuelle Verzweiflung der Bewohner der Donezker Volksrepublik. Denn sie können den Sinn der s.g. «Waffenruhe», bei der tagtäglich unschuldige Menschen sterben müssen, bis heute nicht verstehen. Immer öfters fragen sie sich, warum die Kiewer Truppen auf die Minsker Vereinbarungen pfeifen. Sie bringen ihre schweren Waffen und Artillerie gegen die zivilen Wohngebieten zum Einsatz, der Widerstand jedoch geht nicht in die Total-Offensive, sondern antwortet lediglich auf die Provokationen seitens der ukrainischen Armee und der faschistischen Freiwilligen-Bataillone.

So schriebt vor wenigen Tagen Irina Laschkevich — eine ukrainische Journalistin aus Odessa, die sich seit rund 1 Jahr in Donbass befindet — in den sozialen Netzwerken:

«Ich bin kein Politiker. Deshalb verstehe ich nicht, wie man von Waffenruhe sprechen kann, wenn dein Volk täglich ums Leben kommt. Wenn zivile Wohngebiete beschossen werden. Wenn die Alten aus Hunger und Verzweiflung heulen. Vielleicht muss man Politiker sein, um zu verstehen, was Waffenruhe bedeutet. Ist Waffenruhe vielleicht, wenn man einen Teil der Bevölkerung zum Opfer bringt, während ein anderer Teil in Cafés und Kneipen sitzt und über die Beschüsse aus den Nachrichten erfährt?

Diese Menschen haben gerade ihre Häuser wieder aufgebaut. Und gestern wurde ihr Haus wieder von einem Geschoss getroffen. Das Haus existiert praktisch nicht mehr, die Wände sind zusammengebrochen. Auf der Straße saß eine angebundene Katze, von der nur die Leine geblieben ist… Diese Menschen sind verdammt unter den Beschüssen zu leben. Sie haben ihr Nest in einem Gebiet gebaut, welches man bombardieren «darf». Ein Gebiet, welches man immer weiter bombardieren wird. Waffenstillstand ist etwas… Sakrales.»

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Aber auch Alexey Smirnov — unser Partner in Donbass — erfährt die Verzweiflung der Menschen über die aktuellen «Friedenszeiten» in Donbass immer öfters am eigenen Leibe:

«In der letzten Zeit treffe ich oft Menschen, die enttäuscht sind. Sie verlassen den Widerstand, weil sie sagen, es gebe keine Offensive… Oft treffe ich aber auch Zivilisten, die durcheinander schreien «Die Faschisten muss man hier wegjagen! Wo schaut eigentlich Zaharcheko hin?». Des Öfteren höre ich von den Widerstandskämpfern «Wenn man uns das Go geben würde, würden wir sie alle bis nach Kiew zerfetzen».

Freunde. Ich verstehe euch alle. Wir alle haben diese Faschisten schon langsam satt, die die friedlichen Bewohner von Donbass töten. Jedoch muss man auch verstehen, dass es einfache Bergarbeiter sind, die gegen die reguläre Armee kämpfen, welche eine gewisse Taktik, Strategie sowie Unterstützung von ihren Verbündeten besitzt. Man darf kein Idealist sein und denken, dass alles unter Kontrolle ist. Täglich sterben Menschen und Noworossija muss auf der politischen Arena in die Erde beißen und laut schreien, damit sie gehört wird. Wir müssen alle schreien. Um diesen Krieg militärisch lösen zu können, müssen wir hier alle unsere Köpfe niederlegen. So wie es bei Stalin auch war. Eine andere Lösung ist eine politische, damit man die Menschen hier in Ruhe lässt. Und die dritte ist natürlich eine friedliche Lösung…»

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ZUM STERBEN IN HUNGER UND EINSAMKEIT VERURTEILT: DIE RENTNER VON DONBASS

Rentnerin (ab 00:32 min):

«Ich weiß nicht, warum sie auf uns schießen. Was haben sie denn hier verloren? Ich habe hier den Krieg (2. Weltkrieg) überlebt, aber so etwas gab es damals nicht. Die Deutschen haben nicht so geschossen, wie es unsere eigenen Leute tun. Wie durch ein Wunder habe ich schon zum 2 Mal überlebt. Ein Geschoss hat hier sogar einen Baum in Stücke zerfetzt. Wir saßen nur so da und haben betet… Wo sollen wir denn hin??? Wir können hier nicht weg.»  

 

Diese alte Frau hat einfach keine Tränen mehr. Sie hat nur noch Hunger.

(ab 2:08 min):

«Wir bekommen keine Rente. Wir hungern. Ich will etwas essen. Ich will Milch trinken, ich will ein Ei essen. Gestern haben wir kostenlos 3x Brot bekommen. Morgen werden wir wieder dahin gehen. Vielleicht bekommen wie wieder etwas. Man gibt uns Graupen… Wir essen einfach alles…»

Der kalte Erdboden ist schon längst zum Schlafplatz dieser Rentnerin geworden. Mit einer eigenen Konstruktion aus alten Lumpen und Seilen hat sie sich eine «Decke» gebastelt, mit der sie ihren bis auf die Knochen ausgehungerten Körper Nacht für Nacht zudeckt. Was ihr vom alten Leben geblieben ist, ist ein Foto von ihr, welches sie an ihre Jugend in den grausamen 40er Jahren erinnert:

«Ich will Milch trinken. Wenigstens einen kleinen Keks essen! Und Brot… Und ich möchte gerne etwas Süßes essen. Oh ja, ich möchte es so sehr… Vergiss es bitte nicht, ok?»

Der Hof dieser Frau wurde vor einiger Zeit von einem Geschoss getroffen. Ihr Häuschen aus Lehm wurde dabei komplett zerstört. In den Händen hält sie eine Ikone, die einst ihr Sohn, der vor 1 Jahr in Artjemowsk getötet wurde, für sie gemacht hat.

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Ein renommierter Blogger aus Gorlowka — Egor Voronov — hat sich Mitte Juni 2015 erneut auf die Suche nach der Wahrheit über seine vom unendlichen Leid gezeichnete Heimatstadt begeben. Sein Augenmerk lag diesmal auf der katastrophalen Situation derjenigen Menschen, die sich direkt an der Grenze zwischen Überleben und Tod befinden: Die Rentner von Gorlowka. Menschen, die die deutschen Faschisten vor 70 Jahren überlebt haben, heute jedoch an ihren eigenen «Patrioten» zu Grunde gehen. Tag für Tag. Tod für Tod.

Die meisten von ihnen teilen ihr Schicksal mit der Einsamkeit, da sie keine andere lebende Seele in ihrer Nähe haben. Kraftlos, (halb)taub, verhungert, vergessen… Doch das Schlimmste dabei: An den Hunger haben sie sich schon längst gewöhnt, sagen sie. Doch die Einsamkeit in dieser so schweren Zeit nimmt ihnen ihre allerletzten Kräfte.

Egor Voronow:

«Es gibt Dinge, über die man so schwer erzählen kann, dass es manchmal scheint, man soll sie gar nicht in Angriff nehmen. Über diese zu schweigen ist jedoch einfach unmöglich. Auch, wenn man dafür keine Worte findet. Jedes Mal nach meiner Reise mit den Volontären und dem Verteilen von humanitären Hilfsgütern denke ich, dass ich all diese Emotionen und Gedanken kaum wiedergeben kann. Wenn ich die Tränen in den Augen der Alten sehe und ihre gebrochenen Stimmen höre, kann ich kein «zufälliger Passant» mehr sein. Ich kann nicht sagen «Es ist nicht mein Schmerz, nicht mein Leid, nicht meine Trauer». Denn ich bin ja kein OSZE-Beobachter, der alles einfach nur «aufnimmt» und die «Information sammelt». Ich bin ein einfacher Bewohner von Gorlowka, der seine Stadt liebt und gemeinsam mit diesen Menschen all das erlebt.»

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Einige derjenigen, die bis heute an der Frontlinie geblieben bzw. zurückgekehrt sind, verlassen wieder ihre Häuser und Wohnungen, in Richtung Stadtzentrum. Denn dort soll es ruhiger sein. Die Beschüsse ihrer zivilen Wohngebiete hören jedoch einfach nicht auf. Die humanitäre Katastrophe spitzt sich immer weiter zu.

So zum Beispiel in Oktjabrskij Gebiet von Donezk. Hier gibt es neben Hunger und Leid seit Wochen, wenn nicht gar seit Monaten, weder Wasser noch Elektrizität. Die ukrainische Armee scheut bei ihren «Donbass-Säuberungsaktionen» vor nichts zurück und nimmt alles unter Beschuss, was vor ihr liegt: Von Frauen, Kindern, Rentnern oder Kranken über Wohn- und Krankenhäusern bis hin zu Schulen oder Kindergärten.

(ab 00:15 min)

«Ja, wir verschwinden hier. Weil hier geschossen wird. Wir haben hier unser Leben lang gelebt… Und jetzt ist es hier einfach nur schrecklich. Sehr schrecklich…»

Eine Frau, die sich gemeinsam mit ihrer Familie auf die Suche nach «etwas Frieden in der Nähe» macht, nimmt neben den wenigen Sachen, die ihr noch geblieben sind, auch die schrecklichen Erinnerungen der letzten Zeit mit:

(01:40 min):
«Letztes Jahr habe ich meine Tochter beerdigt, noch vor dem Krieg. Meine Mutter ist heute querschnittsgelähmt. Alle Wohnungen wurden hier komplett zerstört. Es gibt keine Fenster mehr, einfach gar nichts. Wir waren schon ein halbes Jahr in Weißrussland, in Russland… Dann kamen wir wieder zurück und müssen jetzt wieder umziehen, in einen anderen Stadtteil. Es ist es sehr schwierig. Sehr schwierig. Wann hört das alles endlich auf?»

Eine Rentnerin (06:24 min):

«Wann hören diese verdammten Schweine endlich damit auf? Heute ist es schlimmer, als es damals im (Zweiten Welt-) Krieg war. Ich habe einfach keine Kraft mehr. Ich zittere nur noch… Aber man kommt hier auch nicht weg. Gestern Nacht wurden wir wieder beschossen. Heute Nacht haben wir alle nicht geschlafen, dondern darauf gewartet, dass es wieder einschlägt.»

Eine Frau, die immer nach Oktjabskij kommt, um Lebensmittel zu verkaufen, bittet das Reporter-Team von Graham Phillips, der ganzen Welt die Wahrheit von Donbass zu zeigen:

«Erzählen Sie allen, wie schlecht es den Menschen hier geht. Denn hier ist es sehr schwer zu leben. Hier ist schon zu stehen kaum möglich, geschweige denn zu leben.»

 

Und diese Rentnerin stellt sich immer wieder die gleiche Frage:

(ab 09:00 min):

«Warum tötet man uns? Was haben wir getan? Was haben wir denn so Schlimmes getan? Ich habe hier gearbeitet, bin in Rente gegangen, habe aber keine bekommen. Schon seit 10 Monaten! Die Ukraine zahlt uns nichts. Wir sind alt, wie können kaum laufen… Erst haben sie das Haus einer meiner Töchter zerstört und dieses dann geplündert. Vollständig geplündert!! Jetzt haben sie die Wohnung meiner anderen Tochter zerbombt… Und jetzt warte ich, bis es mich trifft… «

Eine andere Frau versteht nicht, warum die Stadt friedlich lebt und die angrenzenden Gebiete so leiden müssen. Zudem hat sie weder Arbeit, Geld noch eine Möglichkeit, hier wegzukommen.

«Ich habe heute keine Arbeit mehr. Mein Mann ist krank. Ich habe keine finanziellen Möglichkeiten, eine Wohnung in der Stadt zu mieten. Deshalb bin ich noch hier. Den ganzen Winter über haben wir hier ohne Heizung, ohne Wasser, ohne Elektrizität gelebt… Jetzt ist wenigstens Sommer. Ab und zu gibt es wieder Wasser. Und zum Glück gibt es wieder Licht und es ist warm. Ist das alles etwa normal??»

Diese Frau ist einfach nur verzweifelt, insbesondere in Bezug auf das Schweigen der westlichen Welt zum Genozid in Donbass:

(ab 10:50 min):

«Warum schweigt der Westen? Wir sind doch ganz normale Menschen wie alle anderen auch. Hört auf, uns zu töten! Beschießt die, die die Macht brauchen! Geht aufs Feld und schlagt euch dort die Köpfe ein! Aber lasst uns endlich in Ruhe!!!»

Einer anderen Frau fehlen einfach die Worte und die nötige Kraft, immer wieder über ihre persönliche Situation zu sprechen. Und dennoch tut sie dies, womöglich, um ihren inneren Schmerz zu lindern:

(ab 11:40 min):

«Ich werde euch nichts erzählen. Ich habe einfach keine Lust mehr. Mein Haus wurde zerstört, mein Kind wurde vorgestern verwundet. Ich will einfach nichts mehr erzählen… Ja, ich lebe hier. Hier ist mein Stand. Im Winter wurde er von einem Geschoss getroffen. Dann bin ich wo anders hin. Dort wurde mein Stand vollständig abgebrannt. Mein Sohn kam unter Beschuss. Wir leben in einer zerbombten Wohnung. Was soll ich denn dazu noch sagen?? Niemand braucht uns hier. Niemand. Niemand hat uns zugehört und niemand interessiert sich für uns, ehrlich gesagt. Deshalb bin ich schon müde, ständig darüber zu erzählen, bitte verstehen Sie mich…»

Auf die Frage, was die Menschen über Poroschenko denken, bekam Graham Phillips mehr als eindeutige Antworten. Zum Beispiel von diesem Mann, der mitten in den Trümmern seines Lebens steht. Denn von seiner Wohnung ist nach dem letzten Beschuss des Wohngebietes nichts mehr übrig geblieben. Außer Schutt, Asche und Erinnerungen.

(ab 12:35 min)

«Was soll man denn von Poroschenko halten? Ist es denn normal, einfach so Menschen zu töten? In dieser Woche gab es 2 Tote. Und das sind nur die, die ich selbst gesehen habe. Hier zum Beispiel wurde auch ein Mann in Stücke zerfetzt. Ein anderer Mann verlor hier seinen Arm… Ich habe jetzt keine Wohnung mehr. Einfach gar nichts mehr. Was soll man also von denen (in Kiew) halten?»

Der Glaube, das Gute würde immer über das Böse siegen, verblasst bei den Donbass Bewohnern immer mehr — von Tag zu Tag, von Beschuss zu Beschuss, von Leiche ihrer Familienangehörigen zu Leiche ihrer Nachbarn. Die Menschen trauen weder dem «Minsker Frieden» noch den Journalisten oder Kriegsreportern vor Ort. Sie glauben an nichts mehr, außer vielleicht an sich selbst. Und selbst diesen Glaube aufzureiben, ist nur eine Frage der Zeit.

(13:37 min):

«Wirst du die Wahrheit zeigen? Die ganze Wahrheit? Wirklich???»

Aus Verzweiflung und im Sinne eines Hilferufes wenden sich heute die Dozenten der Universität von Gorlowka an die Weltgemeinschaft. In allen Sprachen. Mit der Bitte, die faschistische Kiewer Regierung und somit das Töten von unschuldigen Menschen in Donbass endlich zu stoppen:

In was für einer Welt leben wir heute eigentlich? In einer Welt, in der Faschisten, die sich zum Ziel gesetzt haben, in möglichst kurzer Zeit ein ganzes Volk auszurotten, mit allen erdenklichen «demokratischen» Mitteln unterstützt werden?

DAS ist nicht die Welt, in der wir leben wollen. DAS ist keine Politik, die sich für das Wohl der Weltgemeinschaft einsetzt. DAS sind keine Menschen, die es verdient haben, als Menschen bezeichnet zu werden.

 

Weitere Quellen:

1http://dan-news.info/defence/v-rezultate-obstrela-saxanki-pogib-mirnyj-zhitel-mestnaya-administraciya.html

2http://dan-news.info/defence/situaciya-na-linii-soprikosnoveniya-nakalyaetsya-my-naxodilsya-na-grani-polnomasshtabnyx-voennyx-dejstvij-purgin.html

3 http://novorus.info/news/video/37045-dnr-evakuiruet-mirnoe-naselenie.html

 

 

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